Asiatische Hornisse: Jungkönigin beginnt mit dem Nestbau – Nester melden
Dienstag, 21.April 2026Die Jungköniginnen der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) sind mit den steigenden Frühlingstemperaturen aus der Winterruhe erwacht. Die aus Südostasien stammende Art ist nach den Vorgaben der Europäischen Kommission eine nicht-heimische, invasive Art, deren Bestandsentwicklung beobachtet und deren Ausbreitung verhindert werden soll. Aus diesem Grund bittet die untere Naturschutzbehörde im Umweltamt der Stadt Hagen alle Hagenerinnen und Hagener darum, Tiere oder Nester zu melden.
Die Jungkönigin hat die dunkle Jahreszeit an geschützten Plätzen verbracht, um nun mit dem Nestbau und der Gründung eines neuen Volkes zu beginnen. An einem kleinen Stiel hängend, entstehen die ersten Waben des Embryonalnestes. Die Jungkönigin baut die neuen Nester freihängend an meist geschützten, niedrig gelegenen Stellen wie Gartenhäusern, Carports, Dachüberständen, aber auch in Hecken und Vogelhäusern. Sie kümmert sich neben dem Nestbau um die Ablage der bereits befruchteten Eier in die ersten Waben, ihre eigene Ernährung und die der Brut sowie um die Verteidigung ihres Nestes gegen andere Jungköniginnen, die den bereits begonnenen Bau übernehmen möchten.
Ist die Jungkönigin noch alleine, kann sie leicht mit dem Kescher gefangen werden und es besteht keine Gefahr für Menschen. Die ersten Arbeiterinnen, die nach rund 30 bis 50 Tagen schlüpfen, beginnen aber bereits, das Nest zu verteidigen. Die Embryonalnester lassen sich von Expertinnen und Experten manuell abnehmen und zerstören. So kann das Heranwachsen des Hornissenvolkes verhindert werden, damit teure Nestentfernungen der hoch in den Bäumen hängenden Sekundärnestern im Herbst nicht erforderlich sind.
In Hagen wurden die ersten zwei Jungköniginnen der Asiatischen Hornisse rund um Ostern im Freilichtmuseum entdeckt. Diese stammen aus einem Sekundärnest, das im vergangenen Herbst in einem Baum auf einem angrenzenden Grundstück gefunden wurde. Die Tiere haben in der Nähe überwintert und suchen nun nach einem Platz für ihr eigenes Nest. Das erste Embryonalnest haben Bürgerinnen und Bürger an einer Gartenlaube am Höing bemerkt.
Nester beim Umweltamt melden
Wer Asiatische Hornissen oder deren Nester beobachtet oder sich unsicher ist, ob es sich um die invasive Art handelt, sollte sich mit einem Fotonachweis und den eigenen Kontaktdaten bei der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hagen unter umweltamt@stadt-hagen.de oder bei Annegret Schulte unter Telefon 02331/207-2904 sowie per E-Mail an *****@stadt-hagen.de melden. Nach Bearbeitung der Meldung erhalten die Hinweisgebenden Informationen, was im Falle einer Asiatischen Hornisse zu tun ist. Die Sichtung wird ebenfalls an das Fundortkataster des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen gemeldet und dort eingetragen.