Teil der FernUniversität: Die Villa Bechem. Foto: Marco Siekmann

Aus- und Weiterbildung

Nach dem erfolgreich vollzogenen Strukturwandel sind qualifizierte Arbeitskräfte mehr denn je für Hagen ein Standortfaktor von erheblicher Bedeutung. Nicht von ungefähr wurde daher in kaum einem anderen Bereich in den zurückliegenden Jahren so stark investiert wie in die Bildungslandschaft. Der gezielt vollzogene Wandel von einer Stahlmetropole zur "Stadt der Aus- und Weiterbildung" verlieh der Vier-Flüsse-Stadt ein unverwechselbares Profil, zudem eine Reihe von hervorragenden und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten und beachteten Einrichtungen maßgeblich beitragen.


Einzigartig: Die Hagener FernUniversität. Foto: Karsten-Thilo Raab

An erster Stelle steht dabei die einzige staatliche FernUniversität in Deutschland. Mit ihren fast 80.000 Studierenden (SS 2014) zählt die FernUniversität Hagen deutschlandweit zu den drei größten Universitäten. Seit 1974 gilt die Einrichtung mit Studienzentren im In- und Ausland als ein Synonym für hohen Bildungsstandard und die exzellente Qualifikation der Absolventen insbesondere in den Fakultäten für Kultur- und Sozialwissenschaften, Mathematik und Informatik sowie Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.


Unterrichtsgebäude der VHS: Die Villa Post. Foto: Karsten-Thilo Raab

Traditionell nimmt auch die Volkshochschule Hagen als das kommunale Weiterbildungs- und Beratungszentrum in der hiesigen Bildungslandschaft eine wichtige Schlüsselfunktion ein. Davon zeugen jährlich rund 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in mehr als 1.000 Veranstaltungen, Seminaren und Kursen aus den Bereichen Sprachen, Geschichte, Gesellschaft, Kultur, Gesundheit, Umwelttechnik, Beruf und Bildung. Hinzu kommt ein erstklassiges Angebot im EDV-Bereich, ein modernes Selbstlernzentrum und die vielfach genutzte Möglichkeit, Schulabschlüsse nachzuholen.


Der Forschung verschrieben. Die Fachhochschule Südwestfalen. Foto: Fachhochschule Südwestfalen

Zum 1. Januar 2002 wurde die Fachhochschule Südwestfalen mit Abteilungen in Hagen, Iserlohn, Meschede und Soest gegründet. Diese Neugründung bildet den aktuellen Schlusspunkt in der wechselvollen Geschichte einer der ältesten Bildungseinrichtungen in Hagen und der südwestfälischen Region. Bereits im Jahre 1824 wurde die FH als Gewerbeschule gegründet, später in Höhere Maschinenbauschule und Staatliche Ingenieurschule Hagen umbenannt, danach zur Fachhochschule Hagen und 1988 zur Märkischen Fachhochschule. Die FH Südwestfalen ist eine ingenieurwissenschaftlich, informationstechnisch sowie betriebs- und agrarwirtschaftlich geprägte Hochschule mit einer starken internationalen Ausrichtung.


Das Gebäude der Abteilung Hagen. Foto: Fhoev

Aufgabe der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (FHöV NRW) ist die Heranbildung von Beamtinnen und Beamten des gehobenen Dienstes. Die Aufnahme eines Studiums an der FHöV NRW setzt die Einstellung des Bewerbers als Beamter / der Bewerberin als Beamtin auf Widerruf in den Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Dienstes bei einer Behörde (Einstellungsbehörde) voraus. Die Fachhochschule ist dezentral organisiert, um den Studierenden die Ausbildung möglichst nah an ihrem Wohnort anbieten zu können. Die Studentinnen und Studenten verteilen sich auf sieben Hochschulstandorte. In Hagen sind die Fachbereiche Kommunaler Verwaltungsdienst mit den Studiengängen allgemeiner Verwaltungsdienst und Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre sowie Polizeivollzugsdienst vertreten.


Journalistenzentrum Haus Busch. Foto: Michael Kaub

1998 eröffnete der damalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement in Halden das Arcadeon als "Haus der Wissenschaft und Weiterbildung". Zahlreiche weitere namhafte Einrichtungen haben daneben zum Teil seit vielen Jahrzehnten ihren Sitz in Hagen und untermauern damit den hervorragenden Ruf als "Stadt der Aus- und Weiterbildung". Dazu gehören die Verwaltungsakademie für Westfalen, die Wirtschaftsakademie Hagen und das Berufsfortbildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Nicht zu vergessen sind ferner das Journalistenzentrum Haus Busch und das Bildungszentrum des Handels.


Stütze der beruflichen Weiterbildung: Die Cuno-Berufskollegs. Foto: Karsten-Thilo Raab

Komplettiert wird die Bildungslandschaft in Hagen durch die fünf Berufskollegs der Stadt sowie das Rahel Varnhagen Kolleg, Hagens Abendgymnasium, mit seinen Zweigstellen in der Region. Und schließlich sorgen natürlich Hagens Grundschulen, Hauptschulen, Sekundarschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen sowie Sonderschulen dafür, dass der Nachwuchs eine sinnvolle und fundierte schulische Grundausbildung erhält, auf der sich in Lehre und Beruf, Studium, Fort- oder Weiterbildung hervorragend aufbauen lässt. Zu den ersten Adressen in punkto Ausbildung gehört übrigens seit vielen Jahren auch die Stadt Hagen. Wissenswertes über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Stadtverwaltung erteilt der Fachbereich Personal und Organisation.


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