Großer Verlust für die Archäologie in Hagen: Bei einem Einbruch an der Blätterhöhle in Holthausen am vergangenen Wochenende, 16. bis 18. Januar, wurden archäologische Befunde auf dem Vorplatz unwiderruflich zerstört. Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der LWL-Archäologie für Westfalen und der Stadtarchäologie Hagen hatte den Einbruch bemerkt.
Die Blätterhöhle ist mit einem stabilen Tor verschlossen und damit gut gesichert. Da der Höhleneingang nur schwer zu erreichen ist und die davor liegenden fragilen Erdprofile mit Planen und Holzplanken geschützt sind, werden diese beim Versuch, in die Höhle einzubrechen, immer wieder stark beschädigt.
Zutritt für Unbefugte verboten – Funde ohne finanziellen Wert
Das Betreten des Grabungsareals ohne Begleitung der Archäologinnen und Archäologen stellt Hausfriedensbruch sowie einen Straftatbestand dar. Jeder Einbruchsversuch wird zur Anzeige gebracht. In der Blätterhöhle befinden sich keine Gegenstände von finanziellem Wert, für die Wissenschaft sind die dort gemachten Funde jedoch von großer Bedeutung.
Stadtarchäologie informiert regelmäßig über Blätterhöhle
In Kooperation mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe lädt die Stadtarchäologie Hagen interessierte Bürgerinnen und Bürger regelmäßig zu Vorträgen über die Blätterhöhle ein. Zudem besteht die Möglichkeit, sich im Ende 2025 erschienenen Buch „Geheimnis Blätterhöhle – Fenster in unsere Vergangenheit“ von Klaus Bachmann über die Grabungen und ihre Entdeckungen zu informieren. Eine Besichtigung des Grabungsareals ist beispielsweise im Rahmen des Tages des offenen Denkmals nach vorheriger Anmeldung möglich. In diesem Jahr findet der Denkmaltag am Sonntag, 13. September, statt.