Hagens musikalisches Aushängeschild: Extrabreit. Foto: Karsten-Thilo Raab

Persönlichkeiten

Nicht ohne stolz kann sich Hagen rühmen, zahlreiche namhafte Persönlichkeiten hervorgebracht zu haben. Der Bogen spannt sich vom ehemaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Fritz Steinhoff über Willy Weyer, den langjährigen Präsidenten des Deutschen Sportbundes, bis hin zu großen Politikern wie die ehemalige Auslandsbeauftragte der Bundesregierung und langjährige Bundestagsvizepräsidentin Liselotte Funcke. Auch Karl Halle, der im 19. Jahrhundert als Klaviervirtuose in Paris und später als Dirigent und Konzertveranstalter in England zu Weltruhm gelangte, war ein Sohn dieser Stadt. Ebenso wie der 1979 verstorbene große deutsche Dichter Ernst Meister. Nicht zu vergessen sind ferner Herbert Reinecker, aus dessen Feder TV-Dauerbrenner wie „Der Kommissar“ und „Derrick“ stammen, und natürlich Maler Prof. Emil Schumacher, dem weltweit bedeutendsten Vertreter des Informell. Einen besonderen Stellwert genießt auch "Musik made in Hagen". Zu den klangvollen Aushängeschildern der Stadt zählen unter anderem Extrabreit, Grobschnitt und Nena.

Bekannte Hagener Persönlichkeiten

Johannes Joachim Degenhardt. Foto: Pressestelle EGV

Johannes Joachim Degenhardt

Johannes Joachim Kardinal Degenhardt (* 31. Januar 1926 in Schwelm/Westfalen; † 25. Juli 2002 in Paderborn) war Erzbischof von Paderborn. Degenhardt wuchs in Hagen auf, wo er das humanistische Albrecht-Dürer-Gymnasium besuchte. Er gehörte zur katholischen Jugendbewegung Bund Neudeutschland. Als Mitglied dieser von den Nazis verbotenen Jugendorganisation wurde er von der Gestapo 1941 verhaftet, als er am Tag der Bischofsweihe von Lorenz Jaeger eine Treuekundgebung der Jugend für den neuen Paderborner Oberhirten mitorganisierte. Degenhardt war der Gestapo bereits seit längerem in Verdacht, da er unter Lebensgefahr heimlich die Predigten des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen in Umlauf gebracht hatte. Er wurde in der Dortmunder Gestapo-Zentrale Steinwache mehrere Wochen in Einzelhaft gehalten, in einer 3 x 1,5 Meter großen Zelle inhaftiert, von den Wärtern geschlagen.


Extrabreit. Foto: Karsten-Thilo Raab

Extrabreit

Die Band EXTRABREIT wurde 1978 von Stefan Klein und Gerhard Sperling (später als Käpt'n Horn bekannt) gegründet mit dem Ziel irgendwann reich und berühmt zu werden.Sie existierte nahezu 20 Jahre und ging mit ihrem letzten Konzert in ihrer Heimatstadt Hagen am 19.09.1998 endgültig in die deutsche Rockgeschichte ein.


Die große Liberale: Liselotte Funcke. Foto: Michael Kleinrensing

Liselotte Funcke

Schon im Jahr 1946 schloss sich Liselotte Funcke der FDP an, ihr Name und der ihres Vaters Oskar stehen gemeinsam mit dem Willi Weyers und anderen für erstes liberales Engagement auf kommunaler Ebene in den Nachkriegsjahren. Dieses kommunale politische Engagement in Trümmern war die Grundlage für einen atemberaubenden politischen Lebensweg. Schon 1947 wird Liselotte Funcke Mitglied des nordrhein-westfälischen Landesvorstandes der Deutschen Jungdemokraten NRW, im gleichen Jahr Mitglied des FDP-Landesvorstandes. Ein Jahr später übernimmt sie den Vorsitz des FDP-Landesfrauenausschusses, den sie 20 Jahre lang inne haben wird.


Carl Friedrich Gerstein. Foto: Stadtarchiv

Carl Friedrich Gerstein

Nur ein kurzes Straßenstück an der Kirche von Dahl erinnert heute noch daran, dass eine Reihe von Angehörigen der weit verzweigten Familie Gerstein im vorigen Jahrhundert Besitzer des dortigen Rittergutes gewesen ist. Fast alle waren als Juristen in Hagen tätig. Wenn Friedrich Carl Heinrich Gerstein nicht im Jahre 1820 das Rittergut Dahl von seinem Onkel hätte erwerben können, hätte er nach den Gepflogenheiten des preußischen Staates nicht Landrat des Kreises Hagen werden können. Denn dieser Verwaltungsposten wurde in jenen Tagen vorzugsweise mit so genannten "Ritterbürtigen" besetzt.


Grobschnitt.

Grobschnitt

Die Band Grobschnitt wurde 1970 gegründet. Als erste deutsche Gruppe versuchten sie Theater-Elemente in ihre Live-Show einzubauen. Sie setzten trotz aller Verbote konsequent Feuer, Nebel und Bomben ein und so entstand eine einzigartige Bühnenshow aus Musik und Theater, Traum und Wirklichkeit.


Gefeierter Klavierviruose: Karl Halle. Foto: Stadtarchiv

Karl F. Halle

Karl F. Halle starb am 15. Oktober 1895 in Manchester. Doch was das künstlerische Genie in den 76 Jahren seines Lebens für die Musikwelt tat, ist bis heute nicht in Vergessenheit geraten. In seiner Heimatstadt Hagen erinnern eine Gedenktafel an der Johanniskirche und eine Straße im Fleyer Viertel an den berühmten Musiker. Schon bei der Geburt am 11. April 1819 wurde ihm sein Talent quasi mit in die Wiege gelegt. Als Sohn eines stadtbekannten Musikers, seines Zeichens Organist an der Johanniskirche, und einer ebenso musikbegeisterten wie talentierten Mutter waren die Weichen früh gestellt.


Der große Industriepionier: Friedrich Harkort. Foto: Stadtarchiv

Friederich Harkort

Als Industriepionier, Innovator des Verkehrswesens und verdienter Politiker war der Hagener Friedrich Harkort weit über seine westfälische Heimat hinaus bekannt. Nicht umsonst erinnern innerhalb und außerhalb unserer Stadtgrenzen gleich mehrere Stellen an einen der wohl bekanntesten heimischen Mitbürger. Ob sein Geburtshaus "Haus Harkorten", die Harkortsche Fabrik, die gleichnamige Hasper Grundschule oder die vielgenutzte Straße auf dem Quambusch, der Name Harkort ist in Hagen allgegenwärtig. Selbst in der Nachbarstadt Wetter lässt der nach ihm benannte Turm, der sich auf dem Harkort-Berg idyllisch in die Landschaft einschmiegt, seinen Namen und sein Schaffen nicht in Vergessenheit geraten.


Grandseigneur des Basketballs: Hans-Joachim Höfig

Hans-Joachim Höfig

Die Entwicklung des Basketballssports in Hagen, aber auch in Deutschland ist ganz eng mit seinem Namen verknüpft. Sowohl als Aktiver, noch mehr aber als Funktionär avancierte Hans-Joachim Höfig, von Freunden und langjährigen Wegbegleitern nur kurz „Jochen“ genannt, zu einer der Triebfedern dieser Sportart. Im Jahre 1915 im schlesischen Sprottau geboren, zählte er 1951 zu den Mitbegründern der Basketball-Abteilung des SSV Hagen, an deren Spitze er von 1954 bis 1956 stand. 1956 wurde er dann zum Vizepräsidenten des Westdeutschen Basketball-Verbandes (WBV) gewählt, um dann ab 1958 als WBV-Präsident zu fungieren. Dieses Amt legte er nieder, nachdem er am 23. Mai 1964 zum Präsidenten des Deutschen Basketball Bundes (DBB) gewählt wurde. Und auch sportlich sollte der Geschäftsführer eines Ennepetaler Getränkekonzerns bald den Gipfel erklimmen.


Jörg A. Hoppe.

Hoppe, Jörg A.

Jörg A. Hoppe wurde 1952 geboren und gilt heute als einer "der" Medienmacher im TV. Schon als Student fühlte sich Hoppe von der Kunst angezogen. Er fuhr des öfteren aus Hagen extra nach Berlin, weil es dort das erste Programmkino Deutschlands gab. Ob dieser Anregung mietete er ein Kino in Hagen und arrangierte mit den Filmen aus Berlin Vorführungen. Im gemieteten Kino wurden bald auch Konzerte veranstaltet. Hagen hatte nach seiner Auffassung derzeit ein "musikalisches Klima".


Nachwuchshoffnung des deutschen Films: Julia Hummer.

Julia Hummer

Julia Hummer ist auf der Leinwand präsent. Präsent vor allem wegen ihrem Gesicht und dem Ausdruck darin. Dieses Gesicht, das selbst beim Lächeln ein Hauch von Melancholie umgibt, vergisst man als Zuschauer nicht mehr. Und dennoch: Säße diese zierliche, gerade einmal 1,67 Meter große Julia Hummer im Kino neben einem, man würde sie vermutlich nicht wahrnehmen. Einfach übersehen. Unscheinbar und präsenter Filmstar – ein Widerspruch? Regisseur Hans Christian Schmid, für den sie in "Crazy" (2000) spielte, stellte einmal fest: "Sobald man eine Kamera auf sie hält, passiert etwas mit ihr. Ihr Gesicht, ihre Augen, alles verwandelt sich." Bei der Kritik galt die Hagenerin schnell als "unnachahmlich authentisch". 2001 wird sie für den Deutschen Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin nominiert. Im selben Jahr erhält sie die Goldene Kamera als beste Nachwuchsschauspielerin und den Günter-Strack-Fernsehpreis.


Topathlet aus Hagen: Karl Kumpmann.

Karl Kumpmann

Lange Jahre war er eines der Aushängeschilder der Hagener Leichtathletik. Am 12. Mai 2005 verstarb Karl Kumpmann im Alter von 92 Jahren. Am 5. Oktober 1913 in Haspe geboren, trat der spätere Hürdenstar zunächst in die Fußstapfen seines Vaters Ferdinand Kumpmann. Dieser hatte sich 1903 beim Deutschen Turnfest in Nürnberg in die Siegerliste eingetragen. Mit zwölf Jahren schloss sich Karl Kumpmann als Turner dem TV Jahn Westerbauer an. In einem Saal über dem Stall der Wirtschaft „Eicken“ unternahm er an spärlichen Geräten seine ersten turnerischen Gehversuche. Fast auf den Tag genau 30 Jahre nach seinem Vater trug sich Karl Kumpmann beim Deutschen Turnfest in Stuttgart in die Siegerliste ein.


Lebte den Adolf Tegtmeier: Jürgen von Manger.

Jürgen von Manger

Jürgen von Manger erblickte am 6. März 1923 in Koblenz das Licht der Welt. Mit neun Jahren kam er in die Volmestadt Hagen, der er Zeit seines Lebens auf besondere Art und Weise verbunden blieb. So drückte er am Hagener Fichte-Gymnasium und später am Albrecht-Dürer Gymnasium die Schulbank, ehe er im Jahre 1939 erstmals als Statist am Theater Hagen auf den Brettern stand, die später für ihn die Welt bedeuten sollten. Zwei Jahre lang sammelte er an der städtischen Bühne Erfahrungen als Statist, ehe er 1941 zum Frontdienst in Russland einberufen wurde.


Hartwig Masuch.

Hartwig Masuch

Hartwig Masuch ist erfolgreicher Musikverleger mit einer Branchenerfahrung von mittlerweile mehr als 30 Jahren. Er ist CEO der BMG Rights Management GmbH. Am 20. Juli 1954 in Hagen geboren, hat er seine Kindheit und Jugend hier verbracht. Hartwig Masuch studierte nach dem Abitur am Fichte Gymnasium Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Er beendete das Studium 1978, um eine Musikkarriere als Teil der Rockband The Ramblers zu starten, mit der er in der Folgezeit zwei Alben veröffentlichte. 1980 begann Hartwig Masuch als freier Musikproduzent zu arbeiten und gründete seinen eigenen Independent Musikverlag. Zu jener Zeit produzierte er das mit Platin ausgezeichnete Debutalbum der Gruppe Extrabreit und arbeitete mit zahlreichen deutschen Künstlern zusammen; unter anderem Ina Deter, Abwärts und den Stripes. Hier traf er auch auf den späteren Megastar Nena, die zu jener Zeit Sängerin der Stripes war.


Hagens weltbekannter Popstar: Nena.

Nena

"Nur Nina ist nicht aus Hagen" – mit diesem Slogan warb die westfälische Metropole Hagen in den 1980er Jahren für sich und die musikalische Bandbreite an der Volme. Die Hagenerin, die mit Hits wie "99 Luftballons" auch die internationalen Charts in den USA, Großbritannien und Japan stürmte, erblickte am 24. März 1960 in Hagen als Gabriele Susanne Kerner das Licht der Welt. In 11. Klasse des Gymnasiums brach sie die schulische Ausbildung ab, um stattdessen eine Lehre als Goldschmiedin zu absolvieren. Nach ersten musikalischen Gehversuchen als Schlagzeugerin der Mädchengruppe "Mausis" rückte sie ab 1977 als Frontfrau der "Stripes" erstmals ins Rampenlicht. Die New Wave Formation landete 1980 mit dem Song "Ecstasy" einen ersten, viel beachteten Discotheken-Hit. Doch ungeachtet des Erfolges löste sich die Band 1982 auf.


Karl Ernst Osthaus. Ida Gerhardi: Karl Ernst Osthaus, 1903, © E. Gerhardi, Lüdenscheid

Karl Ernst Osthaus

Kunst und Kultur sind in Hagen ganz eng mit dem Namen Karl Ernst Osthaus verbunden. Das Karl-Ernst-Osthaus-Museum, die Osthaus-Grundschule und die gleichnamige Straße, die von Emst aus in das Wasserlose Tal führt, sind Garanten dafür, daß der Name eines der berühmtesten Hagener auch heute noch allgegenwärtig ist und bleiben wird. Dabei trugen erst glückliche Begleitumstände dazu bei, daß Osthaus, der am 15. April 1874 das Licht der Welt erblickte, seinem künstlerischen Schaffen Ausdruck verleihen konnte. Nach einer kaufmännischen Lehre studierte er an fünf unterschiedlichen Universitäten Kunstgeschichte, Philosophie und Naturwissenschaften. 1899 ging Osthaus auf große Reise. Das großväterliche Erbe fiel ihm zu, und er weilte für längere Zeit in Nordafrika. Nach der Rückkehr in seine Heimat wuchs in ihm das Verlangen, das Leben durch die Kunst zu veredeln. Ebenso lag ihm die allgemeine Volkserziehung am Herzen.


August Prenzel.

August Prenzel

Mit Wirkung vom 1. Januar 1876 war das Hagener Stadtgebiet um Eilpe und Wehringhausen vergrößert und somit die Einwohnerzahl auf 25.000 erhöht worden. Gleichzeitig erhielt die Volmestadt den Status eines selbständigen Stadtkreises. Knapp vier Monate später, am 27. April 1876 wählte die Hagener Stadtverordnetensammlung den damals 33-jährigen August Prentzel zum neuen Bürgermeister. Am 3. Februar 1843 hatte er in Hannover das Licht der Welt erblickt. Nach dem Besuch des Gymnasiums und dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaft trat August Prentzel zunächst als Stadtsyndikus in den Dienst der Stadt Goslar, bevor es ihn als Stadtoberhaupt an die Volme verschlug.


Ohne ihn kein Derrick: Herbert Reinecker.

Herbert Reinecker

Herbert Reinecker wurde am 24.12.1914 als Sohn eines Reichsbahnarbeiters in Hagen geboren. Bereits mit 15 Jahren begann er als Mitarbeiter bei der "Hagener Zeitung" und schrieb hier seine ersten Geschichten bis er 1936 nach Berlin ging. Unter dem NS-Regime verfasste er zwischen 1936 und 1944 zahlreiche Theaterstücke und Drehbücher, darunter "Das Dorf bei Odessa", "Der Mann mit der Geige" und "Junge Adler". Mitte der 1950er Jahre gelang ihm ein Comeback als Autor bei Funk, Film und TV. Er wurde vielbeschäftigter Drehbuchautor für deutsche Unterhaltungs- und Kriminalfilme. Unter dem Pseudonym "Axel Berg" schrieb er Bücher für Filme der Wallace-Serie und unter dem Pseudonym "Herbert Dührkopp" einige Hörspiele für den NWDR.


Eugen Richter.

Eugen Richter

Eine der wichtigsten Verbindungsstraßen zwischen Wehringhausen und der Hestert trägt seinen Namen, ebenso wie der 1911 errichtete Turm neben der Sternwarte: Die Rede ist von Eugen Richter, dem langjährigen Reichstagsabgeordneten des Wahlkreises Hagen-Schwelm. Von 1874 bis zu seinem Tode im Jahre 1906 hatte er als Vorsitzender der Linksliberalen, die sich ursprünglich Fortschrittspartei, seit 1884 Deutsch-Freisinnige und seit 1893 Freisinnige Volkspartei nannten, gegen die Schutzzollpolitik, gegen jede Beschränkung der Gewerbe und Handelsfreiheit, gegen die Verstaatlichung der Eisenbahnen und aus Prinzipientreue auch gegen die sozialen Reformen gekämpft.


Hagens einziger Nationalspieler: Walter Rodekamp (rechts).

Walter Rodekamp

Viel hat er dem Fußball zu verdanken, viel verdankte der Fußball ihm. Insbesondere in Hannover avancierte er zu einem Volkshelden. Sein Name war ganz eng mit dem fußballerischen Aufschwung in der niedersächsischen Landeshauptstadt verbunden. An der Leine schwamm der Kicker aus der Volmestadt auf einer Erfolgswelle, die schließlich in der Einberufung in die Nationalmannschaft gipfelte. Die Rede ist von Walter Rodekamp, dem wohl erfolgreichsten Fußballer aus Hagen.


Emil Schumacher.

Emil Schumacher

Emil Schumacher wurde am 29. August 1912 in Hagen geboren. 1932 bis 1935 studierte er an der Kunstgewerbeschule in Dortmund und wurde danach Freier Maler. Mit 36 Jahren erhielt er seinen ersten Kunstpreis: "junger westen" der Stadt Recklinghausen. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise sollten folgen. Schumachers Arbeiten sind in den wichtigsten Museen dieser Welt anzutreffen. Doch bei aller weltweiten Anerkennung ist die Liebe zu seiner Heimatstadt Hagen stets sein Lebensmittelpunkt geblieben, mit seinem Elternhaus und seinem Atelier in der Bleichstraße.


Ludwig von Vincke.

Ludwig von Vincke

Ob durch die Altenhagener Vinckestraße oder die Grundschule Vincke, der Name Ludwig von Vincke ist wohl allen Hagener Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein Begriff. Doch viel zu schnell gerät das Lebenswerk des aus Minden stammenden Idealisten und Freiherrn in Vergessenheit, obschon er sich gerade um den westfälischen Raum mehr als verdient gemacht hat. Seinem zeitlebens sorgfältig geführten Tagebuch vertraute er es schon im zarten Schüleralter an, dass er seinem "Vaterland" dienen wolle. Jedoch nicht als Soldat oder Politiker, sondern als Verwaltungsbeamter beabsichtigte er, die Geschicke seines Landes entscheidend mitzugestalten. Patriot durch und durch, setzte er sein Ansinnen schnell durch.


Ehrenbürger der Stadt Hagen

Im Laufe ihrer rund 260-jährigen Geschichte hat die Stadt Hagen einigen ausgewählten Persönlichkeiten mit der Ehrenbürgerwürde die höchste Auszeichnung verliehen, die die Stadt zu vergeben hat.


Willi Cuno

Oberbürgermeister i. R.,

ernannt am 07.02.1927,

*22.09.1860

+ 24.05.1951


Dr. h.c. Lieselotte Funcke

ernannt am 23.03.2003,

*20.07.1918

+01.08.2012


Ernst Koch

Postdirektor a. D.,

ernannt am 01.03.1869, anlässlich seines Ausscheidens aus dem Dienste.

*23.03.1801 in Neustädtel in Schlesien, +22.03.1883.

1850 - 1869 Vorsteher des Postamtes Hagen


Rudolf Loskand

ernannt am 17.03.1996,

*03.11.1924

+ 20.03.2003


Christian Rohlfs

Maler, Professor,

ernannt am 15.12.1924,

*04.12.1849

+ 08.01.1938


Ewald Sasse

Oberstadtdirektor a. D.,

ernannt am 26.10.1967,

*24.12.1888

+ 22.05.1970


Dr. Heinrich Schaberg

Dr. med., Geheimer Sanitätsrat,

ernannt am 15.07.1907,

*08.12.1833

+ 09.04.1914


Emil Schumacher

Maler, Professor,

ernannt am 29.08.1987,

*29.08.1912

+ 04.10.1999


Theodor Springmann

Geheimer Kommerzienrat,

ernannt am 28.04.1925,

*30.05.1840

+ 26.10.1927


Fritz Steinhoff

Ministerpräsident a. D.,

ernannt am 26.10.1967,

*23.11.1897

+ 22.10.1967


Heinrich Willde

Bürgermeister und Beigeordneter,

ernannt am 23.02.1914,

*03.03.1834

+ 18.03.1920


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