Hitzeaktionstag: Stadt Hagen informiert ältere Menschen über Hitzeschutz
Mittwoch, 10.Juni 2026Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags am morgigen Donnerstag, 11. Juni, informiert die Stadt Hagen gezielt ältere Bürgerinnen und Bürger über die gesundheitlichen Risiken von Hitze. In diesen Tagen erhalten alle Hagenerinnen und Hagener ab 75 Jahren, die in Stadtteilen mit besonders hoher Hitzebelastung leben, ein persönliches Anschreiben mit Informationen zum Hitzeschutz sowie Hinweisen auf bestehende Unterstützungsangebote der Stadt.
Hintergrund der Aktion ist die zunehmende Belastung durch Hitzewellen infolge des Klimawandels. Besonders ältere Menschen gehören zu den betroffenen Bevölkerungsgruppen, da ihr Körper hohe Temperaturen häufig schlechter ausgleichen kann. Bereits wenige Tage mit großer Hitze können zu gesundheitlichen Problemen wie Kreislaufbeschwerden, Flüssigkeitsmangel oder Hitzschlag führen. „Hitze ist das größte klimawandelbedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Gerade ältere Menschen sollten frühzeitig wissen, wie sie sich schützen können und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt“, erklärt Dr. Anjali Scholten, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen. „Mit dem Anschreiben möchten wir die Menschen rechtzeitig vor Beginn des Sommers erreichen und für das Thema sensibilisieren.“
Hitzeschutztipps und Informationen zu städtischen Angeboten
Das Schreiben informiert unter anderem über das Hagener Hitzetelefon, eine Kooperation der Stadt Hagen, des Seniorenbeirats und der Freiwilligenzentrale Hagen. Bürgerinnen und Bürger können sich dort kostenlos registrieren lassen und werden bei amtlichen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes telefonisch informiert. Ergänzend erhalten sie praktische Tipps für heiße Tage. Dr. Scholten empfiehlt Seniorinnen und Senioren insbesondere drei einfache, aber wirksame Mittel: Zum einen sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. „Warten Sie nicht erst auf das Durstgefühl. Gerade ältere Menschen sollten regelmäßig über den Tag verteilt trinken, auch wenn sie keinen Durst verspüren“, rät Dr. Scholten. „Feste Trinkzeiten oder kleine Erinnerungshilfen können dabei unterstützen“. Zum anderen ist es ratsam, die Wohnung kühl zu halten. „Lüften Sie möglichst in den frühen Morgenstunden oder nachts und halten Sie Fenster, Vorhänge sowie Rollläden tagsüber geschlossen, damit die Hitze möglichst draußen bleibt.“ Als drittes Mittel empfiehlt Dr. Scholten, körperliche Belastungen zu vermeiden. „Verlegen Sie Einkäufe, Spaziergänge und andere Aktivitäten in die kühleren Morgenstunden oder nachts und meiden Sie die Mittagshitze möglichst zwischen 11 und 18 Uhr.“
Die Aktion ist Teil des Hagener Hitzeaktionsplans, den die Stadt Hagen derzeit gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern entwickelt. Ziel ist es, besonders betroffene Bevölkerungsgruppen wie ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen in Wohnungsnot besser vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze zu schützen und die Stadt widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu gestalten. Weitere Informationen, Angebote und Infomaterialien zum Thema Hitzeschutz sowie zur Hagener Hitzeaktionsplanung finden Interessierte auf der Internetseite www.hagen.de/hitze.