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Symbolfoto: Ein Arzt impft eine Patientin
Für bestimmte Personengruppen empfiehlt das Gesundheitsamt eine Grippeschutzimpfung.

Steigende Influenzazahlen: Gesundheitsamt rät zu Grippeschutzimpfung

Mittwoch, 14.Januar 2026

Deutlicher Anstieg der Grippefälle: In der aktuellen Grippesaison sind in Hagen bislang 245 Influenza-Meldungen eingegangen, darunter sind auch erste Todesfälle zu verzeichnen. Die Grippewelle zeigt damit bislang kein höheres Niveau als in der Vorsaison, sie hat jedoch wie erwartet drei Wochen früher begonnen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt das Gesundheitsamt der Stadt Hagen eine Grippeschutzimpfung für bestimmte Personengruppen.

41 Prozent der Influenza-Meldungen in Hagen betreffen Kinder und Jugendliche. Das ist vor allem zu Beginn einer Grippewelle nicht ungewöhnlich und verschiebt sich in der Regel im weiteren Verlauf. Alle Grippeviren erhöhen neben akuten Komplikationen wie einer Pneumonie (Lungenentzündung) oder einer Myokarditis (Herzmuskelentzündung) auch das Risiko für einen Schlaganfall und eine Herzinsuffizienz um ein Vielfaches.

Ein Schutz vor schwerer Erkrankung wird auch bei einer Impfung bereits vor November/Dezember erwartet. Das Gesundheitsamt rät dazu, zeitnah bestehende Impflücken zu schließen. Eine Grippeschutzimpfung ist auch zum jetzigen Zeitpunkt noch sinnvoll und wertvoll. Das betrifft insbesondere Personen ab 60 Jahren, Vorerkrankte, Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen sowie deren Angehörige und medizinisches Personal. Weiterhin empfiehlt das Gesundheitsamt Personen, sich im Kontakt mit symptomatischen Personen oder in unübersichtlichen Situationen durch das Tragen einer Maske und gute Händehygiene selbst zu schützen. Bei Fieber, Abgeschlagenheit, Erkältungssymptomen oder Kopf- und Gliederschmerzen sollte eine Testung mithilfe eines Mehrfachtests durchgeführt werden, der neben Influenza auch COVID-19 und RSV abdeckt. Bei eigenen Symptomen ist es ratsam, zum Schutz der Mitmenschen ebenfalls Maske zu tragen und auf Besuche bei Risikopatientinnen und -patienten zu verzichten. Nach einer Influenza-Diagnose sollten sich Betroffene umgehend an die hausärztliche Praxis wenden, um die Therapie-Indikation antiviraler Medikamente prüfen zu lassen. Diese sind besonders bei sehr frühem Einsatz effektiv. Außerdem rät das Gesundheitsamt Personen, sich bei Verschlechterung ihres Zustandes oder eintretender Luftnot schnell ärztliche Hilfe zu suchen.

Weitere Informationen rund um Influenza und die Impfung stellt das Gesundheitsamt auf seiner Internetseite www.hagen.de/53 zur Verfügung.