Aktuelles: Einladung zur Informations- und Diskussionsveranstaltung zur politischen Partizipation


„Politische Partizipation und Identifikation“ unter diesem Titel lädt der Integrationsrat Hagen am Montag, 02.03.2020, um 16:00 Uhr, ins Rathaus an der Volme (Lobby), Rathausstr.13, 58095 Hagen zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Uslucan.

Prof. Uslucan ist Professor für Moderne Türkeistudien und Integrationsforschung in der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Duisburg-Essen und Wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung.


In seinem Vortrag wird er spezifisch der Frage nachgehen, wie erreicht werden kann, dass Zugewanderte Deutschland als ihr Zuhause empfinden können, wie eine politische und soziale Teilhabe gestärkt werden kann bzw. welche Hemmnisse hierbei abgebaut werden müssen.


Diese Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte sowie an die interessierte Öffentlichkeit (ab 18 Jahre).

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten unter: 02331 2074436 oder Faten.Alzahr@stadt-hagen.de .


Einladungs-Flyer

Der Integrationsrat der Stadt Hagen. Foto: Michael Kaub Der Integrationsrat der Stadt Hagen. Foto: Michael Kaub

Integrationsrat Hagen


Der Ausländerbeirat der Stadt Hagen wurde 1985 gegründet, was den ersten Schritt in Richtung politische Teilhabe von Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Hagen darstellt. Im Jahre 2004 löste der Integrationsrat den Ausländerbeirat ab. Die Mitglieder des Integrationsrates werden alle fünf Jahre gewählt. Er besteht aus 14 gewählten, ehrenamtlich tätigen Vertreter*innen und sieben Ratsmitgliedern der Stadt Hagen. Menschen, die aus den unterschiedlichsten Ländern eingewandert sind, beteiligen sich aktiv in diesem politischen Gremium, das sich für die Interessen der Hagener Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte einsetzt.


Ansprechperson ist die Geschäftsführerin des Integrationsrates Faten Alzahr


Sükrü Budak, Vorsitzender des Integrationsrates:

„Kommunales Wahlrecht für alle! Durch die Änderung der Landesverfassung haben die EU-Bürger das Landtagswahlrecht bekommen. Aber was ist mit den übrigen Migranten, die noch nicht einmal auf kommunaler Ebene an der demokratischen Willensbildung mitwirken können? Es ist mit den Grundsätzen einer demokratischen Gesellschaft unvereinbar, dass Menschen, die seit Jahren in Deutschland leben und ihre staatsbürgerlichen Pflichten erfüllen, bei Kommunalwahlen nur die Rolle von Zuschauern haben. In diesem Isolierzustand von der demokratisch-politischen Teilhabe in Deutschland identifizieren sich diese Bürger stärker mit der Politik der Herkunftsländer. Integration setzt aber voraus, an der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes mitwirken zu können. In 16 EU-Ländern können Ausländer mit legalem Aufenthaltsrecht bereits an Kommunalwahlen teilnehmen. Der Hagener Integrationsrat setzt sich aktiv ein, dieses Thema auch in Hagen politisch voranzubringen. Ein weiteres Thema: Die Jugend mit Migrationshintergrund braucht das Gefühl der Zugehörigkeit zur Mehrheitsgesellschaft. Daher ist mein Verständnis von Integration wie folgt:

  • Integration ist nicht als Einbahnstraße zu verstehen.
  • Integration ist ein sozialer Prozess, für den wir alle verantwortlich sind."

Standort & Erreichbarkeit

Kommunales Integrationszentrum

Berliner Platz 22

58089 Hagen


Tel.: 02331 / 207-5566

Fax: 02331 / 207-2054

Termine nach Vereinbarung

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