Müll, Wasserschäden und fehlende zweite Rettungswege: Bei einer gemeinsamen Kontrollaktion haben das Ordnungsamt, die Bauordnung und die Wohnungsaufsicht der Stadt Hagen mit der Feuerwehr Hagen, der Polizei Hagen, dem Jobcenter und Enervie am vergangenen Donnerstag, 29. Januar, insgesamt sechs Problemimmobilien im Stadtgebiet überprüft.
Von den 209 gemeldeten Personen konnten die Behörden 155 vor Ort kontrollieren. Nicht angetroffene Bewohnerinnen und Bewohner wurden überprüft und sind dort augenscheinlich nicht mehr wohnhaft, daher konnten 21 Personen dem Bürgeramt mitgeteilt und gegebenenfalls von Amts wegen abgemeldet werden. Zudem fielen den Teams insgesamt drei nicht angemeldete Hunde auf.
In zwei Immobilien stellten die Mitarbeitenden Müllmängel sowie in zwei weiteren einen Schädlingsbefall fest. Alle Objekte wiesen neben verschiedenen Wohnungsmängeln, darunter Wasserschäden sowie defekte Haus- und/oder Wohnungstüren, auch Bau- und Brandschutzmängel wie fehlende zweite Rettungswege oder Brandlasten auf. Einige Wohnungen wurden trotz Nutzungsuntersagung bewohnt. Auffällig ist, dass immer wieder zahlreiche Wohnungen nicht mit Heimrauchmeldern ausgestattet sind.
In einem Objekt haben mehrere Mieterinnen und Mieter widerrechtlich Strom aus der Beleuchtung des Treppenraumes entnommen und in einzelne Wohnungen weitergeleitet. Eine Wohnung war ohne Stromversorgung, sodass die Bewohnerinnen und Bewohner mit Gas aus Gasflaschen kochten, die sie in der Wohnung lagerten. In einer weiteren Immobilie entdeckten die Teams eine ungenehmigte und zu Wohnzwecken nicht geeignete Wohnung, die zudem ohne zweiten Rettungsweg ist.
Weiterhin konnten die Behörden fünf schulpflichtige Kinder und Jugendliche antreffen. Nach Überprüfung wurde ein Jugendlicher durch den Stadtordnungsdienst der Stadt Hagen der Schule zugeführt, die weiteren Kinder und Jugendlichen haben die Behörden dem Schulamt zur weiteren Veranlassung übermittelt.