Liebe Eltern,

Mit dieser Elterninformation möchten wir Ihren Kindern das Zurechtfinden in der Kindertageseinrichtung Konkordiastraße erleichtern. Nach unseren Erfahrungen ergeben sich bei der Aufnahme Ihres Kindes für Sie eine Menge Fragen.


Wir möchten Ihnen erläutern, welche Ziele wir uns in unserer Arbeit mit Ihren Kindern gesetzt haben und wir wollen versuchen, die wichtigsten pädagogischen und organisatorischen Fragen zu beantworten.


Selbstverständlich beantworten wir Ihnen gerne auch persönlich Ihre Fragen, die sich bei der Aufnahme Ihres Kindes in unserer Kindertageseinrichtung Konkordiastraße ergeben.



Lage

Unmittelbar in der Nähe des Stadtgartens befindet sich die Kindertageseinrichtung Konkordiastraße 19-21. Unsere Einrichtung besteht aus 3 Gebäuden die alle am Rande der Fußgängerzone, in der Nähe des Stadttheaters liegen.


Unser Einzugsgebiet erstreckt sich auf das ganze Hagener Stadtgebiet. Die Gruppen sind in drei Häusern untergebracht.

  • In Haus 19 finden Sie auf einer Ebene das Büro, die grüne und die blaue Gruppe.
  • In der Villa Laufenberg befindet sich auf der unteren Etage die Sonnengruppe und auf der oberen Etage die Sternengruppe und die Mondgruppe.
  • In Haus 21 befindet sich unten die Maulwurfgruppe und oben die Murmeltiergruppe.

Alle Häuser haben Spielplätze die durch eine Hängebrücke miteinander verbunden sind.



Räumlichkeiten

Die Räumlichkeiten in den einzelnen Häusern sind sehr unterschiedlich.

  • Haus 19 ist Barriere frei und ebenerdig. Hier befindet sich die blaue und die grüne Gruppe sowie die rote Gruppe, in der ausschließlich die Sprachförderung statt findet. Das Gebäude verfügt weiterhin über Waschräume für jede Gruppe, Garderoben, eine separate Turnhalle, einen Mehrzweckraum und einen großzügigen Flurbereich, der zum Spielen einlädt.
  • Die Villa Laufenberg ist ein historisches Gebäude das unter Denkmalschutz steht und im Jahre 1999 komplett renoviert und als Kindergarten umgestaltet wurde. Die Stadt Hagen konnte somit dem damaligen Bedarf an Kindergartenplätzen gerecht werden. Die Sonnengruppe ist in der unteren Etage zu finden. Diese hat zusätzlich einen Waschraum, eine Garderobe, eine großzügige Kinderküche und einen Nebenraum zum Spielen und Ausruhen.
    Weiterhin verfügt die Etage über einen separaten Turnraum und einen Flur zum Spielen.
    Die Sternengruppe und die Mondgruppe befinden sich in der oberen Etage. Diese verfügen auch jeweils über zusätzliche Waschräume, Garderoben und großzügige Kinderküchen. Des weiterem gibt es für beide Gruppen zusammen einen Nebenraum, der ebenfalls zum Spielen und Ausruhen gedacht ist. Der Vorflur wird genutzt zum Frühstücken und anschließend für Spiel- und Angebote außerhalb der Gruppe.
  • Das Haus 21 war das damalige Sportamt, welches im Jahre 1998 renoviert und als Kindergarten umgestaltet wurde. Die Stadt Hagen konnte somit auch hier dem damaligen Bedarf an Kindergartenplätzen gerecht werden. In diesem Haus befinden sich zwei Gruppen. Aufgrund der kleineren Gruppenräume hat man die Gruppenstärke für die drei bis sechs jährigen Kinder von 25 auf 20 Kinder reduziert. Insgesamt wirkt das Haus sehr gemütlich. Unten befindet sich die Maulwurfgruppe mit einer angrenzenden Kinderküche, einer Puppenecke, einem separaten Waschraum und einer Garderobe. Oben befindet sich die Murmeltiergruppe. Diese verfügt ebenfalls über eine Kinderküche, einem separaten Waschraum und einer Garderobe. Zusätzlich gibt es hier einen Wintergarten und einen Mehrzweckraum. Alle Häuser sind freundlich und kindgerecht gestaltet und laden zum Spielen und verweilen ein.

Unser Kindergartenaußengelände teilt sich in zwei Bereiche auf:

  • Für Haus 19 und die Villa Laufenberg steht ein großzügiger Spielplatz zu Verfügung. Hier findet man einen großen Sandkasten, eine Rutsche, Turnstangen, eine große Wiese, ein kleines Spielhäuschen sowie ein Klettergerüst und ein Schaukelnest.
  • Haus 21 hat einen eigenen Spielplatz, ebenfalls ausgestattet mit einer Rutsche, einem Sandkasten, einem Spielhäuschen und einer kleinen Kletteranlage.

Beide Spielplätze sind durch eine Hängebrücke miteinander verbunden. Zudem steht den Kindern reichlich an Spielmaterial zur Verfügung, wie z.B. Sandspielzeug, Roller, Dreiräder, Laufräder, usw..

Unmittelbar in der Nähe der Einrichtung befinden sich außerdem ein weiterer Spielplatz und der Stadtwald.


Tagesablauf

der 2 bis 6 jährigen Kinder

(25 Std. / 35 Std. / 45 Std.)


Im Laufe der Zeit hat sich ein bestimmter, gleichbleibender Tagesrhythmus als günstig erwiesen. Wir haben feste Zeiten für Mittagessen, Mittagsruhe, Teepause, Fördergruppen, Bewegungsstunden und variable Zeiten für Gesprächskreise, themenbezogene Aktivitäten, Spaziergänge, Spiele, Aufenthalt auf dem Spielplatz.


Unser gemeinsamer Tag in der Kindertageseinrichtung fängt mit dem Freispiel an, das den größten und wichtigsten Teil des Tages für das Kind einnimmt.


Freispiel bedeutet für das Kind:

  • freie Wahl von Beziehungen (das Kind spielt alleine oder mit einem frei gewählten Partner oder mit einer Gruppe)
  • freie Wahl des Materials
  • freie Wahl der Spielform (z.B. malen, basteln, bauen und konstruieren, mit Puppen spielen, sich verkleiden, Bilderbücher anschauen usw.)
  • freie Wahl des Raumes- soweit Alter und Raumgröße das zulassen (z.B. eigener oder anderer Gruppenraum, Puppenecke, Turnhalle, Flur Polsterecke, Außengelände)
  • freie Wahl und Dauer des Spiels.

In der Freispielphase regen die Erzieherinnen die Kinder dazu an, Eigeninitiative zu entwickeln. Sie haben Gelegenheit, individuelle Erlebnisse und Erkenntnisse in verschiedenen Spielformen und durch Wiederholungen von Spielsituationen zu verarbeiten und zu vertiefen.


In das Freispiel eingebaut bieten wir angeleitete Spielsituationen und Beschäftigungen an. Diese richten sich an einzelne Kinder, kleine Gruppen oder die Gesamtgruppe. Je nach Art und Ziel der Aktivitäten werden altersgemischte oder altersgleiche Kleingruppen gebildet. Ziele dieser Aktivitäten sind z.B. Kontaktaufnahme anregen, Spielformen, Regeln und Techniken einführen, Problemlösungsschritte erproben, Fähigkeiten im sprachlichen Ausdruck, in der Körperbeherrschung, im sozialen Verhalten zu erweitern und besondere Fähigkeiten zu fördern und Defizite ausgleichen.


Während des Freispiels haben die Kinder die Möglichkeit bis 10:30 Uhr zu frühstücken. Die Kinder entscheiden selbst, wann und mit wem sie am Frühstückstisch Platz nehmen möchten. Diese offene Form des Frühstücks berücksichtigt u.a. die unterschiedlichen Ankunftszeiten der Kinder und ihr unterschiedliches Bedürfnis nach Spiel und Essen.


Um den Gemeinschaftssinn zu fördern, gibt es ein- bis zweimal im Monat auch ein gemeinsames Frühstück. An diesen Tagen bereiten die Mitarbeiterinnen mit den Kindern ein Frühstück für alle Kinder in der Gruppe vor und essen dann zusammen in der Gruppe.


Nach der Freispielphase schließen wir den Vormittag entweder (je nach Wetterlage) mit Spielen im Freien oder mit einem gemeinsamen Stuhlkreis ab. Spielen auf dem Außengelände berücksichtigt das Bedürfnis der Kinder nach Bewegung, z.B. Dreirad- oder Rollerfahren, Fußballspielen, Klettern, Laufen oder im Sandkasten bauen.


Im Stuhlkreis hat die gesamte Gruppe unter Anleitung der Erzieherinnen Gelegenheit zu singen und zu spielen, Erlebnisse auszutauschen oder Vorhaben und aktuelle Ergebnisse aus der Gruppe zu besprechen.


Wenn die Kindergartenkinder (25 Std.) um 12:30 Uhr abgeholt sind, gehen die Blockkinder (35 Std.) und die Tagesstättenkinder (45 Std.) in ihren jeweiligen Gruppen essen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit in gemütlicher, ruhiger Atmosphäre eine Mahlzeit zu sich zu nehmen.


Nach dem Essen putzen sich die Kinder ihre Zähne.


Die Tagesstättenkinder (45 Std.) und die 2-3 jährigen können sich bei Bedarf zum Schlafen oder Ausruhen in einen eigenen Raum zurückziehen.


Die anderen Kinder haben jetzt die Möglichkeit der Ruhephase oder des Freispiels.


Um 14:30 Uhr (im Sommer) oder um 15:00 Uhr (im Winter) bieten wir für die Tagesstättenkinder (45 Std.) noch einmal eine Teepause an, bei der sie eine selbstmitgebrachte Kleinigkeit essen können.


Je nach Wetterlage gehen die Kinder auf das Außengelände.


Zum Ende eines jeden Tages räumen wir gemeinsam mit den Kindern die Gruppe auf, damit der neue Kindergartentag gleich frisch beginnt.


Ziele

Das wollen wir mit unserer Arbeit erreichen….

Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindertageseinrichtung


Die Kindertageseinrichtung sieht ihre Aufgaben darin, die Bildung, Erziehung und Betreuung des Elternhauses zu unterstützen und zu ergänzen und Ihnen - den Eltern - die Sicherheit zu geben, dass Ihre Kinder bei uns liebevoll und qualifiziert betreut werden.


In der UN- Kinderrechtskonvention wird das Recht des Kindes auf Bildung dargelegt. Als Ziel der Bildung wird beschrieben:

"die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung zu bringen."


  • Wir möchten Ihrem Kind auf dem Weg zur Selbständigkeit und Eigenverantwortung ein Stück weiterhelfen.
  • Wir helfen Ihrem Kind, sich mit seiner Umwelt auseinander zu setzen, sich im Leben zurechtzufinden und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
  • Wir wollen Ihr Kind zur Eigeninitiative und zum freien Tun ermutigen und zum Denken herausfordern.
  • Wir helfen Ihrem Kind, seine Ausdrucksmöglichkeiten in Sprache, Gefühlen und Körperwahrnehmung zu erweitern.
  • Wir Bieten Ihrem Kind die Möglichkeit, seine eigene soziale Rolle in der Gemeinschaft und seine Bedeutung hierfür zu erfahren.
  • Wir möchten, das Ihr Kind in der Gemeinschaft ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander erfährt und sich mit Kritik auseinander setzen kann.
  • Wir wollen zum Verständnis gegenüber anderen Kulturen und Weltanschauungen beitragen und Toleranz fördern. Dies gilt besonders auch für das Miteinander für Jungen und Mädchen.
  • Wir möchten das Zusammenleben behinderter und nicht behinderter Kinder besonders fördern.

Vor allem sollen sich Ihre Kinder bei uns wohl fühlen und sich in vielen verschiedenen Bereichen engagiert am Kindergartenleben beteiligen.


Das erreichen wir, indem Ihre Kinder bei uns Sicherheit und Toleranz, Geborgenheit und Freiheit, Freude und Spaß, Phantasie und Aufmunterung, Rücksicht und Vertrauen, Liebe und Wärme erfahren.


Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit sind vier große Bereiche:

  • Bewegung
  • Sprache
  • Kognitive Entwicklung, also Entwicklung der geistigen Fähigkeiten und des Denkens
  • Soziale und emotionale Entwicklung

Elternarbeit

Eine sinnvolle und effektive Arbeit wird durch die enge Zusammenarbeit mit den Eltern unterstützt. Es ist für uns wichtig, dass konkret gemachte Erfahrungen im Umgang mit dem Kind zwischen Eltern und Erzieherinnen ausgetauscht werden. Kenntnisse über die Lebensgeschichte ihres Kindes und die familiären Situation können sehr hilfreich sein, um Verhaltensweisen richtig einzuschätzen. Dass solche Kenntnisse aus Ihrem privaten Bereich nicht nach außen getragen werden ist für uns selbstverständlich.


Wir gehen davon aus, dass wir gemeinsam für ihr Kind das Beste wollen, Sie genauso wie wir. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen ist dafür die Voraussetzung. In Gesprächen und gegenseitiger Unterstützung können wir dies sicher erreichen.


Bei der Aufnahme Ihres Kindes haben Sie evt. schriftlich zugestimmt, dass wir eine Dokumentation über die Entwicklung Ihres Kindes während der Kindergartenzeit erstellen. Diese Dokumentation wird Ihnen am Ende der Kindergartenzeit übergeben. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, mit den Erzieherinnen über die Entwicklung Ihres Kindes zu sprechen und unsere Einschätzung zu hören.


Wir stehen ihnen für kurze Gespräche jederzeit- wenn es die Situation in der Gruppe erlaubt- zur Verfügung. Wenn Sie ein längeres, ausführliches Gespräch wünschen, oder wir ein Anliegen haben, lässt sich dies aber besser realisieren, wenn wir einen Termin vereinbaren, um genug Ruhe und Zeit zu haben.


Sollten Sie Fragen oder Anregungen zu unserer Arbeit oder unserem Umgang mit Ihrem Kind haben, sprechen Sie uns an. Auch ein kritisches, offenes Wort ist uns lieb.



Mitspracherecht

Weil „Kindertageseinrichtungen für Kinder“ die Betreuung und Erziehung in der Familie ergänzen, haben Mütter und Väter das Recht, mitzuwirken.

Diese Mitwirkung ist auch gewünscht. In allen Kindertageseinrichtungen können die Eltern in drei Gremien mitwirken:

  • in der Elternversammlung
  • im Elternrat
  • im Rat der Einrichtung

Zur Elternversammlung treffen sich die Erziehungsberechtigten der Kinder einer Einrichtung. Die Elternversammlung wählt den Elternrat. Aus jeder Gruppe sollen Mütter und Väter im Elternrat vertreten sein. Gemeinsam mit dem Träger und den pädagogischen Mitarbeiterinnen der Einrichtung bildet der Elternrat den Rat der Kindertageseinrichtung.


Werbeanzeigen