Das Wasserschloss Werdringen beherbergt das Museum für Ur- und Frühgeschichte. Foto: Michael Kaub
Schloss Hohenlimburg. Foto: Karsten-Thilo Raab

Schloss Hohenlimburg

Einzige erhaltene Höhenburg Westfalens

Allein der Ausblick von der einzigen erhaltenen Höhenburg Westfalens ist eine Reise wert. Schon von weitem ist das eindrucksvolle Gemäuer, das 1242 als Sitz der Grafen von Isenberg-Limburg erstmals urkundlich erwähnt wurde, sichtbar. Das Museum im neuen Palas des Schlosses zeigt Exponate zur fürstlichen Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts und zur Geschichte des Schlosses. Im Wirtschaftsgebäude des Schlosses ist das einzige Kaltwalzmuseum Deutschlands angesiedelt. Dieser für die Wirtschaft des märkischen Sauerlandes so wichtige Industriezweig wird hier mit eindrucksvollen historischen Exponaten präsentiert. Die Maschinen im Erdgeschoss stammen aus der Zeit von 1905 bis 1952. Sie sind dem Produktionsverfahrens entsprechend aufgestellt, zusätzlich werden sozialgeschichtliche Hintergründe veranschaulicht.


Der Hohenhof ist 18. Ankerpunkt der Route der Industriekultur. Foto: Michael Kaub

Hohenhof

Der Hohenhof wurde 1908 als Wohnsitz des Kunstmäzens Karl Ernst Osthaus fertiggestellt und ist einer der Höhepunkte des Jugendstils in Hagen. Die nahezu vollständig erhaltene Inneneinrichtung des bedeutenden belgischen Architekten und Künstlers Henry van de Velde bildet zusammen mit dem Gebäude und der Parkanlage ein Gesamtkunstwerk von Rang, das auch Werke von Ferdinand Hodler und Henry Matisse umfasst.


In der westfälischen Industriestadt Hagen nahm Karl Ernst Osthaus (1874-1921), zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Museumsgründer, Mäzen und Kulturvermittler, mit seinem Folkwang-Gedanken die Vorstellung ernst, dass Kunst und Leben miteinander versöhnbar seien. In seiner Heimatstadt hatte Osthaus seit der Jahrhundertwende ein Museum aufgebaut, das er als ein Museum der Weltkulturen konzipiert hatte und darüber hinaus ein Wandermuseum, das "Deutsche Museum für Kunst in Handel und Gewerbe" ins Leben gerufen.


Außerdem initiierte er in Hagen den Bau einer Arbeitersiedlung, rief ein Gartenstadt-Projekt ins Leben und entwickelte Vorschläge für einen Generalbebauungsplan für das rheinisch-westfälische Industriegebiet. Als Ideengeber, Vermittler und Auftraggeber verfolgte Osthaus generell die Verbesserung der menschlichen Lebensbedingungen in der Praxis, durch neue museale, architektonische und städtebauliche Konzepte. Unter dem Etikett "Hagener Impuls" wurden Osthaus' Initiativen im Rückblick zu einem festen Begriff der jüngeren Kunstgeschichte. Zwei Bauwerke sind in Hagen erhalten, die ihm persönliches Domizil und Arbeitsstätte zugleich waren: sein Museum und sein Wohnhaus, beide von Henry van de Velde gestaltet.


Dank einer Sanierung erstrahlt die Synagoge wieder in ihrem ursprünglichen Farbton. Foto: Michael Kaub

Alte Synagoge

Die Synagoge in Hohenlimburg wurde 1870 unter dem Baumeister Liesenhoff aus Oestrich vollendet. Sie liegt bei ihrer Nähe zu den ehemaligen Burgmannenhäusern im bürgerlichen Wohnbezirk auf einer Terrasse am Berghang. Die Synagoge hat einen kubischen Baukörper mit quadratischem Grundriss und zeigt so Anklänge an orientalische Bauformen.


Davon abweichend ist sie aber mit einem flachen verschieferten Pyramidendach bedeckt. An der Ostseite (Richtung Jerusalem) ist die fünfseitige Thora-Nische als Apsis angebaut. Diese hat oben ein Rundfenster mit dem Bild des Davidsterns. Stilistisch ist der mit großen Rundbogenfenstern versehene Bau dem so genannten klassizistischen Rundbogenstil zuzuordnen. Die Fenster zu beiden Seiten der einstigen Thora-Nische zeigen noch die Teilung durch einen Mittelsteg, der oben in Rundbögen ausläuft, wie sie früher alle Fenster hier hatten. Die jetzige kleinteilige Scheibenfüllung wurde erst später eingebracht.


Man muss sich bei der alten Fenstergestaltung vergegenwärtigen, dass sehr strenggläubige Juden darauf bedacht waren, nach Möglichkeit sowohl in den Fenstern als auch in den Gewölben deutlich hervortretende Kreuzformen wegen der Assoziation zum Christuskreuz zu vermeiden. In der Thora-Nische befand sich der Thora-Schrein mit den Thora-Rollen. Diese sind der kostbarste Besitz einer jeden Synagogengemeinde. Sie enthalten die fünf Bücher Mose, handgeschrieben auf Pergament. Inmitten der Synagoge stand zum Vorlesen des Thora-Textes das Pult, Bima oder auch Almemor genannt.


Auf dem Entwurfsgrundriss der Synagoge zeigt die Frauenempore eine briete Einbuchtung, die offenbar notwendig war, damit die Frauen von oben das gesamte Lesepult mit dem Vorleser sehen konnten. Von 1870 bis in die 30er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts diente das Gebäude als Gotteshaus der kleinen jüdischen Gemeinde.


Am 10.11.1938 gehörte es zu den Zielen eines von Parteigängern und Sympathisanten des NS-Regimes durchgeführten Demolationszuges. Der Davidstern auf dem Dach der Synagoge wurde heruntergerissen, das Dach, die Fenster, die Türen sowie die Inneneinrichtung wurden zerstört. Die Gemeinde war gezwungen, die Synagoge zu verkaufen. Ein Hohenlimburger Fabrikant baute das Gebäude zu einer Fabrikationshalle um. Am 04.12.1975 brannte das in der Synagoge untergebrachte Pelzlager aus. Dabei wurde insbesondere der Dachstuhl in Mitleidenschaft gezogen. Anschließend begann der Verfall des Gebäudes. Die im Jahr 1980 gegründete Bürgeraktion "Synagoge Hohenlimburg" trug wesentlich dazu bei, dass das Gebäude erhalten blieb und restauriert wurde. Am 15.09.1986 erfolgte im Beisein von Mitgliedern der früheren jüdischen Gemeinde Hohenlimburg und Hagen die Übergabe des hergerichteten Synagogengebäudes an die Öffentlichkeit - und zwar als Mahn- und Gedenkstätte der Stadt Hagen.


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