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Foto: Logo der VHS (vhs, Volkshoschule Hagen, rechts daneben bunte Punkte im Kreis angeordnet.
Auf kolonialen Spuren unterwegs sein - das geht bei einer Stadtführung der VHS, die am Samstag, 30. Mai, von 14 bis 16 Uhr stattfindet.

Koloniale Spuren in Hagen: Stadtführung der VHS durch die Innenstadt – Anmeldung bis zum 27. Mai

Montag, 18.Mai 2026

Zu einer Stadtführung auf kolonialen Spuren lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) alle Interessierten am Samstag, 30. Mai, von 14 bis 16 Uhr ein. Startpunkt der Tour ist auf dem Friedrich-Ebert-Platz vor dem Fritz-Steinhoff-Denkmal.

Da Hagen nicht am Meer liegt und somit kein Kolonialministerium hier angesiedelt war, wurden die großen Entscheidungen im internationalen Handel anderswo getroffen: nicht zwischen Ruhrgebiet und Sauerland, sondern in Zentren wie Berlin, Hamburg oder Bremen, bei denen das koloniale Thema auf der Hand liegt. Und doch zeigt gerade ein dezentrales Beispiel wie Hagen besonders deutlich, welch vielfältigen Verbindungslinien zwischen Stadtgeschichte und Kolonialgeschichte bestanden, vor allem im Zeitraum von 1850 bis 1960. Koloniales Denken und Handeln waren im Alltag fest verankert. Koloniale Vereine, Völkerschauen, unternehmerische Tätigkeit in Übersee, Auswanderung, die Entsendung von Missionaren und Kolonialbeamten, Alltagsrassismus, Straßenbenennungen und revisionistische Ansprüche verdeutlichen, dass koloniales Denken keine bloße Randnote von Stadtgeschichte ist.

Während der kostenlosen Führung wird die koloniale Vergangenheit Hagens im Stadtbild verortet. Der rund 2 Kilometer lange Rundgang ist barrierefrei und wird auf ebenem Terrain in der Hagener Innenstadt durchgeführt.

Informationen zur Anmeldung für den Kurs mit der Nummer 1309 erhalten Interessierte auf der Internetseite www.vhs-hagen.de oder beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/207-3622.