In Hagen sind zahlreiche Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg noch erhalten. Der Hochbunker in der Bergstraße steht seit 2015 unter Denkmalschutz. Foto: Michael Kaub

Bunker-Tour durch die Hagener Innenstadt


Bombenangriffe auf Zivilbevölkerungen gehören zu den schrecklichsten Begebenheiten moderner Kriege. Zum Schutz vor dieser Bedrohung wurden auch in Hagen eine Vielzahl von Luftschutzeinrichtungen erbaut.


Bei einer Führung der Volkshochschule Hagen, die in Kooperation mit dem Stadtarchiv und Stadtmuseum Hagen entwickelt wurde, besteht die Gelegenheit, Wissenswertes über das Leben mit der "Bedrohung von oben" zu erfahren und Informationen zu einigen in Hagen erhaltenen Bunkern aus dem Zweiten Weltkrieg sowie aus der Zeit des kalten Krieges bekommen.


Die Führung beginnt in dem als Museum eingerichteten Bunker in der Bergstraße 98. In dessen originalgetreu rekonstruiertem Kellergeschoss können Besucher die Atmosphäre der Bombennächte sehr gut nachfühlen. Nach der etwa einstündigen Führung im Inneren des Bunkers geht es weiter zum Atomschutzbunker unter dem alten ARAL-Parkhaus in der Bahnhofstraße und zum 1945 von einer Bombe getroffenen Bunker Körnerstraße, der zu einem Kulturzentrum umgebaut wurde.


Von dort aus führt der Weg entlang der Volme zum Bunker Emilienplatz und weiter durch die Innenstadt, wo man Details zu den dortigen Zerstörungen erhält, bis zum Endpunkt der Führung am Johanniskirchplatz. Im Entgelt von 18 Euro ist der Eintritt für den Bunker Bergstraße bereits enthalten. Eine Ermäßigung ist nicht möglich.


Aktuelle Termine und Anmeldungen finden Sie bei der VHS Hagen (Telefon 02331-207-3622)


Foto: Michael Kaub

Hochbunker in der Bergstraße

Führungen und Ausstellung zum deutschen zivilen Luftschutz im Zweiten Weltkrieg


Im Untergeschoss des Bunkers wurde eine Ausstellung mit Exponaten aus dem Zweiten Weltkrieg geschaffen. Hier können sich Besucher zurückversetzen lassen in eine Zeit von Todesangst, Bombeneinschlägen und Sirenen sowie sich anhand von originalen Gegenständen aus der zeit zum zivilen Luftschutz informieren. Dieser Zivilschutzbunker von 1940 ist unterirdisch noch original erhalten. In den vielen kleinen Zellen ist das Leben der Schutzsuchenden von damals originalgetreu rekonstruiert worden. Hier kann man selbst die bedrückende und beengte Welt hautnah unter dem Dröhnen der Bombeneinschläge erleben.

Foto: Michael Kaub

Dieses Mahnmal ist ein so genannter "Luxus"-Bunker mit seltenem Notstromaggregat, riesiger Lüftungsanlage, interessanter Filteranlage gegen Gasangriffe, ungewöhnlicher Heizungsanlage, Notküche, Sanitätsraum und eigenem Brunnen, der die Menschen hier wochenlang autark überleben ließ. Im Vitrinenraum sind original Exponate zum Luftschutz im Zweiten Weltkrieg ausgestellt: Von der Mütze des Bunkerwarts über Auszeichnungen des RLB, von Gasjäckchen für Kleinkinder und deren Spielzeug bis zum Bunkertelefon, von Granat- und Bombensplittern bis hin zu großen Aufnahmen von den Luftangriffen auf Hagen. In einem Präsentationsraum kann man bei Muckefuck-Kaffee wie zu Kriegszeiten eine Videoanimation zu den Bombenangriffen auf Hagen anschauen oder diesen auch für eigene Medien oder Vorträge nutzen.

Foto: Michael Kaub

Führungen


Fliegeralarm im dunklen Bunker

Nach einer kleinen historischen Einführung zum damaligen Leben im Bunker mit Infos zur Bauweise dieses Betonkolosses mit all seinen architektonischen Schutzvorrichtungen erleben die Teilnehmer die unterirdische Bunkerwelt komplett verdunkelt wie zu Angriffszeiten bei Fliegeralarm und können mit einer Dynamo-Taschenlampe, die sie wie in Kriegzeiten selber kurbeln können, allein die Gänge und Räume erkunden. Unter dem Heulen der Luftschutzsirene und dem Original-Dröhnen der Bombergeschwader über Hagen erlebt man die bedrückende Atmosphäre von damals während der Angriffe am eigenen Leibe. Man hört die Detonationen der Bombeneinschläge, das Röhren der Lüftungsanlage und Maschinen sowie die alten Hagener Luftlagemeldungen surren durch die dunkelen Gänge. Die Teilnehmer können den alten Appell-Gong des Bunker-Stabs selber erklingen lassen oder an der Handluftschutzsirene des Bunkerwartes im Dunkeln persönlich drehen. Geeignet für Kinder ab zehn Jahren.

Die Führung findet jeden zweiten Samstag im Monat um 17 Uhr statt.


Historische Führung "Leben im Bunker"

Hier lernen die Teilnehmer den Bunker in seiner ganzen Geschichte kennen, erleben hautnah die Atmosphäre der damals Schutzsuchenden in den kleinen Zellen, können die alte Original-Technik im Bunker bestaunen und die Vielzahl der historischen Exponate vom zivilen Luftschutz des zweiten Weltkrieges sehen – von einer Original-Sprengbombe, die in der Hagener Innenstadt gefunden wurde, bis zu Verdunkelungsmaßnahmen, von Kinder-Gasschutzjäckchen bis hin zu Auszeichnungen und Abzeichen vom RLB und zahlreiche Luftangriffsaufnahmen und Fotos vom zerstörten Hagen.

Die Führung findet jeden vierten Samstag im Monat um 17 Uhr statt.

Foto: Michael Kaub

Kontakt


Michaela Beiderbeck

Bergstraße 98, 58095 Hagen


Telefon 02331/4893855

E-Mail info@bunker-hagen.de

Internet bunker-hagen.de


Rundum gut informiert: Die HAGENinfo

In der Tourismusinformation HAGENinfo der HAGENagentur werden Touristen und Bürger über Sehenswürdigkeiten, Wissenswertes zu Hagen sowie Unterkünfte informiert. Zudem bietet die HAGENinfo Besuchern und Einheimischen eine vielfältige Auswahl an Souvenirs und Erinnerungen an die Volmestadt. Neben den Artikeln widmet sich die HAGENinfo auch dem Verkauf von regionalen und bundesweiten Konzert-, Musical- und Theatertickets.


HAGENinfo

gegenüber dem Sparkassen-Karree

Service Center Hagen

Körnerstr. 25


58095 Hagen


Öffnungszeiten:

Mo - Fr 09:00 - 17:00 Uhr

Samstag 09:30 - 12:30 Uhr


Telefon 02331/80999-80

Fax 02331/80999-88

E-Mail tourismus@hagenagentur.de

www.hageninfo.com


Werbeanzeigen