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Erarbeitung eines Einzelhandelskonzeptes (2021)

Einzelhandel ist ein maßgeblicher Wirtschaftsfaktor und die Zentren die Visitenkarte einer Stadt. Die Stärkung der Stadtzentren als multifunktionale Orte für Handel, Dienstleistungen, Wohnen, Kultur, Bildung und Freizeit ist und bleibt für die Stadtentwicklung von besonderer Bedeutung. Von ihrer Vielfalt, Qualität und baulichen Attraktivität hängt die Wettbewerbsfähigkeit der Städte und Regionen ab.


Die immensen Strukturveränderungen im Einzelhandel hinterlassen allerdings seit langem räumlich und funktional ihre Spuren. Innenstädte stehen z. B. durch zunehmende Onlinekonkurrenz, dem demographischen Wandel, Änderung von Kundenprofilen und Einkaufsgewohnheiten, Entstehung neuer Vertriebskonzepte und der Expansion der Verkaufsflächen unter erheblichem Wettbewerbsdruck.

Die Auswirkungen im Zuge der Corona-Pandemie auf Einzelhandel und Gastronomie sind verheerend, beschleunigen die Leerstandsentwicklung in diesen Branchen und beeinträchtigen nicht nur die Versorgungsfunktionen einer Stadt. Es ist zu erkennen, dass die Stadtzentren zukünftig anders aussehen werden, weil sich Angebots- und Nachfrageverhalten verändern.


Seit dem Jahre 2009 verfügt die Stadt Hagen mit dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept über eine umfassende Grundlage für die strategische Beurteilung und Steuerung des Einzelhandels im Stadtgebiet. Seit 2015 liegt die erste Fortschreibung vor. Das Konzept aus 2015 steht als pdf-Dokument zur Verfügung (siehe auch unten).


Wie anfangs erwähnt haben sich seitdem zahlreiche Änderungen bei den planungsrechtlichen und marktseitigen Rahmenbedingungen ergeben, sodass eine erneute Erarbeitung eines Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes erforderlich wurde. Seit Januar 2021 hat das Büro der BBE Köln mit der Erarbeitung eines neuen Einzelhandelskonzeptes begonnen. Neben einer gesamtstädtischen Bestandsaufnahme aller Einzelhandelsbetriebe der Stadt und einer Überprüfung der zentralen Versorgungsbereiche wird ein Abgleich mit der neuen Gesetzgebung und eine Anpassung der damit verbundenen Konzeptaussagen vorgenommen. Die grundsätzlichen Ziele einer Stärkung des Oberzentrums Hagens und zukunftsfähiger Versorgungsstrukturen sind nach wie vor ebenso maßgeblich, wie die Berücksichtigung einer möglichst flächendeckenden Nahversorgung und funktionierender Fachmarktstandorte. Weiterhin werden Aussagen zur perspektivischen Entwicklung der Zentren unter den aktuellen Rahmenbedingungen schwerpunktmäßig diskutiert.

Regionale Abstimmung zur Einzelhandelsentwicklung


Regionales Einzelhandelskonzept für das Östliche Ruhrgebiet

und angrenzende Bereiche - REHK (2. Fortschreibung)

- 24 Kommunen erneuern Schulterschluss und stärken die interkommunale Zusammenarbeit -


Gemeinsam für starke Innenstädte: die Stadt Hagen und weitere 23 Städte und Gemeinden im östlichen Ruhrgebiet haben jetzt ihre interkommunale Zusammenarbeit rund um eine abgestimmte Strategie für den Einzelhandel bekräftigt. Mit der Fortschreibung des regionalen Einzelhandelskonzeptes bekräftigen die Kommunen eine Selbstverpflichtung, Ansiedlungen von großen Einzelhandelsprojekten mit einander abzustimmen und so zu steuern, dass sie die Entwicklung in den Innenstädten und Stadtteilzentren nicht gefährden. Beteiligt sind die Kommunen Dortmund, Hagen, Gelsenkirchen, Hamm, Bochum, Herne, alle Kommunen im Kries Unna sowie Teile des Kreises Recklinghausen und des Ennepe- Ruhr-Kreises.


Seit nunmehr 13 Jahren arbeiten die 24 Kommunen im östlichen Ruhrgebiet und den angrenzenden Bereichen zusammen, wenn es um die Steuerung des großflächigen Einzelhandels geht. Das Regionale Einzelhandelskonzept, kurz REHK, hat dabei Vorzeigecharakter in Nordrhein-Westfalen. Das Konzept, das nun durch Ratsbeschlüsse in den teilnehmenden Städten und Gemeinden erneut bekräftigt wurde, legt die „Spielregeln“ fest, die die Mitgliedskommunen sich in punkto Einzelhandel gegeben haben. Konkret wurde u.a. vereinbart, sich gegenseitig über größere Projekte zu informieren und möglichst einen regionalen Konsens über Ansiedlungen im östlichen Ruhrgebiet herzustellen. Die Vereinbarung gilt, sobald Einzelhandelsprojekte eine überörtliche Bedeutung entwickeln, d.h. Auswirkungen auf die Entwicklung in mindestens einer Nachbarkommune zu erwarten sind. Ziel ist es damit, unter dem Motto „miteinander statt gegeneinander“ im Schulterschluss der Kommunen ein abgestimmtes Konzept bei Ansiedlungsvorhaben für das östliche Ruhrgebiet zu erreichen. So sollen z.B. Ansiedlungen „auf der grünen Wiese“ verhindert werden.


Unterstützt und beraten werden die Städte durch die Kreise, die Bezirksregierung Arnsberg, den Regionalverband Ruhr sowie die Einzelhandelsverbände und die Industrie- und Handelskammern.


Das ursprüngliche Regionale Einzelhandelskonzept von 2001 und die Erneuerung aus dem Jahre 2007 dienten als Basis der jetzigen Fortschreibung, die in den vergangenen zwei Jahren erarbeitet und beraten wurde. Eine Aktualisierung war u.a. aufgrund veränderter Gesetze notwendig geworden.


Das Konzept kann auch auf der Homepage des REHK (www.rehk-ruhrost.de) eingesehen und heruntergeladen werden, wo Sie auch die Ansprechpartner der beteiligten Städte und weitere Informationen finden.

Standort & Erreichbarkeit

Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung

Fachgruppe Stadtentwicklung

Rathausstraße 11, 58095 Hagen


Telefon: 02331 207-3166

Telefax: 02331 207-2461

Öffnungszeiten

Termine nach Absprache mit den zuständigen Sachbearbeitern.

Ansprechpartner

  • Martin Bleja
    FB Stadtentwicklung und Stadtplanung
    Historisches Rathaus, Rathausstr. 11, Raum D403
    Tel.: 02331 207-3166
    Kontakt per e-mail

  • Dorothee Jacobs
    FB Stadtentwicklung und Stadtplanung
    Historisches Rathaus, Rathausstr. 11, Raum D415
    Tel.: 02331 207-3157
    Kontakt per e-mail