Blick in die Mittelstraße, 1964. Foto: Stadt Hagen, Pressestelle
Gefäß der jungsteinzeitlichen Rössener Kultur, um 4.500 v.Chr., Oeger Höhle

Geschichte

Das heutige Stadtgebiet von Hagen war bereits in ur- und frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Steinwerkzeuge, Keramikscherben und weitere archäologische Funde belegen den Aufenthalt von Menschen seit der Mittleren Altsteinzeit vor rund 40.000 Jahren. In der Jungsteinzeit entstanden erste Ansiedlungen. Aus der Bronze- und Eisenzeit liegen Siedlungs- und Grabfunde vor. Einige archäologische Funde zeigen auch eine Besiedlung in der Römischen Kaiserzeit auf.

Die Blätterhöhle ist der heute noch begehbare Überrest einer im westfälischen Hagen gelegenen und ursprünglich größeren Felshöhle. Sie befindet sich in einem sich zum Canyon verengenden Seitental der Lenne am "Weißenstein" in Hagen-Holthausen.

Die Geschichte des Hagener Raumes im Früh- und Hochmittelalter ist nicht genau nachvollziehbar. Mit der Eroberung der Hohensyburg im Norden von Hagen geriet diese Region in die durch Schriftquellen belegbare Geschichte.

Die von Heimatforschern tradierte Legende einer karolingischen "Urpfarre" in Hagen im 8. Jahrhundert erweist sich bei näherer Überprüfung als Spekulation. Wissenschaftlich abgesicherte Quellenbelege über Hagen sind erst seit dem frühen 13. Jahrhundert bekannt.

Urkunde des Hermann Bewmann, Richter zu Limburg, 1492

Die Gerichtsbarkeit über Hagen lag zu dieser Zeit in den Händen der Grafen von Volmarstein, deren Freistühle vor ihrer Burg, ferner in Herdecke und Haspe errichtet waren. Mit der Zerstörung der Burg Volmarstein im Jahre 1324 durch Engelbert III. ging Hagen in den Besitz der Grafen von der Mark über.

Die Hauptlinie dieses Geschlechts erlangte im Jahr 1398 Kleve und durch Heirat im Jahre 1521 noch Jülich und Berg.

Im Raum Hagen befinden sich mehrere Befestigungsanlagen aus dem Mittelalter. Neben der Wallburg auf der Hohensyburg ist die bei Ambrock vorhandene Wallanlage eine wahrscheinlich aus dem 10./11. Jahrhundert stammende Befestigung. Die Raffenburg bei Holthausen, die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als kurkölnischer Territorialstützpunkt errichtet und bereits 1288 zerstört wurde, und die vor 1242 erbaute Hohenlimburg als Stammsitz der Grafen von Isenberg-Limburg stellen imposante Zeugnisse dieser Epoche dar.

Nach dem Aussterben der Herzöge dieser Länder kamen die Gebiete, und dadurch auch Hagen, nach vorausgegangenem Erbfolgekrieg im Jahre 1666 endgültig an Brandenburg-Preußen.

1746 ordnet ein königliches Reskript für den "akzisebaren Flecken" Hagen einen ordentlichen Magistrat an. Mit diesem Verwaltungsakt wurde Hagen zur Stadt erhoben. Sie hatte damals 670 Einwohner. 1750 zeigte das älteste Siegel der bereits 1200 Einwohner zählenden Stadt das amtliche Wappen: Eichbaum mit drei Ästen und drei Hauptwurzeln

Aus dem Landstädtchen längs der Volmechaussee wird der weitbekannte Industrieort Hagen, der 1865 10.000, 1876, nach der Eingemeindung von Eilpe und Wehringhausen, über 25.000 Einwohner zählte.


Das Hagener Wappen

von der Lilie zur Eiche

Lilienwappen um 1895

Wie der ehemalige Hagener Stadtarchivar Willy Timm in dem Heft Lilie und Eichenbaum 1976 darlegte, wird die Verwendung eines eigenen städtischen Siegels erst 1746 mit der Verleihung der Stadtrechte an die Stadt Hagen durch den preußischen König möglich geworden sein. Bis dahin werden sowohl der Richter des landesherrlichen Gerichtes Hagen als auch der Bürgermeister des Kirchspiels Hagen ihre privaten Siegel auch für Beurkundungen in dienstlicher Eigenschaft verwendet haben.

Eichenbaum mit kleiner Mauerkrone um 1896

Aus diesem Grund nimmt Timm an, dass bei der von 1750 bis 1897 im Hagener Stadtwappen verwendeten heraldischen Lilie das Familienwappen des von 1746 - 1749 amtierenden Bürgermeisters H.W. Emminghaus Pate gestanden hat, das ebenfalls eine Lilie beinhaltete. Als 1896 für die Amskette des Hagener Oberbürgermeisters das Wappen der Stadt dargestellt werden sollte, zog man den Rat des Berliner Professors Hildebrandt heran, der als "Kapazität" auf dem Gebiet der Heraldik (Wappenkunde) galt.

Eichenbaum mit runder Umrandung um 1940

1896 jedoch nahmen die Hagener Stadtväter, so Timm, die Entdeckung des Berliner Heraldikexperten gläubig auf und schätzten sich glücklich, noch rechtzeitig vor Fertigstellung der Amtskette das - wie man jetzt annahm - falsch gedeutete Liliensymbol durch den "richtigen" Eichbaum ersetzen zu können. Als am 01.02.1897 die königliche Erlaubnis zur Führung des Eichbaumwappens erteilt wurde, erschien danach auch die Hagener Zeitung (vormalig Hagener Kreisblatt) deren Titelkopf seit 1858 die Lilie geziert hatte, mit Eichbaum im Titel.

Eichenbaum mit spitzer Umrandung seit 1933 gültige Form

Vielleicht passte die knorrige Eiche auch besser zum damaligen Zeitgeist als die zierliche Lilie. Ersetzt man zum Beispiel in dem damals entstandenen - bis weit in dieses Jahrhundert hinein populären Sinnspruch - "Wo Eisen liegt und Eichen wachsen, da leben auch Leute, die dazu passen" - gedanklich das Wort Eichen durch Lilien, so wird dadurch der Inhalt merklich verändert. Auch wenn seine Existenz einem heraldischen Irrtum entspringt - 1997 konnte das Stadtwappen mit dem Eichbaum seinen hundertsten Geburtstag feiern. Zwar wurde die graphische Gestaltung mehrfach modifiziert und das Zeichen des Hagener Impuls trat als zweites "Logo" der Stadt hinzu, doch gibt es bisher keine Anzeichen, dass die Eiche im Wappen der Stadt Hagen vom Aussterben bedroht ist.


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