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Foto: Eine Nahaufnahme, wie eine Person mit Kittel und Handschuhen ein Wattstäbchen in ein Röhrchen führt.
In Hagen steigt aktuell die Zahl positiver Coronatests.

Steigende Coronazahlen: Gesundheitsamt empfiehlt Auffrischungsimpfung und gibt Verhaltenstipps

Freitag, 12.September 2025

Die Zahl der COVID-19-Meldungen in Hagen steigt seit einigen Wochen wieder an. Vor diesem Hintergrund folgt das Gesundheitsamt der Stadt Hagen der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für eine jährliche Auffrischungsimpfung im Herbst für bestimmte Risikogruppen und gibt zudem Hinweise, wie Personen sich und andere mit dem richtigen Verhalten schützen können.

Zu den Risikogruppen zählen Personen ab 60 Jahren, Bewohnende in Einrichtungen der Pflege, Personen über sechs Monaten mit einer Grunderkrankung, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf einhergeht, Personen jeden Alters, die medizinisch oder pflegerisch tätig sind sowie Familienangehörige und Kontaktpersonen über sechs Monaten von Personen, bei denen mit einer unzureichenden Immunantwort nach der Impfung zu rechnen ist. Für eine Impfung können sich Personen der Risikogruppen an ihre hausärztliche Praxis wenden. Darüber hinaus weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass eine Impfung gegen Influenza derzeit noch nicht erfolgen sollte, da deren Schutzwirkung zeitlich begrenzt ist. Nach den Erfahrungen der Vorjahre ist mit den ersten Fällen im November oder Dezember zu rechnen, der Höhepunkt der Grippewelle wird im Februar erwartet.

SARS-CoV-2-Viren entwickeln sich stetig weiter, sodass neue Varianten entstehen. Unter den neuen Varianten hat sich das Symptombild kaum verändert und kann immer noch sehr unterschiedlich sein. Zu den Symptomen zählen beispielsweise ein allgemeines Krankheitsgefühl wie Abgeschlagenheit oder Appetitlosigkeit, Husten, Schnupfen, Fieber, aber auch Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Schnelltests sind dabei ein bewährtes Mittel, um die Symptomatik schnell einordnen zu können. Zu Beginn einer Infektion sind die Tests noch negativ, da eine bestimmte Menge an Viruslast benötigt wird. Eventuell sollte eine Testung am Folgetag wiederholt werden. Ebenso zeigen Schnelltests an, wann das Ansteckungsrisiko wieder deutlich reduziert ist.

Wie bisher ist COVID-19 bei einem Verdacht, einer Erkrankung sowie beim Tod meldepflichtig. Diese Meldungen gehen aus ärztlichen Praxen sowie aus Krankenhäusern ein, daneben geht das Gesundheitsamt von einer hohen Dunkelziffer aus. Die Hagener Meldezahlen entsprechen in etwa dem Abwassermonitoring des Bundesgesundheitsministeriums, das unter https://infektionsradar.gesund.bund.de/de/covid/abwasser veröffentlicht wird.

Wie kann ich mich und andere schützen?

Wer Kontakt zu symptomatischen Personen hat, sollte zu seinem eigenen Schutz eine FFP2-Maske tragen. Risikopatientinnen und Risikopatienten können sich damit in Situationen mit unvermeidbarem Kontakt, beispielsweise beim Einkaufen oder bei der Nutzung des ÖPNV, sicher schützen. Wer selbst Symptome zeigt, den Kontakt zu anderen Menschen aber nicht vermeiden kann, sollte zum Schutz der Mitmenschen einen Mundnasenschutz tragen, die Husten- und Niesetikette einhalten und auf eine gute Händehygiene achten. Ebenso ist es ratsam, bei bekanntem Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person in anderen Kontaktsituationen für sieben bis zehn Tage einen Mundnasenschutz zu tragen.

Personen, die Erkältungssymptome zeigen, wird geraten, Abstand zu Risikopatientinnen und Risikopatienten zu halten. Auf Besuche in Krankenhäusern, Einrichtungen der Altenpflege oder Eingliederungshilfe sollte generell verzichtet werden. Beim Besuch einer ärztlichen Praxis sollten Betroffene ein positives Testergebnis vorab telefonisch vermitteln, einen Mundnasenschutz tragen und auf eine gute Händehygiene achten. Gleiche Schutzmaßnahmen sind auch für Kontaktpersonen mindestens im Umgang mit Risikogruppen ratsam. Weitere Tipps zum richtigen Verhalten finden Interessierte auf der Internetseite www.infektionsschutz.de/coronavirus.