Ernst-Meister-Preis


Ernst Meister

  • geb. 3.9.1911 in Hagen-Haspe
  • gest. 15.6.1979 in Hagen

Ernst Meister studierte ab 1930 Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte in Frankfurt a.M. und Heidelberg. 1935 Heirat mit Alice Koch, 4 Kinder. Von 1939-1960 war Ernst Meister in der väterlichen Firma tätig. Soldat im 2. Weltkrieg.


Ernst Meisters teilweise hermetischen Gedichte konzentrieren sich thematisch auf die 2 großen Lebensthemen des Lyrikers: Liebe und Tod. 1957 erhält er für seine Lyrikbände Unter’m schwarzen Schafspelz (1953) und Dem Spiegelkabinett gegenüber (1954) den Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Texte Ernst Meisters eher ‚Erzählgedichte‘ mit einer üppigen, teilweise surrealen Bilderwelt. In den folgenden Jahren verändert sich seine Sprache, wird karg, lapidar, abstrakt.


Nach der Veröffentlichung des Gedichtbandes Flut und Steine (1962) wurde Ernst Meister entgültig zu einer wichtigen – gemeinsam mit Paul Celan und Erich Arendt – Stimme der deutschen Nachkriegsliteratur.


1976 erhält Ernst Meister gemeinsam mit Sarah Kirsch den Petrarca-Preis. Meisters Ruhm gipfelte in der Zuerkennung des Büchner-Preises im Jahr 1979. Ernst Meister verstarb vor der Verleihung des Preises.


Im selben Jahr benennt die Stadt Hagen einen Literaturpreis nach ihm.


Weiterführende Links zu Ernst Meister:



Veröffentlichungen (Auswahl):

Ausstellung (1932, Verlag Marburger Flugblätter). Mitteilungen für Freunde, Gedichte (1938-46). Das Mondmännchen, Märchen (1954 - unveröffentlicht - gemeinsam mit Alice Koch). Unterm schwarzen Schafspelz (1953, Rimbaud-Reprint).Dem Spiegelkabinett gegenüber (1954, Rimbaud-Reprint). ...und Ararat (1956, Rimbaud-Reprint). Fermate (1957, Rimbaud-Reprint). Zahlen und Figuren (1958). Pythiusa (1958, Rimbaud-Reprint). Lichtes Labyrinth (1959, Rimbaud-Reprint). Schieferfarbene Wasser, Hörspiele (1960/1990, Rimbaud-Reprint). Die Formel und die Stätte (1960, Rimbaud-Reprint). Flut und Stein (1962, Luchterhand). Verächter der Armen, Theaterstück (1963). Neue Gedichte (1964). Ein Haus für meine Kinder, Theaterstück (1966, Theater Wiesbaden). Zeichen um Zeichen (1968). Es kam die Nachricht (1970). Apologie des Zweifels, Hörspiel (1971/1994, Rimbaud). Sage vom Ganzen den Satz (1972). Im Zeitspalt (1976, Luchterhand). Ausgewählte Gedichte 1932-1976 (1977, Luchterhand). Wandloser Raum (1979, Luchterhand). Schieferfarbene Wasser, Hörspiele (1990, Rimbaud). Zeichen um Zeichen. Der Lyriker Ernst Meister als Maler (1990). Utopische Dichter-Der Schmallenberger Dichterstreit 1956, Ernst Meister und die Folge, hrsg. von Walter Gödden, Reinhard Kiefer (2000, Ardey)


Standort & Erreichbarkeit

Kulturbüro Hagen
Museumsplatz 3
58095 Hagen

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