Der Stadtteil Haspe aus der Vogelperspektive. Foto: Stadt Hagen, Pressestelle Der Stadtteil Haspe aus der Vogelperspektive. Foto: Stadt Hagen, Pressestelle
Zentralplastik am westlichen Eingang des Volksparks. Foto: Michael Kaub Zentralplastik am westlichen Eingang des Volksparks. Foto: Michael Kaub

Planetenmodell

Hagen ist die Stadt, die das erste begehbare und begreifbare Planetenmodell der Welt besitzt. An vielen markanten Stellen auf den Gehwegen in der Innenstadt und außerhalb befinden sich große Bronzeplatten, die den Lauf der Planeten kennzeichnen. Bezugspunkt ist die große Sonnenkugel auf dem Rathausturm. Walter K.B. Holz veröffentlichte bereits 1959 erste Ideen zum Aufbau eines maßstabgetreuen Abbildes unseres Sonnensystems. Ab 1970 wurden seine Ideen in die Wirklichkeit umgesetzt. Dabei beträgt ein Meter im Modell eine Million Kilometer in der Natur. Die Bronzeplatten enthalten neben den maßstabgetreuen Abbildungen der Planeten auch deren wichtigste Daten. Die Sonnenabstände sind dem Maßstab des Planetenmodells ebenfalls angepasst. So ist zum Beispiel die 1,25 Zentimeter messende Modellerde 150 Meter von der 1,39 Meter großen Sonne entfernt. Als äußerster Planet im System hat Pluto einen Modellabstand von 5,91 Kilometer. Seit dem Tod von Walter K.B. Holz im Juni 1993 arbeiten der "Förderkreis Planetenmodell Hagen" und die Volkssternwarte Hagen eng zusammen, um dieses wertvolle Modell zu erhalten und noch weiter auszubauen.

Volkssternwarte. Foto: Michael Kaub Volkssternwarte. Foto: Michael Kaub

Volkssternwarte

Am 9. November 1955 wurde die Volkssternwarte Hagen gegründet. Die Mitglieder der Hagener Volkssternwarte sind bundesweiten und internationalen Vereinigungen angeschlossen. Die Volkssternwarte betreibt unter anderem eine Kamera für die Meteoritenerfassung, die von der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt koordiniert wird. Schon im Jahr 1956 wurde auf der Volkssternwarte mit der Messung, Beobachtung und Aufzeichnung des Wetters begonnen. Im Laufe der Jahre sind in vielfältiger Weise eine große Zahl von Wetterauskünften an Behörden, Ämter, Betriebe und Private ergangen. Möchten Sie eine Patenschaft für einen Stern am Himmel übernehmen? Es gibt Sie mit einer Urkunde, Namen und den wichtigsten Daten, sowie einer Sternkarte mit genauer Position.

Stolpersteine wie hier in der Grünrockstraße erinnern an die Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus in Hagen vertrieben, verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Foto: Karsten-Thilo Raab Stolpersteine wie hier in der Grünrockstraße erinnern an die Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus in Hagen vertrieben, verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Foto: Karsten-Thilo Raab

Stolpersteine

Im Hagener Stadtgebiet liegen sogenannte Stolpersteine. Hierbei handelt es sich um kleine Gedenktafeln für die Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus vertrieben, verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Jeder Stolperstein erinnert an ein menschliches Schicksal und hält die Erinnerung wach, dass die Geschichte sich auch hier vor Ort, mitten unter der Hagener Bevölkerung, abspielte. Die kleinen Messingtafeln enthalten Daten mit dem Namen eines Menschen, seinem Geburts- und Sterbedatum sowie manchmal weiteren Angaben. Sie befinden sich auf den Gehwegen zwischen den Pflastersteinen.


Die digitale Stolperstein-Anwendung der Stadt Hagen geht über eine reine Darstellung der Lage im Stadtgebiet hinaus und würdigt die Opfer durch mehr Hintergrundinformationen in Form von Bildern oder kurzen Biographien, teilweise vertont und als Audio-Datei abspielbar. Das Hagener Stadtarchiv hat "Points of Interest" (POIs) der NS-Zeit herausgesucht und mit Erklärungen versehen. Ferner gibt es alte Stadtpläne und historische Luftbilder, die zu den Stolpersteinen eingeblendet werden können. Noch sind nicht alle Schicksale aufgeklärt, so dass nicht jeder Stein bereits mit Zusatzinformationen versehen ist. Der Aufbau wird aber fortgesetzt und geschieht in enger Kooperation mit dem Hagener Geschichtsverein.


Hier geht es zu den Stolpersteinen.


Alt trifft auf neu: Das Glockenspiel im Rathaus Hohenlimburg wird auch digital gesteuert. Zu bestimmten Anlässen gibt es sogar Wunschlieder aus Deutschlands einziger Alt trifft auf neu: Das Glockenspiel im Rathaus Hohenlimburg wird auch digital gesteuert. Zu bestimmten Anlässen gibt es sogar Wunschlieder aus Deutschlands einziger "Glockenspiel-Musikbox". (Foto: Maximilian Gerhard/Stadt Hagen)

Digitales Glockenspiel


Eine Glockenspielsteuerung, die keine musikalischen Wünsche mehr offen lässt, ist im Hohenlimburger Rathaus zu erleben. Das Glockenspiel wurde im Jahr 1956 von der Firma Korfhage und Söhne aus Melle bei Osnabrück eingebaut. Die Glocken spielen dreimal täglich: Um 8, 13 und 20 Uhr sind Melodien von einer analogen Glockenspielsteuerung zu hören. Wolfgang Homberg, Mitarbeiter des Fachbereiches Gebäudewirtschaft (GWH) der Stadt Hagen, entwickelte in seiner Freizeit eine digitale Glockenspielsteuerung und realisierte diese in enger Zusammenarbeit mit dem GWH. Die digitale Steuerung ist seit dem Sommer 2019 nutzbar. Das Repertoire von Musikstücken zu standesamtlichen Trauungen wird regelmäßig erweitert. Während des monatlich stattfindenden Hohenlimburger ExtraMarktes gibt es sogar Deutschlands einzige „Glockenspiel-Musikbox“: Jeder kann seine Liedwünsche abgeben und anschließend die eigene Lieblingsmusik per Glockenspiel genießen.

Rundum gut informiert: Die HAGENinfo

In der Tourismusinformation HAGENinfo der HAGENagentur werden Touristen und Bürger über Sehenswürdigkeiten, Wissenswertes zu Hagen sowie Unterkünfte informiert. Zudem bietet die HAGENinfo Besuchern und Einheimischen eine vielfältige Auswahl an Souvenirs und Erinnerungen an die Volmestadt. Neben den Artikeln widmet sich die HAGENinfo auch dem Verkauf von regionalen und bundesweiten Konzert-, Musical- und Theatertickets.


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