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Symbolbild: Ein Arzt impft eine Patientin.
Das Gesundheitsamt empfiehlt die Durchführung einer Nachholimpfung, falls diese erforderlich ist.

Zunehmende Windpocken-Fälle: Gesundheitsamt rät zur Impfpasskontrolle

Mittwoch, 18.Februar 2026

In Hagen zeigt sich derzeit ein Anstieg von Windpocken-Erkrankungen. Im Dezember 2025 sind zwei Meldungen beim Gesundheitsamt der Stadt Hagen eingegangen, seit Januar 2026 sind 19 Fälle dazugekommen. 16 Betroffene wurden in Kitas und Schulen betreut, sodass nach dem Infektionsschutzgesetz jeweils Untersuchungen erforderlich sind. Das Gesundheitsamt empfiehlt daher eine Überprüfung des Impfpasses.

Impfungen für Immunität erforderlich – Impfpasskontrolle ratsam

Eine ausreichende Immunität gegen Windpocken (Varizellen) ist anzunehmen, wenn beispielsweise zwei Impfungen gegen Varizellen im Abstand von mindestens vier Wochen oder ein ärztliches Attest über eine durchgemachte Infektion vorliegen. Bei nicht vorliegender Immunität ist es Kontaktpersonen nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts untersagt, Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas und Schulen für 16 Tage nach letztem infektionsrelevanten Kontakt zum Krankheitsfall zu betreten. Da das Ansteckungsrisiko sehr hoch ist, muss der Kreis der Kontaktpersonen entsprechend weit gefasst werden.

Das Gesundheitsamt rät daher zu, umgehend den Impfpass zu kontrollieren und gegebenenfalls Nachholimpfungen schnellstmöglich zu veranlassen. Eine Anleitung zum Impfpass-Check finden Bürgerinnen und Bürger beispielsweise auf der Internetseite https://www.wirfuersimpfen.de/so-geht-der-impfpass-check. Dabei ist von einer Immunität auszugehen, wenn unter „Varizellen“ zwei Kreuze vermerkt und die dazugehörigen Einträge im Abstand von mindestens vier Wochen unter Angabe des Impfstoffes mittels Stempel und Unterschrift bestätigt wurden.

Symptome und Übertragungswege von Windpocken

Windpocken werden über Tröpfchen- oder Schmierinfektion des Bläscheninhaltes übertragen und haben eine vergleichsweise lange Inkubationszeit von zehn bis 21 Tagen, in der Regel aber 14 bis 16 Tagen. Häufig zeigt sich zunächst ein Vorstadium mit allgemeinem Krankheitsgefühl oder Gliederschmerzen ähnlich einer aufkommenden Erkältung. Mit Auftreten von Fieber entwickelt sich dann ein typischer Hautausschlag, der als „Sternenhimmel“ bezeichnet wird, weil sich rote Pünktchen, Bläschen und Verkrustungen parallel zeigen. Windpocken gelten als hochansteckend und sind bereits ein bis zwei Tage vor Auftreten des Hautausschlags bis zum vollständigen Verkrusten aller Bläschen nach fünf bis sieben Tagen ansteckend.