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Foto: Historische Aufnahme des Hagener Hauptbahnhofs.
Der Hagener Hauptbahnhof gehört zu den historischen Wahrzeichen der Stadt.

Tag des offenen Denkmals 2026 in Hagen

Dienstag, 01.September 2026

„Netzwerke: Denkmale & Infrastruktur“: Unter diesem Motto findet am Sonntag, 13. September, bundesweit der Tag des offenen Denkmals der Deutschen Stiftung Denkmalschutz statt. In Hagen werden an diesem Tag wieder besondere Orte zugänglich gemacht, unter anderem das Haus Harkorten und die alte Schraubenfabrik Funcke & Hueck in der Plessenstraße.

Hauptbahnhof Hagen

Der Hagener Hauptbahnhof am Berliner Platz wurde 1910 im neubarocken Stil errichtet und ersetzte ältere Bahnhofsgebäude. Das repräsentative Backsteingebäude mit Sandstein- und Putzfassaden besitzt einen markanten Uhrturm, eine historische Schalterhalle mit rekonstruierter Tonnendecke sowie ein bedeutendes Farbglasfenster von Johan Thorn Prikker aus dem Jahr 1911. Auch eine historische Wanduhr und Teile des ehemaligen „Bali“-Kinos aus der Nachkriegszeit sind erhalten, welches als Fundbüro sowie Auktionsraum der Deutschen Bahn genutzt werden soll. Die 45-minütigen Führungen werden von 10 bis 15 Uhr angeboten. Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung bis Freitag, 11. September, unter Telefon 02331/207-3026 oder per Direktkontakt möglich.

Führungen durch das Haus Harkorten

Das 1757 von der bedeutenden Industriellen- und Kaufmannsfamilie Harkort errichtete Haus Harkorten, Haus Harkorten 1, ist ein aus architektur-, wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Hinsicht herausragendes Wahrzeichen im Hagener Stadtteil Haspe. Derzeit wird es vom „Verein zur Förderung des Erhalts und der Entwicklung von Haus Harkorten e.V.“ und mit Unterstützung durch verschiedene Fördergeber restauriert. Der Verein lädt am Tag des offenen Denkmals ab 14 Uhr zu Kaffee und Kuchen ein. Darüber hinaus haben Interessierte die Möglichkeit, an drei etwa einstündigen Führungen inklusive einer Besichtigung des Erdgeschosses des Gebäudes teilzunehmen. Die Führungen beginnen jeweils um 14, 15 und 16 Uhr und werden von Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff geleitet. Da die Besichtigungen nur mit kleinen Gruppen möglich sind, ist eine Anmeldung zu den Führungen bis Sonntag, 6. September, unter presse@haus-harkorten.de unbedingt erforderlich.

Besichtigung der Harkortschen Fabrik

Die von Johann Caspar Harkort gegründete Fabrikanlage – in unmittelbarer Nähe zum Haus Harkorten – zeugt als eine von wenigen erhaltenen Anlagen aus dieser Zeit von der Entwicklung der gewerblichen Eisenverarbeitung hin zur industriellen Produktion. Mit dem hohen Schornstein und der imposanten Backsteinfassade fällt das Gebäude bei der Fahrt aus Haspe Richtung A1 sofort ins Auge. Das Baudenkmal beherbergt heute die Tischlerei Vormann, am Tag des offenen Denkmals empfangen die Mitarbeitenden der Tischlerei von 10 bis 13 Uhr alle interessierten Hagenerinnen und Hagener in der Grundschötteler Straße 6.

Ausblick vom Bismarckturm

Als Ausgangspunkt für den Drei-Türme Wanderweg auf den Hagener Höhen thront der Bismarckturm, Kanzlerweg 1, als einer von insgesamt vier Aussichtstürmen im Stadtgebiet über der Innenstadt. Er wurde 1900/1901 von Wilhelm Kreis entworfen und vom damaligen Stadtbaumeister Lamprecht umgesetzt. Der Förderverein Bismarckturm Hagen e.V. mit dem ersten Vorsitzenden Detlev Kura öffnet den Turm am Tag des offenen Denkmals in der Zeit von 13 bis 17 Uhr. Wenn das Wetter es anbietet und die Nachfrage entsprechend groß ist, kann der Turm an diesem Tag auch länger geöffnet bleiben. Im Kiosk daneben befinden sich Toiletten, zudem werden Getränke und Snacks angeboten. Mit dem Navigationsgerät erfolgt die Anfahrt über die Christian-Rohlfs-Straße. Die Zahl der Parkplätze auf dem Wanderparkplatz in der Nähe des Bismarckturms ist begrenzt. Alternativ können Besucherinnen und Besucher auf dem Parkplatz des Restaurants Kaisergarten parken. Hierfür sind Fünf-Stunden-Parktickets über die Internetseite des Drei-Türme-Weges der HAGEN.WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG unter https://3tuermeweg.de/die-tuerme/3-tuerme erhältlich.

Umbau der ehemaligen Schraubenfabrik Funcke & Hueck

Die Fabrikgebäude von Funcke & Hueck in der Plessenstraße 20 wurden von 1908 bis 1910 nach Plänen von Theodor Springmann errichtet und dienten bis in die 1990er Jahre der Produktion von Schrauben und Gesenkschmiedeteilen. Nach einem jahrzehntelangen Leerstand wurden die Gebäude von 2022 bis 2025 zu einer Pflegeschule sowie zu einem Hotel umgebaut. Der Komplex besteht aus zwei Fabrikhallen mit einer aufwendig gestalteten historischen Backsteinfassade, modernen Stahlkonstruktionen im Inneren und einem zweigeschossigen Brückenbauwerk über die Ennepe, das einst dem Werksverkehr diente. Erhalten sind zudem Teile der ursprünglichen technischen Ausstattung und Konstruktion. Das Gebäude ist ein bedeutendes Zeugnis des Industriebaus vor dem Ersten Weltkrieg und zugleich das letzte erhaltene bauliche Zeugnis der für Hagen wichtigen Firma Funcke & Hueck. Die noch laufenden Umbauarbeiten und die bereits fertiggestellten Bereiche können im Rahmen von stündlichen Führungen zwischen 11 bis 16 Uhr besucht werden.

Führungen durch den Rathauspavillon

Der Rathauspavillon in Hohenlimburg wurde 1963 von Herbert Krafft im Auftrag der Stadt errichtet. Das eingeschossige, tropfenförmige Gebäude zeichnet sich durch eine Mosaikfliesenfassade, ein umlaufendes Schaufensterband, Messingrahmen und ein weit vorkragendes Flachdach aus. Im Inneren befinden sich drei Verkaufsräume sowie öffentliche Toiletten im Keller. Das Café sowie die Toiletten sind am Tag des offenen Denkmals geöffnet.

Der Pavillon gilt als gutes Beispiel für die rundliche, leicht wirkende Architektur der 1950er und 1960er Jahren und war Teil der damaligen Neugestaltung des Rathausumfeldes. Zur Erläuterung der 1950er Jahre-Architektur in der Hohenlimburger Innenstadt und im Umfeld des Hohenlimburger Rathauses bietet die Quartiersarchitektin Andrea Moises von 14 bis 17 Uhr Führungen an. Start der Führungen ist am Rathauspavillon, Freiheitstraße 6a. Zusätzlich können sich Interessierte im gegenüberliegenden Quartiersbüro, Freiheitstraße 6, über das InSEK Hohenlimburg informieren.

Ausstellung im Verkehrspavillon

Der Pavillon für das Union-Reisebüro wurde 1954 nach Plänen von Herbert Böhme in der Elberfelder Straße 42 errichtet und 1991 renoviert. Der längliche Bau mit abgerundeten Enden besitzt eine charakteristische Verglasung mit goldeloxierten Stahlprofilen, schwarze Glasfliesen und ein weit vorkragendes Flachdach auf dünnen Stahlstützen. Mit seinen dynamischen Formen ist der Pavillon ein typisches Beispiel der Architektur der 1950er Jahre sowie Teil der Bebauung des 1955 angelegten Volksparks und ein wichtiges Identifikationsmerkmal für Hagen. Am Veranstaltungstag ist der Pavillon von 11 bis 16 Uhr geöffnet und hält eine Bilderausstellung mit historischen Fotoaufnahmen des Pavillons sowie der direkten Umgebung der Hagener Innenstadt bereit.

Führungen an der Blätterhöhle ausgebucht

Die Blätterhöhle in Hagen-Holthausen ist ebenfalls Teil des Programms zum Tag des offenen Denkmals, die beiden angebotenen Führungen sind jedoch bereits ausgebucht.

Das gesamte Programm zum Tag des offenen Denkmals in Hagen sowie zu den bundesweiten Austragungsorten finden Interessierte unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm .