Behörden kontrollieren sieben Problemimmobilien
Mittwoch, 24.Juni 2026Baumängel, Schimmel und Müll: Unter Leitung der Abteilung Allgemeine ordnungsbehördliche Aufgaben der Stadt Hagen haben der Stadtordnungsdienst, das Umweltamt, die Wohnungsaufsicht, die Bauaufsicht und -kontrolle der Stadt Hagen mit der Feuerwehr, der Polizei und Enervie in der vergangenen Woche eine gemeinsame Kontrollaktion in sieben Problemimmobilien im Stadtgebiet durchgeführt.
Von den insgesamt 146 gemeldeten Personen konnten die Behörden 116 vor Ort überprüfen. Die Mitarbeitenden forderten fünf Personen auf, sich beim Bürgeramt anzumelden. Fünf weitere Bürgerinnen und Bürger werden nochmals durch das Bürgeramt überprüft und gegebenenfalls von Amts wegen abgemeldet. Während der gesamten Kontrolle überprüfte die Polizei Personen im Fahndungsbestand. Die Überprüfungen verliefen negativ. Enervie stellte ebenfalls keine Auffälligkeiten fest. Zudem können von drei angemeldeten Gewerben zwei im Nachgang abgemeldet werden.
Diverse Missstände in allen Immobilien
In allen Objekten stellten die Mitarbeitenden diverse Mängel fest. Dazu zählten beispielsweise Feuchtigkeitsschäden oder Schimmelbefall, defekte Klingel- und Briefkastenanlagen, fehlende oder defekte Beleuchtung im Treppenraum, Brandlasten, fehlende Fenster- oder Türgriffe sowie defekte und/oder fehlende Scheiben in Türen und Fenstern. Baumängel lagen in sechs Immobilien vor, ebenso wie Wohnungsmissstände. In den Kellerräumen zweier Objekte haben sich Schadnager eingenistet. Hinzu kommt eine Müllproblematik in vier Immobilien.
Mehrere Häuser wiesen defekte Dachfenster oder Schäden am Dach sowie nicht zu Wohnzwecken ausgebaute Wohnungen im Dachgeschoss auf. Für zwei Wohnungen eines Objektes, die keinen zweiten Rettungsweg haben, sprachen die Mitarbeitenden eine Nutzungsuntersagung aus. Eine Wohnung war bewohnt, der Mieter konnte durch die Eigentümerin untergebracht werden. Die zweite Wohnung ist derzeit unbewohnt, aber vermietet. Im Dachgeschoss einer weiteren Immobilie fanden die Einsatzkräfte eine fragwürdig installierte Gastherme vor. Hier ist eine Abnahme durch einen Schornsteinfegerbetrieb erforderlich. Darüber hinaus entdeckte das Team in einer Dachgeschosswohnung eines anderen Objektes einen massiven Riss, der auf beiden Seiten der Wand sichtbar ist. Auf den ersten Blick konnte keine Ursache für den Riss festgestellt werden, sodass die Entstehung zu ermitteln ist.
In einem der kontrollierten Häuser fielen den Behörden diverse Feuchtigkeitsschäden auf. Die Dachrinne am Gebäude ist von Pflanzen zugewachsen, im Mauerwerk und im gesamten Kellerbereich gab es Wasseransammlungen. Bei Starkregen dringt hier Wasser von außen ein. Zudem wurde an der Kellerdecke großflächig Schimmel festgestellt. Die Erdgeschosswohnung weist in mehreren Räumen Feuchtigkeitsschäden auf, in einer weiteren Wohnung des Objektes hat sich oberhalb des Wohn- und Küchenfensters Schimmel gebildet. Die Ursache wird in der durch Bewuchs verstopften Dachrinne vermutet. Auch im Dachgeschoss dringt an einigen Stellen Wasser ein. Die Wohnungsaufsicht führt die Schimmelansammlungen im Haus auf das Dach zurück.