„Rupprecht Geiger. Farbe – Licht – Energie“
Ausstellungen / Messen - Mitte
Öffentliche Führung
Innovativ und seiner Zeit voraus prägt Rupprecht Geiger (1908–2009) die Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Farbe steht im Zentrum seines Schaffens und ist zeitlebens das alleinige Thema seiner gegenstandslosen Malerei. Mit der radikalen Reduktion des Bildträgers auf einfache geometrische Formen erschließt Geiger die Wirkung reiner Farbe in bislang unbekannter Konsequenz. Als einer der ersten Künstler arbeitet er mit Tagesleuchtpigmenten und erweitert damit nachhaltig das Spektrum malerischer Wahrnehmung.
Seit den 1950er-Jahren erfährt der Münchner Künstler internationale Anerkennung. Auszeichnungen wie der Salomon R. Guggenheim Award, New York (1959), der Rubenspreis der Stadt Siegen (1992) sowie Einladungen zu den bedeutenden Kunstbiennalen – von Kassel über Venedig bis São Paulo – dokumentieren seine herausragende Bedeutung. Die Ausstellung vereint Werke aus allen Schaffensphasen und macht die Vielseitigkeit wie auch die konsequente Entwicklung seines Werks eindrucksvoll erfahrbar.
Mit dieser umfangreichen Werkschau widmet sich das Emil Schumacher Museum einem der bedeutendsten Vertreter der europäischen Farbfeldmalerei. Zugleich eröffnet sie eine erstmals in dieser Form realisierte, indirekte Begegnung der befreundeten Künstler Geiger und Schumacher: zwei Positionen der nichtgegenständlichen Kunst nach 1945, die beinahe wie gegensätzliche Pole erscheinen – hier das expressive Gestische, dort die Klarheit der reinen Farbe. So lenkt die Ausstellung den Blick auf die Vielfalt abstrakter Kunst des 20. Jahrhunderts und lädt dazu ein, in die Strahlkraft der Farbe einzutauchen.
Eintritt zzgl. € 5,- Führungsentgelt
Teilnahme mit und ohne Anmeldung möglich
Anmeldungen werden unter 02331 207 2740 gerne entgegengenommen