Kommunales Integrationszentrum: Qualifizierungsangebot für mehr Sprach- und Sozialkompetenz im Unterricht
Freitag, 19.Juni 2026Wie können Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereiten und gleichzeitig sprachliche sowie soziale Kompetenzen fördern? Um diese Frage ging es bei dem Qualifizierungsangebot „Kollaborative und kooperative Lernformen zur Förderung der Zukunftskompetenzen ‚Kritisches Denken, Kreativität, Kollaboration und Kommunikation‘“ des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Hagen für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte aller Schulformen im Christian-Rohlfs-Gymnasium.
Die Qualifizierung leitete Katrin Petri, Grundschullehrerin, interkulturelle Trainerin und erfahrene Referentin für Bildung und Integration. Sie zeigte auf, wie kollaborative Lernformen Schülerinnen und Schüler zu aktiven Gestalterinnen und Gestaltern ihres Lernens machen. Durch den gezielten Einsatz kooperativer Methoden, unter anderem in Sprachhandlungssituationen, verlassen sie die passive Zuhörerrolle, bringen sich mit ihren Ideen ein, übernehmen Verantwortung, unterstützen sich gegenseitig und lernen voneinander. Gleichzeitig werden die „4K“ – Kritisches Denken, Kreativität, Kollaboration und Kommunikation – als zentrale Kompetenzen des Lernens und Arbeitens im 21. Jahrhundert gestärkt. „Auf diese Weise werden die Lernenden befähigt, ihren Bildungsprozess aktiv mitzugestalten und ihre Rolle in der Gesellschaft selbstbewusst wahrzunehmen“, erläuterte Katrin Petri.
Während der Qualifizierung erprobten die Teilnehmenden verschiedene Methoden und reflektierten deren Einsatzmöglichkeiten für die eigene Unterrichtspraxis. Dabei wurde deutlich, wie sich jede Schülerin und jeder Schüler mit individuellen Ressourcen und Stärken aktiv einbringen kann. Zugleich zeigte sich, dass bereits einfache Übungen dazu beitragen, eine vertrauensvolle Gruppenatmosphäre als wesentliche Voraussetzung für gelingende Zusammenarbeit und erfolgreiches gemeinsames Lernen zu schaffen. „Als Lehrkraft muss ich wissen, wie ich den Unterricht vorbereite. Im Lernprozess gebe ich gerne Verantwortung ab. Diese kollaborativen Methoden geben mir die Sicherheit, in Unterrichtsphasen Verantwortung abzugeben“, fasste eine Teilnehmerin die Bedeutung kollaborativer Lernformen für den Unterricht zusammen. „Wenn das gelingt, ist es ein weiterer Schritt, lebenslanges Lernen zu fördern – gerade in einer Zeit, in der Schülerinnen und Schüler zunehmend weniger Verantwortung übernehmen.“
Dorothee Vogelsang, Lehrkraft im Team Bildung des KI, zog nach Abschluss der Veranstaltung ein positives Fazit: „Kollaborative Lernformen schaffen zahlreiche Kommunikationsanlässe, schaffen soziale Beziehungen und ermöglichen es Kindern und Jugendlichen, ihre individuellen Fähigkeiten einzubringen. Für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler bieten diese Lernformen die Chance, sprachliche Sicherheit zu gewinnen, aktiv am Unterricht teilzunehmen und sich als Teil der Lerngemeinschaft zu erleben. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu erfolgreicher Bildung und Chancengerechtigkeit.“
Fragen zum Qualifizierungsangebot beantwortet Dorothee Vogelsang unter Telefon 02331/207-5567 oder per E-Mail an *****@stadt-hagen.de.