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Pressemitteilungen

Anja Schaube, KI, (links im Bild) überreicht die Bücherkoffer an Mitarbeiterinnen der Funckepark-Schule: (2.v.l.) Dunja Dohrmann, Rona Pusch, Tezcan Okumuş-Kutoğlu, Christine Proll und Selma Memis. (Foto: Franziska Michels/Stadt Hagen)

Schulbildung stärken durch Mehrsprachigkeit: Pilotschulen erhalten Bücherkoffer

7. Oktober 2021 – Große Freude bei den Schülerinnen und Schülern der Funckepark-Schule: Anja Schaube, Kommunales Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI), hat heute in zwei Klassen der Funckepark-Schule so genannte Bücherkoffer verteilt. Als weitere Pilotschule wird in den kommenden Tagen die Freiherr-vom-Stein-Schule Bücherkoffer erhalten. In den Bücherkoffern sind jeweils zwölf mehrsprachige Kinderbücher. Jede teilnehmende Klasse erhält zwei Koffer, welche die Kinder im Laufe des Schuljahres wochenweise ausleihen können. Zuhause können sie dann mit ihren Eltern die Bücher anschauen, lesen und in ihren Familiensprachen besprechen. Für die Eltern werden vom KI nach den Herbstferien Vorlese-Workshops angeboten, in denen ihnen das Team verschiedene Vorlesetechniken zeigt.


Die Bücherkoffer sind ein neuer Baustein des Programms „Grundschulbildung stärken durch HSU – Mehrsprachigkeit unterstützt den Bildungserfolg der Kinder“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein weiterer Baustein ist die Aktion „Rucksack Schule“, die es bereits seit einigen Jahren an mehreren Hagener Schulen gibt. Ziel des Landesprogramms ist die Stärkung des mehrsprachigen Unterrichts durch den Einsatz von Herkunftssprachenunterrichts-Lehrkräften (HSU) im täglichen Regelunterricht der Grundschulen. Im Unterricht arbeiten die Grundschul- und HSU-Lehrkräfte zusammen an der sprachlichen Vielfalt der Kinder mit den verschiedensten internationalen Familiengeschichten und binden sie in den Unterrichtsablauf mit ein. Beiden Hagener Pilot-Grundschulen steht jeweils eine HSU-Lehrkraft zur Verfügung.



Bei Fragen zu den Bücherkoffern ist Anja Schaube unter Telefon 02331/207-5803 die Ansprechpartnerin.


Annika Frank

Erfolgreich: Online-Workshop „Scaffolding“ für Lehrkräfte von Vorbereitungsklassen

30. September 2021 – Um die Lehrkräfte in Vorbereitungsklassen beziehungsweise internationalen Förderklassen zu unterstützen, hat das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) am Dienstag, 21. September, den Online-Workshop „Scaffolding – (Fach-) Unterricht sprachsensibel gestalten“ mit der Dozentin Annika Frank von der Technischen Universität Dortmund angeboten. Mit 16 Lehrkräften aus verschiedenen weiterführenden Schulen aus Hagen, Witten, Ennepetal und Hattingen war der Online-Workshop bis auf den letzten Platz besetzt. Neben informativen Einheiten zu didaktischen Prinzipien und Methoden des Scaffoldings konnten die Teilnehmenden in praktischen Übungen die Scaffolding-Methode erproben und erhielten auch Einblick in konkrete Unterrichtsbeispiele für Scaffolding. Darüber hinaus hatten die Teilnehmenden Gelegenheit zum fachlichen Austausch und wurden mit vielen Tipps für den Unterrichtsalltag versorgt.


Kinder und Jugendliche, die erst kürzlich aus anderen Ländern zugewandert sind, lernen die deutsche Sprache in speziellen Vorbereitungsklassen, um am deutschen Schulunterricht teilnehmen zu können. Sie werden aber nicht nur in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) unterrichtet, sondern erhalten ebenfalls Unterricht in verschiedenen Fächern wie Mathematik. Lehrkräfte stehen bei der Vermittlung von fachlichen Inhalten und von Fachsprache oft vor besonderen Herausforderungen, wenn die sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler eingeschränkt sind.


Scaffolding eignet sich insbesondere für die sprachsensible Gestaltung des Fachunterrichts. Hinter dem Konzept des Scaffoldings steckt die Idee, dass Schülerinnen und Schüler mit sprachlichem Förderbedarf im Unterricht ein sprachliches „Gerüst“ zur Verfügung gestellt wird, das sie einerseits in notwendigen Bereichen unterstützt, ihnen andererseits aber auch Möglichkeiten der Weiterentwicklung eröffnet. In diesem Sinne ist ein Scaffolding als Lerngerüst zu verstehen, welches die Lernenden unterstützt, in ihrer Lernentwicklung voranzuschreiten.

(v.l.): Martina Gleiß, Ayse Musanovic und Carla Warburg hoffen auf einen erfolgreichen Projektverlauf.

Förderprogramm „Guter Lebensabend NRW“ startet in Hagen

29. September 2021 – Seniorinnen und Senioren mit Einwanderungsgeschichte kultursensible Altenhilfe und Altenpflege bieten – darum geht es in dem Förderprogramm „Guter Lebensabend NRW“, an dem Hagen als eine von 21 Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen teilnimmt.

Mehr als 40 Prozent der Hagenerinnen und Hagener haben einen Migrationshintergrund, in keiner anderen Kommune in Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil höher. Dabei nehmen ältere Menschen mit Einwanderungsgeschichte die Einrichtungen und Dienste in Hagen, die Beratung, Betreuung und Begleitung anbieten, unterdurchschnittlich in Anspruch. Das soll sich durch das Projekt „Guter Lebensabend NRW“, das bis Ende 2022 befristet ist, ändern. Bis dahin sollen Strukturen aufgebaut werden, die auch für zukünftige Bedarfe tragfähig sind. „Es gibt die entsprechenden Informationen nur in deutscher Sprache“, erklärt Ayse Musanovic das Informationsdefizit. Seit Juli dieses Jahres ist die Diplom-Pädagogin bei der Stadt Hagen beschäftigt und kümmert sich gemeinsam mit Carla Warburg vom Caritasverband Hagen als Kooperationspartner um die Durchführung des Projektes.


Bedarfsermittlung als erster Schritt

Eine der ersten Aufgaben des Förderprogramms ist es, die Bedarfe bei älteren Menschen mit Einwanderungsgeschichte und deren Angehörigen zu ermitteln. „Traditionell übernahmen die Frauen die Versorgung und Pflege der älteren Familienangehörigen“, erklärt Ayse Musanovic. „Heute arbeiten auch die Frauen und schnell stellt sich Überforderung ein, wenn die Pflege für einen Laien zusätzlich auf der Agenda steht.“ Beide Seiten – die Angehörigen sowie die Dienste und Einrichtungen der Altenhilfe und Altenpflege – sollen daher aufgeklärt und über Angebote informiert werden. Die Pflegenden benötigen dabei eine Übersicht über die entsprechenden Angebote in Hagen, die Einrichtungen und Dienste als Anbieter müssen erfahren, mit welchen Mitteln sie auch Menschen mit Einwanderungsgeschichte erreichen können. „Das sind oft kleine Veränderungen wie ein separater Gebetsraum für Muslime oder ein religionskonformer Speiseplan“, sagt Martina Gleiß, Sozialplanerin für Seniorinnen und Senioren und Leiterin des Projektes bei der Stadt Hagen.


Bei dem Kooperationspartner Caritasverband ist das Projekt bewusst im Bereich „Soziale Dienste“ angesiedelt; der katholische Wohlfahrtsverband sieht sich als gesamtgesellschaftlicher Anbieter. „Es sollen keine Parallel-Angebote in der Stadt aufgebaut werden. Wir wollen auf die bestehenden Einrichtungen und Dienste zugehen, wollen Fragebögen verteilen, in denen Bedarfe und Angebote abgefragt werden“, erklärt Carla Warburg, Sozialarbeiterin und Ansprechpartnerin für den Caritasverband Hagen. Auf diesem Wege sollen Pflegedienst- und Heimleitungen zusammengebracht und aufgeklärt werden, um jeder pflegebedürftigen Person die passende Pflege zu ermöglichen.



Migrantenselbstorganisationen als Türöffner

Damit das gelingen kann, soll als weiteres Projektziel eine enge Kooperation mit den insgesamt 51 Migrantenselbstorganisationen in Hagen entstehen. Hierüber erhoffen sich die Projektverantwortlichen einen Zugang in die Communities, um auch durch persönliche Kontakte informieren zu können. Zudem sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflege und Beratung geschult werden, wie sie kultursensible Altenhilfe umsetzen können. Niederschwellige Angebote für Pflegende gehören ebenso zu den Aufgaben und Zielen des Förderprogramms „Guter Lebensabend NRW“.



In vielen Einrichtungen bestimmen coronabedingt aktuell andere Sorgen und Probleme den Alltag. Dennoch hoffen Ayse Musanovic und Carla Warburg auf Interesse an dem Projekt und darauf, dass viele Einrichtungen konkrete Änderungen vornehmen, um ihr Angebot breiter aufzustellen als bisher. Das Förderprogramm wird dabei von zwei unabhängigen Instituten wissenschaftlich begleitet.


Auftaktveranstaltung Ende Oktober geplant

Um das Förderprojekt bekannter zu machen, planen die Stadt Hagen und der Caritasverband Ende Oktober eine virtuelle Auftaktveranstaltung. Der Termin ist nicht zufällig gewählt: Am Samstag, 30. Oktober, wird der 60. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei begangen. Mehr Informationen zu dem Projekt „Guter Lebensabend NRW“ erhalten Interessierte bei den Ansprechpartnerinnen Ayse Musanovic, Pflege- und Wohnberatung der Stadt Hagen, unter Telefon 02331/207-2995 oder unter E-Mail ayse.musanovic@stadt-hagen.de oder bei Carla Warburg, Caritasverband Hagen, unter Telefon 02331/918490 oder unter E-Mail c.warburg@caritas-hagen.de.



Herbstferien: Feriencamp „Sprache in Bewegung“

28. September 2021 – „Sprache in Bewegung“ – so lautet das Motto eines kostenlosen Feriencamps für Jugendliche und junge Erwachsene von 15 bis 25 Jahren mit Sprachförderbedarf, das der Jugendmigrationsdienst (JMD) der AWO in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI), dem Basketballverein „Phoenix Hagen“ und mit dem Verein „Kunst vor Ort“ in den Herbstferien veranstaltet. Das Feriencamp findet in der zweiten Herbstferienwoche von Montag, 18. Oktober, bis Freitag, 22. Oktober, täglich von 9 bis 16 Uhr in der Bezirkssportanlage Haspe, Kölner Str. 50, statt. Die Teilnehmenden erhalten ein vegetarisches Mittagessen.


In dieser Woche betätigen sich die Teilnehmenden fünf Tage lang einerseits sportlich aktiv, indem sie verschiedene Ballspiele erproben, und andererseits künstlerisch, in dem sie Turnbeutel kreativ gestalten. Begleitet und angeleitet werden sie dabei von pädagogischen Kräften von „Phoenix Hagen“ und „Kunst vor Ort“.


Alle Kinder und Jugendliche haben mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. In besonderem Maße trifft dies jedoch auf Kinder und Jugendliche mit Sprachförderbedarf zu. Viele waren und sind mit den Anforderungen des Online-Unterrichts überfordert. Reale Sozialkontakte und außerschulische Freizeitangebote fehlten oder fanden lange Zeit nur noch sehr eingeschränkt statt. Dies erschwert ihren Spracherwerb und damit auch die Integration. Um die sozialen und sprachlichen Defizite abzubauen und somit den Prozess der Integration zu fördern, haben das KI Hagen, der JMD, Phoenix Hagen und Kunst vor Ort das Feriencamp initiiert.

In der Kommunikation untereinander sowie mit den pädagogischen Begleiterinnen und Begleitern und bei gezielten sprachlichen Fördereinheiten, die jeden Tag zwischen dem sportlichen Teil morgens und dem künstlerischen Programmteil nachmittags liegen, verbessern die Jugendlichen ihre Sprachkompetenzen. Die sprachfördernden Programmteile werden von Honorarkräften des JMD durchgeführt, die über Erfahrungen in der Durchführung von „FIT in Deutsch“, einem Ferienintensivtraining für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler zur Stärkung ihrer sprachlichen Kompetenzen, verfügen. In dem Camp soll ähnlich wie bei „FIT in Deutsch“ der Wortschatz der Teilnehmenden handlungsorientiert erweitert und Satzmuster vermittelt und gefestigt werden.

Anmeldungen für das Feriencamp nimmt Jana Bostelmann vom Jugendmigrationsdienst unter Telefon 01771437175 sowie unter E-Mail jana.bostelmann@awo-ha-mk.de entgegen.


Interkulturelle Woche startet am kommenden Sonntag

24. September 2021 – Zur Interkulturellen Woche unter dem Motto „#offengeht“ laden das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen und die Integrationsagenturen des Caritasverbandes Hagen e.V., der Diakonie Mark-Ruhr und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hagen-Märkischer Kreis von Sonntag, 26. September, bis Dienstag, 5. Oktober, ein.

Die diesjährige Interkulturelle Woche wird mit einem Grußwort von Dr. Hans-Dieter Fischer, Erster Bürgermeister der Stadt Hagen, zur Eröffnung der Ausstellung „Moria. System. Zeugen. Flüchtlinge, Einheimische und Helfer in Zeitzeugenbegegnungen“ am Sonntag, 26. September, um 17 Uhr in der Johanniskirche am Markt, Johanniskirchplatz 10, eingeleitet. Der Fotograf und Konfliktforscher Martin Gerner erinnert mit seiner Ausstellung an die tragischen Ereignisse auf der Insel Lesbos im September 2020. Anschließend findet ein Politisches Nachtgebet zum Thema der Ausstellung statt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Interkulturellen Woche erwarten viele spannende Angebote, um mehr über andere Denkweisen und Lebenswelten zu erfahren und sich gegenseitig auszutauschen. Unter anderem werden verschiedene Veranstaltungen angeboten, welche die Rolle und Situation der Frauen in Kultur und Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen, wie ein Vortrag zur aktuellen Situation in Afghanistan am Mittwoch, 29. September, um 17.30 Uhr in der Johanniskirche am Markt, die Filmvorführung „Gipsy Queen“ am Donnerstag, 30. September, um 18 Uhr im Kino Babylon oder ein Online-Workshop zum Thema „Frauen im Islam“ am Freitag, 1. Oktober, um 9 Uhr. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der Interkulturellen Woche erhalten Interessierte auf der Internetseite www.interkulturelle-woche-hagen.de.

Lernangebot für die Herbstferien: Das Wald-Sprachcamp im Fleyer Wald

14. September 2021 – Die heimische Natur auf spielerische Weise entdecken und sich zugleich sprachlich fördern lassen – dieses besondere und kostenlose Angebot für Kinder zwischen acht und elf Jahren ermöglicht das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen bereits zum dritten Mal mit einem Wald-Sprachcamp in den Herbstferien von Montag, 11. Oktober, bis Freitag, 23. Oktober. Treffpunkt für das Wald-Sprachcamp ist in diesem Jahr der Betriebshof Loxbaum des Wirtschaftsbetriebs Hagen (WBH) im Fleyer Wald.


Insgesamt 45 Plätze stehen für Kinder der dritten und vierten Klassen mit Sprachförderbedarf aus den Hagener Grundschulen zur Verfügung. In Kleingruppen und unter der Leitung von fünf Wald- und Erlebnispädagogen wird die Sprachfähigkeit spielerisch verbessert. Die Bewegung und gemeinsame Rituale wie das Singen von Herbstliedern unterstützen den Lernprozess.


Neben den Aktivitäten im Wald lernen die Kinder auch verschiedene Aspekte rund um das Thema Nachhaltigkeit kennen. Beispielsweise sollen die Zutaten des vegetarischen Mittagessens im Sprachcamp besprochen und durch die Nutzung von Mehrweg-Geschirr die Müllvermeidung thematisiert werden. Der Wert und Nutzen des Waldes für das Klima soll den Kindern ebenfalls vermittelt werden.


Weitere Informationen zum Wald-Sprachcamp gibt Anja Schaube unter Telefon 02331/207-5803 oder E-Mail

Rassismuskritik erlernen – KI Hagen nimmt an Inhouse-Schulung mit Re_struct teil

16. Juni 2021 – Eine Einführung in das Thema Rassismuskritik in insgesamt zwei digitalen Inhouse-Schulungen erhielt das gesamte Team des Kommunalen Integrationszentrums Hagen (KI) der Stadt Hagen. Die Referentin Dahila Al Nakeeb (Fachbereich Re_struct des Informations- und Kommunikationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen) gab mit ihrer Expertise einen Einblick in diese komplexe Thematik, indem sie grundlagentheoretisch Rassismus als strukturelle Ideologie thematisierte, welche in der Schulung analysiert und diskutiert wurde.


Zu den Themen der Veranstaltung gehörten die Auseinandersetzung der Teilnehmenden mit der eigenen Haltung sowie durch Rassismus bedingte Hürden im Arbeitsalltag. Durch die interaktive Gestaltung der Schulung konnte das Team des KI gemeinsam wichtige Impulse für eine rassismus- und machtkritische Reflexion und sich daraus ergebene Handlungsmöglichkeiten erarbeiten. Auch die mit dem Thema Rassismus einhergehenden Machtstrukturen, die sich alltäglich, institutionell und strukturell wiederfinden und somit in verschiedenen Arenen des gesellschaftlichen Zusammenlebens auf verschiedene Arten reproduziert und damit letztlich aufrechterhalten werden, wurden in der Veranstaltung besonders hervorgehoben. Einen weiteren Themenschwerpunkt der Schulung bildete die rassismuskritische Auseinandersetzung der Teilnehmenden auf institutioneller Ebene. Wegen immer stärker in allen gesellschaftlichen Bereichen sichtbar werdenden Realitäten einer Migrationsgesellschaft ist ein Bedarf sichtbar geworden, sich mit Rassismuskritik nicht nur auf individueller Ebene, sondern auch im Bereich der Verwaltung auseinanderzusetzen.


„Rassismuskritik ist nicht nur herausfordernd, sondern auch anspruchsvoll zugleich, da man in einem ständigen Prozess ist und die eigene Haltung aufs Neue reflektieren muss“, sagt Güler Kahraman, Leiterin des KIs, „wir verstehen Rassismuskritik als einen Prozess, der nicht abgeschlossen werden kann, sondern (fort)laufend ist.“


Aufgrund des großen Interesses und Wunsches des KI-Teams, sich weiterhin gemeinsam mit dieser wichtigen Thematik zu befassen, wird eine prozesshafte Begleitung angestrebt. Auch andere Kolleginnen und Kollegen sowie Auszubildende sollen in Zukunft das Angebot erhalten, an einem solchen Format teilzunehmen.


Dr. Gerhard Koch (2.v.li.) und Lars Stein (1.v.re.) standen für medizinische und organisatorische Fragen rund ums Impfen zur Verfügung.

Migrantenselbstorganisationen blicken hinter die Kulissen des Impfzentrums

15. Juni 2021 – Das Leben in der Coronapandemie stellt alle Menschen vor Herausforderungen. Diese Herausforderungen werden größer, wenn Hürden bei der Sprache hinzukommen und wichtige Informationen bezüglich der Pandemiebekämpfung und des Impfverfahrens fehlen. Aus diesem Grund hat das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen gemeinsam mit der Pressestelle und dem Gesundheitsamt Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Migrantenselbstorganisationen (MSOen) einen Blick hinter die Kulissen des Impfzentrums angeboten. Engagierte Mitglieder aus Gemeinden und Vereinen konnten sich vor Ort rund um alle wichtigen Belange des Impfverfahrens informieren. Die Vereinsmitglieder werden nun aktiv in ihren Gemeinden für Informationen bezüglich der Pandemie und den Impfungen als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen und als Betreuungspersonen für Impflinge innerhalb ihrer Community fungieren.


Begrüßt wurden die Teilnehmenden durch den organisatorischen Leiter des Impfzentrums Lars Stein. Der Rundgang umfasste alle Stationen der Impfung – von der Erstregistrierung bis hin zur Impfung und Nachbeobachtung. Lars Stein ging besonders auf die organisatorischen Aspekte ein. Für die medizinischen Fragen stand der stellvertretende ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Gerhard Koch, zur Verfügung.


Welche Impfstoffe stehen zur Verfügung? Was muss vor und nach der Impfung beachtet werden? Müssen sich genesene Patientinnen und Patienten impfen lassen? Welcher Impfstoff wirkt sich wie auf den Körper aus? Neben der Klärung dieser Fragen durch Dr. Koch gab es viele weitere Einblicke rund um das Impfverfahren. Der Rundgang dauerte etwa zwei Stunden.

Kasm Cesmedi

Erfolgreicher Fachkräfte-Workshop zur Schul- und Bildungssituation der Roma in Deutschland

14. Juni 2021 – Sich systematisch mit antiziganistischen und antiromaistischen Vorurteilen auseinandersetzen und Handlungsstrategien für den beruflichen Alltag entwickeln: Mit diesen Zielen veranstaltete das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen im Rahmen des Kulturfestivals „SCHWARZWEISSBUNT“ einen Online-Workshop für pädagogische Fachkräfte zum Thema „Die Schul- und Bildungssituation der Roma in Deutschland“.


In dem vierstündigen Workshop erhielten die Fachkräfte Informationen zur Herkunft der Roma, zur Geschichte der Bildungsbenachteiligung und der institutionellen Diskriminierung der Minderheit sowie zur aktuellen sozialen und politischen Situation in den Herkunftsländern und in Deutschland. Der Referent Kasm Cesmedi, Gesamtschullehrer und Roma-Aktivist, berichtete aus eigenen Erfahrungen, wie stark sich Antiziganismus beziehungsweise Antiromaismus auf die Bildungschancen von Kindern mit Roma-Hintergrund auswirkt. Zudem ging der Referent auf die aktuelle Bildungssituation der Roma ein. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Bildungsteilhabe und Bildungsperspektive mit den jeweiligen Potenzialen und Herausforderungen.


Die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten sich während des Workshops mit ihren Fragen und Erfahrungen aus der praktischen Arbeit ein, sodass ein produktiver Austausch entstand. Daraus entwickelten sich neue Fragen, zum Beispiel wie eine Kooperation zwischen den Schulen einerseits und den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Familien andererseits zu einer positiven Schulentwicklung der Kinder beitragen kann. Aufgrund des großen Interesses der Fachkräfte aus dem Bildungsbereich beabsichtigt das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen, künftig weitere Veranstaltungen zu diesem Themenkomplex anzubieten.

Coronapandemie: Stadtverwaltung tauscht sich mit Migrantenvereinen aus

7. Juni 2021 – Persönliche Einschränkungen, Existenzängste und Sorge um die Gesundheit – das Leben in der Coronapandemie stellt alle Menschen vor große Herausforderungen. Viele Ängste und Sorgen potenzieren sich, wenn Menschen neu in ein Land oder in eine Stadt ziehen, die Gepflogenheiten im Alltag noch nicht vertraut sind, Herausforderungen in der Sprache bestehen oder gängige Infokanäle von Behörden und Medien unbekannt sind. Aus diesem Grund haben sich das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen, die städtische Pressestelle sowie das Gesundheitsamt bei einem Netzwerktreffen online mit Vertreterinnen und Vertretern der Hagener Migrantenselbstorganisationen (MSOen) über das Leben und die Herausforderungen von Hagenerinnen und Hagenern mit Einwanderungsgeschichte in der Coronapandemie ausgetauscht.


Welche Vorurteile und Bedenken bestehen hinsichtlich einer Impfung gegen das Coronavirus? Was gilt es zu beachten? Welche Kanäle zur Information nutzen Menschen mit Einwanderungsgeschichte? Wo finden sich mehrsprachige Auskünfte? Neben der Klärung medizinischer Fragen durch Dr. Anjali Scholten, Leiterin des Gesundheitsamtes, haben das Gesundheitsamt, die Pressestelle und das KI viele wichtige Hinweise für die tägliche Arbeit der Stadtverwaltung erhalten. So läuft aktuell beispielsweise das Projekt „Impflotsen“ an.


Die Impflotsen sind engagierte Menschen aus Gemeinden und Vereinen, die eine Schulung rund um alle wichtigen Belange im Zusammenhang mit der Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Anschließend dienen sie als Multiplikatoren und stehen für Fragen zur Verfügung.


Außerdem fließen die Ergebnisse des Netzwerktreffens in die Arbeit des KI und der Pressestelle ein, beispielsweise beim weiteren Ausbau mehrsprachiger Medien und Online-Angebote.


Netzwerktreffen finden seit 2016 statt

Der Online-Austausch hat im Rahmen regelmäßiger Netzwerktreffen zwischen dem Kommunalen Integrationszentrum, der Pressestelle und den MSOen stattgefunden. Um gegenseitige Erwartungen abzustimmen und Wünsche im Blick zu haben, hat die Stadt Hagen 2016 das Netzwerk zwischen den Hagener Migrantenselbstorganisationen, der Stadtverwaltung und den Lokalmedien ins Leben gerufen. Mehrmals im Jahr kommen alle Akteure in lockerer Atmosphäre zusammen und tauschen sich rund um Themen der Verwaltung, der Medien sowie die Vereinsarbeit aus.

Distanzunterricht erschwert Integration: Kommunales Integrationszentrum schult Lehrkräfte

30. April 2021 – Online-Kommunikation und E-Learning stellen sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler immer wieder vor Herausforderungen. Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche haben mit den Folgen besonders schwer zu kämpfen. Um diese Herausforderungen mit den nötigen Kompetenzen meistern zu können, hat das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen im März und April zwei verschiedene Online-Kurse für Lehrkräfte neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler angeboten.


Beide Angebote des KI wurden von einer Vielzahl interessierter Lehrkräfte angenommen. Das erste Angebot umfasste vier kostenlose Online-Workshops mit Dozentin Dr. Natalia Tilton. Hier konnten sich Lehrerinnen und Lehrer zum Thema „Schnell zum Online-Unterricht“ schulen lassen. Bei einem zweiten Angebot konnten sich Schulleitungen und Lehrkräfte weiterführender Schulformen in einer Infoveranstaltung von Dozentin Rena Dimitriadou über das Deutsche Sprachdiplom I (DSD I) informieren.


Thematische Schwerpunkte der Online-Kurse

Zu den Themenschwerpunkten der Online-Seminarreihe mit Dr. Natalia Tilton, die in Fachkreisen für ihre Online-Schulungen zum Thema „Online-Unterricht“ bekannt ist, gehörten zum Beispiel die Wahl geeigneter Unterrichtsplattformen, die Einbindung interaktiver Lehrmethoden, die Lösung typischer Probleme des Online-Unterrichts und die Überwindung von Sprachbarrieren, die angemessene Gestaltung von Lehrmaterialien mit Fotos und Videos sowie die Durchführung von Umfragen und Quizzen. Außerdem gab es viel Raum für das praktische Ausprobieren, den anschließenden gemeinsamen Erfahrungsaustausch sowie die Diskussion von Lösungsansätzen bei auftretenden Problemen im Online-Unterricht.


In ihrer Infoveranstaltung zum DSD I informierte Dozentin Rena Dimitriadou umfassend über das Sprachzertifikat, welches primär für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren konzipiert wurde. Das Zertifikat kann an weiterführenden Schulen sowie allgemeinbildenden Schulen und Berufskollegs im Rahmen einer Sprachstufenprüfung erworben werden, sofern die Schule eine kostenlose Kooperationsvereinbarung mit der DSD-Programmleitung NRW eingeht. In der Online-Informationsveranstaltung wurden die Teilnehmenden über die Konzeption und Durchführung des Programms informiert. Außerdem erfuhren sie, dass die an dem Programm beteiligten Lehrkräfte in der Testung und Sprachförderung ihrer Schülerinnen und Schüler zwecks der DSD-Prüfung fortgebildet und unterstützt werden. Neben dem informativen Teil gab es auch hier Raum für Best Practise-Beispiele und den Austausch untereinander.

Erfolgreicher Online-Workshop zu Traumatisierungserfahrungen von Schülern

11. Mai 2021 – Das Thema Traumatisierung ist in den Schulen nach wie vor aktuell. Fachkräfte vor Ort können traumatisierte Kinder und Jugendliche bei der Verarbeitung ihrer Traumatisierungserfahrung unterstützen, indem sie beispielsweise einen sicheren und strukturierten Rahmen bieten, zuhören und Verhaltensweisen angemessen einschätzen.


Die Schulpsychologische Beratungsstelle der Stadt Hagen hat gestern (10. Mai) in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen einen Online-Workshop zum Thema „Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Traumatisierungserfahrungen“ angeboten, um den Fachkräften Handlungssicherheit zu geben sowie Fragen zum Umgang mit traumatisierten und geflüchteten Schülerinnen und Schülern zu klären. Die Referentinnen Dr. Katja Hülser und Isabell Kulbe stellten neben mehreren Fallbeispielen auch die traumasensible Gesprächsführung vor. Zum Abschluss wurde ein gemeinsames Fazit gezogen und vorgestellt. Die Rückmeldungen der zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Online-Veranstaltung waren durchweg positiv.

Positive Bilanz der Internationalen Wochen gegen Rassismus

16. April 2021 – Bei den diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus (IWgR), 15. bis 28. März, setzten über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei 18 Veranstaltungen ein sichtbares Zeichen gegen Hass und Diskriminierung. Das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) hat das vielseitige Programm gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern organisiert und so Räume geschaffen, um miteinander zu reden, sich auszutauschen, zuzuhören und zu lernen. Zum Abschluss der Aktionswochen sagt Güler Kahraman, Leiterin des KI der Stadt Hagen: „Es ist notwendig, rassismuskritisch zu sein, um den Rassismus aus der Gesellschaft verbannen zu können“. In diesem Zuge betont sie, dass die IWgR einen wertvollen Beitrag leisten und bedankt sich für den Einsatz der Kooperationspartner*innen und Teilnehmer*innen.


In diesem Jahr fanden die meisten Veranstaltungen digital statt, so unter anderem ein Videostream in den sozialen Medien, verschiedene Vorträge, Workshops oder Lesungen. Unter Einhaltung der Coronaschutzmaßnahmen wurde auf öffentlichen Plätzen eine kreative Schaufensterpräsentation gestaltet. Als Ausklang der Aktionswochen sind zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Hagener Netzwerk-Schulen „Schulen ohne Rassismus – Schule mit Courage“ dem Aufruf „Dein kreatives Bild für eine Collage – Dein Beitrag gegen Rassismus“ des KI gefolgt. Aus den verschiedenen Bildern ist eine Collage entstanden in der alle gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus setzen.

Das KI plant auch im Jahr 2022 wieder die IWgR zu organisieren und zu koordinieren. Interessierte, die sich mit einer Aktion gegen Rassismus beteiligen möchten, finden alle Kontaktinformationen hier.

(Foto: Stadt Hagen)

Grußwort von Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Özlem Basöz, stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates, zum Beginn des Fastenmonats Ramadan

Liebe muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger,

liebe Leserinnen und Leser!


Am 12. April beginnt weltweit der muslimische Fastenmonat Ramadan. Eine religiöse Pflicht, der auch viele muslimische Hagenerinnen und Hagener als wichtiger und großer Bestandteil unserer Stadt nachkommen.


Das gemeinsame Praktizieren des Glaubens und das damit verbundene Zusammenkommen in der Gemeinschaft sind wichtige Elemente beim Fasten. Auch Menschen anderer Glaubensrichtungen werden immer öfter zur Teilhabe an diesen besonderen Anlässen eingeladen. Das schafft in unserer Stadt ein neues Gefühl von Gemeinschaft und verbindet unsere Bürgerinnen und Bürger untereinander – ganz unabhängig davon, welchem Glauben sie angehören.


An dieser Stelle möchten wir uns bei Ihnen für Ihre Geduld, Rücksicht und Ihr Verantwortungsbewusstsein bedanken. Gerade der Glaube ist durch die vielen nötigen Einbußen besonders stark betroffen. Das stellt Glaubensgemeinschaften immer wieder auf die Probe.


Auch in diesem Jahr wird der Ramadan-Monat anders aussehen, als viele ihn kennen. Wichtige Feste, die zum Ausdruck des muslimischen Glaubens gehören, können nicht wie gewohnt stattfinden. So auch das Zuckerfest, das von vielen muslimischen Gläubigen gemeinsam am Ende des Fastenmonats gefeiert wird. Ein wichtiger Bestandteil des Glaubens, der bereits im letzten Jahr wegen der anhaltenden Pandemie von vielen Einschränkungen betroffen war.


Trotzdem appellieren wir in diesem Jahr an das Verantwortungsbewusstsein unserer muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, ihre religiösen Pflichten, Gebete und das Fastenbrechen ausschließlich privat und zu Hause zu verrichten. Auf die Einladung von Freunden und Familien, um gemeinsam zu essen und zu feiern, müssen wir aktuell leider verzichten – auch wenn dies für alle besonders schwierig ist.


Jede größere Zusammenkunft stellt eine zusätzliche Gefahr für Sie, Ihre Familien, Freunde und für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt dar. Denn leider ist die Situation aufgrund der Coronapandemie immer noch sehr ernst. Stattdessen hoffen wir, dass viele von Ihnen gemeinsam virtuell zusammenkommen, um zum Beispiel Gebete zu übertragen, oder das Fastenbrechen per Videoanruf als Gemeinschaft zu feiern.


Denn nur wenn wir jetzt mit Rücksicht und Vernunft handeln und uns an die bekannten Corona-Regeln halten, können wir die Gesundheit aller schützen und hoffentlich im nächsten Jahr den Ramadan-Monat wieder in gewohnter Weise begehen.


Wir wünschen allen Musliminnen und Muslimen in unserer Stadt – trotz der herausfordernden Situation – eine gesegnete und sichere Fastenzeit.


Bitte bleiben Sie gesund und sorgen Sie dafür, dass auch andere gesund bleiben!


Es grüßen Sie herzlich


Erik O. Schulz (Oberbürgermeister der Stadt Hagen)

und

Özlem Basöz (Stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Hagen)


Das Video sehe Sie hier

(v.l.): Alexandra Hümmerich (Koordinatorin der Familienbegleiter), Silke Philipp (KI), Reinhard Goldbach (Leiter des Fachbereichs Jugend und Soziales) und Güler Kahraman (Leiterin des KI) (Foto: Franziska Michels/Stadt Hagen)

Unterstützung für zugewanderte Familien: Übergabe von 230 Bildungspaketen

25. Februar 2021 – Insgesamt 230 Bildungspakete mit Spiel- und Fördermaterial hat das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) für Kinder von drei bis zwölf Jahren aus zugewanderten Familien zusammengestellt. Heute wurden die Bildungspakete an Alexandra Hümmerich als Koordinatorin der Familienbegleiter vom Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Hagen überreicht. Die Familienbegleiter werden die Bildungspakete jetzt an die entsprechenden Familien verteilen.


Die derzeit geltenden Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie stellen auch die Menschen, die erst seit kurzem in Deutschland leben, vor große Herausforderungen. Für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche ist besonders der Unterrichtsausfall ein Problem, da so die Partizipation an Bildung, insbesondere das Erlernen der deutschen Sprache und somit letztlich die Integration insgesamt erschwert wird.


Die Bildungspakete des KI bestehen aus einem Turnbeutel, der mit Puzzles und Lernspielen aus verschiedenen Sachgebieten sowie Bilder- und Malbüchern zu Alltagssituationen gefüllt ist. Mit diesem Angebot erhalten die Kinder weiterhin eine niedrigschwellige und außerschulische Förderung.


Die Materialien aus den Bildungspaketen wurden vom KI über Hagener Einzelhändler bezogen, um den Einzelhandel vor Ort zu stärken. Das Projekt „Bildungspakete“ wird aus dem Landesförderprogramm KOMM-AN NRW finanziert, das von dem NRW Landesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) gefördert und unterstützt wird.


Start der Wochen gegen Rassismus: Vielfältiges Programm

26. Februar 2021 – „Solidarität. Grenzenlos.“ – unter diesem Motto finden die diesjährigen internationalen Wochen gegen Rassismus von Montag, 15. März, bis Sonntag, 28. März, statt, an denen sich auch die Stadt Hagen, unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Erik O. Schulz, mit zahlreichen Aktionen beteiligt. Das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) organisiert und koordiniert das vielseitige Programm gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern. Mit der Aktion wird weltweite Solidarität mit Opfern und Gegnern von Rassismus gezeigt.

Die Stadt Hagen möchte sich für ein gemeinsames, vielfältiges Zusammenleben einsetzen. In den Wochen gegen Rassismus erwarten die Hagenerinnen und Hagener vielfältige Online-Veranstaltungen, wie ein Workshop zum Thema „Wann bin ich rassistisch? Bilder im Kopf und Alltagsrassismus“ am Dienstag, 16. März, ein Vortrag zum Thema „Rassismuskritik in Gesellschaft und Schule“ am Dienstag, 23. März, oder eine Lesung zum Buch „Sami und die liebe Heimat“ am Donnerstag, 25. März.

Das vollständige Programm mit allen Möglichkeiten zur Anmeldung finden Interessierte hier .

Neue Sprachmittler für das Kommunale Integrationszentrum

9. Dezember 2020 – Das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen freut sich über personelle Verstärkung: Zehn neue Sprachmittler sind hier künftig im Einsatz, um ehrenamtlich zu dolmetschen. Damit gehören insgesamt 26 Personen zum sogenannten Laien-Sprachmittlerpool, der 17 verschiedene Sprachen abdeckt.

Die neuen Sprachmittler absolvierten eine zweitägige Grundlagenschulung des KI. Wegen der Corona-Pandemie konnte die Veranstaltung nur digital stattfinden. Bei einem Online-Seminar vermittelte die promovierte Dolmetscherin Dr. Natalia Tilton allen Schulungsteilnehmern die Aufgaben der Sprachmittlung und verschiedene Techniken des Übersetzens. Auch ethische Prinzipien spielten eine Rolle. Sprachmittler sollen die Kommunikation zwischen Bildungseinrichtungen und zugewanderten Menschen, die noch keine oder nur geringe Deutschkenntnisse haben, bestmöglich unterstützen. Es gilt, Sprachbarrieren zu minimieren. So lassen sich die Bildungslaufbahn und die Integration von zugewanderten Schülerinnen und Schülern fördern. Weitere Informationen rund um Sprachmittler finden sich hier.

Bundesweiter Vorlesetag in Schulen und Kindergärten

12. November 2020 – Am Freitag, 20. November, findet der 17. Bundesweite Vorlesetag statt. Zu diesem Anlass rufen das Kommunale Integrationszentrum, die Stadtbücherei Hagen und die Abteilung „Tagesbetreuung für Kinder“ der Stadt Hagen alle Fachkräfte in Schulen und Kindergärten dazu auf, den Kindern in unterschiedlichen Herkunftssprachen etwas vorzulesen.

Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und die Kinder bereits früh mit den geschriebenen und erzählten Worten in Kontakt zu bringen. Denn Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche, denen in ihrer frühen Kindheit vorgelesen wurde, einen engen Bezug zum Lesen entwickeln. Sie haben selbst mehr Freude daran, lesen häufiger und intensiver und haben in vielen Fächern bessere Schulnoten.

Unabhängig vom bundesweiten Vorlesetag sind natürlich auch alle Eltern herzlich eingeladen, am Vorlesetag teilzunehmen und ihren Kindern auch darüber hinaus regelmäßig vorzulesen.

"Swing- Sänger David Rose und seine Band begeisterten ihre Zuhörer im Kunstquartier."

Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ endet nach vielseitigem Programm

3. November 2020 – „Rassendiagnose: Zigeuner“.

Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung– unter diesem Titel präsentierte das Osthaus Museum in den vergangenen drei Wochen eine Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Verbindung mit dem Stadtmuseum Hagen sowie dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen und mit einer Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes. Sie informierten mit eindringlichen Bildern sowie Zeitdokumenten ausführlich über die Verfolgung und Ermordung der europäischen Sinti und Roma.

Das KI und der städtische Fachbereich Kultur organisierten dazu ein vielseitiges Rahmenprogramm. Zur Eröffnung der Ausstellung gab es unter anderem Musik von der südosteuropäischen Roma-Formation „Balkanika“. Eine Präsentation des Dokumentarfilms „Roma: Bürger zweiter Klasse?“ mit anschließender Gesprächsrunde folgte im Kulturzentrum Pelmke. Dabei ging es insbesondere um die strukturellen Mechanismen und vielfältigen Dimensionen des Antiziganismus in Europa. Ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Rassismus gegen Sinti und Roma und soziale Strategien gegen den Antiziganismus schilderte Drita Jakupi, eine Angehörige der Roma-Minderheit. Der geplante Vortrag der Historikerin Dr. Karola Fings zur NS-Rassenpolitik und dem Völkermord an den Sinti und Roma musste aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Dafür konnte ein Fachkräfte-Workshop mit vielen Ideen zur Bildungsbeteiligung und Förderung von Kindern mit Sinti- und Roma-Hintergrund stattfinden. Den Abschluss des Rahmenprogramms bildete ein Konzert mit dem Swing-Sänger David Rose und seiner Band im Kunstquartier, wo sich das Publikum von älteren und neueren Songs im einzigartigen Crooner-Style der 1950er und 1960er Jahre begeistern ließ.

Lernangebot für die Herbstferien: Das Wald-Sprachcamp in Wehringhausen

28. September 2020 – Die heimische Natur auf spielerische Weise entdecken und sich zugleich sprachlich fördern lassen – dieses besondere und kostenlose Angebot für Kinder zwischen acht und elf Jahren ermöglicht das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen mit einem neuen Wald-Sprachcamp in den Herbstferien. Dafür wählten Lehrkräfte der Hagener Grundschulen insgesamt 45 Schüler als Teilnehmer aus.

„Ziel ist das Lernen mit allen Sinnen in und mit der Natur. Dabei lässt sich die Sprache der Kinder intensiv fördern“, betont Organisatorin Anja Schaube vom KI das besondere Konzept. Das Interesse daran war groß: „Bereits vor dem Ende der Anmeldefrist sind alle verfügbaren Plätze ausgebucht“, freut sich Anja Schaube. Nach der erfolgreichen Premiere des Sprachcamps 2019 im Fleyer Wald gelang es dem KI, das Konzept weiter auszubauen und um den Aspekt der Nachhaltigkeit zu ergänzen. Im Fokus stehen dieses Jahr etwa die Müllvermeidung und die Herkunft von Nahrung. Fair gehandelte Lebensmittel gibt es beim täglichen Mittagessen. Zudem lernen die Kinder unter der Leitung von mehreren Wald- und Erlebnispädagogen die heimischen Tiere und Pflanzen kennen. Um zum täglichen Treffpunkt in der Nähe des Wehringhauser Waldes zu gelangen, steht ein kostenloser Bustransfer ab dem Hagener Hauptbahnhof oder an der Haltestelle Bachstraße zur Verfügung. Geplant ist auch ein Besuch im Wildgehege Wehringhausen. Darüber hinaus nutzen die Teilnehmer Naturmaterialien zum Bauen von Sitzgelegenheiten, kleinen „Waldwohnzimmern“ und „Kunstwerken“. Dabei gilt es, jeden Tag neue Vokabeln und Grammatik spielerisch zu lernen und einzuüben. Weitere Informationen zum Wald-Sprachcamp sind bei Anja Schaube unter Telefon 02331/207-5803 oder per E-Mail an anja.schaube@stadt-hagen.de zu bekommen.

Landesprojekt „FIT in Deutsch“ für neu zugewanderte Schüler in Hagen

5. August 2020 – Die Deutschförderung von neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern aller Schulformen unterstützen: Das leistet das außerschulische Programm „FerienIntensivTraining – FIT in Deutsch“, das in den Ferien angeboten und von freien Trägereinrichtungen durchgeführt wird. Das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen (KI) koordiniert das Lernangebot in Hagen.


Der Jugendmigrationsdienst der Arbeiterwohlfahrt, das LernCentro und das Volme Kulturforum e.V. veranstalten in den Sommerferien trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen hohen Hygiene- und Sicherheitsanforderungen das Lernprogramm. In dem „FerienIntensivTraining“ erweitern die Schülerinnen und Schüler bei alltagsbezogenen Aktivitäten wie Einkaufen im Lebensmittelladen oder themenbezogenen Ausflügen wie ein Besuch im Tierpark ihre Deutschkenntnisse.

Anschließend werden die neuen Erfahrungen in der Lerngruppe nachbereitet und Vokabeln sowie Grammatik geübt. Pädagogisch geschulte Sprachlernbegleiterinnen und Sprachlernbegleiter, die durch eine Online-Schulung der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) gezielt vorbereitet wurden, unterstützen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und arbeiten jeweils zwei Wochen lang ganztägig mit den Gruppen. Dadurch erhalten in Hagen 120 neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler eine Deutschförderung. Das nächste Lernangebot soll in den Herbstferien stattfinden.

Einladung zur 2-tägigen Klausurtagung:

Gründung eines Dachnetzwerkes der Migrantenselbstorganisationen in Hagen

In vielen Kommunen, Kreisen und Regionen schließen sich Migrantenselbstorganisationen (MSOen) herkunftsübergreifend, säkular, parteipolitisch neutral, demokratisch und auf Teilhabe in der Gesellschaft ausgerichtet, zu lokalen Verbünden zusammen. Um Ressourcen zu bündeln, die Interessen der MSOen stärker und sichtbarer zu machen, soll ein moderner und zeitgemäßer Typus von migrantischer Organisation, in Form eines Dachnetzwerks gegründet werden. Als Vertretung einer Migrantenselbstorganisation sind Sie herzlich zu der Klausurtagung eingeladen.


Tagesablauf erster Tag:

17:00 Uhr Begrüßung

17:15 Uhr Vortrag Dr. Ümit Koşan / Bundesvorsitzender des Bundesverbands Netzwerke von Migranten-

organisationen e.V. (NeMO)

18:00 Uhr Austausch mit Herrn Koşan

18:15 Uhr Pause

18:30 Uhr Vortrag Sinan Kumru / Fachberatung Migrantenselbstorganisationen beim

Paritätischen NRW

19:15 Uhr Austausch mit Herrn Kumru

19:30 Uhr Besprechung und Perspektiven für ein Dachnetzwerk der MSOen in Hagen.


Am zweiten Tag der Klausurtagung geht es um die Gründung eines Dachnetzwerkes der MSOen in Hagen.


Tagesablauf zweiter Tag:

17:00 Uhr Begrüßung

17:15 Uhr Besprechung und Verabschiedung der Satzung

18:30 Uhr Wahl des Vorstandes des Dachnetzwerkes


Bei Interesse an der Teilnahme, bitten wir um eine Anmeldung per E- Mail oder Telefon bis zum 21.September 2020.

Wer kann teilnehmen?: Akteure der MSOen, für die der Beitritt zu einem Dachnetzwerk von Interesse ist.


Referenten: Dr. Ümit Koşan, Geschäftsführer des VMDO e.V. in Dortmund

Sinan Kumru, Fachberatung Migrantenselbstorganisationen, Paritätischer NRW

Wann? Wo? 23.09. und 24.09.2020, jeweils von 17 bis 20 Uhr

Kultopia, Konkordiastraße 23-25, 58095 Hagen

Ansprechperson: NN, 02331207 5804

Kooperationspartner: VMDO e.V, NEMO, Fachberatung Migrantenselbstorganisationen beim Paritätischen NRW

Hagen veranstaltet erstmals Internationale Wochen gegen Rassismus

9. März 2020 – „Gesicht zeigen – Stimme erheben“ – unter diesem Motto finden von Montag, 16. März, bis Sonntag, 29. März, die diesjährigen Wochen gegen Rassismus statt, an denen sich erstmalig auch die Stadt Hagen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Erik O. Schulz mit zahlreichen Aktionen beteiligt. Das städtische Kommunale Integrationszentrum organisiert und koordiniert das vielfältige Programm, mit dem weltweite Solidarität mit Opfern und Gegnern von Rassismus demonstriert wird.


Oberbürgermeister Erik O. Schulz eröffnet am Montag, 16. März, um 16 Uhr die Auftaktveranstaltung der Internationalen Wochen gegen Rassismus im Kultopia, Konkordiastraße 23-25. Im Anschluss halten die Jugendclubs des Theaters Hagen unter der Leitung von Miriam Walter, die Theaterprojektgruppe der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen St. Laurentius des Caritasverbandes Hagen sowie die Künstlerinnen und Künstler der Gruppe „Lichter der Großstadt“ unter der Leitung von Gandhi Chahine ein gemischtes Programm mit Poetry Slam, Schauspielszenen sowie Liedern, welche die Erfahrungen junger Menschen mit Rassismus künstlerisch-kreativ bearbeiten, bereit. Die Veranstaltung ist öffentlich, die Teilnahme kostenlos.


Zum Internationalen Tag gegen Rassismus am Samstag, 21. März, möchte das Kommunale Integrationszentrum gemeinsam mit den Hagener „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ ein Zeichen gegen Rassismus setzen: Sie veranstalten von 15 bis 15.30 Uhr auf dem Friedrich-Ebert-Platz einen sogenannten „Smart Mob“, eine Form von kurzen, scheinbar spontanen Menschenaufläufen mit politischer oder sozialer Botschaft. Die Veranstaltung ist öffentlich; die Organisatoren hoffen auf vielfache Unterstützung aus der Hagener Bevölkerung. Der „Tag gegen Rassismus“ geht auf den 21. März 1960 zurück, als rund 200.000 Menschen in Sharpeville, Südafrika, gegen die Apartheid demonstrierten. Trotz der friedlichen Demonstration eskalierte die Situation, 69 Menschen verloren ihr Leben. Die Vereinten Nationen riefen sechs Jahre später den 21. März als Gedenktag aus.


Darüber hinaus werden weitere Aktionen wie beispielsweise eine Lesung zum Buch „Warum ich Nazi wurde“ am Dienstag, 24. März, oder ein Vortrag zum Thema „Roma – ganz anders? Der bereichernde Integrations-Clash“ am Donnerstag, 26. März, angeboten. Das vollständige Programm steht als PDF-Dokument auf der Internetseite des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen (www.hagen.de/ki-hagen) zum Herunterladen bereit.

(v.l.) Anja Schaube und Dieter Lindstädt vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen sowie Thomas Weber (Geschäftsführer des Zentrums für Trauma- und Konfliktmanagement in Köln) bei der Qualifizierungsveranstaltung. (Foto: Stadt Hagen)

Seminar sorgt für neue Erkenntnisse zu Traumaerfahrungen

12. Februar 2020 – Traumaerfahrungen sind häufig erst nach rund zwei Jahren bei den Betroffenen sichtbar – das war eine entscheidende Erkenntnis für viele Beteiligte einer gestrigen (11. Januar) Qualifizierungsveranstaltung rund um das Thema „Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Traumatisierungserfahrungen“ des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hagen (KI).


Diplom-Psychologe Thomas Weber, Geschäftsführer des Zentrums für Trauma- und Konfliktmanagement in Köln, informierte bei seinem Besuch Lehrkräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Kinder- und Jugendarbeit. Sie erfuhren, dass selbst vor längerer Zeit geflüchtete junge Menschen zum Teil erst jetzt von Traumaerfahrungen betroffen sein können. In dem praxisnahen Seminar lernten die Teilnehmenden in kurzen Rollenspielen die Grundlagen der Psychotraumatologie und Trauerreaktionen in Abgrenzung zu Traumareaktionen kennen. Zudem ging es um die Übertragung von Gefühlen wie Hilflosigkeit und Ohnmacht auf professionelle Helfer und deren Auswirkung auf die Arbeit. Auch traumapädagogische Vorgehensweisen spielten eine Rolle. Zu den weiteren Themen zählten „Psychohygiene“ und „Selbstschutz“. Das Seminar machte passende Verhaltensweisen in der Schule verständlich und erläuterte Verhaltensstrategien für die Bezugspersonen von Traumaerfahrenen. Eigene Fallbeispiele der Teilnehmenden rundeten die Veranstaltung ab.

In mehreren Vorträgen ging es um die Zusammenarbeit mit Familien.

2019


Erfolgreicher Fachtag zum Thema „Mit Familien kooperieren – wie kann’s gehen?“

7. November 2019 – Wie ticken Familien von heute? Mit dieser Frage haben sich über 130 Fachkräfte aus den Bereichen Kindertagesstätte, Schule, Schulsozialarbeit, Familienbildung, Kinder- und Jugendarbeit sowie aus Betrieben der Region im Rahmen des Fachtages zum Thema „Mit Familien kooperieren – wie kann’s gehen?“ in den Räumlichkeiten der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) beschäftigt.

Für die Fachkräfte in den sozialen Bereichen ist die Zusammenarbeit mit Familien wesentlich, stellt die Expertinnen und Experten in der täglichen Praxis jedoch auch immer wieder vor neue Herausforderungen: Zum Beispiel ist es häufig schwierig, die Eltern zu erreichen und so Unterstützung in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen zu erhalten.

Nach der Eröffnung durch Reinhard Goldbach, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales der Stadt Hagen, und Thomas Haensel, Geschäftsbereichsleiter Berufliche Bildung der SIHK, sowie zwei Fachvorträgen erarbeiteten die Fachkräfte in Workshops konkrete Lösungs- und Handlungsansätze.

Der städtische Fachbereich Jugend und Soziales, die agentur mark sowie die SIHK planten und führten den Fachtag auf Initiative des Kinderschutzforums durch.

Das Wald-Sprachcamp im Flyer-Wald. Quelle:(Stadt Hagen:Facebook Hagen-Meine Stadt)

Die Stadt Hagen berichtet auf facebook vom Wald-Sprachcamp in den Herbstferien

24.Oktober 2019- Vom 14. bis 25. Oktober 2019 fand das „Wald-Sprachcamp“ für Grundschulkinder im Alter von acht bis elf Jahren im Fleyer Wald statt. Lehrkräfte der Hagener Grundschulen wählten die 35 Kinder aus, welche am Herbstferienprojekt des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Hagen teilnehmen durften.

Basierend auf den positiven Erfahrungen der „Iserlohner Waldschule“ fand das Pilotprojekt erstmals in Hagen statt. Silke Krüger, zertifizierte Waldpädagogin, hatte die Projektgestaltung erarbeitet und führte dieses Angebot gemeinsam mit fünf weiteren waldpädagogischen Kräften durch.

Neben der sprachlichen Förderung im außerschulischen Kontext sollten alle Teilnehmenden die Natur auf spielerische Weise erleben. Sie lernten im Laufe des Projektes Tiere sowie Pflanzen des Waldes kennen und übten durch den Umgang mit anderen Kindern sowie den pädagogischen Fachkräften in Kleingruppen intensiv die deutsche Sprache. Die Waldpädagogik zielt zudem auf die Förderung motorischer und haptischer Fähigkeiten ab.

Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen förderte das Projekt über das Landesjugendamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.


23.10.2019

Wir waren heute mit Waldpädagogin Silke Krüger im "Wald-Sprachcamp" des kommunalen Integrationszentrums (KI) Hagen und haben 35 Grundschulkinder von acht bis elf Jahren in den Fleyer Wald begleitet.

In kleineren Gruppen konnten die Kinder den Wald erkunden, sich ausprobieren und dabei lernen, die Natur erfahren, ihre Sprachkompetenz ausbauen und im Team Probleme lösen. Stolz haben sie uns ihr "Wald-Wohnzimmer" gezeigt mit selbst gebastelten Möbeln und Dekoration aus Bäumen und Blättern. Auch Spielplätze haben sie gebaut, heute kam die große Matsch-Rutsche hinzu. Angeleitet wurden sie dabei durch pädagogische Fachkräfte, von denen sie spielerisch alles über Pflanzen und Tiere erfuhren. Hättet ihr gewusst, warum man einen Wald-Mülleimer sehr gut aus Haselnusssträuchern bauen kann?

Zum Mittagessen ging es ans Lagerfeuer und auch hier wurde gebastelt und gewerkelt. Am Freitag endet die schöne Zeit im Wald schon wieder. Die Kinder nehmen aus diesen Herbstferien viele schöne Momente, Spaß und Freude an der Natur mit.


Quelle: facebook Hagen-Meine Stadt. https://www.facebook.com/Hagen.Westfalen/


https://www.facebook.com/media/set/?set=a.2486429871410660&type=3&__tn__=-UC-R

https://www.facebook.com/pages/Fleyer-Wald/185738074784473?hc_ref=ARTwi-iPI8loo2NgAkacYx4K0BIwy2-uIZ3VLvjOFtTJU63dsCRp89qmUyogBg3BU0U&fref=tag&__tn__=kC-R

Prof. Josef Leisen, OStD a.D., ehemaliger Leiter des Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien in Koblenz und Professor für Didaktik der Physik an der Universität Mainz. (Foto: Stadt Hagen)

"Erfolgreicher Auftakt der Fortbildungsreihe „Sprachsensibles Unterrichten in allen Fächern“

15. Oktober 2019 - Kurzweilig und leicht verständlich über das Thema Sprachbildung informieren - dies gelang dem Referenten, Prof. Josef Leisen, beim Auftakt der Fortbildungsreihe zur Sprachbildung „Sprachsensibles Unterrichten in allen Fächern" (Schuljahr 2019/20). 45 Teilnehmer waren in das Rathaus an der Volme gekommen und auch für die kommenden Termine werden zahlreiche Gäste erwartet.

Die nächste Veranstaltung findet am Dienstag, 19. November, zum Thema „Sprachbildung im Mathematikunterricht" statt. Referentin ist Prof. Susanne Prediger. Anmeldungen nimmt das Kommunale Integrationszentrum (Gabriele Karpa) unter Telefon 02331/207-5567 oder E-Mail gabriele.karpa@stadt-hagen.de entgegen.

Veranstalter der Fortbildungsreihe ist das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen in Kooperation mit dem Kompetenzteam Hagen. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Interreligiöser Spaziergang informiert über Weltreligionen

11. Oktober 2019 – In Hagen gibt es viele verschiedene Glaubensgemeinschaften, darunter auch die drei großen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Um die Grundzüge dieser in Hagen gelebten Weltreligionen kennenzulernen, lud das Kommunale Integrationszentrum, als einer der Mitveranstalter der Interkulturellen Woche, im September zu einem interreligiösen Spaziergang ein.

Rund 15 interessierte Bürgerinnen und starteten den Spaziergang in der griechisch-orthodoxen Kirche. Nach Besichtigung der pittoresken Kirche und Informationen zu orthodoxen Kirchen, konnten die Teilnehmenden bei einer kulinarischen Stärkung den Ausblick von der Elfriedenhöhe auf Hagen genießen. Im Anschluss ging es weiter zur jüdischen Gemeinde in Hagen. Hier wurden die Teilnehmer mit viel Wissen und Humor vom Gemeindevertreter zum Austausch eingeladen. Als letzte Station ging es in die Islamische Gemeinde Hagen e. V.. Hier wurde durch eine lebhafte Vorstellung das Gemeinde- und Vereinsleben an der Fehrbelliner Straße näher gebracht. In geselliger Runde mit Getränken und Leckereien fand der Spaziergang seinen gelungenen Abschluss.

Kommunales Integrationszentrum: Projekt klärt Eltern über Mitwirken in Schule und Kita auf

11. Oktober 2019 – Rund 30 Eltern aus unterschiedlichen Migrantenselbstorganisationen nahmen im September an der Auftaktveranstaltung zu dem Projekt „Eltern mischen mit – Mitwirken heißt verändern!“ des Elternnetzwerkes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit den Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen im Rathaus an der Volme teil.

Das Engagement von Eltern in Schule und Kindertageseinrichtungen übt einen positiven Einfluss auf den Erfolg von Kindern aus. Vielen Eltern fällt es nicht leicht, die komplexen Systeme, Schule und Kita, zu durchschauen. Sie kennen ihre Rechte nicht und sind unsicher, wie sie sich beteiligen und Einfluss nehmen können. An dieser Stelle schafft das Projekt „Eltern mischen mit – Mitwirken heißt verändern!“ Aufklärung.

Durch die Auftaktveranstaltung bekamen interessierte Eltern Informationen über die Inhalte und den Ablauf einer Qualifizierung als Elternmultiplikatoren, lernten die Dozenten und beteiligten Partner kennen und konnten ihre Fragen und Wünsche aktiv einbringen und diskutieren. Am Ende konnten die Eltern, die Interesse an einer Qualifizierung als Elternmoderatoren hatten, einen Steckbrief als Bewerbung ausfüllen.

Projekt „FIT in Deutsch“ erfolgreich in Hagen durchgeführt

12. August 2019 – Am Freitag endete für 25 Grundschulkinder mit Zuwanderungsgeschichte ein zweiwöchiges „FerienIntensivTraining in Deutsch“, das vom Jungendmigrationsdienst der AWO durchgeführt und durch das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen koordiniert wurde. Das Sprachförderangebot wird vom Ministerium für Schule und Bildung NRW finanziell bezuschusst. Die Sprachlernbegleiter*innen haben vorab eine qualifizierte Schulung erhalten.


Nach dem ersten Kennenlernen der Kinder, welche aus verschiedenen Schulen im Stadtgebiet kamen, erfolgte die Erarbeitung von Gruppenregeln und Ritualen, die ein konstruktives Miteinander ermöglichten. Die Kinder konnten danach in einem Mix aus Theorie und Praxis lernen und ausprobieren, wie man zum Beispiel eine Straße sicher überquert oder mit dem Bus fährt. Ebenfalls wurde im Rollenspiel das Vokabular trainiert, wie man sich ein Eis kauft, bevor anschließend der Gang zur Eisdiele erfolgte. Auch motorische Fähigkeiten wurden geschult, indem persönliche „Schatzkisten“ gestaltet wurden oder – für viele Kinder erstmalig - mit Wasserfarben gemalt wurde.


Die Resonanz der Kinder war durchweg begeistert und es gab in den ersten Tagen eine große Nachfrage weiterer Familien, deren Kinder gerne auch teilgenommen hätten. In den Herbstferien wird es erneut einen Kurs geben, der sich an Jugendliche richtet.

Theater Ulüm spielte das Stück "HOCHDEUTSCHtürkisch" vor ca. 120 Besucher*innen. (Foto: Belgin Dikilitas)

Theateraufführung „HOCHDEUTSCHtürkisch, Alter was geht?“

29. Juni 2019- Am 29.06.2019 präsentierte das Theater Ulüm die Theater-aufführung ‎"HOCHDEUTSCHtürkisch" in der Aula des Ricarda-Huch-Gymnasium‎s.

Diese wurde vom Integrationsrat und dem Kommunalen Integrationszentrum in Hagen im Rahmen des SCHWARZWEISSBUNT-Festivals organisiert.

Der Vorsitzende des Integrationsrates, Herr Sükrü Budak eröffnete die Theateraufführung. In seiner Begrüßung wies er auf die Bedeutung, Struktur und die Aufgaben des Integrationsrates in der Kommune hin. Im Weiteren machte er auf die Integrationsratswahl im Jahr 2020 aufmerksam und lud die Menschen mit Migrationshintergrund ein, eine aktive Rolle in der Kommunalpolitik durch den Integrationsrat einzunehmen.

Die Theateraufführung war gut besucht, es kamen ca.120 Besucher*innen.

Das Theaterstück ist eine Komödie, in der die Diskriminierung in Deutschland und die über 57-jährige Migrationsgeschichte der „Deutsch-Türken“ betrachtet werden.


Über das Theater Ulüm:

„Die Stücke wurden von Aydin Engin geschrieben, der 12 Jahre lang in Frankfurt gelebt hat. Derzeit arbeitet er in Istanbul als Kolumnist. Die Stücke sind musikalische Komödien. ‎

Die Themen, die das Theater Ulüm für wichtig hält und auf die Bühne bringt, sind ‎folgende: ‎Integration, Zweisprachigkeit, Generationskonflikte, doppelte Staatsbürgerschaft, ‎Männergesellschaft, Frauenrechte, Erziehungsprobleme usw. Theater Ulüm nimmt zudem ‎Ängste und Vorurteile auf die Schippe.‎"

Holger Flick und Petra Meyer-Goldbach informierten die Mitglieder des Netzwerkes über das vielfältige Angebot der VHS. (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen)

Gewinnbringender Austausch: „So lernen wir uns kennen“

12. Juli 2019 – In den Dialog eintreten, austauschen und vernetzen – das ist das erklärte Ziel eines Netzwerkes, welches das Kommunale Integrationszentrum und die Pressestelle der Stadt Hagen vor fünf Jahren ins Leben gerufen haben. Wie gewinnbringend dieser Austausch ist, wurde einmal mehr beim jüngsten Treffen deutlich, das diesmal bei der Volkshochschule Hagen in der Villa Post stattfand.


Während einige Mitglieder des Netzwerkes, welches den Austausch zwischen den Akteuren in der Verwaltung, den Migrantenselbstorganisationen und den lokalen Medien fördert, noch nie mit dem Angebot der VHS in Berührung gekommen waren, hatten andere schon an Kursen teilgenommen, mit der VHS zusammen für ihren Verein ein Angebot entwickelt oder waren selbst mal als Dozent tätig. Erstaunt waren aber alle über das vielfältige Angebot, das die Volkshochschule im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens anbietet. Der Austausch begann mit einem kurzen Film, der bei einem Tag der offenen Tür der VHS entstanden war und sehr kurzweilig einen kleinen Einblick ins vielfältige Angebot bot. Holger Flick, Studienleiter für Politik, Geschichte, Recht und Finanzen, verwies danach auf einige Punkte im Programm und lud die Mitglieder ein, eines der 100 kostenlosen Angebote, die es nur im Jubiläumsjahr gibt, zu besuchen. Studienleiterin Petra Meyer-Goldbach informierte im Anschluss über Integrationskurse und Deutsch als Fremdsprache und stand danach den Mitglieder für Einzelgespräche zur Verfügung. Meyer-Goldbach kennt die zahlreichen Hürden zum Beispiel für die Anerkennung einer beruflichen Qualifikation nur zu gut. Immer wieder kommt es daher vor, dass sie über den eigentlichen VHS-Kurs unterstützt, in dem sie zum Beispiel an zuständige Behörden verweist.


„Bislang kannten wir uns nicht, aber so lernen wir uns kennen“ – diese Aussage war während des Treffens häufiger zu hören und unterstreicht, wie wichtig der Dialog, den das Netzwerk anstieß und fortlaufend unterstützt, in einer Stadt wie Hagen ist, in der Menschen aus mehr als 130 Nationen zusammenleben. Öffentlichkeitsarbeit kann aus Sicht der Pressestelle der Stadt Hagen nur erfolgreich sein, wenn auch Menschen mit Einwanderungsgeschichte erreicht und aktiv bei der gesellschaftlichen Teilhabe unterstützt werden.

Das Kinderfest lockte viele kleine Besucher in den Volkspark, wo es verschiedene Aktionen gab.

Erfolgreiches internationales Kinderfest im Volkspark

30. April 2019 – Gut besuchtes Kinderfest: Auch in diesem Jahr organisierte der Demokratisch-Türkische Bund e.V. in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Hagen das internationale Kinderfest im Volkspark. Das Fest lockte viele kleine Besucher an, die sichtlich Spaß an dem bunten Bühnenprogramm und den verschiedenen Aktionen und Angeboten hatten.

Das Kinderfest findet jährlich im Rahmen des türkischen Kindertages statt, der am 23. April gefeiert wird. Anlass des Kindertages ist die Eröffnung des ersten türkischen Parlaments am 23. April 1920. Seit 1979 wird der Kindertag auch auf internationaler Ebene unter der Beteiligung von Kindern aus allen Nationen gefeiert.

Alle Beteiligten des "Smart-Mob" bildeten auf dem Friedrich-Ebert-Platz ein großes Friedenszeichen, sangen Lieder und präsentierten Plakate für Vielfalt und gegen Rassismus.

„Smart Mob“ am „Tag gegen Rassismus“

22. März 2019 – Das Hagener Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, bestehend aus 13 Hagener Schulen und unter der Koordination des Kommunalen Integrationszentrums, veranstaltete gestern (21. März) einen „Smart-Mob“ auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Damit wurde am „Tag gegen Rassismus“ ein klares Zeichen für Toleranz gesetzt.


Neben zahlreichen Schülerinnen und Schülern nahmen auch Mitglieder von Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, und Migrantenselbstorganisationen sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger teil. Dabei bildeten alle Beteiligten ein großes Friedenszeichen und sangen Lieder. Zudem wurden Plakate für Vielfalt und gegen Rassismus präsentiert.

Der „Tag gegen Rassismus“ geht auf den 21. März 1960 zurück, als rund 200.000 Menschen im amerikanischen Sharpeville gegen die Apartheid demonstriert haben. Trotz der friedlichen Demonstration eskalierte die Situation und es verloren 69 Menschen ihr Leben, viele weitere wurden verletzt. Sechs Jahre später rief die UNO den 21. März als internationalen Gedenktag gegen Rassismus aus.


Die internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 11. bis zum 24. März statt. In diesem Zeitraum wird der Opfer von Rassismus gedacht und mit vielfältigen Aktionen die weltweite Solidarität der Gegner von Rassismus demonstriert.

Interkultureller Fortbildungstag

27. Februar 2019 – „Interkulturell kompetent – aber wie?“ Zu diesem Thema fand eine Fortbildungsveranstaltung in der Kaufmannsschule 1 statt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum, dem Bildungsbüro der Stadt Hagen und dem Jugendring Hagen durchgeführt.


Insgesamt 40 Personen – darunter Vertreter von Schulen, Kindertagesstätten und der Sozialarbeit sowie weitere interkulturell Interessierte – nahmen daran teil. Dabei beschäftigten sie sich mit dem Begriff „Transkulturalität“ und bekamen von Referentin Mehrnousch Zaeri-Esfahani wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Migrations- und Kulturforschung sowie der Psychologie präsentiert. Anschauliche Beispiele aus dem Alltagsleben der Menschen vertieften die Thematik. Aufgegriffen wurden Fragen, wie „Wirkt sich kulturelle Erziehung auf die Wahrnehmung, Logik und Beurteilung von Ereignissen aus?“ oder „Wie kann das deutsche Hilfe- und Bildungssystem Eltern in das Bildungsgeschehen der Kinder stärker einbeziehen?“

2018


Vortrag zu interkultureller Väterarbeit

21. Dezember 2018 – Reger Austausch zu interkultureller Väterarbeit: Das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen organisierte in den Räumen der Hellenisch-Orthodoxen Mission Deutschlands in Hagen eine Veranstaltung zum Thema interkulturelle Väterarbeit.


Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Migrantenselbstorganisationen sowie Fachkräfte waren gekommen, um den Vortrag „Erfolge interkultureller Väterarbeit. Ressourcen sehen und Praxis entwickeln“ von Dr. Michael Tunc vom Fachbereich Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt zu verfolgen. Er thematisierte, dass Vätern mit Migrationshintergrund seltener fürsorgliche Väterlichkeit zugetraut werde und in öffentlichen Diskursen viele Stereotype kursieren, die sich in aktueller Väterforschung nicht bestätigen würden. Dr. Tunc stellte zudem Erkenntnisse migrationssensibler Väterforschung sowie Praxiserfahrungen aus dem Projekt „Praxisforschung für nachhaltige Entwicklung interkultureller Väterarbeit in Nordrhein-Westfalen“ vor. Außerdem informierte Natalia Keller vom Fachbereich Jugend und Soziales die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über unterschiedliche Projektanträge und -mittel für das Jahr 2019 und stellte die damit verbundenen Antragsmodalitäten vor.

Geschwister-Scholl-Schule als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet

6. Dezember 2018 – Die Geschwister-Scholl-Schule Hagen wurde heute (6. Dezember) mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Die Urkunde überreichte die im Kommunalen Integrationszentrum angesiedelte Regionalkoordination Hagen im Namen der Bundeskoordination.

Die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie schulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mehrheitlich dafür gestimmt, Teil des bundesweiten Netzwerks gegen Rassismus und Diskriminierung aller Art zu werden. Als 13. Schule in Hagen ist die Geschwister-Scholl-Schule nun eine von fast 3000 Courage-Schulen in Deutschland. Die Patenschaft haben Dr. Klaus Fehske und Dr. Christian Fehske von der Internationalen Apotheke übernommen und werden die Schülerschaft in ihren Aktivitäten und Projekten unterstützen. Mit einer Luftballon-Aktion hat die Schulgemeinde die feierliche Titelübergabe unter großem Jubel abgeschlossen.

Fachkräfte und Mitarbeiter der Stadt Hagen sowie von sonstigen Institutionen beschäftigten sich mit dem Thema der EU-Zuwanderung.

Perspektivenwechsel schaffen: Workshops zur EU-Binnenmigration

9. November 2018 – Im Zuge der Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien finden Roma in Hagen eine neue Heimat. Damit gehen für Mitarbeiter und Fachkräfte möglicherweise Herausforderungen einher, welche sich beispielsweise durch generalisierende und stereotypisierende Wahrnehmungen gegenüber Roma charakterisieren lassen. Derartige Wahrnehmungen können ein (zusätzliches) Integrationshemmnis bilden. Um hierbei entgegenzuwirken und einen Perspektivenwechsel zu schaffen, hat das Kommunale Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen den Workshop „Herausforderungen und Handlungsoptionen im Kontext der EU-Binnenmigration aus Rumänien und Bulgarien“ organisiert.


Der Workshop wurde im September und November angeboten. Teilgenommen haben 50 Fachkräfte und Mitarbeiter der Stadt Hagen sowie von sonstigen Institutionen, die sich mit dem Thema der EU-Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien beschäftigen. Die eingeladenen Referenten, Sami Dzemailovski aus Düsseldorf und Christoph Leucht aus Berlin, verfügen über spezifisches Wissen zur Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien, das sie im Rahmen des ROMACT-Programms des Europarats in zahlreichen Kommunen vermittelten.


In ihrer Eröffnung der Workshops betonte Güler Kahraman, Leiterin des KI Hagen, die hohe Relevanz, Fachkräfte und Mitarbeiter in Berührung mit der Zuwanderung von Roma gegen antiziganistische Ansätze zu sensibilisieren. Die Referenten informierten zu den Rahmenbedingungen der EU-Binnenmigration aus Rumänien und Bulgarien und zeigten Stereotypen über Roma mit einhergehenden Konsequenzen auf. Der zweite Workshop gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Gelegenheit, mit städtischen Sprach- und Kulturmittlern des Quartiersmanagements und des KI ins Gespräch zu kommen, die im Bereich der Zuwanderung aus Südosteuropa arbeiten und selbst Angehörige der Roma-Minderheit sind.

Prof. Dr. Agyro Panagiotopoulou von der Universität Köln hielt einen Vortrag zum Thema "Gelebte Mehrsprachigkeit".

Gelebte Mehrsprachigkeit in Institutionen frühkindlicher und schulischer Bildung

7. November 2018 – Die mehrsprachige Erziehung ist keine Besonderheit, im Gegenteil – sie gehört zum Alltag unserer Gesellschaft. Welche Herausforderungen für migrationsbedingt mehrsprachige Kinder existieren und wie die Wertschätzung der Familiensprachen gestärkt werden kann, beleuchtete der Fachtag im Rathaus an der Volme, den die Abteilung „Tagesbetreuung für Kinder“ und das „Kommunale Integrationszentrum“ der Stadt Hagen als Kooperationspartner, veranstalteten.

Bildungsdezernentin Margarita Kaufmann eröffnete den Fachtag und brachte in ihrer Begrüßung den Mehrwert von sprachlicher Vielfalt und Mehrsprachigkeit zum Ausdruck. Über 60 Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen und Schulen unterschiedlicher Träger verfolgten den anschließenden Vortrag zum Thema „Gelebte Mehrsprachigkeit“ von Prof. Dr. Agyro Panagiotopoulou von der Universität Köln.

Panagiotopoulou, die international vergleichende Forschungsprojekte, unter anderem in Deutschland, Griechenland und Finnland durchgeführt hat, betonte die frühe Förderung der sprachlichen Ressourcen sowie die Notwendigkeit, Mehrsprachigkeit im Sinne der inklusiven Bildung und Erziehung als Normalfall anzusehen.


Im Anschluss an den Vortrag nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an thematischen Workshops teil („Gelebte Mehrsprachigkeit“ und „Griffbereit & Rucksack KiTa“), in denen die sprachwissenschaftliche Theorie an Beispielen aus der praktischen Arbeit verdeutlicht wurde. Nach der gelungenen Veranstaltung konnten die Beteiligten viel Motivation mit in ihre Einrichtungen nehmen.

Marianne Booke (Fachgebietsleiterin „Stadtentwicklung“) stellt den Hagener Migrantenselbstorganisationen das ISEK vor. Foto: Clara Berwe

Migrantenselbstorganisationen informieren sich über „HAGENplant2035"


In den Dialog eintreten, vernetzen und so eine gelungene Teilhabe an der Stadtgesellschaft fördern - das ist das erklärte Ziel eines Netzwerkes, welches das Kommunale Integrationszentrum und die Pressestelle der Stadt Hagen für Migrantenvereine, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und die lokalen Medien im Sommer 2014 ins Leben gerufen haben. Das jüngste Netzwerktreffen im Vereinsheim des Alevitischen Kulturvereins e.V. in der Hindenburgstraße nutzten die Teilnehmer, um sich über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) „HAGENplant2035“ zu informieren.


„Das ISEK geht der Frage nach, wie wir uns als Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft in Hagen bis zum Jahr 2035 aufstellen möchten“, erklärte Marianne Booke, Fachgebietsleiterin „Stadtentwicklung“ bei der Stadt Hagen. „Bislang wurden Bürgerschaft und Fachexperten in eigens veranstalteten Foren und Werkstätten sowie online in den Prozess eingebunden. Momentan geht das Konzept durch die unterschiedlichen Gremien.“ Im nächsten Jahr findet eine zweite Phase der Onlinebeteiligung für Bürgerinnen und Bürger statt, die auf ein großes Interesse bei den Teilnehmern des Netzwerkes gestoßen ist. Der Internetauftritt des ISEK ist unter www.plan-portal.de/hagen aufrufbar. Nachdem Booke ihren Kurzvortrag über ISEK beendet hatte, stellten sich die teilnehmenden Vereine sowie der Alevitische Kulturverein als Gastgeber vor. Das Netzwerktreffen klang durch die Bewirtung des Vereins mit leckeren Speisen und Getränken sowie einem regen Austausch der Teilnehmer aus.


Es sind diese Verbindungen, die deutlich machen, wie wichtig der Dialog, den das Netzwerk angestoßen hat und fortlaufend unterstützt, in einer Stadt wie Hagen ist, in der Menschen aus mehr als 130 Nationen leben. Öffentlichkeitsarbeit kann aus Sicht der Stadt Hagen nur erfolgreich sein, wenn auch Menschen mit Einwanderungsgeschichte erreicht und aktiv bei der gesellschaftlichen Teilhabe unterstützt werden.

Bildungserfolg von Kindern: Soziale Herkunft spielt immer noch eine sehr starke Rolle

11. Oktober 2018 - Statistisch gesehen sind sie unwahrscheinlich: Berufliche Karrieren von Bildungsaufsteigern. Mit welchen Herausforderungen diese konfrontiert sind und ob Migranten zusätzliche Barrieren bewältigen müssen, beleuchtete ein Vortrag, den das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Hagen im Rathaus an der Volme veranstaltete.


Prof. Dr. Ahmet Toprak und Dr. Christina Möller, die selbst den Bildungsaufstieg in höhere Positionen trotz ihrer sozialen Herkunft schafften, zeigten mit wissenschaftlichen Befunden aus der Bildungsforschung auf, dass obwohl es in den vergangenen Jahren eine Verbesserung gab, der sozioökonomische Hintergrund immer noch eine sehr starke Rolle beim Bildungserfolg von Kindern spielt.


Kinder aus Arbeiterfamilien und bildungsfernen Hintergründen haben immer noch eine vielfach geringere Chance, einen hohen Bildungsabschluss oder gar eine Professur zu erreichen als Kinder aus Akademikerfamilien. Anhand ihrer eigenen Biographien zeigten Prof. Dr. Toprak (Ausschnitte aus seinem neuen Buch „Auch Alis werden Professor“ wurden verlesen) und Dr. Möller, beide ehemalige Hauptschüler, jedoch auf, dass es trotzdem möglich ist, den (Bildungs-) Aufstieg zu schaffen. Hierfür aber Mentoren aus dem Bildungsbereich oder hohen gesellschaftlichen Positionen eine starke Rolle spielen, um den Glauben an sich und die eigenen Fähigkeiten zu stärken.

Vortrag fordert Umdenken in Migrationsgesellschaft

27. Juni 2018 - „Migration ist überall sichtbar und normal.“ Das stellte Prof. Dr. Astrid Messerschmidt, Erziehungswissenschaftlerin der Bergischen Universität Wuppertal, bei ihrem Vortrag „Von der Integration zur Partizipation - Umdenken in der Migrationsgesellschaft“ in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen im Rathaus an der Volme heraus.

Dabei geht die Wissenschaftlerin ausführlich auf die Geschichte der Einwanderung in Deutschland ein und erklärt, inwieweit Migrationsbewegungen sowohl in der Vergangenheit als auch heute das Land und die Gesellschaft sowohl von innen als auch von außen veränderten. Sie erklärt, dass Zuwanderung in unserer Demokratie zu einem gelingenden Prozess gesellschaftlicher Entwicklung werden kann, wenn Politik, Bürgerschaft und Institutionen sich aktiv daran beteiligen. Die Expertin berichtet, dass erste Beobachtungen zeigen, dass sich in verschiedenen Institutionen die Positionen bereits wandeln und Schulen, Redaktionen, Verwaltungen, sowie Stadträte, Landtage und der Bundestag vielfältiger aufgestellt sind. „Die ,neuen Deutschen1 und Personen mit mehr als einer kulturellen und nationalen Zugehörigkeit bringen sich immer mehr in unsere Gesellschaft ein“, sagt Messerschmidt. „So divers unsere Städte sind, so bunt ist unser Alltag und so normal ist Migration.“

Netzwerk „Schule ohne Rassismus" - Regionalkoordination benannt

20. Juni 2018 - Aktiv gegen alle Formen von Diskriminierung vorgehen. Dies ist das erklärte Ziel des bundesweiten Netzwerkes „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Aufgrund des starken Wachstums des Netzwerkes - allein in NRW beteiligen sich über 700 Schulen, zwölf davon in Hagen - werden die vorhandenen Strukturen angepasst und so genannte Regionalkoordinationen benannt.

Am Rande eines Netzwerkstreffens für die Berufskollegs wurden fünf weitere Regionalkoordinationen im Regierungsbezirk Arnsberg von der Bundeskoordination benannt.

Für die Stadt Hagen nahm das Kommunale Integrationszentrum als Träger der Regionalkoordination die Ernennungsurkunde entgegen. Wolfgang Brust betonte für die Bundeskoordination die Bedeutung der Arbeit des Courage-Netzwerks, auch um der momentan zu beobachtenden Gegenbewegung gegen erfolgreiche Integration von Zugewanderten etwas entgegenzusetzen.

Bis Ende September werden insgesamt rund 40 Regionalkoordinationen in NRW als Ansprechpartner für die Beratung und Vernetzung der Courage-Schulen bereit stehen.

Fachkräfteforum zu Integrationsmaßnahmen für Menschen aus Südosteuropa

2. März 2018 - Dem Thema „Zuwanderung aus Südosteuropa“ kommt gegenwärtig eine hohe Aufmerksamkeit zu. Auf reges Interesse stieß daher eine Veranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Hagen im Rathaus an der Volme. In Kooperation mit der Landesweiten Koordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren (LaKI) begrüßte Güler Kahraman, Leiterin des KI, rund 80 Fachkräfte zu der Veranstaltung, die unter dem Motto „Fragestellungen und Maßnahmen zur Integration zugewanderter Menschen aus Südmittelosteuropa (SMOE) vor dem Hintergrund dortiger Lebensbedingungen, Bildungsstandards und Lerntraditionen am Beispiel Rumäniens“ stand.

Nach Grußworten von Susanne Blasberg-Bense, Abteilungsleiterin des Ministeriums für Schule und Bildung, und Natalia Keller, Abteilungsleiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales der Stadt Hagen, hielt Dr. Rolf Willaredt, Mitarbeiter der LaKI, einen Vortrag über das Land Rumänien. Durch die eigenen Erfahrungen vor Ort sowie seine Fachkenntnisse erhielten die Teilnehmer einen umfassenden Überblick über die Lebensbedingungen und Bildungsstrukturen Rumäniens. Ergänzend hielten die Mitglieder der Hagener Uni50plus-Gruppe Kurzvorträge mit eindrucksvollem Bildmaterial, das sie während ihrer zwei Rumänienreisen unter der Leitung von Dr. Rolf Willaredt sammelten. Dagmar Speckmann, Marie-Luise Borchmann, Dr. Marianne Groten und Klaus Hirschberg berichteten von ihren Erfahrungen bei Besuchen von Roma- Siedlungen. Dabei vermittelten sie plastische Einblicke sowie Hintergründe zum Alltag der Roma-Gemeinschaften.


Nach den Vorträgen konnten sich die Teilnehmer an acht Expertentischen zu unterschiedlichen Projekten und Integrationsansätzen informieren. Annamaria Papp-Derzsi, Mitarbeiterin der LaKI, stellte die Projekte „Rucksack“ und „Griffbereit“ zur Elternbeteiligung Schule vor. Für weitere Fragen über Rumänien stand Dr. Rolf Willaredt ebenfalls zur Verfügung. Am Stand der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Hagen informierte Mitarbeiterin Sara Brandstedt über schulpsychologische Unterstützungsmaßnahmen zur Integration durch Bildung. „Von der Alphabetisierung bis zum Regelunterricht“ - von ihren Erfahrungen in der Unterrichtspraxis in der Sekundarstufe I berichteten Miriam Osterfeld, Susanne Escher und Tanja Velgiovic von der Realschule Hagen-Halden. Über Maßnahmen gegen Schulabsentismus informierte Anja Krüselmann von der Grundschule Im Kley. An zwei Expertentischen stellte das Quartiersmanagement Hagen die eigene Arbeit vor: Gabriele Schwanke und Maximiliam Adams berichteten über ihre Arbeit im Allgemeinem und Myuslyum Asan und Andreas Binderlegten legten den Fokus speziell auf ihre Tätigkeit als muttersprachliche Sprach- und Kulturmittler. Zudem stellten Erika Wienand und Silvia Spitzer, Mitarbeiterinnen der Caritas Hagen, das Projekt „BiBer - Bildungs- und Beratungsangebote für neu Zugewanderte“ vor.

Die rege Teilnahme während der Vorträge sowie an den Expertentischen zeigte, dass die Teilnehmer ein hohes Interesse an Informationen zu dem Thema haben. Das KI der Stadt Hagen plant dieses Jahr weitere Veranstaltungen, um den Informations- und Weiterbildungsbedarf der Fachkräfte abzudecken. Weitere Schwerpunktthemen sind dabei Kindertagesstätten sowie die frühe Bildung.

(erste Reihe von re.) Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Staatssekretärin Serap Güler und KI-Leiterin Güler Kahraman. (Foto: Clara Berwe/Stadt Hagen)

Staatssekretärin für Integration Serap Güler besucht Kommunales Integrationszentrum Hagen

20. Februar 2018 - „Das Kommunale Integrationszentrum Hagen stellt innovative Angebote und Projekte bereit.“ Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, zeigte sich von der Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums (KI) der Stadt Hagen beeindruckt. Bei ihrem Besuch in Hagen tauschte sich die Staatssekretärin unter anderem mit Oberbürgermeister Erik O. Schulz, dem Leiter des Fachbereichs Jugend und Soziales, Reinhard Goldbach, sowie der Leiterin des KI, Güler Kahraman, über die Arbeit des Zentrums und aktuelle Themen bezüglich Bildung und Integration aus.

Dabei stellten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Integrationszentrums mit ihren einzelnen Arbeitsfeldern vor. OB Schulz blickte bei aller Wertschätzung für die geleistete Arbeit in die Zukunft, in dem er anmerkte, dass das Ziel eigentlich sein müsste, ohne solche Zentren auszukommen, indem alle Bürgerinnen und Bürger die gleichen Voraussetzungen und damit Chancen hätten.

Standort & Erreichbarkeit

Kommunales Integrationszentrum

Berliner Platz 22

58089 Hagen


Tel.: 02331 / 207-5566

Fax: 02331 / 207-2054

Termine nach Vereinbarung

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