Lesung Ingeborg Bachmann
Sonstiges - Mitte
"Lass uns die Worte finden"
Ingeborg Bachmann (1926-1973) zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Ein inniger Briefwechsel verband Bachmann nicht nur mit Max Frisch, sondern insbesondere mit Paul Celan (1920-1970). Ihre komplizierte Liebesbeziehung bestand dabei aus der Verflechtung sehnsüchtigen Lebens mit der Schwerlast der Weltgeschichte: Er, der staatenlose Jude aus der Bukowina, dessen Eltern im Arbeitslager starben, und sie, die Tochter eines österreichischen Nationalsozialisten. Ihrer beider beständige Versuch des Sich-Entliebens ist auch die Geschichte eines geschundenen Europas, in dessen Trümmern des Zweiten Weltkriegs sich Zärtlichkeit und Vertrauen nur langsam wieder Bahn brach. Katharina Baarmann-Müller und Rudolf Damm lesen Texte und Briefe Bachmanns, die der Hagener Liedermacher Björn Nonnweiler musikalisch miteinander verbindet.
In Kooperation mit der VHS Hagen.