„Hagen-Pakt“: Stadt kauft erste Problemimmobilien am Hauptbahnhof
Donnerstag, 16.Juli 2026„Nur zwei Monate nach der Unterzeichnung des ‚Hagen-Paktes 2026 bis 2035‘ packen wir jetzt den Hagener Wohnungsmarkt an und geben mit dem Kauf der baufälligen Gebäude Eckeseyer Straße 1 und 1a den Startschuss für die Beseitigung von Problemimmobilien und damit verbunden die Aufwertung von Wohnquartieren im Stadtgebiet“, freut sich Oberbürgermeister Dennis Rehbein. Die Immobilien werden zum Verkehrswert durch die Hagener Erschließungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (HEG) erworben. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, die Modernisierungsfähigkeit herzustellen und einen geeigneten Investor zu finden.
„Mit dem Hagen-Pakt haben wir ein gemeinsames Vorgehen vereinbart, um gegen die Missstände durch Problemimmobilien entschlossen anzugehen und neue Perspektiven für die Stadt Hagen zu schaffen. Der erste Ankauf einer Problemimmobilie bereits nach zwei Monaten nach der Unterzeichnung ist ein wichtiges Signal: Wenn Land und Kommune gemeinsam handeln, können wir schnell und wirksam etwas bewegen. Unser Ziel ist es, aus Problemimmobilien wieder Orte mit Zukunft für die Menschen vor Ort zu machen“, sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Bei den Gebäuden Eckeseyer Straße 1 und 1a handelt es sich um einen seit dem Hochwasser 2021 bestehenden kompletten Leerstand. Die Schäden, die durch die damaligen Wassermassen entstanden sind, wurden nicht behoben, sodass der Zustand beider Objekte desolat ist. Neben einer größeren Schimmelpilzbelastung und Vermüllung sind in Teilbereichen die Decken eingestürzt. Die Holzbalken als Tragwerk der Decken sind teilweise augenscheinlich stark angegriffen. Zuletzt sind darüber hinaus Schäden durch Vandalismus entstanden.
Die Immobilien bestehen insgesamt aus zwölf Wohn- und zwei Gewerbeeinheiten. Es handelt sich um einen Wiederaufbau um 1955. Geplant ist, die rückwärtige Hinterhofbebauung am Volmeufer zurückzubauen, um den Uferbereich erlebbar zu gestalten.