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Foto: Außenaufnahme des Hagener Kunstquartiers.
Bei der Begutachtung eines Wasserschadens im Kunstquartier wurde die Beschädigung des Flachdachs entdeckt.

Großflächiger Schaden: Stadt saniert Flachdach im Kunstquartier – zeitweise Vollsperrung der Hochstraße

Mittwoch, 18.Februar 2026

Das Flachdach im Foyer des Kunstquartiers Hagen ist so stark beschädigt, dass es zeitnah saniert werden muss. Um die erforderlichen Sicherungs-, Prüf- und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, wird ein Sondergerüst inklusive einer Überdachung benötigt. Für die Montage und den sicheren Aufbau des Gerüstes ist es notwendig, die vor dem Museum verlaufende Hochstraße für rund zwei bis sechs Tage vollständig zu sperren. Zudem werden der Museumsvorplatz und der Platz hinter dem Foyer zeitweise vollständig gesperrt. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich Ende März. Über den genauen Beginn wird die Stadt rechtzeitig informieren. Der Baufortschritt an der neuen Kita in der Prentzelstraße ist hiervon nicht betroffen. Der Museumsbetrieb ist bis auf die Einschränkungen während des Auf- und Abbaus nicht betroffen.

„Wir hätten nicht gedacht, dass sich hinter dem vermeintlich kleinen Wasserschaden ein so erheblicher Schaden am Dach verbirgt“, zeigt sich Oberbürgermeister Dennis Rehbein von den Ergebnissen der Überprüfungen überrascht. „Nun geht es vor allem darum, den Schaden schnellstmöglich zu beheben. Uns ist bewusst, dass die dafür erforderliche Sperrung der Hochstraße die ohnehin schon angespannte Verkehrssituation im Innenstadtbereich zusätzlich belastet. Daher setzen wir alles daran, das Dach so bald wie möglich zu sanieren und die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmenden, aber auch für Besucherinnen und Besucher des Museumsquartiers so gering wie möglich zu halten.“

Schadhafte Dachkonstruktion

Der Schaden an dem rund 210 Quadratmeter großen Flachdach wurde kürzlich bei einer Begutachtung infolge eines Wasserschadens im Foyer entdeckt. Dabei zeigte sich, dass die Dachkonstruktion aufgrund des erheblichen Schadensbildes nicht mehr begehbar ist sowie Absturz- und Durchbruchgefahr für Personen auf dem Dach besteht. Die Stadt hat das Dach umgehend gesperrt. Das darunterliegende Foyer ist derzeit nicht gefährdet. Weitergehende Untersuchungen haben ergeben, dass sich zwischenzeitlich erhebliche Mengen Wasser innerhalb der Dachisolierung gesammelt haben, die eine zusätzliche statische Belastung für das Dach darstellen. Die Tragfähigkeit ist derzeit gewährleistet, die Stadt überprüft aber in engen Abständen die Statik.

Sperrungen für Gerüstauf- und abbau erforderlich

Das für die Arbeiten erforderliche Sondergerüst wird auf jeweils drei Fundamentpfeilern vor und hinter dem Foyer errichtet. Das gesamte Glasfoyer des Kunstquartiers wird mit einem Gerüstdach überspannt. Während die Fundamentgerüste auf dem Museumsvorplatz und dem hinteren Bereich des Foyers errichtet werden können, muss das Gerüstdach auf der Hochstraße aufgebaut werden. Ein Aufbau innerhalb des Gebäudes oder auf dem Dach selbst ist aufgrund der bestehenden Gefährdungslage technisch ausgeschlossen. Zum Schutz der Passantinnen und Passanten, Verkehrsteilnehmenden, Beschäftigten der beauftragten Firmen und der Mitarbeitenden der Museen sowie zur Gefahrenabwehr sperrt die Stadt für den Aufbau des Gerüstes für zwei bis sechs Tage die Hochstraße. Der genaue Zeitraum richtet sich insbesondere nach geeigneten Witterungs- und Windverhältnissen, da diese für eine sichere und fachgerechte Montage zwingend erforderlich sind. Für den späteren Abbau ist ebenfalls eine mehrtägige Sperrung notwendig. In dem betroffenen Straßenbereich demontiert die Stadtbeleuchtung Hagen GmbH zudem vorübergehend die Straßenbeleuchtung, um Beschädigungen zu vermeiden und einen sicheren Arbeitsablauf zu gewährleisten.

Die Sanierungsarbeiten am Flachdach selbst dauern – zwischen Aufbau und Abbau des Gerüstes – voraussichtlich vier bis sechs Monate.