Liebe Eltern,

mit der Aufnahme in die Tageseinrichtung Am Bügel beginnt für Sie und Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt. Damit „aller Anfang“ nicht so schwer wird, möchten wir Ihnen mit dieser Elterninformation erste pädagogische und organisatorische Fragen beantworten und Ihnen die Ziele unserer Arbeit erläutern. Mit weiteren Fragen oder zu einem persönlichen Gespräch können Sie sich jederzeit persönlich an uns wenden.



Lage

  • Abseits der Pappelstraße, unterhalb des Sportstadions und der Gesamtschule befindet sich die städt. Kindertageseinrichtung Boele Am Bügel 20.
  • Im Jahre 1990 / 1991 wurde die ehemalige Hauptschule Boele renoviert und kindgerecht zu einer 3-gruppigen Einrichtung umgebaut.
  • 1996 wurde auf Grund der großen Nachfrage nach Kindertagesplätzen eine weitere Gruppe angebaut.
  • Unsere Einrichtung besteht aus zwei Gebäuden. Ein Gebäude mit drei Kindergruppen und ein Gebäude mit einer Gruppe rahmen unseren Außenspielbereich ein.
  • Kinder aus der unmittelbaren Umgebung von Boele und Helfe sowie den angrenzenden Stadtteilen Garenfeld und Bathey besuchen unsere Einrichtung.


Räumlichkeiten

Zur Betreuung der Kinder stehen in unseren Gebäuden folgende Räume zur Verfügung:

  • vier unterschiedlich große Gruppenräume mit angrenzendem Nebenraum, Garderoben, sowie Waschräume mit Toiletten
  • ein langgestreckter Flur mit verschiedenen Spielbereichen für alle Kinder
  • ein Bewegungsraum / Turnhalle
  • außerdem stehen für weitere Aktivitäten mit Kleingruppen die Küche und der Personalraum (außerhalb der Pausen) zur Verfügung

Unser Kindergartenaußengelände teilt sich in zwei Bereiche auf:

  1. den oberen Bereich mit:
    • zwei große Sandkästen
    • verschieden angeordneten Spielhäusern auf unterschiedlichen Ebenen
    • eine Rutsche
    • ein Kletternetz zwischen den Spielhäusern
    • ein Spielholzschiff
  2. den unteren Bereich mit:
    • ein neues Spielgerät mit Schwalbennest zum Schaukeln
    • einen Kletterturm
    • eine große Wiese mit Anhöhe zum Toben
    • viel Platz zum Fahren mit den Fahrzeugen

Außerdem befindet sich in unmittelbarer Nähe der Einrichtung ein Sportplatz und ein Park mit einem Eisenbahnspielplatz.


Der Tagesablauf in unserer Einrichtung

Ein Tagesablauf mit wiederkehrenden Regeln ist für Kinder sehr wichtig. Die einzelnen Phasen sind variabel, abhängig von aktuellen Situationen:

  • Der Kindergarten öffnet für unsere Kinder die 45 Stunden betreut werden um 07:00 Uhr.
  • Die Kollegen, die im Frühdienst arbeiten, betreuen die Kinder in der Eisenbahn- und der Ballongruppe.
  • Die Kinder entscheiden in welche Gruppe sie gehen möchten, ob sie mit uns etwas spielen möchten, Bücher betrachten wollen oder einfach noch etwas Ruhe brauchen.
  • Für die Kinder mit anderen Betreuungszeiten öffnet die Einrichtung um 07:30 Uhr.
  • Ab ca. 08:00 Uhr sind alle Gruppen geöffnet und die Kinder entscheiden, ob sie in ihre Gruppe gehen oder sich für einen anderen Spielbereich entscheiden.

Nun beginnt die Zeit der Freispielphase mit darin eingebundenen gezielten Angeboten. Das Freispiel ist Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit und nimmt den größten Zeitraum des Tages ein. In dieser Zeit finden ebenfalls unter Anleitung der Kolleginnen Angebote und Projekte statt, die sich sowohl an aktuellen Themen als auch an beobachteten Bedürfnissen und Interessen der Kinder orientieren.


  • Innerhalb des Freispiels findet das gleitende Frühstück statt.
  • Bis 11:00 Uhr kann jedes Kind entscheiden, wann und mit wem es frühstücken möchte. Bitte geben Sie ein abwechslungsreiches und gesundes Frühstück mit. Einmal im Monat findet in den Gruppen ein gemeinsames Frühstück statt. Zwei Sorten Tee stehen täglich bereit.
  • Den Stuhlkreis bieten wir als gemeinsames Gruppenerleben an, in dem Geschichten gehört, Lieder gesungen, Erlebnisse und Erfahrungen erzählt, Geburtstage gefeiert werden und man viel Spaß hat.
  • Von 12:15 Uhr bis 12:30 Uhr können die Kinder von ihren Eltern aus der Gruppe oder vom Spielplatz abgeholt werden.


Für unsere Kinder wünschen wir uns eine entspannte und ungestörte Mittagszeit, daher bitten wir Sie, Ihre Kinder in dem Zeitraum von 12:30 Uhr bis13:30 Uhr nicht abzuholen.


  • Ab 12:30 Uhr gehen die Block– und Übermittagskinder zum Essen in ihre Gruppen.
  • Gemeinsam mit den Kindern werden die Tische gedeckt, eine Tischdekoration schafft hier eine gemütliche Atmosphäre. Nun können die Kinder ihre gesunde Mittagsmahlzeit, die sie mitgebracht haben, einnehmen. Nach dem Essen putzen die Kinder regelmäßig ihre Zähne.
  • Für die verbleibende Zeit können die Kinder an den Angeboten aus dem Vormittagsbereich teilnehmen, Geschichten vorlesen oder sich zu einer Ruhepause zurückziehen.
  • Um 16.00 Uhr endet die Betreuungszeit für die Kinder in der 45-Stunden-Betreuung, für die Kinder in der 25-Stunden-Betreuung endet die Betreuungszeit dagegen schon um 13.45 Uhr.
  • Ab 14.00 Uhr beginnt die Nachmittagsbetreuung für die Kindergartenkinder und die Übermittagskinder.
  • Gemeinsam können begonnene Tätigkeiten in der Gruppe weitergeführt werden oder die Kinder nehmen an den vielfältigen angebotenen Aktionen im Nachmittagsbereich teil.
  • Um 16.00 Uhr endet für alle Kinder die Betreuungszeit.

Die Ziele unserer pädagogischen Arbeit

Neben dem Elternhaus ist die Kindertageseinrichtung eine weitere Stufe in unserem Bildungssystem. Daher sind wir bemüht, für Ihr Kind die bestmöglichen pädagogischen Voraussetzungen zu schaffen, damit es in seiner Persönlichkeitsentwicklung unterstützt wird und es sich zu einem eigenverantwortlich und selbstständigen Menschen entwickeln kann. Diese Entwicklung geschieht unter anderem in sozialen Gruppen, in denen Ihr Kind Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme erlernt.


In Anlehnung an das Kinderbildungsgesetz sehen wir unsere Aufgabe und Arbeit dahingehend:

  1. die Erziehung im Elternhaus zu unterstützen und sinnvoll zu ergänzen
  2. das Selbstvertrauen ihres Kindes zu stärken
  3. Ihr Kind zu bestätigen und sich selbst und andere zu akzeptieren
  4. Ihr Kind zum selbstständigen Handeln und zur Eigenverantwortung anzuhalten
  5. Kritikfähigkeit zu fördern und die soziale Rolle in der Gruppe zu erfahren
  6. Freude an der Bewegung zu wecken
  7. natur - und umweltrelevante Themen aufzugreifen und zu konkretisieren
  8. ein gemeinsames, partnerschaftliches und gewaltfreies Miteinander aufzubauen und vorzuleben


Unser oberstes Ziel neben dem pädagogischen Alltag ist darauf ausgerichtet, eine Atmosphäre zu gewährleisten, in der sich Ihr Kind wohlfühlt.



Wie wir diese Ziele erreichen

Um diese Ziele zu erreichen, haben wir den situativen Ansatz in der offenen Gruppenarbeit gewählt.


Offene bzw. teiloffene Gruppen, was heißt das?

  • Im Unterschied zu früheren Jahren hat Ihr Kind die Möglichkeit, nicht nur in seiner Gruppe, sondern in der gesamten Einrichtung seinen Spielort und seinen Spielpartner zu wählen. Das Kind lernt auf spielerische Art die Fähigkeit, Interesse zu zeigen, Durchhaltevermögen zu üben und Rücksicht zu nehmen. Zunächst benötigt es jedoch eine gefestigte emotionale Grundlage. Deshalb gehört jedes Kind einer festen Gruppe an. Die Kinder entscheiden selbst, wie lange ihre Eingewöhnungszeit dauert, wann sie auf Entdeckungsreise gehen.

Wenn sie sich sicher fühlen, haben sie die Möglichkeit:

  • andere Gruppen zu besuchen
  • gruppenübergreifend an Aktionen teilzunehmen
  • in der Turnhalle zu spielen
  • im Eingangsbereich z.B. Kaufladen, Autoteppich oder
  • auf dem Außengelände zu experimentieren und zu toben

Das freie Aussuchen seines Spielbereiches beinhaltet natürlich, dass sich Kinder nach Absprache in kleineren Gruppen oder alleine z.B. auf dem Flur oder dem Außengelände aufhalten. Es gibt für das Spiel außerhalb der Gruppe feste Regeln. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder das entgegengebrachte Vertrauen, nicht ständig beobachtet zu werden, mit der freiwilligen Einhaltung der Regeln akzeptieren. Durch diese offene, auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmte Gestaltung des Alltags möchten wir, dass jedes unserer Kinder eine Chance erhält, sein Selbstbewusstsein aufzubauen und sein Selbstwertgefühl zu stärken. Es soll sich an seine persönlichen Grenzen herantrauen und das Gefühl vermittelt bekommen, als "eigene Person" angenommen zu werden.


Das Kind soll die Erfahrung machen, seine individuellen Grenzen auszuprobieren und gleichzeitig ein Gefühl für Stärken und Schwächen zu entwickeln.


Elternarbeit

Für das erfolgreiche Gelingen ist uns eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Elternhaus und den pädagogischen Mitarbeiterinnen besonders wichtig.


Außer Kurzgesprächen, wenn sie ihr Kind bringen, ergeben sich viele Kontakte zu den Eltern:

  • Kontaktaufnahme mit Kind und Eltern bei der Anmeldung
  • Informationsgespräche mit den „neuen“ Eltern
  • Elternnachmittage: z.B. Kennenlernen der anderen Eltern
  • Gesprächs- und Informationsnachmittage
  • Spiel- oder Bastelnachmittage
  • Hospitationen: Eltern können nach Absprache jederzeit am Tagesablauf ihres Kindes teilnehmen
  • Themenbezogene Nachmittage
  • Elterngespräche mit Terminabsprache
  • Elterngespräche nach den Beobachtungen
  • Einladung der Großeltern in die Einrichtung
  • Infos über Infotafel, Elternbrief, Einladungen usw.
  • Feste und Feiern zu verschiedenen Anlässen


Mitspracherecht

Für die Kinder ist es besonders wichtig zu erleben, dass die Einrichtung und die Eltern eng miteinander in Verbindung stehen.


Der Träger legt Wert auf ein umfangreiches Mitspracherecht der Eltern. Dieses wird durch folgende Gremien gewährleistet:

  • Elternversammlung: Sie findet immer zum Anfang eines Kindergartenjahres statt. Alle Eltern werden dazu eingeladen und wählen aus ihrer Mitte den Elternrat.
  • Elternrat: Er soll die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Träger, den päd. Kräften und den Eltern fördern. Er leitet die Interessen und Anregungen der Eltern an die Mitarbeiter weiter. Er wirkt bei der Planung und Gestaltung von Festen und Feiern mit. Er tritt für die notwendigen Belange und Bedürfnisse der Kinder ein.
  • Rat der Einrichtung: Dieser wird gewählt aus Mitgliedern des Elternrates, päd. Mitarbeiter und dem Vertreter des Trägers. Dieser berät die Grundsätze für die Erziehungs- und Bildungsarbeit. Er bemüht sich um die erforderliche räumliche, sachliche und personelle Ausstattung. Er vereinbart Kriterien für die Aufnahme von Kindern in die Einrichtung.

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