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Foto: Mitarbeiter von Ordnungsamt und Polizei, im Hintergrund Polizeiautos
Die Behörden kontrollierten fünf Problemimmobilien und stellten diverse Mängel fest.

Behörden kontrollieren fünf Problemimmobilien

Montag, 06.Juli 2026

Ein nicht genehmigter Deckendurchbruch, Müll und Wasserschäden: Unter Leitung der Abteilung Allgemeine Ordnungsbehördliche Aufgaben haben der Stadtordnungsdienst, die Wohnungsaufsicht und die Bauaufsicht und -kontrolle der Stadt Hagen mit der Feuerwehr, der Polizei, dem Jobcenter und Enervie eine gemeinsame Kontrollaktion in fünf Problemimmobilien im Stadtgebiet durchgeführt.

Von den insgesamt 177 gemeldeten Personen konnten die Behörden 133 vor Ort überprüfen, 34 Personen werden im Nachgang nochmals kontrolliert und gegebenenfalls von Amts wegen abgemeldet. Zwei Bewohnerinnen und Bewohner wurden angetroffen, die unter der jeweiligen Anschrift wohnen, aber nicht angemeldet sind. Diese wurden aufgefordert, sich im Bürgeramt anzumelden. Darüber hinaus wurden zwei Gewerbe durch den Stadtordnungsdienst überprüft, die beide weiterhin betrieben werden.

Die Polizei führte unter anderem Aufenthaltsermittlungen durch und überprüfte Personen im Fahndungsbestand. Die Überprüfungen verliefen negativ. Enervie stellte ebenfalls keine Auffälligkeiten fest.

Diverse Missstände

In vier Immobilien stellten die Mitarbeitenden Missstände fest. Dazu zählten beispielsweise Schimmelbefall, defekte Fenster, fehlende Rauchwarnmelder sowie fehlende Klingel- und/oder Briefkastenanlagen. In drei Objekten lag eine Müllproblematik vor.

Bei einer kontrollierten Wohnung fehlt im innenliegenden, fensterlosen Badezimmer die Lüftung. Die Heiztherme vor Ort tropft bei Nutzung der Dusche so stark, dass ein Topf unter die Therme gestellt werden und die Duschzeit auf ein Minimum reduziert werden muss, da sonst das Wasser überläuft. Zudem funktioniert ein Heizkörper seit über einem Jahr nicht. In einem anderen Objekt stellten die Behörden fest, dass es bei der Benutzung einer Steckdose in einem Wohnzimmer in der Wand in Höhe der Decke knistert. Es besteht eine mögliche Brand- oder Kurzschlussgefahr. Ebenso sind die Balkone der Immobilie nicht standsicher, ein entsprechendes Verfahren läuft bereits. Bei der Kontrolle eines weiteren Hauses entdeckten die Mitarbeitenden im Erdgeschoss einen nicht genehmigten Durchbruch zum Keller, in dem sich ein Büro befindet.

Im Rahmen der Überprüfungen traf das Team während der Schulzeit alle Kinder einer Familie an. Die Kinder waren nach eigener Aussage krank und bei der Schule abgemeldet. Dies wird im Nachgang überprüft. Bei der Familie stellten die Behörden zudem einen Welpen fest, der keine Ausweise sowie kein Spielzeug, keine Leine, kein Körbchen und kein Futter, jedoch Wasser zur Verfügung hatte. Das Team kontaktierte das Tierheim, die Mitarbeitenden nahmen das Tier zur Versorgung mit. Dort muss der Hund für drei Wochen in Quarantäne bleiben. In demselben Objekt stellten die Behörden zudem defekte Glaseinsätze bei Fenstern fest, bei denen ein Verletzungsrisiko besteht.