Anlässlich des Internationalen Tages der Roma lädt das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen zu einem Fachtag „Gegen Vorurteile – für Chancen: Antiziganismus erkennen – Integration und Teilhabe gestalten“ am Mittwoch, 8. April, von 9.45 bis 14.45 Uhr in das Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, ein. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus EU-Zuwanderungsprojekten, Mitarbeitende der Verwaltung sowie Pädagoginnen und Pädagogen aus Hagen, aber auch weitere am Thema interessierte Personen sind eingeladen.
Antiziganismus ist eine tief verwurzelte Form der Diskriminierung und beeinträchtigt die gesellschaftliche Teilhabe von Sinti und Roma bis heute erheblich. Vorurteile, Ausgrenzung und strukturelle Benachteiligung stellen weiterhin große Herausforderungen für eine offene und demokratische Gesellschaft dar. Der Fachtag soll Raum für Information, fachlichen Austausch und Vernetzung schaffen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft werden Erscheinungsformen des Antiziganismus sowie deren Auswirkungen auf Gesellschaft, Integration und Arbeitsmarkt beleuchtet. Auf dem Programm stehen verschiedene Fachvorträge. Mustafa Jakupov ist stellvertretender Leiter der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) in Berlin und stellt Erkenntnisse aus der bundesweiten Fall- und Datenarbeit der Meldestelle vor. Über die Situation der Roma in Deutschland in der Vergangenheit und in der Gegenwart spricht Sebastijan Kurtisi, Roma-Aktivist und Sozialcoach. In einem weiteren Vortrag beleuchtet Dr. Thorsten Schlee vom Institut für Arbeit und Qualifizierung der Universität Duisburg-Essen die Arbeitsmarktlage europäischer Bürgerinnen und Bürger im Ruhrgebiet.
Die Teilnahme am Fachtag ist kostenlos. Eine Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnahmezahl bis Mittwoch, 25. März, per E-Mail an michaela.biertuempel-schmitz@stadt-hagen.de möglich. Die Vergabe der Plätze erfolgt nach der Reihenfolge der Anmeldungen.