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Foto: Straßenkennzeichnung eines Parkplatzes für E-Autos.
Hagen treibt die Planungen einer flächendeckenden E-Ladeinfrastruktur weiter voran.

Flächendeckende E-Ladeinfrastruktur: Umweltamt, SIHK und Wirtschaftsförderung starten Befragung lokaler Unternehmen

Montag, 23.Februar 2026

Den zügigen und rechtssicheren Ausbau der Ladeinfrastruktur in Hagen gezielter steuern und den Bedarf an öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur für Elektro-PKW im gesamten Stadtgebiet bis 2035 ermitteln: Mit diesem Ziel erarbeitet die Stadt Hagen seit Anfang November 2025 unter Beratung der TÜV-Nord-Tochter DMT ENERGY ENGINEERS ein durch das Land NRW gefördertes Ladeinfrastrukturkonzept. Um das Vorhaben voranzutreiben, unterstützen die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und die Hagener Wirtschaftsentwicklung (HA.WE) die Stadt Hagen und befragen die in Hagen ansässigen Unternehmen nach ihren Ausbauzielen für die Ladeinfrastruktur.

„Seit Jahren treibt die Stadt mit vielen Partnern die E-Mobilität vor Ort voran. Nun gilt es, den weiteren Ausbau von öffentlichen E-Ladesäulen für PKW im gesamten Stadtgebiet gezielt zu steuern und damit für Investoren eine transparente und kalkulierbare sowie rechtssichere Planungsgrundlage zu schaffen“, unterstreicht Oberbürgermeister Dennis Rehbein. An einem offiziellen Kick-Off-Workshop im Hagener Rathaus im Januar dieses Jahres nahmen zahlreiche Akteure aus der Wirtschaft, Vertreterinnen und Vertreter von Hagener Institutionen sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung, der SIHK und der HA.WE teil. Gemeinsam vereinbarten die Teilnehmenden, dass SIHK und HA.WE ihr Netzwerk der Hagener Unternehmen nutzen, um möglichst belastbare Angaben zu den Ausbauplanungen der lokalen Wirtschaft zu erhalten. Die Ermittlung dieser Bedarfe ermöglicht es der Stadt, geplante unternehmenseigene Ladeinfrastruktur frühzeitig bei der weiteren Planung öffentlicher Ladeangebote zu berücksichtigen. Der Start der Umfrage ist ab Mitte Februar geplant. „Durch die Beteiligung und konkrete Ansprache der Hagener Unternehmen erhoffen wir uns eine bessere Übersicht über die Bedarfe weiterer öffentlicher Ladeinfrastruktur, da sie zunehmend ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor ist“, sagt Frank Niehaus vom Team Innovation, Nachhaltigkeit und Klimaschutz der SIHK zu Hagen.

Teilnahme von Bürgerinnen und Bürgern erwünscht

Auch Hagenerinnen und Hagener können sich aktiv an der Erstellung des Konzeptes beteiligen, indem sie über das bestehende „Ladesäuleninfrastruktur-Vorschlagstool“ (LiVoTo) bereits vorhandene Standorte einsehen und bewerten oder weitere Standorte für E-Ladesäulen vorschlagen. Die eingebrachten Vorschläge werden dann von einem beauftragten Ingenieurbüro ausgewertet und bei positiver Bewertung als potentielle Standorte im zukünftigen Ladeinfrastrukturangebot berücksichtigt. Das Tool wurde von der ENERVIE Gruppe in Kooperation mit zehn Kommunen ihres Versorgungsgebietes entwickelt und auf der Internetseite der Mark-E AG unter https://www.mark-e.de/de/elektromobilitaet/ladestation-vorschlagen veröffentlicht. Es stellt alle bestehenden oder sich gerade im Bau befindlichen sowie geplanten öffentlichen Ladesäulen in der Region dar.

Der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur ist ein zentraler Baustein der Antriebswende und damit der Mobilitätswende. Mit dem kontinuierlichen Anstieg zugelassener Elektrofahrzeuge wächst auch der Bedarf an Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum, für die Kommunen ausreichend Infrastruktur bereitstellen müssen. Hinzu kommt, dass in Hagen zahlreiche Investoren weitere E-Ladesäulen errichten und betreiben möchten. Mithilfe der laufenden Kooperation und der Umfrage sollen die Bedarfe dabei möglichst stadtteilbezogen und in Einzelfällen bis auf die Quartiersebene konkret verortet werden.