Bombe Herderstraße: Entschärfung erfolgreich
Dienstag, 23.Juni 2026Das Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg rund um Volker Lenz hat die 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Herderstraße erfolgreich entschärft. Bei der Evakuierung von rund 1.000 Anwohnerinnen und Anwohnern waren rund 250 Einsatzkräfte vom Ordnungsamt der Stadt Hagen, der Feuerwehr Hagen, der Polizei Hagen, dem Technischen Hilfswerk, der Hagener Straßenbahn und verschiedener Hilfsorganisationen im Einsatz. „Ich möchte mich bei allen Beteiligten ganz herzlich für die großartige Zusammenarbeit bedanken“, so Thomas Lichtenberg, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Hagen. „Mein herzlicher Dank gilt auch den Kolleginnen und Kollegen der Hagener Versorgungs- und Verkehrs-GmbH und des Hagener Entsorgungsbetriebs für die Unterstützung!“ Die Evakuierung der Anwohnenden verlief ohne größere Vorkommnisse. Rund 80 Personen sind während der Evakuierung im Schulzentrum Boelerheide untergekommen und wurden von Mitarbeitenden der Hilfsorganisationen Malteser, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter und Arbeiter-Samariter-Bund betreut. Die Fliegerbombe war heute Morgen im Rahmen von geplanten Kampfmittelräumarbeiten gefunden worden.
Warum informiert die Stadt Hagen bei Bombenfund erst kurzfristig?
In Hagen gibt es über 140 Verdachtspunkte, an denen nach Auswertung von Luftbildern aus der Nachkriegszeit Kampfmittel wie Weltkriegsbomben im Erdreich liegen könnten. Das Ordnungsamt lässt diese Verdachtspunkte bei Bedarf durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst untersuchen. Erst nach Öffnung des Erdreiches und entsprechenden Bohrungen, erfährt das Ordnungsamt, ob sich der Verdacht bestätigt – eine Entschärfung ist, wie im Kampfmittelrecht vorgegeben, zwecks Gefahrenabwehr noch am gleichen Tag vorzunehmen. Rund 90 Prozent der Verdachtspunkte in Hagen zeigen allerdings nach Öffnung, dass keine Bombe vorhanden ist. Bestätigt sich der Verdacht, entscheiden Art, Größe und Lage der Bombe sowie die entsprechende Topographie darüber, welcher Radius für eine Evakuierung zu wählen ist. Die Radien können zwischen 250 bis hin zu über 500 Meter variieren. Um Fehlinformationen und Unruhe in der Bevölkerung zu vermeiden, aber auch um die Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes nicht zu behindern, erfolgt die Information der Bevölkerung durch die Stadt Hagen erst, wenn verbindliche Informationen vorliegen. Betroffene Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Pflegeheime, aber auch Gewerbebetriebe und weitere Einrichtungen, deren Räumung eine besondere Herausforderung darstellt, informiert das Ordnungsamt der Stadt Hagen im Vorfeld.