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Foto: Eine Luftbildaufnahme der Hagener Innenstadt.
Der VHS-Stadtrundgang führt zu kolonialen Spuren in der Hagener Innenstadt.

VHS-Stadtführung zu kolonialen Spuren – Anmeldung bis zum 26. März

Freitag, 20.März 2026

Zu einer Stadtführung zu kolonialen Spuren in der Hagener Innenstadt lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) am Samstag, 28. März, von 14 bis 16 Uhr ein. Der Treffpunkt ist vor dem ehemaligen Ratskeller auf dem Friedrich-Ebert-Platz.

Hagen liegt nicht am Meer und beheimatete kein Kolonialministerium. Die großen Entscheidungen im internationalen Handel fielen in Zentren wie Berlin, Hamburg oder Bremen, wo das koloniale Thema auf der Hand liegt. Doch zeigt gerade ein dezentrales Beispiel wie Hagen deutlich, welche vielfältigen Verbindungslinien zwischen Stadt- und Kolonialgeschichte vor allem zwischen 1850 und 1960 bestanden. Koloniales Denken und Handeln waren im Alltag fest verankert. Koloniale Vereine, Völkerschauen, unternehmerische Tätigkeit in Übersee, Auswanderung, die Entsendung von Missionaren und Kolonialbeamten, Alltagsrassismus, Straßenbenennungen und revisionistische Ansprüche verdeutlichen, dass koloniales Denken keine bloße Randnote von Stadtgeschichte ist. Während der Führung wird die koloniale Vergangenheit Hagens im Stadtbild verortet. Der Rundgang ist barrierefrei, rund zwei Kilometer lang und führt auf ebenem Terrain durch die Hagener Innenstadt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt und ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Informationen zur Anmeldung zur Führung unter der Nummer 1307 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.