Countdown zur IGA 2027 läuft: Jetzt Hagens grüne Zukunft mitgestalten
Donnerstag, 23.April 2026In einem Jahr ist es soweit: Die Internationale Gartenausstellung (IGA) ist vom 23. April bis zum 17. Oktober 2027 zu Gast im Ruhrgebiet und auch Hagen ist Teil dieses großen Gemeinschaftsprojektes. Den Countdown hat die Stadt zum Anlass genommen, in einem Auftaktgespräch am heutigen Donnerstag, 23. April, ihre drei Projekte SeeBad Hengstey, SeePark Hengstey und Villa Hohenhof sowie weitere Ideen rund um die IGA vorzustellen und gleichzeitig alle Hagenerinnen und Hagener dazu einzuladen, sich mit ihren Ideen, Aktionen und Veranstaltungen zu beteiligen.
Was ist die IGA?
Die IGA findet 2027 erstmals nicht nur in einer Stadt, sondern in einer ganzen Region statt. Sie macht unter dem Motto „Wie wollen wir morgen leben?“ den Wandel des Ruhrgebiets von einer Kohle- und Stahlindustrie hin zu einer grünen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Region sicht- und erlebbar. Die Gartenausstellung fußt dabei auf einem Drei-Ebenen-Konzept: Die fünf „Zukunftsgärten“ in Gelsenkirchen, Duisburg, Dortmund, Lünen und Castrop-Rauxel/Recklinghausen als zentrales Element zeigen, wie sich Industriekultur, Wasser, Klima und grüne Lebensräume miteinander verbinden lassen. Gleichzeitig dienen die Standorte als experimentelle Räume, in denen nachhaltige Ideen für das Zusammenleben in der Metropolregion Ruhr nicht nur entwickelt, sondern auch unmittelbar erfahrbar werden. Auf der zweiten Ebene „Unsere Gärten“ werden die kommunalen Projekte aus dem gesamten Ruhrgebiet zusammengefasst. Hier ist auch die Stadt Hagen mit ihren drei Projekten vertreten. Die Ebene „Mein Garten“ bietet allen Menschen eine Plattform, ihre grünen Projekte und Ideen zu präsentieren und gemeinsam die Zukunft der eigenen Stadt sowie der Region aktiv mitzugestalten. Weitere Informationen zur IGA 2027 und den drei Ebenen finden Interessierte auf der Internetseite www.iga2027.ruhr.
Die IGA in Hagen
Die Gesamtkoordination der Internationalen Gartenausstellung ist in der Stadtverwaltung angesiedelt. Neben der HAGEN.WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG sind zahlreiche weitere Akteurinnen und Akteure wie die Tochtergesellschaften der Stadt Hagen, das Theater Hagen, die SIHK zu Hagen, der Unternehmerverein, die Hagen City-Gemeinschaft und viele weitere Partner an der Planung und Organisation beteiligt. Die Sparkasse an Volme und Ruhr unterstützt die Aktionen und Veranstaltungen finanziell und weitere Unternehmen haben bereits Spendengelder in Aussicht gestellt, um der Stadt Hagen in 2027 und darüber hinaus zu überregionaler Strahlkraft zu verhelfen. Gemeinsam haben sich die Beteiligten die drei Ziele Nachhaltigkeit, Tourismus und Bürgerbeteiligung gesetzt. So sollen die Projekte der IGA auch über 2027 hinauswirken und dem Tourismus in Hagen ermöglichen, regional und überregional zu wachsen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Beteiligung der Hagenerinnen und Hagener mit privaten Initiativen und Kooperationen, um das Gartenfestival gemeinsam zu gestalten.
Hagener Projekte
Die Gartenanlage der Jugendstil-Villa Hohenhof, die der Architekt Henry van de Velde für den Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus als Wohnhaus konzipierte, wurde nach historischem Vorbild rekonstruiert. Haus, Garten und Siedlung sind nach der Planung van de Veldes durch vielfältige, achsiale Bezüge verbunden. Aus dem großmaßstäblichen Plan van de Veldes von 1907 lässt sich keine Bepflanzung des Gartens erkennen. Weil Osthaus mit der Bepflanzung nicht zufrieden war, wandte er sich um das Jahr 1912 an den Gartenarchitekten Leberecht Migge aus Hamburg, um bei der Auswahl der Pflanzen beraten zu werden. Migge wartete mit einem üppigen und farbenfrohen Bepflanzungsplan auf, mit Rosen, Sommerblumen und Stauden sowohl im Nordhof, auf der Ost-Terrasse, im Brunnenhof, im Südgarten und sogar im Nutzgartenbereich auf der Westseite. Auch die eine oder andere räumliche Modifizierung nahm er vor. Zudem fügte So unterteilte Migge unter anderem Sitzplätze und Waldpfade in den Ostwald sowie einen hippodromförmigen Spielplatz im Westwald ein. Die IGA-Gesellschaft hat das Projekt mit drei von drei Sternen ausgezeichnet.
Am Hengsteysee im Hagener Norden sind gleich zwei IGA-Projekte zu finden. Das SeeBad Hengstey, seit rund 100 Jahren ein beliebtes Ausflugsziel, wurde umgestaltet und durch die Umsetzung von neuen Angeboten neu konzipiert. Neben dem Badebetrieb im Sommer hat es sich nicht zuletzt durch seine direkte Lage am RuhrtalRadweg zu einem ganzjährigen Ausflugsziel für Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Radfahrende, Wassertouristinnen und Wassertouristen und alle weiteren Gäste entwickelt. Das Strandhaus überzeugt mit einem ganzjährig geöffneten Gastronomiebetrieb mit Übernachtungsmöglichkeit und mit der Beachbar direkt am Ufer des Hengsteysees ist ein öffentlicher Aufenthaltsbereich entstanden. Verbunden werden das Strandhaus, die Beachbar und das Seeufer mit einer einzigartigen Stegkonstruktion. Die IGA-Gesellschaft hat das Projekt mit drei von drei Sternen ausgezeichnet.
Der SeePark Hengstey ist ein wegweisendes Stadtentwicklungskonzept, das auf einer Fläche von rund 20 Hektar entstehen soll. Den Fokus bildet die Bepflanzung mit klimaangepassten Baumarten und die Schaffung von Rückzugsräumen für die heimische Tier- und Pflanzenwelt. An drei Stellen, sogenannten Aktionsfenstern, bieten sich attraktive Freizeiträume für Jung und Alt. Ausgedehnte Spielmöglichkeiten, Eventflächen und als besondere Attraktion die großzügige Treppenanlage hinunter zum Wasser. Im IGA-Jahr wird der SeePark Hengstey noch nicht fertiggestellt sein. Nach aktueller Planung wird der erste Teilabschnitt des RuhrtalRadwegs fertig gestellt sein, die Ausführungsplanung des zweiten Bauabschnitts des RuhrtalRadwegs beginnen sowie die Umsetzung von einzelnen Modulen im SeePark starten.
Eine Übersicht über die Hagener IGA-Projekte steht auf der Internetseite iga2027.hagen.de zur Verfügung.
Jetzt Botschafter werden: Initiativen gesucht
„Ein wichtiger Baustein der IGA 2027 ist das Engagement der Menschen vor Ort. Daher möchten wir alle Hagenerinnen und Hagener herzlich ermutigen, eigene Veranstaltungen und Projekte zu präsentieren oder Ideen einzubringen“, hofft Oberbürgermeister Dennis Rehbein auf eine rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Interessierte können sich direkt an Lars Stein, IGA-Koordinator, per E-Mail an iga2027@stadt-hagen.de wenden oder ihre Projekte direkt auf der Internetseite der IGA unter www.iga2027.ruhr/mitmachen-community/mein-garten/ eintragen.
Jetzt Botschafterin und Botschafter der IGA in Hagen werden: Verschiedene Akteurinnen und Akteure wie Phoenix Hagen, Eintracht Hagen, das Pottblümchen, der Kindergarten Emst, das AllerWeltHaus, das Kreativzentrum „WirrWarr“, der „Pottpinsel“ und die City-Gemeinschaft, laden in einem ersten Aufruf zum Mitmachen ein und machen Lust auf die erste kreative Aktion. Bei dem Wettbewerb „Wer hat den schönsten Blumentopf?“ für Bürgerinnen und Bürger sollen individuell gestaltete Blumentöpfe präsentiert und damit die Freude am Gärtnern sowie kreativen Gestalten gefördert werden. Hierfür erhalten Interessierte beim Empfang im Rathaus an der Volme, Rathausstraße 13, sowie bei der Touristinformation in der M12, Mittelstraße 12, kostenlose Blumentopfsets, die aus einem Blumentopf, Blumensamen und einem Pflanzenschild bestehend. Die Sets sind begrenzt. Anschließend sind die Teilnehmenden aufgerufen, ihre Blumentöpfe kreativ zu bemalen und die Blumen anzuziehen. Fotos der gestalteten Blumentöpfe können bis spätestens 31. Juli 2026 per E-Mail an iga2027@stadt-hagen.de gesendet werden. Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb ist, dass die Blumen sichtbar gewachsen sind und das Pflanzenschild mit dem IGA-Logo gut sichtbar angebracht wird. Eine Jury wählt die zehn schönsten Blumentöpfe aus, die mit Gutscheinen im Wert von jeweils 50 Euro prämiert werden. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung statt.