Rund 101,3 Millionen Euro für die Stadtkasse: So lautet die Bilanz der im Jahr 2025 eingeworbenen Fördermittel der Stadt Hagen. Dies entspricht einer Steigerung von etwa 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Mittel stammen aus Programmen der Europäischen Union, des Bundes, des Landes, von Stiftungen sowie aus Spenden und werden in vielfältigen kommunalen Aufgabenfeldern eingesetzt.
Ein wesentlicher Teil der abgerufenen Mittel fließt in den sozialen Bereich, insbesondere in die Kinder- und Jugendhilfe. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe bewilligte rund 62,3 Millionen Euro. Eine zentrale Rolle unter den Fördermittelgebern nimmt die Bezirksregierung Arnsberg ein. Im Jahr 2025 konnte die Stadt Hagen hierüber insgesamt rund 14,5 Millionen Euro einwerben, die ein breites Spektrum kommunaler Aufgaben abdecken. Die geförderten Maßnahmen reichen vom Heimatpreis über Kultur, Schulen, die Volkshochschule und Musikschule bis hin zum Gesundheitswesen, Teilhabe und Integration, Kinder- und Jugendhilfe, der Aufnahme von Geflüchteten sowie zur Denkmalpflege, zum Friedhofswesen sowie Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen. Darüber hinaus flossen rund 2,4 Millionen in den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen. Solche Maßnahmen verbessern den Zugang zum öffentlichen Nahverkehr für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, ältere Personen oder Familien mit Kinderwagen. Gleichzeitig stärken sie die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs und leisten damit einen Beitrag zur Verkehrswende, indem sie den Umstieg vom Individualverkehr erleichtern. Auch Programme im Rahmen des mehrjährigen Finanzrahmens der Europäischen Kommission ergänzen die Finanzierung kommunaler Projekte. Im Kontext des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Fonds für den gerechten Übergang (Just Transition Fund/ JTF) konnte die Stadt im vergangenen Jahr 1,5 Millionen Euro einwerben. „Die gestiegene Fördersumme unterstreicht die Bedeutung externer Finanzierung für die Stadtentwicklung“, sagt Anja Schell, Leiterin der Koordinierungsstelle Fördermittelmanagement. Gleichzeitig zeige der Bericht, dass das Abrufen von Fördermitteln in Teilen noch ausbaufähig sei. Insbesondere bei Förderprogrammen auf europäischer Ebene gelten Antragstellung und Nachweisführung häufig als komplex und ressourcenintensiv. Dies kann die Inanspruchnahme verfügbarer Mittel erschweren und den Verwaltungsaufwand erhöhen. „Derzeit werden die Strukturen und Prozesse im Fördermittelmanagement gezielt weiterentwickelt“, unterstreicht Bernd Maßmann, Kämmerer der Stadt Hagen. Ziel sei es, Fördermöglichkeiten künftig systematischer zu identifizieren und die vorhandenen Potenziale effizienter auszuschöpfen.
Die folgende Übersicht stellt eine Differenzierung der größten Summen der eingeworbenen Fördermittel dar: