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Foto: Man sieht mehere Menschen, zum Teil vom Ordnungsamt, und im Hintergrund Polizeiautos.
Die Behörden haben sechs Problemimmobilien kontrolliert und dabei erhebliche Mängel festgestellt.

Behörden kontrollieren sechs Problemimmobilien

Mittwoch, 03.Juni 2026

Schimmelbefall, defekte Eingangstüren und fehlende Rettungswege: Unter Leitung der Abteilung Allgemeine ordnungsbehördliche Aufgaben der Stadt Hagen haben der Stadtordnungsdienst, die Gewerbeaufsicht, die Wohnungsaufsicht, die Bauaufsicht und -kontrolle der Stadt Hagen mit der Feuerwehr, der Polizei, dem Jobcenter und Enervie am vergangenen Donnerstag, 28. Mai, eine gemeinsame Kontrollaktion in sechs Problemimmobilien im Stadtgebiet durchgeführt.

Von den insgesamt 174 gemeldeten Personen konnten die Behörden 146 vor Ort überprüfen. Sieben Personen können gegebenenfalls von Amts wegen abgemeldet werden. Während der gesamten Kontrolle überprüfte die Polizei im Fahndungsbestand mehrere Personen, hier gab es keine Auffälligkeiten. Im Laufe der Aktion fuhr jedoch ein Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit und hupend durch eine enge Straße. Dabei touchierte sein Fahrzeug den Außenspiegel eines parkenden PKW. Die lauten Rufe der Einsatzkräfte ignorierte er. Durch die Polizei wurde gegen den Fahrer ein Ermittlungsverfahren wegen einer Verkehrsunfallflucht eingeleitet.

Diverse Missstände in allen Immobilien

In allen Objekten stellten die Mitarbeitenden Wohnungs- sowie allgemeine Missstände fest. Dazu zählten beispielsweise Schimmelbefall, defekte Klingel- und Briefkastenanlagen, fehlende Beleuchtung im Treppenraum, defekte und/oder fehlende Scheiben in Türen und Fenstern sowie Wasserschäden. In einem Haus lag eine massive Müllmenge sowie eine starke Verschmutzung durch Taubenkot vor. In einigen Immobilien befanden sich Brandlasten im Treppenraum und es fehlten Rauchwarnmelder. Darüber hinaus traf das Team zwei Schülerinnen an, die nach eigener Aussage krankgemeldet waren. Eine Überprüfung bei der jeweiligen Schule ergab jedoch, dass ihre Abwesenheit unentschuldigt war.

In einem der kontrollierten Objekte fielen den Ordnungskräften besonders viele Mängel auf. Hier war bereits die Eingangstür defekt und konnte nicht richtig geschlossen werden. Im Hausflur fehlten Lichtschalter, diese wurden mittels eines Bewegungsmelders gesteuert. Aufgrund einer massiven Belastung durch Taubenkot konnte das Team den Dachboden aus Sicherheitsgründen nicht begehen. Einige der Wohnungen wiesen Schimmelbefall auf. Dieser wurde durch defekte Fenster sowie eine nur sporadisch funktionierende Heizungsanlage begünstigt. Im Flur fanden die Ordnungskräfte Brandlasten und weitere Hindernisse vor. Eine Dachsanierung ist erforderlich, da vermoderte Holzteile und Schieferplatten herabzufallen drohen und dadurch Passanten gefährden könnten. Aus diesem Grund wird dem Eigentümer eine Begutachtung durch einen Fachunternehmer empfohlen.

Darüber hinaus bemängelten die Beteiligten in einem weiteren Objekt neben diversen weiteren Mängeln einen nicht genehmigten Dachausbau. Hier sprach das Team eine Nutzungsuntersagung aus, die Bewohnerin kann laut eigenen Aussagen bei Verwandten unterkommen. In einer weiteren Wohnung hatte der Vermieter im Kinderzimmer den Strom von der Verteilerdose abgeklemmt, da die Nutzung mehrerer Elektrogeräte regelmäßig einen Kurzschluss verursachte.

Im Nachgang an die Kontrollen können von den 15 angemeldeten Gewerben alle bis auf ein einziges abgemeldet werden.