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Foto: Luftaufnahme des Kreuzungsbereichs.
An der Kreuzung Bahnhofshinterfahrung gibt es aufgrund einer hohen Unfallzahl neuerdings eine Ampel für Linksabbieger.

Unfälle an der Kreuzung Bahnhofshinterfahrung: Stadt Hagen installiert Ampel für Linksabbieger

Freitag, 10.Juli 2026

Zwischen vier und zehn Unfällen pro Kalenderjahr – das ist die Bilanz der Unfallhäufungsstelle an der Kreuzung Bahnhofshinterfahrung/Kuhlestraße/Wehringhauser Straße seit Januar 2022, bei der es sich nahezu ausschließlich um Linksabbiegeunfälle handelt. Da bisherige Maßnahmen zu keiner dauerhaften Verbesserung der Situation geführt haben, hat die Stadt Hagen am vergangenen Freitag, 3. Juli, einen separat signalisierten Linksabbieger installiert.

Bisherige Maßnahmen ohne erhofften Erfolg

Die Abbiegeunfälle im Kreuzungsbereich betreffen die Linksabbieger, die aus Eckesey über die Bahnhofshinterfahrung kommend nach links in die Wehringhauser Straße einbiegen. Bislang hatte der Gegenverkehr Vorfahrt vor den abbiegenden Fahrzeugen – eine übliche Signalisierung an vielen Kreuzungen, nicht nur im Hagener Stadtgebiet. Um weitere Unfälle zu vermeiden, hat die Unfallkommission bereits verschiedene Mittel umgesetzt. Als erster Schritt wurden vor drei Jahren die Signalprogramme der Ampelanlage umgestellt und sogenannte Nachlaufzeiten eingerichtet beziehungsweise verlängert. Bei Nachlaufzeiten handelt es sich um festgelegte Zeitspannen innerhalb der Signalsteuerung, damit Fahrzeuge den Kreuzungsbereich vollständig verlassen können, bevor die kreuzende Fahrtrichtung Grün erhält und fahren darf. Die Anpassungen führten zunächst zu einer Entspannung der Situation, jedoch zu keiner dauerhaften Lösung. 2024 wurde eine Wartelinie innerhalb der Kreuzung aufgetragen, um den Linksabbiegern auch optisch die Beachtung des Gegenverkehrs aufzuzeigen.

Mit der Durchführung von Geschwindigkeitsmessungen im vergangenen Jahr verfolgte die Stadt Hagen das Ziel zu klären, ob erhöhte Geschwindigkeiten zu den Unfällen führen. Die Messungen ergaben, dass ein Großteil der Verkehrsteilnehmenden 54 bis 59 Kilometer pro Stunde bei erlaubten 50 Kilometern pro Stunde fährt. Nach Abzug der Toleranz von 3 Kilometern pro Stunde handelt es sich allerdings noch um einen Bereich, der im nicht deutlich überhöhten Geschwindigkeitsniveau liegt. Anschließend installierte die Stadt Hagen in beiden Fahrtrichtungen Verkehrszeichen, die auf die Unfallhäufungsstelle hinwiesen und die Verkehrsteilnehmenden sensibilisieren sollten. Auch hier zeigte sich erstmals eine Verbesserung, die jedoch wieder zurückging.

Eigene Linksabbieger-Ampel ist unumgänglich

Da vorherige Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg brachten, hat die Unfallkommission Mitte 2025 einen separat signalisierten Linksabbieger als alternativlos beschlossen. Nach einem entsprechenden Auftrag und der Bereitstellung finanzieller Mittel folgten ab Herbst 2025 die Planung und Beschaffung sowie Bauphase und technische Einrichtung des neuen Signalgebers bis zur Aktivierung in der vergangenen Woche. Im letzten Schritt werden die Verkehrszeichen und die Wartelinie entfernt.

Die Stadt Hagen weist darauf hin, dass sich die Signalisierung noch in der Testphase befindet. Es kann aktuell vorkommen, dass die Rotphasen und somit die Wartezeiten länger andauern. Die Stadt Hagen bittet um Verständnis.