Das Programm: Neue Impulse für Hagen


Unter dem Motto "Hagener Impulse" hat ein Aktionsbündnis aus Kulturschaffenden in Hagen mit der Projektleiterin Dr. Birgit Schulte vom Osthaus Museum, in intensivem Austausch gemeinsam ein Bauhausjahr-Programm entwickelt, um das kulturgeschichtlich bedeutsame Ereignis mit zahlreichen Veranstaltungen in Hagen zu feiern: Ausstellungen und Publikationen, Führungen und Exkursionen, Theater, Musik und Film, Vorträge und Diskussionen, Forschung und Lehre, Theorie und Praxis in allen Sparten geben an unterschiedlichen Orten neue Impulse für die Stadt Hagen.

Oskar Schlemmer Rot gegeneinander 1928 Osthaus Museum Hagen Foto: Achim Kukulies Oskar Schlemmer Rot gegeneinander 1928 Osthaus Museum Hagen Foto: Achim Kukulies

kandinsky, kerkovius, klee & co.

27. Januar bis 24. März 2019

bauhaus-künstler aus der sammlung des osthaus museums hagen

Osthaus Museum Hagen • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Geöffnet: Di – So, 12 – 18 Uhr

Kontakt: T 02331 – 207 3138

www.osthausmuseum.de

Eintritt: Erwachsene 7 €, Familien 14 €

(Eltern mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr)

Kinder unter 6 Jahren frei


Als Einstieg in das Bauhausjahr präsentiert das Osthaus Museum Werke von Bauhaus-Künstlern aus seiner Sammlung: Annie Albers, Josef Albers, Max Bill, Lyonel Feininger, Wassilij Kandinsky, Ida Kerkovius, Paul Klee, Gerhard Marcks, Laszlo Moholy-Nagy, Oskar Schlemmer und Fritz Winter. Die Gemälde, Plastiken, Zeichnungen und druckgrafischen Arbeiten stammen von Künstlern, die als Lehrer am Bauhaus gewirkt oder dort studiert haben. Die Chronologie beginnt in der Vorbauhauszeit mit Karl Peter Röhl, der das erste Bauhaus-Siegel entwarf und endet bei Josef Albers‘ “Homage to the Square“ in den sechziger Jahren. Bilder von Feininger nehmen die Weimarer Umgebung in den Blick, Schlemmers Gemälde „Rot Gegeneinander“, das den Folkwang-Zyklus vorbereitete, erinnert kompositorisch an den Figurenfries im Treppenhaus des Weimarer Schulgebäudes. Dem Hagener Maler und Grafiker Reinhard Hilker (1899-1961), der als junger Künstler in den Jahren 1919/20 am Bauhaus bei Johannes Itten und Lyonel Feininger studierte, wird im Rahmen der Ausstellung eine Einzelpräsentation mit grafischen Arbeiten gewidmet.

Die 1926-1928 erbaute Cuno-Siedlung in Hagen Foto: Stadtarchiv Hagen, Bildarchiv Die 1926-1928 erbaute Cuno-Siedlung in Hagen Foto: Stadtarchiv Hagen, Bildarchiv

zwischen bauhaus und diktatur

13. April bis 2. Juni 2019

die zwanziger jahre in hagen

Osthaus Museum Hagen • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Geöffnet: Di – So, 12 – 18 Uhr

Kontakt: T 02331 – 207 3138

www.osthausmuseum.de

Eintritt: Erwachsene 7 €, Familien 14 €

(Eltern mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr)

Kinder unter 6 Jahren frei


Die Ausstellung belegt den Einfluss und die Tradition des Bauhauses in der Stadt von Karl Ernst Osthaus. Fotografien, Pläne, Dokumente und Objekte aus den reichen Beständen des Stadtarchivs und Stadtmuseums ermöglichen Einblicke in die Gesellschaft, Kultur, Stadtplanung und Politik der Revolutionszeit 1918-1920 sowie der Weimarer Republik in Hagen. Sie dokumentieren die Not und das Elend der Krisen- und Inflationsjahre und die politischen Auseinandersetzungen sowie den kurzzeitigen Aufschwung, der sich vor allem auch in der Überlieferung zur Stadtplanung und Architektur widerspiegelt. Ein überregional herausragendes Beispiel für den Wohnungsbau ist die "Cuno Siedlung" im Stadtteil Wehringhausen. Sie greift allein schon äußerlich die Architektur und Gestaltung des Bauhauses auf. Die in Hagen während der Zwanziger Jahre entstandenen Konzepte zum sozialen Wohnungsbau und zur Stadtgestalt orientierten sich an den Inhalten des Bauhauses. Im Rahmen der Ausstellung wird auch der Zeichner und Karikaturist Carl Grimm vorgestellt. Er kommentierte die Zwanziger Jahre in der Umbruchsituation vor 1933 mit zahlreichen Zeichnungen.

Heinrich Brocksieper auf seinem Motorrad vor dem Bauhaus Dessau, 1930 Foto: Nachlass Brocksieper, Hagen. Heinrich Brocksieper auf seinem Motorrad vor dem Bauhaus Dessau, 1930 Foto: Nachlass Brocksieper, Hagen.

heinrich brocksieper

24. März bis 23. Juni 2019

ein hagener am bauhaus - die stofflichkeit der dinge

Emil Schumacher Museum • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Geöffnet: Di – So, 12 – 18 Uhr

Kontakt: T 02331 – 207 3138

www.esmh.de

Eintritt: Erwachsene 7 €, Familien 14 €

(Eltern mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr)

Kinder unter 6 Jahren frei


Unter den ersten Studierenden am Bauhaus in Weimar, vom Wintersemester 1919 bis 1922, war auch der in Hagen geborene Maler Heinrich Brocksieper (1898-1968) – angeregt u.a. durch die erste große Lyonel Feininger-Ausstellung im Hagener Museum Folkwang. Als Student bei Johannes Itten arbeitete Brocksieper außerdem in der Druckerei unter Feininger. Noch bis 1933 konnte er einen intensiven Kontakt zum Bauhaus aufrechterhalten und reiste wiederholt nach Weimar, Dessau und Berlin. Ab 1927 befasste Brocksieper sich verstärkt mit Fotografie und experimentellem Film. Durch einen Bombenangriff wurden sein Haus und Atelier 1944 mit dem darin gelagerten Großteil seines bisherigen OEuvres vernichtet. Ab 1945 nahm er die künstlerische Tätigkeit neu auf und unterhielt wieder schriftlichen Kontakt zu seinen Freunden aus der Zeit am Bauhaus. Alltagsgegenstände mit den Spuren des Gebrauchs, Porträts und Selbstbildnisse in ihrer Stofflichkeit waren sein zentrales Thema. Der 14 Jahre ältere Künstler Brocksieper war für Emil Schumacher (1912-1999) ein wichtiger Freund und nicht zuletzt Gesprächspartner in Zeiten der Isolation während des Dritten Reichs – der Kenntnisse und Fähigkeiten, die er insbesondere auch am Bauhaus erworben hatte, freigiebig mit ihm teilte. Die Ausstellung im Jahr des Bauhaus- Jubiläums gedenkt dieses talentierten Künstlers aus Hagen mit einer Retrospektive. Frühe Arbeiten aus der Zeit am Bauhaus, ebenso wie Experimentalfilme und Fotos können wie das Spätwerk des Künstlers neu entdeckt werden.

Erich Consemüller: Bauhaus Foto: LWL Museumsamt für Westfalen Erich Consemüller: Bauhaus Foto: LWL Museumsamt für Westfalen

neues sehen - neue sachlichkeit

fotografische positionen in westfalen vom bauhaus bis heute

wanderausstellung des lwl-museumsamtes für westfalen

22. Juni bis 18. August 2019

Osthaus Museum Hagen • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Geöffnet: Di – So, 12 – 18 Uhr

Kontakt: T 02331 – 207 3138

www.osthausmuseum.de

Eintritt: Erwachsene 7 €, Familien 14 €

(Eltern mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr)

Kinder unter 6 Jahren frei


Am Bauhaus wurde auch im Bereich der Fotografie eine innovative Bildsprache entwickelt. Sie bezog sich wesentlich auf die sachliche Fotografie, die vor allem Albert Renger-Patzsch geprägt hatte, ein Fotograf, der auch für Karl Ernst Osthaus tätig gewesen war. Von Renger-Patzsch stammen die bekanntesten Osthaus-Portraits, die um 1920 im Wintergarten des Hohenhofs aufgenommen wurden. Die Ausstellung „Fotografie und Bauhaus“ zeigt, wie die klassische Moderne Impulse aus Westfalen erhielt: Renger-Patzsch erweiterte mit den „Ruhrgebietslandschaften“ Kompositionsschemata und Motivspektrum des Bauhausstiles – Anregungen, die von Otto Steinert weiterentwickelt urden. Damit ist die Fotografie in Westfalen nicht nur um regionalspezifische Motive bereichert worden, sondern auch um international bedeutende Fotografen, wie Albert Renger-Patzsch, Otto Steinert, Ulrich Mack und Rudi Angenendt. Die Ausstellung zeigt, dass sich die westfälischen Fotografen bis heute im Spannungsfeld von Dokumentation und Abstraktion bewegen.

Frances Macdonald MacNair, Spring, 1900–1905 The Hunterian, University of Glasgow Foto: Kunstmuseen Krefeld Frances Macdonald MacNair, Spring, 1900–1905 The Hunterian, University of Glasgow Foto: Kunstmuseen Krefeld

auf freiheit zugeschnitten

2. Februar 2019 ganztägig

das künstlerkleid um 1900 in mode, kunst und gesellschaft

Kunstmuseen Krefeld • Kaiser Wilhelm Museum

Joseph Beuys Platz 1 • 47798 Krefeld


Kontakt: Karl Ernst Osthaus-Bund – Hagener Kunstverein e.V.

Eva Pieper Rapp-Frick, rapp-frick@t-online.de

Kosten: Bus, Museumseintritte und Führungsgebühr

Anmeldung erforderlich. Begrenzte Teilnehmerzahl.


In Krefeld fand im August 1900 die erste Ausstellung künstlerischer Reformkleider in Deutschland statt. Angeregt von Friedrich Denken, dem mit Karl Ernst Osthaus befreundeten Gründungsdirektor des Kaiser Wilhelm Museums, wurden Kleiderentwürfe von bekannten Künstler*innen gezeigt, darunter Henry van de Velde, Alfred Mohrbutter, Richard Riemerschmid und Margarete von Brauchitsch. Die junge Avantgarde erklärte das ästhetisch anspruchsvolle Kleid zum modernen Kunstwerk. Wertesysteme und Rollenklischees wurden hinterfragt, mit Mode wurde Gesellschaftskritik formuliert. Die opulente Ausstellung vereint Bestände der eigenen Sammlung mit hochkarätigen Leihgaben. Veranschaulicht werden die Wechselbeziehungen zwischen Kunst, Mode, Fotografie, Plakat und Tanz im Kontext der Reformbewegungen zwischen 1900 und 1914. In den Fokus rücken die europäischen Netzwerke der Reformbewegung in allen Sparten.

Nach der Führung durch die Ausstellung besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Lesung aus Künstlerbriefen durch zwei Schauspieler.

Luftaufnahme der Margarethenhöhe, 1931 Foto: Ruhrmuseum Essen Luftaufnahme der Margarethenhöhe, 1931 Foto: Ruhrmuseum Essen

aufbruch im westen

5. Mai 2019 ganztägig

die künstlersiedlung margarethenhöhe

Essen • Zollverein • Margarethenhöhe


Kontakt: Karl Ernst Osthaus-Bund – Hagener Kunstverein e.V.

Eva Pieper Rapp-Frick, rapp-frick@t-online.de

Kosten: Bus, Museumseintritte und Führungsgebühr

Anmeldung erforderlich. Begrenzte Teilnehmerzahl.


Die Essener Margarethenhöhe, zwischen 1909-1934/38 von dem Stadtplaner und Architekten Georg Metzendorf errichtet, der durch Vermittlung von Karl Ernst Osthaus auch in Hagen tätig war, gehört zu den bedeutendsten europäischen Gartenvorstädten. Sie war ein fast drei Jahrzehnte währendes bauliches Labor. Neben den für die damalige Zeit modernen Wohnungen mit sanitären Einrichtungen und Garten verfügte die Margarethenhöhe auch über die für Kruppsche Siedlungen typischen Sozial- und Wohlfahrtseinrichtungen wie Konsum, Schulen, Kirchen und Bücherhalle. Zahlreiche Künstler, wie der auch von Osthaus geförderte Will Lammert oder der Osthaus- Fotograf Albert Renger-Patzsch, hinterließen dort ihre Spuren, weshalb die Margarethenhöhe auch als „das zweite Folkwang“ in Essen bezeichnet wurde. Unter dem Titel „Aufbruch im Westen“ zeigt das Ruhr Museum auf Zollverein ab dem 15. April eine Ausstellung über die Künstlersiedlung, mit ihrer Geschichte und ihrer Konzeption und stellt die beteiligten Künstler vor. Nach der Ausstellungsführung wird die Margarethenhöhe besichtigt.

Führung durch die Ausstellung im Ruhr Museum auf Zollverein und Besichtigung der Margarethenhöhe in Essen.

Villenensemble Haus Lange und Haus Esters Foto: Kunstmuseum Krefeld Villenensemble Haus Lange und Haus Esters Foto: Kunstmuseum Krefeld

kunsttour krefeld

11. Mai 2019, 11 bis 18 Uhr

mies van der rohe: haus lange und esters


Kontakt: VHS Hagen, Sigrun Politt, T 02331 – 207 3589

sigrun.politt@stadt-hagen.de, www.vhs-hagen.de

Kosten: 42 € (inkl. Fahrtkosten zum Museum, Eintrittspreise,

Kosten für die Führungen und den Reiseleiter)

Anmeldung erforderlich. Begrenzte Teilnehmerzahl.


Die KunstTouren der VHS Hagen folgen der Idee, spannende und innovative Kunstorte gemeinsam zu erkunden. Alle KunstTouren werden begleitet von einem so erfahrenen wie unterhaltsamen Kunst- und Reiseführer. Das Villenensemble Haus Lange und Haus Esters zählt zu den architektonischen Glanzlichtern des Neuen Bauens in Deutschland, entworfen Ende der 1920er Jahre von Mies van der Rohe, und vermittelt noch heute auf beeindruckende Weise den Bauhaus-Gedanken, der die Einheit von Raum und Subjekt ebenso wie das Zusammenwirken von Geist und Handwerk vorsah. Einzelne kubische Baueinheiten scheinen wie Schachteln zusammengesteckt. Im Innern greifen die Raumsegmente ineinander über. Seit 1955 wird Haus Lange und seit 1981 Haus Esters als Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst durch die Kunstmuseen Krefeld genutzt.

Künstlerkolonie Mathildenhöhe Darmstadt, Hochzeitsturm Künstlerkolonie Mathildenhöhe Darmstadt, Hochzeitsturm

zwischen jugendstil und bauhaus

16. Juni 2019, 8 bis 20 Uhr

architektur in darmstadt zwischen 1900 und 1960

Treffpunkt: Höing • Otto-Ackermann-Platz

Bushaltestelle Richtung Landgericht


Kontakt: Hagener Heimatbund, Michael Eckhoff

info@michaeleckhoff.de, www.hagenerheimatbund.de

Kosten: 40 € (inkl. Bus und Führung)

Anmeldung erforderlich. Begrenzte Teilnehmerzahl.


Diese Exkursion des Hagener Heimatbundes unter der Leitung von Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff führt nach Darmstadt, wo zwischen 1900 und 1960 wegweisende Bauten entstanden (u.a. von Behrens, Olbrich und Neufert). Im Mittelpunkt steht die Mathildenhöhe („Ein Dokument deutscher Kunst“) mit ihren Jugendstil-Bauten.

Foto: Niels Bolbrinker Foto: Niels Bolbrinker

bauhaus - modell und mythos

7. Februar 2018, 18.30 Uhr

ein film von kerstin stutterheim und niels bolbrinker

Emil Schumacher Museum • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Kino Babylon, Alexander Thiele, T 02331 – 336 967

babylon@pelmke.de

Eintritt: 6,50 €, 5 € (ermäßigt), Anmeldung nicht erforderlich.


Bis heute gilt es als Urzelle der modernen Architektur und Designs – das Bauhaus. Doch „Bauhaus“ meint nicht nur das kubische weiße Haus mit flachem Dach, den Stahlrohrstuhl oder die Bauhaus-Lampe. Das Bauhaus war auch eine Ausbildungsstätte, die bis heute als Modell fungiert. Gelehrt haben dort weltbekannte Künstler wie Johannes Itten, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger, Paul Klee, Oskar Schlemmer, Walter Gropius bis Mies van der Rohe. Der Film zeichnet ein Bild von dieser einmaligen Institution der künstlerischen Moderne – vom revolutionären Ausbruch nach dem Ende des Ersten Weltkriegs bis zur Auflösung und der Emigration, der beruflichen Weiterreise oder auch der Verstrickung einiger Bauhäusler im Nationalsozialistischen Deutschland. Erinnert werden diese Etappen vor allem von einigen ehemaligen Bauhaus-Studenten, die Meister kommen über Archivmaterial zu Wort.

Deutschland 1998/2009, Regie: Kerstin Stutterheim, Niels Bolbrinker - 104 min

Filmsequenzen, um 1930, 35 mm Film Foto: Nachlass Brocksieper, Hagen Filmsequenzen, um 1930, 35 mm Film Foto: Nachlass Brocksieper, Hagen

film am bauhaus

16. Mai 2019, 19 Uhr

– von abstraktion, sozialreportage und reformarchitektur

Emil Schumacher Museum • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Kino Babylon, Alexander Thiele, T 02331 – 336 967

babylon@pelmke.de

Eintritt: 6,50 €, 5 € (ermäßigt), Anmeldung nicht erforderlich.


eingeführt und erläutert von thomas tode, filmemacher, kurator und publizist, hamburg


Auch wenn die „Filmversuchsstelle“ am Bauhaus niemals als Fach eingerichtet wurde, so spielte der Film doch in der Konzeption der Schule eine große Rolle: 25 Studenten und Professoren drehten Filme! Darunter finden sich nicht nur die abstrakten Kurzfilme von Laszló Moholy-Nagy, Werner Graeff, Kurt Schwerdtfeger, Ludwig Hirschfeld- Mack und dem Hagener Bauhausschüler Heinrich Brocksieper. Eingreifen in eine Massenkultur wollten sie mit Filmen zur Reformarchitektur, wie Richard Paulicks Porträt des Dessauer Wohnhauses von Walter Gropius, und mit sozialkritischen Dokumentarfilmen über prekäre Lebensverhältnisse in Berlin (Moholy-Nagy) oder die zunehmende Aggressivität im Wahlkampf der letzten freien Reichstagswahl (Ella Bergmann-Michel, 1932).

Foto: Marian Engel Foto: Marian Engel

leben in der stadt von morgen

17. Juni 2019, 19 Uhr

ein film von marian engel

Emil Schumacher Museum • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Kino Babylon, Alexander Thiele, T 02331 – 336 967

babylon@pelmke.de

Eintritt: 6,50 €, 5 € (ermäßigt), Anmeldung nicht erforderlich.


Auf der Berliner Interbau 1957 wurde der ideelle Grundstein zum West-Berliner Hansaviertel gelegt. Mit dem Neubaugebiet sollte nicht allein Wohnraum geschaffen werden, sondern auch die Idee einer durchgrünten Stadt beseelt werden. 64 der weltweit bekanntesten Architekten der Klassischen Moderne – unter ihnen Le Corbusier, Oskar Niemeyer, Walter Gropius, Alvar Aalto, Jan van den Broek oder Jacob Bakema – waren an dem Projekt beteiligt. Der Dokumentarfilm entstand zum 50. Geburtstag des Hansaviertels. Er zeigt die Aufbruchstimmung der damaligen Zeit und fragt heutige Bewohner nach der Wohn- und Lebensqualität in dem international gewürdigten Wohnmodell. Findet sich der hohe, weltanschauliche Anspruch seiner Schöpfer an Fortschritt, Freiheit und Demokratie in der Lebenswirklichkeit der Bewohner wieder? Dokumentation über das Hansaviertel als spannungsreiches, lebendiges Gemeinwesen mitten im Herzen Berlins.

Deutschland 2007 Regie: Marian Engel - 95 min

Osthaus‘ Wohnhaus „Hohenhof“ erbaut 1906-08 von Henry van de Velde Foto: Michael Kaub Osthaus‘ Wohnhaus „Hohenhof“ erbaut 1906-08 von Henry van de Velde Foto: Michael Kaub

der hohenhof

bauhaus im jugendstilgesamtkunstwerk entdecken

Hohenhof • Stirnband 10 • 58093 Hagen


Geöffnet: Sa/So, 11 – 18 Uhr (Oster- und Pfingstmontag geschlossen)

Führungen: Anja Kuhlmann, T 02331 – 207 2740

anja.kuhlmann@stadt-hagen.de, www.osthausmuseum.de

Erwachsene 3 €, Familien 6 €

(Eltern mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr)

Kinder unter 6 Jahren frei


Henry van de Velde (1863-1957), Gründer der Weimarer Kunstgewerbeschule, die unter Gropius ab 1919 als Bauhaus firmierte, war seit der Jahrhundertwende ein wichtiger Berater für den jungen Museumsgründer Osthaus. Der flämische Baukünstler konnte in Hagen dank Osthaus mehrfach seine gestalterischen Konzeptionen umsetzen: neben einigen Villenbauten sind vor allem die Innenausstattung des Folkwang-Museums (1902) und der Hohenhof (1908) als „Gesamtkunstwerk“ hervorzuheben.


Im Bauhausjahr 2019 wird der Hohenhof selbst zum Ausstellungsobjekt. Verschiedene Details seiner Ausstattung nehmen in ihrer sachlich-funktionalen Gestaltung Konzeptionen vorweg, die später im Bauhaus entwickelt werden sollten.


Der Hohenhof ist ein Ankerpunkt der Route Industriekultur und gehört zur erstrangigen Riege der ICONIC HOUSES.

Osthaus‘ Wohnhaus „Hohenhof“ erbaut 1906-08 von Henry van de Velde Foto: Michael Kaub Osthaus‘ Wohnhaus „Hohenhof“ erbaut 1906-08 von Henry van de Velde Foto: Michael Kaub

bauhaus vordenken

hohenhof und stirnband

17. März 2019, 14 bis 16 Uhr + 8. Mai 2019, 16 bis 18 uhr

Hohenhof • Stirnband 10 • 58093 Hagen


Kontakt: Anja Kuhlmann, T 02331 – 207 2740

anja.kuhlmann@stadt-hagen.de, www.osthausmuseum.de

Kosten: 12 € inkl. Eintritt Hohenhof. Anmeldung erforderlich.


1906 begründete Karl Ernst Osthaus die Künstlerkolonie Hohenhagen mit dem Ziel, ein „Freiluftmuseum moderner Baukultur“ zu schaffen. Dazu lud er ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um individuelle Gebäudeentwürfe in die Tat umzusetzen. Osthaus ließ von dem belgischen Künstler Henry van de Velde sein Wohnhaus, den Hohenhof, erbauen, der heute architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende zählt und eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk ist.


Die Villa Cuno, erbaut nach einem Entwurf von Peter Behrens, ist bestimmt durch eine klassizistisch-strenge Fassadengestaltung: Kreis-, Quadrat- und Dreieckelemente betonen die Geometrisierung des Gebäudes. Der holländische Architekt J.L.M. Lauweriks schuf basierend auf theosophischem Gedankengut ein Maßsystem, womit er den Vorläufer der Normierung im modernen Hausbau entwickelte. Aufgrund dieses erstrangigen Bautenensembles gilt Hagen unter anderem heute als eine Wiege der modernen Architektur um 1900.

Osthaus‘ Wohnhaus „Hohenhof“ erbaut 1906-08 von Henry van de Velde Foto: Michael Kaub Osthaus‘ Wohnhaus „Hohenhof“ erbaut 1906-08 von Henry van de Velde Foto: Michael Kaub

hohenhof und stirnband

schätze des jugendstils

27. März 2019, 16 bis 18 Uhr

Hohenhof • Stirnband 10 • 58093 Hagen


Kontakt: VHS Hagen, Holger Flick, T 02331 – 207 3622

holger.flick@stadt-hagen.de, www.vhs-studienreise.de

Führung: Dr. Elisabeth May

Kosten: 9 € inkl. Eintritt Hohenhof. Anmeldung erforderlich.


1906 begründete Karl Ernst Osthaus die Künstlerkolonie Hohenhagen mit dem Ziel, ein „Freiluftmuseum moderner Baukultur“ zu schaffen. Dazu lud er ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um individuelle Gebäudeentwürfe in die Tat umzusetzen. Osthaus ließ von dem belgischen Künstler Henry van de Velde sein Wohnhaus, den Hohenhof, erbauen, der heute architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende zählt und eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk ist.


Die Villa Cuno, erbaut nach einem Entwurf von Peter Behrens, ist bestimmt durch eine klassizistisch-strenge Fassadengestaltung: Kreis-, Quadrat- und Dreieckelemente betonen die Geometrisierung des Gebäudes. Der holländische Architekt J.L.M. Lauweriks schuf basierend auf theosophischem Gedankengut ein Maßsystem, womit er den Vorläufer der Normierung im modernen Hausbau entwickelte. Aufgrund dieses erstrangigen Bautenensembles gilt Hagen unter anderem heute als eine Wiege der modernen Architektur um 1900.

Fenstergitter am Hohenhof von Henry van de Velde, 1908 Foto: Osthaus Museum Hagen Fenstergitter am Hohenhof von Henry van de Velde, 1908 Foto: Osthaus Museum Hagen

henry van de velde

ein meister seines fachs

22. Mai 2019, 16 bis 17 Uhr

Hohenhof • Stirnband 10 • 58093 Hagen


Kontakt: VHS Hagen, Holger Flick, T 02331 – 207 3622

holger.flick@stadt-hagen.de, www.vhs-studienreise.de

Führung: Dr. Elisabeth May

Kosten: 9 € inkl. Eintritt Hohenhof. Anmeldung erforderlich.


Die Karriere des belgischen Künstlers Henry van de Velde begann mit dem Entwurf der Kunsthandlung „Maison de l’Art Nouveau“ (1895) für den Kunsthändler Siegfried Bing in Paris. Neben dem Salon Bing machte das Interieur des Museum Folkwang (1900/02), entworfen für den Hagener Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus, soviel Furore, dass der Künstler bald zahlreiche Aufträge und den Ruf an die Kunstgewerbeschule in Weimar erhielt. Auch Osthaus trat weiterhin als Förderer auf, indem er van de Velde mit dem Bau seines Wohnhauses, der Villa Hohenhof, betraute.


Obwohl Autodidakt im Bereich Kunstgewerbe und Architektur, hat der Künstler sämtliche Lebensbereiche mit seinem „Neuen Stil“ ästhetisch durchdrungen. In den Ausstellungsräumen und in der Remise des Hohenhofes sind exquisite Beispiele seiner Entwurfstätigkeit zu bewundern, u.a. Meissener Porzellan, Silberschmuck und -geschirr, elegante Stoff-, Holz-, Leder- und Elfenbein-Arbeiten. Was aus van de Veldes Händen stammt, besticht durch Eleganz und zählt zu den beeindruckendsten Werken des Jugendstils.

führungen im kunstquartier

Kunstquartier Hagen • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen

Geöffnet: Di – So, 12 – 18 Uhr

Kontakt: Anja Kuhlmann, T 02331 – 207 2740

anja.kuhlmann@stadt-hagen.de, www.kunstquartier-hagen.de

Eintritt: Erwachsene 7 €, Familien 14 €

(Eltern mit Kindern bis zum vollendeten 18. Lebensjahr)

Kinder unter 6 Jahren frei


kandinsky, kerkovius,klee & co.

Sonntags 27.1., 24.2., 24.3.2019

jeweils 12.15 – 13.15 Uhr


zwischen bauhaus und diktatur

Sonntags, 21.4., 19.5., 2.6.2019

jeweils 12.15 – 13.15 Uhr


heinrich brocksieper

ein hagener am bauhaus - die stofflichkeit der dinge

Sonntags, 31.3., 28.4., 26.5., 23.6.2019

jeweils 12.15 – 13.15 Uhr


neues sehen – neue sachlichkeit

fotografische positionen in westfalen vom bauhaus bis heute

Sonntag, 30.6.2019

12.15 – 13.15 Uhr

Gebäude in der Eugen-Richter-Straße in Wehringhausen Foto: Marco Siekmann Gebäude in der Eugen-Richter-Straße in Wehringhausen Foto: Marco Siekmann

zwischen jugendstil und bauhaus

hagener architektur zwischen 1900 und 1933

6. April 2019, 14.30 bis 17.30 Uhr

Treffpunkt: Rathaus an der Volme • Rathaus-/Ecke Holzmüllerstr.


Kontakt: Hagener Heimatbund, Michael Eckhoff

info@michaeleckhoff.de, www.hagenerheimatbund.de

Kosten: 10 € (inkl. Bus und Führung)

Anmeldung erforderlich. Begrenzte Teilnehmerzahl.


Diese Stadtrundfahrt des Hagener Heimatbundes unter der Leitung von Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff führt zu Bauten aus den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg und aus der Zeit der Weimarer Republik unter anderem in den Stadtteilen Haspe, Emst, Boelerheide und Wehringhausen. Hierbei geht es vorrangig um „Jugendstil und Bauhaus“, aber ebenso um Historismus, Expressionismus und Heimatstil, also um das gesamte stilistische Spektrum der ersten drei Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.

Krematorium Hagen Foto: Ulrich Wens Krematorium Hagen Foto: Ulrich Wens

gropius` architektonisches vorbild

die andachtshalle des eduard müller krematoriums

14. April 2019, 15 bis 16 Uhr

Eduard Müller Krematorium • Am Berghang 30 • 58093 Hagen


Kontakt: Anja Kuhlmann, T 02331 – 207 2740

anja.kuhlmann@stadt-hagen.de, www.osthausmuseum.de

Kosten: 7 € (Anmeldung erforderlich)


Der Entwurf für das Krematorium stammt von dem Künstler und Gestalter Peter Behrens, der von dem Mitbegründer des Feuerbestattungsvereins und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus 1905 mit der Planung beauftragt wurde. Das zwei Jahre später fertig gestellte Gebäude hob sich mit seinem kubisch geschlossenen, streng symmetrisch gestalteten Baukörper und der für die damalige Schaffensperiode von Behrens’ typischen schablonierten Liniendekoration von früheren Entwürfen für Krematorien ab. Bezug nehmend auf die Florentiner Kirche San Miniato al Monte vereinte Behrens die säkulare Funktion mit einer sakralen Atmosphäre. Ihm gelang es, der relativ kleinen Halle Monumentalität und so eine dem Anlass angemessene Atmosphäre zu verleihen. Dem Sakralbau hat Behrens eine streng geometrische Form gegeben. Das Gebäude erscheint sowohl stark entfernt von den Lineaturen des Jugendstils als auch von der funktionalen Sachlichkeit, zu der sich Behrens später bekannte. Das Gebäude wirkt in seiner strengen Monumentalität fast klassizistisch.

Foto: Dr. Elisabeth May Foto: Dr. Elisabeth May

versachlichung in der friedhofskultur

kulturgeschichtlicher gang über den buschey-friedhof

17. April 2019, 16 bis 17.30 Uhr

Buschey-Friedhof (Seiteneingang) • Grünstraße • 58095 Hagen


Kontakt: VHS Hagen, Holger Flick, T 02331 – 207 3622

holger.flick@stadt-hagen.de, www.vhs-studienreise.de

Führung: Dr. Elisabeth May / Kosten: 6 € (Anmeldung erforderlich)


Der 1810 eingeweihte Buschey Friedhof in Hagen-Wehringhausen verdeutlicht in der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur. Historische Friedhöfe sind auch Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens. Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben von Klassizismus und Historismus über Jugendstil bis in die Moderne.


So hielt mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert auf dem Friedhof seriell gefertigter Grabschmuck Einzug, was zu einer Gegenbewegung führte, die auf individualisierte Grabmäler und künstlerische Entwürfe setzte. Davon zeugen auf dem Friedhof u.a. Skulpturen des belgischen Bildhauers George Minne, die auf Initiative des Hagener Kulturreformers Karl Ernst Osthaus entstanden. Ein weiterer von Osthaus beauftragter Gedenkstein von J.L.M. Lauweriks verweist bereits mit seinem modularen Entwurfssystem auf den beginnenden versachlichten Blick auf den Tod.

Rathausturm, Hagen Foto: Marco Siekmann Rathausturm, Hagen Foto: Marco Siekmann

zwischen jugendstil und wiederaufbau

architektur in hagen von 1900 bis ca. 1960

8. Mai 2019, 17.30 bis 19 Uhr

Treffpunkt: Fritz-Steinhoff-Statue am Rathaus-Turm Friedrich-Ebert-Platz


Kontakt: Hagener Heimatbund, Michael Eckhoff

info@michaeleckhoff.de, www.hagenerheimatbund.de

Kosten: 6 € (zahlbar vor Ort)

Anmeldung nicht erforderlich.


Dieser Stadtrundgang der Hagener Volkshochschule und des Hagener Heimatbundes unter der Leitung des Heimatbund-Vorsitzenden und Stadtheimatpflegers Michael Eckhoff führt durch den ältesten Teil der Hagener Innenstadt. Die Tour startet am Rathaus-Turm von 1903 und endet an der früheren Textilfabrik Elbers, in deren Umfeld sich unter anderem Bauten von Georg Metzendorf befinden. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des Stadtkerns zwischen ungefähr 1900 und 1960.

Walddorfsiedlung Foto: Thomas Seuthe Walddorfsiedlung Foto: Thomas Seuthe

das riemerschmid-haus

vorbildlicher standard für arbeiterkolonien

19. Mai 2019, 15 bis 16 Uhr

Riemerschmid-Haus • Walddorfstraße 17 • 58093 Hagen


Kontakt: Anja Kuhlmann, T 02331 – 207 2740

anja.kuhlmann@stadt-hagen.de, www.osthausmuseum.de

Kosten: 7 €

Anmeldung erforderlich.


Auf Initiative von Karl Ernst Osthaus wurde 1905 im Hagener Folkwang-Museum die XIV. Konferenz der Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen zum Thema „Gestaltung des Arbeiterwohnhauses“ abgehalten, zu der Richard Riemerschmid als Referent eingeladen wurde. 1907 griff die Hagener Textilfabrik Elbers seine Vorschläge für ein preislich angemessenes Bauen auf und beauftragte ihn mit dem Bau der Arbeitersiedlung im Wasserlosen Tal.


Der ursprüngliche Bebauungsplan umfasste neben 87 Reihenhäusern mit dazugehörigen Gärten einen Gebäudekomplex mit Gemeinschaftseinrichtungen, einem Kindergarten und einer Betreuerwohnung, wovon nur 11 Häuser realisiert wurden.

Altes Stadtbad Haspe Foto: Marco Siekmann Altes Stadtbad Haspe Foto: Marco Siekmann

zwischen historismus, jugendstil und bauhaus

5. Juni 2019, 17.30 bis 19 Uhr

Treffpunkt: Platz vor der evangelischen Kirche • Frankstraße


Kontakt: Hagener Heimatbund, Michael Eckhoff

info@michaeleckhoff.de, www.hagenerheimatbund.de

Kosten: entgeltfrei

Anmeldung nicht erforderlich.


Dieser Stadtrundgang des Hasper Heimat- und Brauchtum-Vereins unter der Leitung des Heimatbund-Vorsitzenden und Stadtheimatpflegers Michael Eckhoff führt Bauwerke aus dem Jahrzehnt vor dem Ersten Weltkrieg (Historismus/Jugendstil) ebenso vor Augen wie Bauten aus den 1920er Jahren. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der Steinbrinkhof (eine 20er-Jahre-Siedlung) und das in Anlehnung an das Bauhaus geplante frühere Hallenbad Haspe.

Eduard Müller Krematorium Foto: Osthaus Museum Hagen Eduard Müller Krematorium Foto: Osthaus Museum Hagen

gropius` architektonisches vorbild

die andachtshalle des eduard müller krematoriums

5. Juni 2019, 16 bis 17 Uhr

Eduard Müller Krematorium • Am Berghang 30 • 58093 Hagen


Kontakt: VHS Hagen, Holger Flick, T 02331 – 207 3622

holger.flick@stadt-hagen.de, www.vhs-studienreise.de

Führung: Dr. Elisabeth May / Kosten: 6 € (Anmeldung erforderlich)


Der Entwurf für das Krematorium stammt von dem Künstler und Gestalter Peter Behrens, der von dem Mitbegründer des Feuerbestattungsvereins und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus 1905 mit der Planung beauftragt wurde. Das zwei Jahre später fertig gestellte Gebäude hob sich mit seinem kubisch geschlossenen, streng symmetrisch gestalteten Baukörper und der für die damalige Schaffensperiode von Behrens’ typischen schablonierten Liniendekoration von früheren Entwürfen für Krematorien ab. Bezug nehmend auf die Florentiner Kirche San Miniato al Monte vereinte Behrens die säkulare Funktion mit einer sakralen Atmosphäre. Ihm gelang es, der relativ kleinen Halle Monumentalität und so eine dem Anlass angemessene Atmosphäre zu verleihen. Dem Sakralbau hat Behrens eine streng geometrische Form gegeben. Das Gebäude erscheint sowohl stark entfernt von den Lineaturen des Jugendstils als auch von der funktionalen Sachlichkeit, zu der sich Behrens später bekannte. Das Gebäude wirkt in seiner strengen Monumentalität fast klassizistisch.

Osthaus Museum Foto: Michael Kaub Osthaus Museum Foto: Michael Kaub

bauhaus vordenken

geschichte des osthaus museums

16. Juni 2019, 12.15 bis 13.15 Uhr

Osthaus Museum Hagen • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Anja Kuhlmann, T 02331 – 207 2740

anja.kuhlmann@stadt-hagen.de, www.osthausmuseum.de

Eintritt: 5 € + regulärer Eintritt (Erwachsene 7 €, Familien 14 €)

Anmeldung nicht erforderlich.


Das von Karl Ernst Osthaus 1902 in Hagen gegründete Folkwang-Museum wurde bald als erstes Museum für zeitgenössische und moderne Kunst weltweit berühmt. In den von Henry van de Velde im Jugendstil gestalteten Innenräumen wurden Kunst und Kunstgewerbe verschiedener Epochen und Kulturkreise dialogisch gegenübergestellt. Mit diesem ungewöhnlichen Ausstellungskonzept verfolgte Osthaus das Ziel, Kunst und Leben zu versöhnen. Die Sammlungen des Osthaus Museums geben Einblick in verschiedene Aspekte der Museumsgeschichte.


Auch erinnern Fotografien an die ursprüngliche Jugendstil-Einrichtung von van de Velde sowie dem von Peter Behrens gestalteten Vortragssaal, der jedoch im Krieg zerstört wurde.

Architekturbüro Gebrüder Ludwigs Foto: Thomas Seuthe Architekturbüro Gebrüder Ludwigs Foto: Thomas Seuthe

vom jugendstil zum expressionismus

architekturbüro gebrüder ludwigs

18. Juni 2019, 16 bis 17 Uhr

Treffpunkt: Haßleyer Str. 14 • 58093 Hagen


Kontakt: VHS Hagen, Holger Flick, T 02331 – 207 3622

holger.flick@stadt-hagen.de, www.vhs-studienreise.de

Führung: Dr. Elisabeth May / Kosten: 6 € (Anmeldung erforderlich)


Das Architekturbüro Gebrüder Ludwigs wurde 1907 in Hagen gegründet. Zwischen 1909 und 1938 realisierte das Büro eine Reihe unterschiedlicher Bauten im Hagener Stadtraum. Einen wesentlichen Einfluss übten in den frühen Jahren der Tätigkeit der Brüder Heinrich und Leopold Ludwigs der Künstler Peter Behrens und der Architekt J.L.M. Lauweriks aus, die für die Villenkolonie Hohenhagen im Auftrag des Kunstmäzens und Kulturreformers Karl Ernst Osthaus einige Bauten verwirklichen konnten.


Da Leopold Ludwigs an der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf, von 1903 bis 1905 in den Architekturklasse von Peter Behrens und der Entwurfsklasse von J.L.M. Lauweriks studiert hatte, war er mit deren sachlichen Gestaltungsformen, die bereits die Bauhaus-Idee vorwegnahmen, vertraut. Bei dem Rundgang rund um das „Stirnband“ in Hagen-Eppenhausen zeigen die dort erbauten Gebäude neben den Einflüssen aus der Anfangszeit der Tätigkeit in der Schweiz die Entwicklung von den Jugendstiltendenzen über den Expressionismus bis hin zur Versachlichung.

Ulrike Mai und Lutz Gerlach Foto: Peter Hofmann Ulrike Mai und Lutz Gerlach Foto: Peter Hofmann

"stiller tag am meer"

hommage an das kompositorische schaffen des bauhaus-meisters lyonel feininger

15. Juni 2019, 18 Uhr

Emil Schumacher Museum • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Emil Schumacher Museum, T 02331 – 306 0066

info@esmh.de, www.esmh.de

Eintritt: AK 20 €, VVK 17 €, Buchhandlung am Rathaus, T 02331 – 326 89


Der Bauhausmeister Lyonel Feininger hatte seine erste Einzelausstellung im Februar 1919 im Hagener Folkwang Museum. Von Walter Gropius als Leiter der Druckwerkstatt an das neu eröffnete Bauhaus berufen – wohin ihm der junge Hagener Heinrich Brocksieper als Student folgte –, widmete er sich in dieser Zeit auch der Musik. Inspiriert von Johann Sebastian Bach komponierte Feininger 1921 seine erste Fuge und schuf insgesamt 13 Werke im „Kontrapunkt“, die meisten davon für Orgel. Diese Kompositionen Feiningers wurden nie verlegt und nur selten aufgeführt. Bis heute existiert nur eine Faksimileausgabe.


Der Pianist und Komponist Lutz Gerlach bearbeitete einen Teil der Orgelkompositionen für Klavier und Keyboard. Da die Werke des Malers nur nummeriert waren, ordnete er den einzelnen Stücken des Programmes Namen von Bildern Feiningers zu. Es entstehen neue musikalische Kontexte und farbige „Klangbilder“.

Foto: Sebastian Heck Foto: Sebastian Heck

9. sinfoniekonzert

i got rhythm

18. Juni 2019, 20 Uhr

Stadthalle Hagen • Wasserloses Tal 2 • 58093 Hagen


Kontakt: Insa Murawski, T 02331 – 207 3271

insa.murawski@stadt-hagen.de, www.theaterhagen.de

Eintritt: 16,50 € - 32 €


Das Philharmonische Orchester Hagen präsentiert Musik von Komponisten, die in der Zeit der Bauhausgründung lebten und wirkten: Kurt Weill stammte aus Dessau, wo sich die Bauhaus-Schule ab 1926 niederließ. Er teilte das Schicksal mit vielen der Mitglieder des Bauhauses: In den 1930er-Jahren musste er in die USA emigrieren. Weill integrierte immer wieder Musik des Alltags in die Kunstmusik: So finden sich Elemente des Jazz auch in seinen Liedern, die im Sinfoniekonzert vom Chansonnier HK Gruber, einer der schillerndsten Figuren der deutschsprachigen Musikwelt, interpretiert werden. Ergänzt wird das Programm durch Werke von George Gershwin, dessen Broadway-Stück Porgy and Bess Blues-Einflüsse in sich trägt, und durch Songs der Jazzlegende Duke Ellington. Geleitet wird das Konzert vom Pianisten Frank Dupree, einem hochgelobten Talent, das im Jazz wie in der Klassik gleichermaßen zu Hause ist.

Burkhart Waldecker (1902-1964) Foto: Archiv LG Geschichte Europas in der Welt Burkhart Waldecker (1902-1964) Foto: Archiv LG Geschichte Europas in der Welt

hagen [post]kolonial

eine spurensuche

Sommersemester 2019, Studierende der FernUniversität

FernUniversität Hagen • Historisches Institut


Abteilung „Geschichte Europas in der Welt“

Kontakt: Barbara Schneider, T 02331 – 987 2124

barbara.schneider@fernuni-hagen.de, www.fernuni-hagen.de


Das Phänomen „Bauhaus“ ist ein vom Ideenhintergrund her international angelegtes Projekt, das sich durch viele globale künstlerische Impulse formte. Deshalb sollen im Rahmen des „forschenden Lernens“ die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bezüge Hagens nach Übersee um 1900 behandelt werden, die Osthaus‘ Mäzenatentum mit beeinflussten. Die kolonialen Spuren in Hagen sind vor allem Hagener Forscher, Entdecker, Missionare und Soldaten in Kolonialgebieten, Straßenbenennungen nach Kolonialhelden, koloniale (Krieger-)Vereine, ethnologische Exponate in öffentlichen und privaten Sammlungen sowie der Folkwangverlag. Studierenden der FernUniversität Hagen soll zugleich eine Einführung in „public history“ und die praktische Arbeit in lokalen Archiven geboten werden. Dadurch wird auch deutlich, dass die Kolonialgeschichte einen integrativen Bestandteil der Lokalgeschichte darstellt. Eine Broschüre und ein „kolonialer“ Stadtplan werden in Zusammenarbeit mit der Stadt Hagen erstellt. Beide Publikationen werden bleibende Ergebnisse der studentischen Forschungen sein.

Foto: Alexander Niehaus, 2001 Foto: Alexander Niehaus, 2001

wird hagen eine "bauhaus-stadt"?

lehrprojekt

Sommersemester 2019, Studierende des Fachbereichs Design der FH Dortmund

Fachbereich Design der FH Dortmund


Kontakt: Sebastian Klebe, T 02331 – 185 6994

sebastian.klebe@fh-dortmund.de, www.fh-dortmund.de


Industriestädte wie Hagen können als Konzentrat der modernistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts betrachtet werden. Wie das Bauhaus waren auch sie eine Utopie und weniger von der Frage bestimmt, »Was sein muss«, sonder eher von der Vorstellung beflügelt, »Was sein soll«. Heute können es sich diese Städte scheinbar nicht mehr leisten, Utopien zu sein. Ihr Zweck scheint nicht mehr das »Gute Leben«, sondern die Verwaltung des Niedergangs. So wie die Pioniere der gestalterischen Moderne vor 100 Jahren vor den Problemen standen, die mit der Industrialisierung in die rasant wachsenden Städte kamen, stehen heutige Generationen vor den Schwierigkeiten, die die Deindustrialisierung in die selben, nun schrumpfenden Städte gebracht hat. Zum 100-jährigen Jubiläum des Bauhaus will das Lehrprojekt von Sabine an Huef und Sebastian Klebe »Wird Hagen eine Bauhaus-Stadt ?« die ehemalige Arbeiterstadt Hagen beispielhaft für das Ruhrgebiet in den Blick des Bauhaus-Jubiläums nehmen und die Relevanz der Industrieregionen im Westen für die Entwicklung von zukunftsorientierten Ideen im 20. und 21. Jahrhundert durchleuchten.

Osthaus‘ Wohnhaus „ Hohenhof“ erbaut 1906-08 von Henry van de Velde Foto: Michael Kaub Osthaus‘ Wohnhaus „ Hohenhof“ erbaut 1906-08 von Henry van de Velde Foto: Michael Kaub

dreiklang im westen

Mehrere Termine 2019

hagener impuls - essener aufbruch - krefelder perspektiven

Hagen • Essen • Krefeld


Kontakt: HAGENinfo, Stacy Stracke, T 02331 – 809 9980

stracke@hagenagentur.de, www.hagen-online.de/bauhaus100


Die drei Städte Hagen, Essen und Krefeld sind durch ihre Kulturgeschichte vor der Bauhauszeit eng miteinander verbunden. Hagen war die Wirkungsstätte des Folkwang- Museumsgründers und Mäzens Karl Ernst Osthaus, der Walter Gropius, den Gründer des Bauhauses, nicht nur mit Projekten bedacht, sondern auch seinen Weg nach Weimar geebnet hat. Nach Osthaus‘ frühem Tod 1921 zog seine Kunstsammlung nach Essen um, während die Designsammlung in Krefeld ihre neue Heimat fand. Museum Folkwang und Folkwangschule in Essen und die Krefelder Textilschulen und Textilindustrie waren über das Ende des Bauhauses hinaus mit vielen seiner Protagonisten verbunden. Zudem verblieben in Hagen, Essen und Krefeld die außergewöhnlichen architektonischen Zeugnisse dieser Ära. Unter dem Motto „Hagener Impuls – Essener Aufbruch - Krefelder Perspektiven“ bilden die drei Städte im Bauhausjahr einen „Dreiklang im Westen“. Gemeinsam wird die herausragende Baukultur der Moderne erschlossen und vermittelt.

Während des Kapp-Lüttwitz-Putsches war Hagen zeitweise das Hauptquartier der Roten Ruhr Armee. Foto: Stadtarchiv Hagen, Bildarchiv Während des Kapp-Lüttwitz-Putsches war Hagen zeitweise das Hauptquartier der Roten Ruhr Armee. Foto: Stadtarchiv Hagen, Bildarchiv

hagen im zeichen der revolution 1918/19

vortrag von prof. dr. wilfried reininghaus

16. Januar 2019, 18.30 Uhr

Auditorium Emil Schumacher Museum • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen

Kontakt: Dr. Ralf Blank, T 02331 – 207 2852

ralf.blank@stadt-hagen.de

Eintritt: AK 3 € (Anmeldung nicht erforderlich)


Die Vortragsreihe „Zwischen Bauhaus und Diktatur- Politik, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft 1918 bis 1933“ greift Themen aus der Revolutionszeit und der Weimarer Republik auf. Im Vordergrund stehen politische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Aspekte, die aus Sicht der aktuellen kultur-, kunst- und geschichtswissenschaftlichen Forschung beleuchtet werden.


Hagen war im Halbjahr von November 1918 bis April 1919 einer der Brennpunkte in Westfalen beim revolutionären Übergang von der Monarchie zur Republik. Hier hatten die Unabhängigen Sozialisten (USPD) ihre westfälische Hochburg und hier bauten die Linksliberalen der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) ihren wichtigsten Stützpunkt im südlichen Westfalen aus. Der Vortrag stellt die politische Situation währen der Revolution 1918/19 dar.

Getreidesilo in Landshut, um 1910, Kunstmuseen Krefeld Foto: Volker Döhne Getreidesilo in Landshut, um 1910, Kunstmuseen Krefeld Foto: Volker Döhne

walter gropius, karl ernst osthaus und das bauhaus

„ich preise das geschick, das mich in den kreis ihres kulturschaffens hineintrieb.“ (walter gropius)

28. Februar 2018, 18 Uhr

Stadtbücherei Hagen • Springe 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Julia Timmerbeil, T 02331 – 207 3591

julia.timmerbeil@stadt-hagen.de, www.hagen.de/stadtbuecherei

Eintritt: 5 € (Anmeldung nicht erforderlich)


Das 1919 in Weimar gegründete Bauhaus gilt als eine der einflussreichsten Lehrstätten für die Gestaltung der Moderne mit weltweiter Ausstrahlung. Ihr Gründer Walter Gropius gehörte seit 1908 zu dem Kreis junger Architekten und Gestalter, die von Karl Ernst Osthaus gefördert worden sind. Der Vortrag fragt danach, welche Rolle Osthaus und seine Hagener Initiativen für die Karriere von Gropius und seine Überlegungen zum Bauhaus gespielt haben.


Prof. Dr. Reinhold Happel ist Professor für Design-/Kunstwissenschaft am FB Design der Fachhochschule Münster. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Designgeschichte des 20. Jahrhunderts, Geschichte des Bauhauses, Kunst der Moderne und zeitgenössische Kunst.

Tel Aviv Foto: Eva Pieper Rapp-Frick Tel Aviv Foto: Eva Pieper Rapp-Frick

„die weiße stadt“

tel aviv entdeckt sein erbe, vortrag von eva pieper rapp-frick

5. März 2019, 18 Uhr

Auditorium Emil Schumacher Museum • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Karl Ernst Osthaus-Bund – Hagener Kunstverein e.V.

Eva Pieper Rapp-Frick, rapp-frick@t-online.de

Eintritt: unentgeltlich (Anmeldung nicht erforderlich)


Seit 2003 steht die „Weiße Stadt“, die vor allem in den 30er Jahren des 20. Jhs. entstand, unter Schutz der UNESCO. Das Land unter britischem Protektorat, das erst 1948 der Staat Israel werden sollte, war Anziehungs- und Fluchtpunkt vieler junger jüdischer Menschen aus Europa, die vor der Verfolgung durch den Nationalsozialismus flohen, die aber auch von der zionistischen Idee beseelt waren, ein neues, ein eigenes Land aufzubauen. Mit sich brachten sie die Ideen des neuen Bauens und großstädtisches Leben. Die Einwohnerzahl von Tel Aviv verdreifachte sich während der 30er Jahre: Wohnkomplexe, Plätze, Boulevards, Cafés entstanden.


In den Jahrzehnten nach der Staatsgründung war die Frage der Existenzerhaltung vordringlich – nicht die Frage der Bauerhaltung. Seit einigen Jahren besinnt man sich in Tel Aviv auf das architektonische Erbe. Ein weitgespanntes Kompetenznetzwerk unterstützt die Sanierungsarbeit – zum Teil mit überraschenden Erkenntnissen und Lösungen.

Dr. Michael Siebenbrodt Foto: Dr. Christine Engelmann Dr. Michael Siebenbrodt Foto: Dr. Christine Engelmann

das bauhaus in weimar

das künstlerische umfeld für den jungen studenten heinrich brocksieper aus hagen

Vortrag von Dr. Michael Siebenbrodt

28. März 2019, 18 Uhr

Auditorium Emil Schumacher Museum • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Emil Schumacher Museum, T 02331 – 306 0066

info@esmh.de, www.esmh.de

Eintritt: 5 € (Anmeldung nicht erforderlich)


Das Staatliche Bauhaus in Weimar wurde am 1. April 1919 von Walter Gropius gegründet. Anknüpfend an die erfolgreiche Kunstgewerbeschule Henry van de Veldes in Weimar und die fruchtbaren Kontakte zu Karl Ernst Osthaus in Hagen baute er mit europäischen Avantgardekünstlern wie Feininger, Itten, Kandinsky, Klee, Moholy-Nagy oder Schlemmer eine neuartige Hochschule für Gestaltung auf. Sie basierte auf täglicher Arbeit an selbst definierten Projekten in den Werkstätten, auf kreativem Spielen und Mentaltraining sowie auf Gemeinschaftsarbeit/Teamwork bis hin zu einem pluralistischen Lehransatz statt der Vermittlung eines Bauhaus-Stils. Jeder begabte junge Mensch sollte am Bauhaus studieren können, ungeachtet von Geschlecht, Hautfarbe, Religion/Weltanschauung oder Geldbeutel der Eltern. Diese Ideen griff Heinrich Brocksieper in seiner Kunst auf und vermittelte sie auch an Emil Schumacher in schwieriger Zeit.

Postkarte der Margarethenhöhe, 1970 Foto: Sammlung Rainer Metzendorf Postkarte der Margarethenhöhe, 1970 Foto: Sammlung Rainer Metzendorf

die margarethenhöhe

Vortrag von Rainer Metzendorf

4. April 2019, 18 Uhr

Hohenhof • Stirnband 10 • 58093 Hagen


Kontakt: Karl Ernst Osthaus-Bund – Hagener Kunstverein e.V.

Eva Pieper Rapp-Frick, rapp-frick@t-online.de

Eintritt: unentgeltlich (Anmeldung nicht erforderlich)


Die Essener Margarethenhöhe wurde als Margarethe Krupps Stiftung für allgemeine Wohnungsfürsorge von 1909 bis 1938 nach Plänen von Georg Metzendorf errichtet. Von damals bindenden Baugesetzen befreit, konnte hier nach rein fachmännischen Gesichtspunkten entschieden werden. Durch ganzheitliche Planung vom Städtebau bis zur Türklinke entstand ein unverwechselbares Gesamtkunstwerk. Die Siedlung Margarethenhöhe ist ein Pilotprojekt der Reformbewegungen um 1910, das in Kombination von Typisierung der Bauform und Individualisierung im Detail ökonomische und soziologische Aspekte verband. In der 30-jährigen Bauzeit fanden wechselnde Zeitströmungen ihren Niederschlag, ohne zum bestimmenden Faktor zu werden. Heute ist die denkmalgeschützte Margarethenhöhe eine der gelungensten und schönsten Siedlungen Europas, die dem sozialhumanen Städtebau der Neuzeit nachhaltig Anregungen gab und wieder gibt.

Häuser am Stirnband von J.L.M Lauweriks, 1910-14 Foto: Marco Siekmann Häuser am Stirnband von J.L.M Lauweriks, 1910-14 Foto: Marco Siekmann

zwischen jugendstil und bauhaus

zum weltgästeführertag: hagener architektur zwischen 1900 und 1930

9. März 2019


Kontakt: Landschaft lesen lernen in Südwestfalen - Netzwerk

Kulturlandschaftsführer/innen e.V., Susanne Müller

m-susanne@t-online.de, www.landschaftlesenlernen.de

Kosten: unentgeltlich (Anmeldung nicht erforderlich)


Der Verein „Landschaft lesen lernen in Südwestfalen - Netzwerk Kulturlandschaftsführer/innen e.V.“ beteiligt sich in diesem Jahr am Weltgästeführertag (Ende Januar/ Anfang März). Der Tag steht 2019 unter dem Motto „BAUeinHaus“. In Hagen wird dieser Tag genutzt, um in drei Führungen an drei speziellen Orten – Stirnband, Innenstadt und Haspe – unterschiedliche Aspekte der Baukunst zwischen 1900 und 1930 und somit zwischen Jugendstil, Historismus, Bauhaus und Traditionalismus vor Augen zu führen.

  • 10.30 – 12 Uhr Zwischen Bahnhof und Osthaus-Museum
    Treffpunkt: Eingang Hauptbahnhof, Berliner Platz
  • 14 – 15.30 Uhr Rund um Stirnband und Hohenhof
    Treffpunkt: Hohenhof, Stirnband 10
  • 15 – 17.30 Uhr Rund um den „Hasper Kreisel“
    Treffpunkt: Ehem. Stadtbad, Berliner Str. 115
Fluchttreppe an der Villa Cuno von Peter Behrens Foto: Siegfried Rubbert Fluchttreppe an der Villa Cuno von Peter Behrens Foto: Siegfried Rubbert

beispiel ist alles! – alltagskultur in hagen

eine mit-mach ausstellung im jungen museum in kooperation mit der royal photographic society – german chapter

ganzjährig

Junges Museum im Osthaus Museum Hagen • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Dr. Elisabeth May, T 02331 – 207 3126

elisabeth.may@stadt-hagen.de, www.osthausmuseum.de


Der Satz von Karl Ernst Osthaus – „Beispiel ist alles“ – bringt sein Ansinnen auf den Punkt, künstlerische Ideen im Alltag umzusetzen und so Kunst und Leben in Einklang zu bringen. Mit diesem zukunftsweisenden Gedanken nahm er bereits die Ziele des Bauhauses vorweg. Auch nutzte Osthaus das Medium der Fotografie, um Zeugnisse historischer und moderner Baukunst zu dokumentieren sowie städtebauliche Erfordernisse einer Industriestadt an exemplarisch gelungenen Beispielen zu vergegenwärtigen.


Gemäß dem Osthaus’schen Motto entsteht im Jungen Museum im Osthaus Museum ein „work in progress“: Besucher* innen können ihre Fotos mit erläuternden Texten beitragen. Ziel ist es, aufzuzeigen, ob es an dem ausgewählten Ort gelungen ist, Bau- und damit einhergehend Alltagskultur im positiven Sinne zu gestalten, denn auch heute stehen wir durch die sich wandelnde Gesellschaft erneut vor großen städtebaulichen Herausforderungen.

Foto: Kunst vor Ort e.V. Foto: Kunst vor Ort e.V.

deine eigene sicht – gestalte deine stadt

ein kreativer „kunst vor ort“ workshop zweitägig - ab 12 jahren

16./17. Februar 2019, 10 bis 14 Uhr

Haus der Ruhrkohle • Gerichtsstr. 25 • 58097 Hagen


Kontakt: Kunst vor Ort e.V., Elena Grell

Elena.Grell@kunst-vor-ort.de, www.kunst-vor-ort.de

Kosten: unentgeltlich (Anmeldung erforderlich)


Angeleitet vom Fotografen Tobias Koop, der Künstlerin Anna Lena Majoress und der Kunsthistorikerin Elena Grell seid ihr mit der Kamera in der Stadt unterwegs. Wie sehen die Häuser aus, wie sind sie gebaut und was fällt euch auf? Eine Stadt verändert sich immer wieder im Laufe der Jahre. Das „Bauhaus“ beschäftigte sich schon vor 100 Jahren damit, dass die Planung einer Stadt das Leben von Menschen verändert. Darüber werdet ihr einiges erfahren. Außerdem lernt ihr, dass man für gute Fotos nicht unbedingt die beste Kamera benötigt, aber ein geübtes Auge und ein paar grundlegende Tipps. Wir wählen verschiedene Perspektiven und finden heraus, worauf man beim Licht achten muss. Im nächsten Schritt werden ausgewählte Fotos großformatig gedruckt und mit Pinsel und Farbe und Spachtel umgestaltet. Wie würden die Häuser aussehen, wenn ihr sie gestalten könntet? Die Exponate werden im Anschluss in einer kleinen Ausstellung präsentiert.


Ihr braucht keine Vorkenntnisse. Bitte Kameras (ggf. Handy) mitbringen, wenn vorhanden! Außerdem bitte Kleidung mitbringen, die farbig werden darf.

Foto: Junges Museum im Osthaus Museum Hagen Foto: Junges Museum im Osthaus Museum Hagen

dreiecke, quadrate und andere formen

fotoworkshops mit nuri irak - inspiriert von lyonel feiningers Bildern

20. April 2019, 13.30 bis 15.30 Uhr

Kinder Workshop (12+), 27 April 2019, 13.30 bis 15.30 Uhr

Junges Museum im Osthaus Museum Hagen • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Anja Kuhlmann, T 02331 – 207 2740

anja.kuhlmann@stadt-hagen.de, www.osthausmuseum.de

Kosten: 10 € inkl. Museums-Eintritt und Material (Anmeldung erforderlich)


In den Bildern des Bauhauslehrers Lyonel Feininger tauchen geometrische Formen auf, überlagern eine Frauengestalt und werden gleichzeitig ein Teil von ihr. Die Landschaften scheinen aus dreieckigen Formen zu entstehen und wirken so kristallin aufgebrochen. Nach der genauen Betrachtung der Werke des Malers wird unter Anleitung des Hagener Künstlers Nuri Irak mit farbigen Folien auf stabilen Hintergründen (Pappe, Passepartoutkarton oder plexiglasähnlichem Material) experimentiert und anschließend mit den so entstandenen Formen im Kunstquartier mit und ohne Figur fotografiert. Die Ergebnisse des Erwachsenen- Workshops werden anschließend ausgedruckt und im Jungen Museum an der Fotowand zum Bauhausjahr gezeigt.

Foto: Dr. Birgit Ebbert Foto: Dr. Birgit Ebbert

zu schade für die blaue tonne

papier falten wie die bauhäusler

25. April 2019, 14 bis 16 Uhr

Junges Museum im Osthaus Museum Hagen • Museumsplatz 1 • 58095 Hagen


Kontakt: Anja Kuhlmann, T 02331 – 207 2740

anja.kuhlmann@stadt-hagen.de, www.osthausmuseum.de

Kosten: 6 € inkl. Museums-Eintritt und Material (Anmeldung erforderlich)


Oft stehen wir wehmütig nach einer Ausstellung vor den restlichen Flyern und Postkarten und tun uns schwer, sie in der blauen Tonne bzw. dem Papiercontainer zu entsorgen. Nun haben wir einen Weg gefunden, die Werbematerialien weiterzuverwenden - wir gestalten Kunst. Besser gesagt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Workshops sind eingeladen aus den bunten Papieren Kunstwerke, verrückte oder nützliche Dinge unter Anleitung von Dr. Birgit Ebbert zu falten und gestalten.

Foto: ixabay Foto: ixabay

im künstleratelier: mit k.-f. fritzsche

holzschnitt

18./19. Mai 2019, 11 bis 16 Uhr

KunstHaus • Wasserloses Tal 52 • 58093 Hagen


Kontakt: VHS Hagen, Sigrun Politt T 02331 – 207 3589

sigrun.politt@stadt-hagen.de, www.vhs-hagen.de

Kosten: 120 €, max. 6-8 Teilnehmer/-innen (ab 14 Jahren)


Im Atelier des Hagener Künstlers Karl-Friedrich Fritzsche findet der zweitägige Holzschnittworkshop statt. Zum 100 jährigen Bauhausjubiläum wird die Drucktechnik des Holzschnittes im Zentrum dieses Workshops stehen. Angeregt durch Künstler des Bauhauses wie z.B. Paul Klee, Lyonel Feiniger und natürlich durch eigene Ideen und Bildvorlagen, werden die Holzplatten mit Schnitzwerkzeugen bearbeitet, in den Maßen A4-A3, nach zeichnerischen Vorlagen. Aus Positiv- und Negativschnitten in die Holzplatte, entstehen die typischen Formen und Kontraste des Holzschnittes. Am zweiten Tag widmet sich der Workshop dem Drucken der bearbeiteten Platten.

Foto: Birgit Andrich Foto: Birgit Andrich

die welt neu denken – hagen neu sehen

projekte mit drei hagener schulen


Kontakt: HAGENagentur, Janina Fernandes Sobral, T 02331 – 809 9940

fernandes_sobral@hagenagentur.de, www.hagen-online.de/bauhaus100


Eine Kooperation der HAGENagentur mit drei Hagener Schulen, dem Christian-Rohlfs-Gymnasium, dem Albrecht-Dürer-Gymnasium und dem Fichte Gymnasium,spricht vor allem junge Leute an. Das Thema „Bauhaus“ wird erlebbar gemacht getreu dem Motto „Die Welt neu denken“. Ab Beginn 2019 wird ein „Bauhaus“-Bus zwölf Monate lang seine Runden durch Hagen drehen. Eine Kunst-Klasse des Christian-Rohlfs-Gymnasiums gestaltete das Layout dafür im Bauhaus-Design. Eine andere Klasse des Christian-Rohlfs-Gymnasiums präsentiert einen Podcast, der über einen QR-Code abrufbar sein wird. Darin sollen Bürgerstimmen zum Stadtbad Haspe als Beispiel für Hasper Bauhausarchitektur eingefangen werden. Im Kunst-Schaufenster der Rathaus Galerie Hagen findet im Frühjahr und im Herbst 2019 eine Ausstellung statt. Hier präsentieren sich alle drei Schulen mit künstlerischen Arbeiten.

Rundum gut informiert: Die HAGENinfo

In der Tourismusinformation HAGENinfo der HAGENagentur werden Touristen und Bürger über Sehenswürdigkeiten, Wissenswertes zu Hagen sowie Unterkünfte informiert. Zudem bietet die HAGENinfo Besuchern und Einheimischen eine vielfältige Auswahl an Souvenirs und Erinnerungen an die Volmestadt. Neben den Artikeln widmet sich die HAGENinfo auch dem Verkauf von regionalen und bundesweiten Konzert-, Musical- und Theatertickets.


HAGENinfo

gegenüber dem Sparkassen-Karree

Service Center Hagen

Körnerstr. 25


58095 Hagen


Öffnungszeiten:

Mo - Fr 09:00 - 17:00 Uhr

Samstag 09:30 - 12:30 Uhr


Telefon 02331/80999-80

Fax 02331/80999-88

E-Mail tourismus@hagenagentur.de

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