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Foto: Die onem aufgeführten Personen stehen aufgereiht neben- und hintereinander, im Hintergrund ist eien Prääsentation zu sehen. Neben ihnen stehen Roll-Up-Banner.
Freuen sich über die gelungene Strategiewerkstatt „Integration internationaler Arbeitskräfte in Betriebe“: (v.l.) Johanna Muhl, Andreas Schroller, Prof. Dr. Stefan Stürmer, Bürgermeisterin Karin Köppen, Büsra Öztürk, Savas Beltir und Dr. Thomas Mittmann

Strategiewerkstatt zeigt Wege zur Integration internationaler Arbeitskräfte auf

Freitag, 26.Juni 2026

„Integration internationaler Arbeitskräfte in Betriebe: Strategien, gute Praxis, Unterstützungsstrukturen“: Unter diesem Titel fand am vergangenen Mittwoch, 24. Juni, eine Strategiewerkstatt des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Hagen und der agentur mark GmbH in der FernUniversität Hagen statt. Die Veranstaltung richtete sich an Personalverantwortliche, Geschäftsführungen, Ausbildungsleitungen, Führungskräfte sowie Fachleute aus Projekten der Arbeitsmarktintegration. Ziel war es, Unternehmen praxisnahe Informationen, erfolgreiche Beispiele und konkrete Unterstützungsangebote aufzuzeigen.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Stefan Stürmer, Rektor der FernUniversität Hagen, und den Grußworten von Bürgermeisterin Karin Köppen sowie Savas Beltir, Referent des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI), wurde die zentrale Bedeutung der Gewinnung und Integration internationaler Fach- und Arbeitskräfte hervorgehoben. Prof. Dr. Stürmer, Köppen und Beltir verwiesen angesichts der demografischen Entwicklung und des daraus resultierenden Arbeits- und Fachkräftemangels auch in Hagen auf die entscheidende Rolle der Zuwanderung und erfolgreichen Integration qualifizierter Fach- und Arbeitskräfte aus dem Ausland. Anschließend erhielten die mehr als 50 Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit der Arbeitgeberschmiede Südwestfalen und der NRW Fachkräfte Agentur International (FAI). Dabei wurde gezeigt, wie sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber positionieren können und welche Strategien sich hierbei bewährt haben.

Netzwerkstrukturen helfen zugewanderten Menschen

Ein zentraler Programmpunkt der Strategiewerkstatt war die Vorstellung des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM). Dr. Thomas Mittmann, Leiter des KIM der Stadt Hagen, erläuterte, wie seit der Einführung des Landesprogramms im Jahr 2020 tragfähige Netzwerk- und Unterstützungsstrukturen entstanden sind, die heute eine wichtige Grundlage für die Arbeitsmarktintegration zugewanderter Menschen bilden. Dabei hob er insbesondere die Beteiligung der Stadt Hagen an der Landesinitiative „NRW.integrativ“ hervor. Über das KIM-Case-Management werden Zugewanderte gemeinsam mit den bestehenden Netzwerkstrukturen sowie mit Unterstützung des Landes und weiterer Akteurinnen und Akteure beim Zugang zum Arbeitsmarkt begleitet. Hierfür arbeitet das KIM eng mit dem Jobcenter, der Bundesagentur für Arbeit sowie der Ausländer- und Einbürgerungsbehörde der Stadt Hagen zusammen.

Vor diesem Hintergrund stellte Dr. Mittmann die Unterstützungsangebote des KIM für Unternehmen und arbeitsmarktorientierte Zugewanderte vor. Diese reichen von der Vermittlung und Begleitung in Beschäftigung über die Unterstützung beim Onboarding bis hin zur Koordination der Zusammenarbeit mit Behörden und tragen so zur Entlastung der Betriebe bei. Darüber hinaus begleitet das KIM Zugewanderte lebensweltorientiert vor, während und nach dem Stellenantritt, unterstützt die betriebliche Integration und vermittelt bei Bedarf Schulungen, beispielsweise zur interkulturellen Zusammenarbeit oder zu arbeits- und aufenthaltsrechtlichen Fragestellungen. Abschließend betonte Dr. Mittmann, dass es nun darauf ankomme, Unternehmen noch stärker in die bestehenden Netzwerkstrukturen einzubinden, um gemeinsam noch effektiver an den Zielen der Arbeitsmarktintegration zugewanderter Menschen zu arbeiten.

Vielfältige Unterstützungsangebote in Hagen und der Region

Im weiteren Verlauf präsentierten die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter ihre Beratungs- und Förderangebote für Arbeitgeber. Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über Unterstützungsleistungen und deren Einsatzmöglichkeiten in der betrieblichen Praxis. Zum Thema berufsbezogene Sprache informierte der Bildungskreis Handwerk e.V. und verdeutlichte die zentrale Bedeutung einer gezielten Sprachförderung für die erfolgreiche Integration und langfristige Beschäftigung zugewanderter Arbeitskräfte.

Auf besonderes Interesse stieß das Podiumsgespräch zum Thema „Gute Praxis bei der Anwerbung und Integration in Betriebe“. Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen berichteten aus erster Hand über ihre Erfahrungen bei der Beschäftigung zugewanderter und geflüchteter Arbeitskräfte sowie über die Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland. Dabei wurde deutlich, dass die Beratungslandschaft vielfältige Unterstützungsangebote bereithält, Unternehmen jedoch häufig die personellen und zeitliche Ressourcen fehlen, um sich umfassend mit den bestehenden Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Im Anschluss nutzten zahlreiche Teilnehmende die Gelegenheit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung.

Die Veranstalter ziehen ein positives Fazit der Strategiewerkstatt. Die hohe Resonanz und das große Interesse der Teilnehmenden unterstreichen die Bedeutung des Themas. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass die erfolgreiche Integration internationaler Arbeitskräfte eine Gemeinschaftaufgabe ist, die durch die enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Beratungsstellen und öffentlichen Institutionen wirkungsvoll unterstützt werden kann.