Der Integrationsrat der Stadt Hagen sucht engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger
Nominierungen für den Integrationpreis ab sofort möglich
Im Rahmen des alljährlichen Neujahrsempfangs möchte der Integrationsrat der Stadt Hagen erneut ehrenamtlich engagierte Menschen auszeichnen, die sich um Integration verdient gemacht haben.
Als Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit sollen diese mit einem Preisgeld in Höhe von bis zu 250 Euro ausgezeichnet werden.
Für diesen Preis können sowohl ehrenamtlich tätige Einzelpersonen, als auch Gruppen und Institutionen mit einer kurzen Begründung vorgeschlagen werden. Nicht berücksichtigt werden Eigenbewerbungen. Die potentiellen Preisträger müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
Die Vorschläge können bis zum 05. Dezember 2023 schriftlich bei der Geschäftsstelle des Integrationsrates: Kommunales Integrationszentrum, z.H. Frau Jessica Randt, Berliner Platz 22, 58089 Hagen, per E-Mail an Jessica.Randt@stadt-hagen.de eingereicht werden. Direkt-Kontakt
Die Preisverleihung findet am 3. Februar 2024 in der Lobby des Rathauses an der Volme, Rathausstr.11, Hagen im Rahmen des Neujahrsempfangs des Integrationsrates statt.
Fachveranstaltung des Integrationsrates der Stadt Hagen am Montag, 25.09.2023
„Auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit: Institutionellem Rassismus begegnen“
Am Montag, den 25.09.2023 fand die Fachveranstaltung des Integrationsrates der Stadt Hagen in der Lobby des Rathauses an der Volme statt. Circa 60 Teilnehmende beschäftigen sich an diesem Nachmittag mit der Thematik „Auf dem Weg zu mehr Gerechtigkeit: Institutionellem Rassismus begegnen“. So hatten die Gäste die Möglichkeit die Ausstellung „Diskriminierung durch institutionellen Rassismus – Ein Ausstellungsprojekt mit Jungen Menschen mit und ohne Zuwanderungserfahrung und Fluchtbiografie in Hagen“ zu besichtigen. Zudem referierte Anne Broden zum Thema „Institutioneller Rassismus – erkennen, ansprechen, abbauen“. Im Zuge der Podiumsdiskussion mit Anne Broden, Bildung und Beratung in der Migrationsgesellschaft, Güler Kahraman, Leitung des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen, Hakan Severcan, Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Hagen und Gandhi Chahine, künstlerischer Leiter des Ausstellungsprojektes konnten die Anwesenden Fragen stellen. Auch die jungen Menschen des Ausstellungsprojektes wurden miteinbezogen.
Bereits ab 15:00 Uhr war die Ausstellung für alle Interessierten kostenfrei in dem Foyer des Rathauses an der Volme zu besichtigen. Elf der mitwirkenden jungen Menschen waren vor Ort, um sich persönlich mit den Besucherinnen und Besuchern auszutauschen.
Um 16:00 Uhr eröffnete Seyfullah Köse, Integrationsratsvorsitzender der Stadt Gevelsberg und Mitglied des Landesintegrationsrates NRW die Veranstaltung.
„Diese Veranstaltung wurde anlässlich des 30. Jahrestages des Brandanschlages auf das Wohnhaus der Familie Genç in Solingen geplant. Und ist als ein klares Zeichen gegen die Weiterentwicklung von Rassismus und Rechtsextremismus zu verstehen“, so Integrationsratsvorsitzender Severcan. Der darauf folgende Impulsvortrag von Anne Broden, stellte deutlich klar, dass Rassismus nicht nur ein Problem einzelner Menschen ist: Problematische Strukturen und alltägliche Routinen in öffentlichen Institutionen, die immer noch von der Vorstellung einer homogenen bundesdeutschen Gesellschaft geprägt sind, werden den Herausforderungen des Einwanderungslandes Deutschland nicht gerecht. Es gilt, die individuellen Einstellungen und die Gefahren von systematischer Benachteiligung und Diskreditierungen im Verwaltungshandeln zu erkennen, sie zu problematisieren und abzubauen. Voraussetzung hierfür ist unter anderem, dass Diskriminierungen als Realität anerkannt und problematisiert werden. Des Weiteren sollten Fortbildungen aller Mitarbeitenden oder Orte der (Selbst)Reflexion, des Austausches für betroffene Mitarbeitende zur Verfügung stehen und eine Antidiskriminierungsstelle geschaffen werden.
Während der anschließenden Podiumsdiskussion thematisierten die Teilnehmenden die Auswirkungen von Rassismus auf die Gesellschaft im Allgemeinen und auf den Bildungserfolg von Schüler:innen mit Einwanderungsgeschichte insbesondere. Diskutiert wurden zudem über Maßnahmen zur Bekämpfung von Bildungsungleichheit und über mögliche Strategien zur Förderung der sozialen Gerechtigkeit. Nachdem der Zusammenhang zwischen politischer Lage und den vorherigen Themen beleuchtet wurde, ließen die jungen Menschen des Ausstellungsprojektes die Anwesenden an ihren Erfahrungen teilhaben.
Um 19:00 Uhr endete die Fachveranstaltung.
Offener Brief
Humanitäre Einreise von Erdbebenopfern ermöglichen
An
den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
Herrn Olaf Scholz
die Bundesministerin des Auswärtigen
der Bundesrepublik Deutschland
Frau Annalena Baerbock
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
sehr geehrte Frau Ministerin,
am Freitag, den 10.02.2023, habe ich mich vor dem Hintergrund der katastrophalen Ausmaße des Erdbebens in der Türkei und in Syrien und die unbeschreibliche Not der Betroffenen Menschen mit einem Offenen Brief an Sie gewandt. Als Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Hagen – die politische Vertretung der Menschen mit internationaler Familiengeschichte in Hagen – habe ich die dringende Bitte geäußert, Erdbebenopfer unverzüglich und unbürokratisch zu ihren Verwandten nach Deutschland reisen zu lassen. Zahlreiche Privatpersonen und Abgeordnete aus den Landtagen haben ähnlich lautende Forderungen gestellt.
Zwischenzeitlich sind Hinweise des Auswärtigen Amtes für Personen veröffentlicht worden, die türkische Angehörige im Zuge eines vorgeblich vereinfachten Verfahrens nach Deutschland holen möchten. Denen zufolge müssen für die Einreise nach wie vor zahlreiche Dokumente vorgelegt werden, u.a. der Reisepass, ein Wohnsitznachweis mit Historie oder ein Verwandtschaftsnachweis. Mir ist völlig unbegreiflich, wie von Menschen, die bei diesem schrecklichen Erbeben von jetzt auf gleich alles verloren haben und buchstäblich vor dem Nichts stehen, die Vorlage eines derartigen Katalogs an Dokumenten verlangt werden kann. Es grenzt an Zynismus wie Bundesinnenministerin Nancy Faeser zu behaupten, „dass türkische oder syrische Familien in Deutschland ihre engen Verwandten aus der Katastrophenregion unbürokratisch zu sich holen können“. Deutschland mit seinem großen Anteil an Türkeistämmigen an unserer Bevölkerung gibt damit ein erbärmliches Bild ab. Es ist beschämend, dass die unbürokratische und für den Staat nahezu kostenneutrale Aufnahme von Schutzsuchenden derartig blockiert wird.
Im Namen der Menschlichkeit erneuere ich daher meinen dringenden Appell an Sie, jetzt tätig zu werden und die Betroffenen schnellstmöglich einreisen zu lassen.
Ich fordere Sie auf,
- die Aufnahme von Erdbebenopfern ebenso unbürokratisch und schnell zu ermöglichen wie bei den ukrainischen Geflüchteten und die Visapflicht aufzunehmen,
- sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, dass ein europaweites Verfahren zur Aufnahme von Schutzsuchenden aus dem Erdbebengebiet entwickelt wird,
- dass auch anderen Privatpersonen als nur Verwandte 1. und 2. Grades die Möglichkeit gegeben wird, Schutzsuchende aufzunehmen,
- Schutzsuchenden, die nicht bei Privatpersonen unterkommen können, eine Notunterkunft anzubieten.
Nochmals bitte ich Sie inständig, Humanität vor geordnete Einreiseprozedere zu stellen und die schnelle Aufnahme durch Freunde und Verwandte zu ermöglichen.
Mit freundlichen Grüßen
Gez.
Hakan Severcan
- Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Hagen -
Der Integrationsrat der Stadt Hagen lud zum Neujahrsempfang 2023 ein
Nach einer zweijährigen pandemiebedingten Pause veranstaltete der Integrationsrat der Stadt Hagen mit Unterstützung des ausrichtenden Vereins „Freiwillige Hände e.V.“ am Samstag, den 4. Februar 2023 seinen Neujahrsempfang 2023 im Ratssaal des Rathauses an der Volme und bot den ca. 180 geladenen Gästen einen lebhaften kulturellen und kulinarischen Nachmittag.
Ab 15:00 Uhr hatten die Gäste des Neujahrsempfangs im Rahmen des Stehcafés die Möglichkeit sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Auf dem Markt der Möglichkeiten im Eingangsbereich des Ratssaales präsentierten sowohl der Fachbereich Personal und Organisation der Stadt Hagen, als auch das kommunale Integrationszentrum, das Kommunale Integrationsmanagement und die Integrationsagenturen der AWO, Caritas und Diakonie ihre Angebote.
Um 16:00 Uhr eröffnete die stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates, Viktoria Tounousidou als Moderatorin des Empfangs offiziell die Veranstaltung. Die Kindertanzgruppe „Die Sterne“ des Vereins „Freiwillige Hände e.V“ rührte die Anwesenden mit ihrem Tanz zu einem arabisch-englischen Song, der den Wunsch nach Frieden thematisiert.
Anschließend richtete Oberbürgermeister Erik O. Schulz einige Grußworte an die Gäste und bedankte sich bei den „Freiwilligen Händen“ für ihr ehrenamtliches Engagement und die Ausrichtung des Empfangs.
Integrationsratsvorsitzender Hakan Severcan präsentierte im Anschluss die bisherigen Veranstaltungen und Projekte, bot aber auch einen kurzen Ausblick mit welchen Themen sich der Integrationsrat künftig befassen wird.
Danach sprach Dr. Ahmad Alali, der Vorsitzende des Vereins „Freiwillige Hände e.V.“ über die Wichtigkeit des Ehrenamtes und übergab dann das Wort an seine Stellvertreterin, Joumana Almouseli, die die bisherigen Projekte des Vereins vorstellte. Bereits seit 2017 engagiert sich der Verein ehrenamtlich in Hagen und ist seit Mitte des Jahres 2022 als eingetragener Verein tätig.
Beim zweiten Auftritt der Kindertanzgruppe führten die fünf Mädchen eine kleine Theatersequenz auf und vermittelten die Botschaft, dass nur gemeinsam Großes vollbracht werden kann.
Nach diesem kulturellen Rahmenprogramm verliehen Oberbürgermeister Schulz und Integrationsratsvorsitzender Severcan gemeinsam den diesjährigen Integrationspreis und baten hierzu die Gewinnerin Karina Asanova auf die Bühne. Karina Asanova wurde von Mitarbeitenden des Marienhofes nominiert, wo sie 2021 bis 2022 ihren Bundesfreiwilligendienst leistete. Hervorzuheben ist besonders ihr Einsatz beim Waldsprachcamp des KI Hagen in den Herbstferien 2022. Das Camp wurde in diesem Jahr auch von vielen Kindern aus der Ukraine besucht, die meist mit sehr geringen Deutschkenntnissen dort teilnahmen. Karina Asanova hörte von dieser Situation und nahm sich für die Unterstützung des Camps eine Woche Urlaub, um ehrenamtlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort mit ihrer Muttersprache Russisch zu unterstützen.
Beim anschließenden Get Together konnten sich die Gäste am Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten stärken und sich dabei anhand eines Films über die syrische Esskultur informieren. Zudem stellten Künstlerin Lina Maroof sowie der Künstler Hisham Idris einige ihrer Bilder aus und boten den Anwesenden die Möglichkeit sich mit syrischer Kunst vertraut zu machen.
Pressemitteilungen
2023
Pressemitteilung zur Sitzung 05/2023 des Integrationsrates
Pressemitteilung anlässlich des dritten Jahrestags des rassistischen Anschlages in Hanau
Pressemittelung zum Welttag der Muttersprache 2023
Pressemitteilung zum Erdeben in Syrien und in der Türkei Februar 2023
Pressemitteilung zum Neujahrsempfang des Integrationsrates 2023
2022
Pressemitteilung zur Sitzung des Integrationsrates 02/2022
Pressemitteilung zur Sitzung des Integrationsrates 01/2022
Pressemitteilung zur Förderung der MSOen 14.01.2022
Pressemitteilung zum Welttag der Muttersprache 22.02.2022
Pressemitteilung zum Krieg in der Ukraine vom 14.03.2022
Pressemitteilung Einladung Gastarbeiter:innen- Veranstaltung
Pressemitteillung Integrationspreis
Pressemitteilung zur Sitzung des Integrationsrates 04/2022
Pressemitteilung zur Sitzung des Integrationsrates 06/2022
Pressemitteilung Einweihung Gastarbeiter:innen Baum
Pressemitteilung 30. Jahrestag Brandanschlag in Mölln
2021

Standort & Erreichbarkeit
Kommunales Integrationszentrum
Berliner Platz 22
58089 Hagen
Tel.: 02331 / 207-5566
Tel.: 02331 / 207-3267
Fax: 02331 / 207-2054
Termine nach Vereinbarung
Gefördert vom:

