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Ernst Meister Matinee

Ernst Meister und der Süden


Die Ernst Meister Matinee am 9. Mai 2021 konnte aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Die Lesung mit musikalischen Beiträgen wurden gefilmt und steht nun als Filme zur Verfügung:


Teil 1 auf youtube

Teil 2 auf youtube



Informationen bei "Literaturland Westfalen":

Link

Informationen der "Neuen Ernst-Meister-Gesellschaft":

https://neue-ernst-meister.de/




Verleihung des Ernst Meister-Preises für Lyrik 2021 an Anja Utler


19. März 2021 – Der Ernst Meister-Preis wurde 1981 zur Erinnerung an den Hagener Lyriker und Schriftsteller Ernst Meister gestiftet und wurde bisher in unregelmäßigen Abständen vergeben. Ab 2021 wird der Preis alle drei Jahre von der Neuen Ernst Meister-Gesellschaft für die Stadt Hagen ausgerichtet.


Ernst Meister, der 1911 im heute zu Hagen gehörenden Stadtteil Haspe geboren wurde, und 1979 in Hagen starb, blieb der westfälischen Großstadt zeit seines Lebens verbunden. Hier lebte und arbeitete er zurückgezogen. Selbst mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen dekoriert, gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Dichter des 20. Jahrhunderts.


Der mit 5.000 Euro dotierte Preis zeichnet das Werk von Autorinnen und Autoren aus, welche die Verantwortung für Sprache und Poesie auf besondere Weise zum Ausdruck bringen.


Der für die Preisverleihung zuständigen Jury gehörten an:

· Prof. Dr. Michael Niehaus, FernUniversität in Hagen

· Prof. Dr. Armin Schäfer, Ruhr-Universität Bochum

· Dr. Cornelia Epping-Jäger, Ruhr-Universität Bochum

· Frank Schablewski, Dichter und Autor aus Aachen

· Thomas Bleicher, M.A., Sprach- und Literaturwissenschaftler, Journalist.


Zur Begründung führt die Jury aus: „Das literarische Werk Anja Utlers, der 1973 im bayerischen Schwandorf geborenen und heute in Leipzig lebenden, vielfach ausgezeichneten Dichterin, Essayistin und Übersetzerin, ist durch eine große, von der theoretischen zur ästhetischen und poetischen Produktivität reichenden Spannbreite charakterisiert. Bereits ihr Lyrikband „münden – entzüngeln“ (2004) zeigt, dass Poesie für Anja Utler immer angesiedelt ist zwischen Schrift und Klang. Lyrik wird als Klangereignis erfahrbar gemacht, als eine Kraft, die das Denken und Fühlen von Autorin und Publikum poetisch ineinander verwebt. So wirkt sie in die Welt hinein. Nicht zuletzt deswegen liegen Ihre Gedichte nicht nur gedruckt, sondern auch als kunstvolle Audiotakes vor, nicht zuletzt deswegen liest sie ihre Dichtung nicht vor, sondern führt sie auf.


Die Lyrik Anja Utlers steht zudem für eine ästhetisch gelungene Vermittlung von Poesie und Politik: „jana, vermacht“ (2009) etwa thematisiert das Schweigen der Nachkriegsgeneration indem das Verschwiegene im Dialog zwischen Großmutter und Enkelin im Verschluckten und Fragmentarischen des Sprechens sinnfällig gemacht wird; „kommen sehen“ (2020) verlagert die Frage der Überlieferung zwischen den Generationen in die lückendurchzogene, jede durchgängige Narration ad absurdum führende lyrische Analyse einer Welt nach der Klimakatastrophe.


Anja Utler, deren Arbeiten bislang in zwanzig Sprachen übersetzt wurden, ist zudem als brillante Übersetzerin (Anne Carson, Mila Haugová) Essayistin („Von den Knochen der Sanftheit. Behauptungen, Reden, Quergänge“, 2016) Prosaschreiberin („ausgeübt. Eine Kurskorrektur“, 2011) und wissenschaftliche Autorin („‘manchmal sehr mitreißend‘. Über die poetische Erfahrung gesprochener Gedichte“, 2016) hervorgetreten.“




Geschichte des „Ernst-Meister-Preises“


Der Ernst Meister-Preis wurde 1981 zur Erinnerung an den Hagener Lyriker und Schriftsteller Ernst Meister ins Leben gerufen. Meister, der 1911 im heute zu Hagen gehörenden Stadtteil Haspe geboren wurde, und 1979 in Hagen starb, blieb der westfälischen Großstadt zeit seines Lebens verbunden. Hier lebte und arbeitete er zurückgezogen. Selbst mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen dekoriert, gilt er als einer der bedeutendsten deutschen Dichter des 20. Jahrhunderts.


Preisträger:

• 1981 Christoph Meckel

• 1986 Oskar Pastior

• 1990 Paul Wühr

• 1994 Michael Krüger

• 2001 Brigitte Oleschinski (Hauptpreis, HP), Jochen Winter (HP), Jürgen Wiersch (Allgemeiner Förderpreis, AF), Helwig Brunner (AF), Sabine Scho (AF)

• 2003 Lutz Seiler (HP), Ulf Stolterfoht (Westfälischer Förderpreis, WF), Hendrik Rost (AF)

• 2005 Jan Wagner (HP), Nicolai Kobus (WF), Andreas Münzner (AF)

• 2008 Monika Rinck (HP), Ulrike Almut Sandig (AF), Mirko Bonné (WF)

• 2011 Marion Poschmann (HP), Jan Skudlarek (WF), Daniela Seel (AF)

• 2018 Barbara Köhler



Standort & Erreichbarkeit

Kulturbüro Hagen
Museumsplatz 3
58095 Hagen