Denkmalschutz und Denkmalpflege

Die Hagener Denkmallandschaft ist vielfältig. Von urzeitlichen Funden im Vorhaller Steinbruch, über Spuren aus der Eiszeit und dem frühen Mittelalter, über Burgen und Schlösser, landschwirtschaftlichen Gehöften aus dem 17. Jahrhundert, erste Unternehmervillen wie Haus Harkorten von 1756, zahlreichen technischen Kulturdenkmalen aus dem frühen 18. und 19. Jahrhundert bis hin zu den bedeutenden Gebäuden des frühen Jugendstils und der Moderne wie dem Hohenhof zu Beginn des 20. Jahrhunderts und zahlreichen herausragenden Gebäuden der Nachkriegsära reicht das breite Spektrum.


Insgesamt stehen in Hagen derzeit 480 Denkmäler gemäß § 3 des Denkmalschutzgesetzes unter Schutz, davon 22 Bodendenkmäler. Mindestens genauso viele Gebäude müssen noch auf ihren Denkmalwert hin überprüft werden und viele Fundstellen der Archäologie, die oftmals erst bei Planungen oder konkreten Bauvorhaben zu Tage kommen, müssen noch erfasst werden.


Die Denkmalbehörde hat den gesetzlichen Auftrag darauf hinzuwirken, dass Hagens Denkmäler erhalten, sinnvoll genutzt und bei öffentlichen Planungen angemessen berücksichtigt werden. Gemeinsam mit den Denkmaleigentümern bewirkt die Denkmalbehörde, dass bedeutende Bauwerke und Spuren unserer Kulturgeschichte nicht unerkannt verloren gehen.


Grundlage ist das Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen (Denkmalschutzgesetz-DSchG) vom 11. März 1980 in der zur Zeit gültigen Fassung.


Die Mitarbeiterinnen der Denkmalbehörde erteilen Ihnen gerne Auskunft und Beratung in allen Fragen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege.


Ansprechpartner


Hier die aktuelle Übersicht der Hagener Denkmale (Stand 2018)


Die 10 häufigsten Irrtümer zum Thema Denkmalschutz


Erlaubnis nach § 9 Denkmalschutzgesetz

Bei baulichen Maßnahmen (Bau-, Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen) an Baudenkmälern oder in der engeren Umgebung davon ist eine Erlaubnis gemäß § 9 Denkmalschutzgesetz NRW (DSchG) erforderlich. Die Erlaubnis wird gebührenfrei erteilt.


Antrag nach Vordruck hier


Zuschüsse und Förderung

Es besteht die Möglichkeit, für die Durchführung von Maßnahmen einen Zuschuss aus den Pauschalmitteln für Denkmalpflege der Stadt zu erhalten.


Voraussetzungen / notwendige Unterlagen

  • Gebäude muss ein Baudenkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes sein (Eintragung in die Denkmalliste)
  • Erlaubnis nach § 9 DSchG erforderlich
  • Nachweis von Rechnungen

Antrag nach Vordruck hier


Darüber hinaus sind Förderungen aus Denkmapflegemitteln des Landes odes Bundes unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Auch hier geben wir Ihnen gerne Auskunft.


Bezirksregierung Arnsberg (Denkmalförderung)


NRW-Bank


Steuerbescheinigungen

Für die am Denkmal durchgeführten Maßnahmen können Sie bei der Denkmalbehörde einen Antrag auf Erteilung einer Steuerbescheinigung nach § 40 DSchG stellen.


Voraussetzungen / notwendige Unterlagen

Die Bescheinigung kann nur erteilt werden, wenn die Baumaßnahmen vor Beginn ihrer Ausführung mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt worden sind und zur Erhaltung des Baudenkmals oder zu seiner sinnvollen Nutzung erforderlich sind.

Die Verwaltungsgebühr gem. Verwaltungsgebührenordnung NRW beträgt 1% der bescheinigungsfähigen Aufwendungen bis 250.000EURO. 0,5 % ab 250.001 EURO, 0,25 % ab 500.001 EURO, höchstens jedoch 25.000 EURO.

Bescheinigungen für bescheinigungsfähige Aufwendungen bis zu 5.000 EURO (bei mehreren Eigentümern bezogen auf das gesamte Baudenkmal) sind gebührenfrei.


Antrag nach Vordruck hier


Standort & Erreichbarkeit

Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung

Denkmalschutz und Stadtbildpflege

Rathaus I, Historisches Rathaus (Bauteil D), 2. Etage, Zi. BD.201 bis D.204b

Rathausstraße 11, 58095 Hagen


Tel. Ansprechpartner

Fax: 02331 207-2463

Öffnungszeiten

Montag15:00 - 17:00 Uhr
Dienstagnur nach Vereinbarung
Mittwoch08:30 - 12:00 Uhr
Donnerstagnur nach Vereinbarung
Freitagnur nach Vereinbarung
Samstaggeschlossen
Sonntaggeschlossen