Allgemeines

Die Wohnberatung Hagen hat zum Ziel, älteren und behinderten Menschen so lange es geht, selbständiges Wohnen in vertrauter Umgebung zu ermöglichen.


Unsere Aufgaben haben wir anhand einiger Beispiele verdeutlicht.


Wir beraten auch bei Neubau und Planung barrierefreier Wohnungen nach DIN 18040, um späteres, kostspieliges Umbauen unnötig zu machen. (Die DIN 18040 kann in der Wohnberatung eingesehen werden und ist bei der "Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Inneren" erhältlich.)


Informieren Sie sich, wie eine seniorengerechte Wohnung gestaltet sein sollte. Sie können auch mit unseren vorbereiteten Fragebogen die Stolperfallen in Ihrer eigenen Wohnung entdecken.


In den Räumlichkeiten der Wohnberatung befindet sich ein Ausstellungsraum, in dem Sie seniorengerechte Produkte, die das Leben erleichtern, besichtigen können. Außerdem ist eine barrierefreie Küche für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen zur Ansicht ausgestellt.


Zu den unterschiedlichen Produkten wie beispielsweise Treppenliftern, bodengleichen Duschen, höhenverstellbaren Betten und Pflegehilfsmitteln liegen eine Vielzahl von Informationsbroschüren aus.


Auch Unterlagen zu den Angeboten für seniorengerechtes Wohnen bzw. Servicewohnen liegen für Sie bereit.


Beispiele

Wohnraumanpassung durch einen Umbau


Die Ausstattung der meisten Wohnungen wird den Bedürfnissen des Alters oder der Behinderung nicht gerecht. Gerade im Badezimmer oder in der Küche treten Mängel und Sicherheitsrisiken auf.


Beispiel 1

Für Herrn Richter war der Hängeschrank nicht mehr erreichbar. Außerdem nutzte er die unteren Fächer seines Kühlschrankes kaum noch, da er sich nur unter Schmerzen bewegen konnte.


Die neue Küchenzeile dagegen hat leicht erreichbare Schubladen und einen Kühlschrank in Augenhöhe. So ist die Küche für Herrn Richter wieder voll nutzbar.

Beispiel 2

Für Frau Jansen war der hohe Duschrand zu einem unüberwindbaren Hindernis geworden. Außerdem litt sie unter Schwindelanfällen und fühlte sich ohne Haltegriffe nicht mehr sicher.


Der Umbau machte ihr die selbständige Nutzung des Badezimmers wieder möglich. Anstelle der hohen Duschwanne wurde eine flache Dusche eingebaut. Das zu niedrige WC wurde durch ein höheres ersetzt. Die Handläufe geben ihr zusätzliche Sicherheit.


Familie Hesse

Wohnraumanpassung durch einen Umzug

Oftmals ist die Umgestaltung einer Wohnung nicht sinnvoll, weil sie zu groß ist oder in einem höheren Stockwerk liegt.


In diesem Fall bietet sich ein Umzug in eine kleinere, entsprechend gestaltete Wohnung an.


Familie Hesse
"Wir wären nie alleine darauf gekommen, die Wohnung zu wechseln"


Herr und Frau Hesse leben in einer gemütlichen 2-Zimmer-Wohnung. Bis vor einem Jahr wohnten sie in einer Vier-Zimmer-Wohnung, die ihnen nach dem Auszug der Kinder eigentlich längst zu groß geworden war. Außerdem wurden die Treppen in die 3. Etage für die gehbehinderte Frau zu einem großen Problem. Jetzt wohnen sie Parterre im gleichen "Viertel" und bezahlen außerdem weniger Miete.


Finanzielle Hilfe für Pflegebedürftige


Gemäß §40 Pflegeversicherungsgesetz haben Sie die Möglichkeit, einen Zuschuss von maximal 4000,- EURO zu einer notwendigen Wohnungsanpassung zu erhalten.


Hierfür muss ein entsprechender Antrag gestellt werden.
Die Wohnberatung Hagen hilft bei der Antragstellung.
Auf Wunsch erhalten Sie weitere ausführliche Informationen, wie die Anpassung Ihrer Wohnung finanziert werden kann.


Die Tätigkeit der Wohnberatungsstelle ist kostenlos!
Sie beinhaltet ein umfassendes Gespräch bei einem Hausbesuch oder in der Beratungsstelle. Hierbei informieren wir Sie ausführlich, wenn Sie wissen möchten, ob eine Anpassung Ihrer Wohnung hilfreich und machbar ist.
Wird gemeinsam mit Ihnen festgestellt, dass eine Anpassung sinnvoll ist, erarbeiten wir für Sie konkrete Vorschläge zur Verbesserung und Erleichterung des Lebens in Ihrer Wohnung.


Ist die Anpassung Ihrer Wohnung nicht möglich, helfen wir Ihnen auch bei einem Umzug.


Wohnen mit Service


Wohnen mit Service beinhaltet unterschiedliche angebotene Serviceleistungen.


Die Spannweite des Services kann von einfachen handwerklich-technischen oder pflegerisch-hauswirtschaftlichen Hilfen bis zu einer ambulanten Pflege, die mit der Betreuung in einer stationären Einrichtung vergleichbar sein kann, reichen.


Wesentliches Merkmal ist dabei, dass der Bewohner nicht an eventuelle Betreuungsangebote des Hauses gebunden ist, sondernden Anbieter der Pflege- und Betreuungsleistungen jederzeit frei auswählen (und ggfls. auch wechseln) kann.


Wohnen mit Service muss nicht an eine besondere Wohnform gebunden sein. So kann es auf vielfältige Weise angeboten werden, wie z.B. in Form von Sozialwohnungen und frei finanzierten Wohnungen, als Wohneigentum oder Wohnen zur Miete, im Neu- oder Altbau.


Für den Grundservice wird eine Betreuungspauschale erhoben. Mit dieser Pauschale wird (i.d.R.) keine Pflegeleistung abgegolten, sondern (nur) die Nutzung von Serviceleistungen wie z.B. Notrufanlagen, Fahrdienst, Erstversorgung im akuten Notfall, Besorgen von Medikamenten und Vermittlung von Dienstleistungen.


Checkliste eigene Wohnung


Ist meine Wohnung in Ordnung?

Schön, wenn Sie alles selber erledigen können. Aber haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, ob wirklich alles problemlos ist? An viele unangenehme Kleinigkeiten gewöhnt man sich im Laufe der Zeit, man registriert sie kaum noch.


Fragen:

  • Können Sie Ihre Fenster problemlos öffnen (insbesondere das Badezimmerfenster)?
  • Liegen bei Ihnen lose Teppiche aus (hochstehende Kanten sind gefährliche Stolperfallen)?
  • Werden die Zimmer gut beleuchtet oder gibt es dunkle Ecken?
  • Können Sie Ihre Badewanne problemlos nutzen? Sind die Armaturen gut zu erreichen?
  • Ist Ihre Hausnummer gut zu erkennen, wenn zum Beispiel ein Arzt Sie aufsuchen muß?
  • Sind vor dem Haus Treppenstufen, die mit ein bis zwei Handläufen gesichert sind?
  • Gibt es mehrere Telefonanschlüsse, so daß Sie von allen Zimmern aus telefonieren können?
  • Ist das Betreten des Balkons für Sie problematisch?
  • Können Sie im Küchenschrank alles erreichen oder sind die unteren Fächer kaum nutzbar, weil das Bücken beschwerlich ist?
  • Sind Ihre Schränke leicht zu öffnen? Können Sie die Schlüssel ohne Schwierigkeiten drehen?
  • Gibt es Verlängerungsschnüre, die im Weg liegen?
  • Fällt Ihnen das Aufstehen aus Ihrem Lieblingssessel, Ihrer Couch oder der Toilette schwer?
  • Stehen ungenutzte Möbel herum?
  • Fällt es Ihnen leicht, ins Bett zu gehen oder fallen Sie hinein, weil es zu niedrig ist?

Fragebogen
  • Der Fragebogen steht auch als PDF-Dokument zur Verfügung.

Sollten Sie feststellen, daß doch das ein oder andere nicht so komfortabel ist wie es sein könnte, sind wir gerne bereit, bei einer möglichen Umgestaltung oder Umbaumassnahme mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.


Checkliste seniorengerechte Wohnung


Sie suchen eine neue Wohnung?

Dann lesen Sie diese Checkliste aufmerksam durch und prüfen Sie die in Betracht kommende Wohnung aufgrund der folgenden Kriterien.


1. Lage:

  • Die Wohnung sollte in unmittelbarer Nähe eines Haltepunktes des öffentlichen Personennahverkehrs (Bus, Bahn, usw.) liegen
  • Einkaufsmöglichkeiten wie Bäcker, Kiosk, Lebensmittelladen, usw., sollte
  • n zu Fuß oder mit dem Bus gut erreichbar sein. Fußwege von mehr als 10 Minuten sind zu lang.
  • Eine seniorengerechte Wohnung sollte möglichst im Erdgeschoss, jedoch nicht höher als im 1. Obergeschoss liegen. Wohnungen in höher gelegenen Geschossen müssen zumindest mit einem Aufzug erreichbar sein.
  • Der Zugang zum Gebäude bzw. zur Wohnung sollte beleuchtet und mit nötigen Haltegriffen ausgerüstet sein.

2. Ausstattung:

  • Die Wohnung sollte ebenerdig und barrierefrei mit möglichst wenig Treppen und Stufen erreichbar sein. Ist der Zugang zum Haus nur über Stufen bzw. Treppen erreichbar, sollten diese durch mindestens ein Geländer gesichert sein.
  • Die Wohnung sollte folgende Ausstattung aufweisen:
    • Balkon: Er sollte möglichst barrierefrei bzw. schwellenlos betreten werden können.
    • Fenster: Die Fenster müssen über einen gut erreichbaren Fenstergriff leicht zu öffnen sein.
    • Bad: Die Dusche sollte möglichst schwellenlos angelegt sein. Wenn dies nicht möglich ist, sollte die Duschtasse höchstens einen Rand von 3 bis 6 cm aufweisen. Die Tür des Badezimmers sollte nach außen zu öffnen sein, damit im Notfall der Eingang von außen geöffnet werden kann.
    • Telefon: Neben dem Telefonanschluß sollten möglichst zwei Steckdosen vorhanden sein, damit eine Lampe und evtl. ein Hausnotrufgerät angeschlossen werden können.

3. Einrichtungen:

  • Der Eingangsbereich der Wohnung sowie alle Räume sollten ausreichend hell zu beleuchten und kontrastreich gestaltet sein.
  • Liegt eine Behinderung vor, die das Gehen in der Wohnung erschwert, sollten zumindest im Bad - ggf. auch in anderen Räumen - Haltegriffe angebracht sein.
  • Auf lose liegende Teppiche sollte verzichtet werden, da sie eine Stolpergefahr darstellen.
  • Im Bad ist darauf zu achten, daß die Toilettensitzhöhe stimmt (wenn nötig, ist eine höhere Toilette sinnvoll). Das Toilettenpapier muß ohne Anstrengungen greifbar sein.
  • In der Küche müssen Hochschränke erreichbar sein. Der Kühlschrank sollte in ca. 80 cm Höhe stehen (z.B. auf dem Tiefkühlschrank), um unnötiges Bücken zu vermeiden.
  • Je mehr Punkte zutreffen, desto besser ist dieWohnung auf die Bedürfnisse ältere Menschen abgestimmt.

Fragebogen
  • Der Fragebogen steht auch als PDF-Dokument zur Verfügung.

Wohnberatung für Demenzkranke

In Hagen werden dementiell Erkrankte und ihre Angehörigen nicht allein gelassen. Dementiell Erkrankte und deren Angehörige können sich bei der Pflege- und Wohnberatung über Entlastungs-, Betreuungs- und Versorgungsmöglichkeiten informieren.


Von der ersten Unsicherheit bis zur Klärung aller möglichen Hilfestellungen bei fortgeschrittener Erkrankung wird eine kompetente Begleitung angeboten. Die Beratung wird individuell gestaltet, denn nicht jeder Krankheitsverlauf ist gleich und nicht jeder benötigt die selben Hilfen. Von der Übersendung von Informationsmaterial, dem persönlichen Gespräch in der Beratungsstelle bis hin zum Hausbesuch ist alles möglich.



Was kann die Pflege- und Wohnberatung für Menschen mit Demenz bieten?

Information und Beratung über

  • die Leistungen der Pflegeversicherung
  • die vorhandenen Hilfeangebote im häuslichen Bereich (ambulante Pflegedienste, Mahlzeitendienste, Hauswirtschaftsdienste, Hausnotruf, Betreuungsangebote)
  • die Angebote in Einrichtungen der Tages- und Kurzzeitpflege und der vollstationären Pflege sowie in Wohngemeinschaften
  • die Finanzierung der unterschiedlichen Hilfeangebote
  • die Umgestaltung der Wohnung mit dem Ziel der besseren Orientierung (z.B. Lichtgestaltung, Freiräume und Übersichtlichkeit schaffen, Kontraste)
  • den Einsatz technischer Hilfemittel zum eigenen Schutz (Bewegungsmelder für die Beleuchtung, Hitzeschutzwache, Füllstandsmelder für Badewannen, Herdsicherungssysteme, usw.)
  • Unterstützung bei der Klärung möglicher Zuschüsse.
  • Informationen über betreute Wohnformen

Neubau

Was Sie beim Neubau beachten sollten:


Eingangsbereich:

  • Möglichst keine Stufen und Schwellen
  • Gute Ausleuchtung
  • Klingel nicht zu hoch (85cm vom Boden)
  • Gut lesbares Nummernschild (ein Arzt sollte nicht lange suchen müssen)

Fenster:

  • Fenstergriffe auf einer gut erreichbaren Höhe (notfalls mit einem verlängerten Griff ausstatten)

Türen:

  • entsprechend breit (mindestens 90 cm)

Badezimmer:

  • Bodengleiche Dusche oder superflache Duschtasse
  • Rutschfeste Fliesen
  • Vorderwandinstallation von WC/Waschtisch um später Haltegriffe anbringen zu können
  • Es gibt Waschtische, die sehr leicht zu reinigen sind (besondere Oberfläche)
  • Flache Heizung zum Vorwärmen/Trocknen der Handtücher
  • Die Badezimmertür nach außen öffnend
  • Falls das Badezimmer im 1. Stock liegen soll, nach Möglichkeit ein zweites im Erdgeschoß einrichten.

Balkon / Terasse:

  • keine Stufen und Schwellen - Ebenerdigkeit

Sonstiges:

  • Bedienungselemente (Lichtschalter etc.) in erreichbarer Höhe (85 cm vom Boden)
  • Neben den Telefonanschlüssen immer eine Steckdose installieren (Voraussetzung für ein Notrufsystem)
  • Rauchmelder

Veröffentlichungen

Alphabetisches Verzeichnis der Veröffentlichungen

  • Bauen für Alle! barrierefrei
    Barrierefreies Bauen im öffentlichen Bereich.
    Die Broschüre ist kostenlos in der Wohnberatung erhältlich.

  • Senioren- und behindertengereches Wohnen
    Die Broschüre steht als PDF-Dokument zur Verfügung.

  • Sicher, selbstständig und behaglich wohnen
    Wohnberatung für sehbehinderte und blinde Menschen.
    Die Broschüre ist als
    • gedruckte Broschüre im sehbehindertengerechten Layout
    • aufgesprochene Broschüre auf 2 Audiokassetten
    • aufgesprochene Broschüre sowie als WORD- und PDF-Datei auf einer CD im Daisy Format (MP3-fähiger Playererforderlich)
    kostenlos in der Wohnberatung erhältlich und steht auch als PDF-Dokument zur Verfügung.

  • Wohnberatung NRW
    Übersicht der Wohnberatungsstellen.
    Die Broschüre ist kostenlos in der Wohnberatung erhältlich.

Versandservice

Alle beim der Senioren-, Pflege- und Wohnberatung vorliegenden Veröffentlichungen sind auch kostenlos über den Versandservice erhältlich.

Das Bestellformular enthält eine Liste aller Broschüren und steht als PDF-Dokument zur Verfügung.



So funktioniert es:

  • Einfach das Bestellformular ausdrucken
  • den Absender eintragen
  • die gewünschten Broschüren ankreuzen
  • und per Fax an die angegebene Fax-Nummer
  • oder per Brief an die angegebene Anschrift absenden.

Der Versand erfolgt für Sie kostenlos.

Sie können die Broschüren selbstverständlich auch telefonisch oder per E-Mail bestellen!


Standort & Erreichbarkeit

Fachbereich Jugend und Soziales
- Senioren-, Pflege- und Wohnberatung -
Berliner Platz 22, 58089 Hagen


Telefax: 02331 207-2080


Ansprechpartner

  • Bezirk Delstern, Eckesey, Eilpe/Selbecke, Garenfeld, Halden/Herbeck, Kuhlerkamp Vorhalle, außerstädtische Bezirke (z.B. Wetter)
    Frau Benthaus-Reiß, Zimmer: A.115
    Telefon: 02331 207-3681
  • Bezirk Altenhagen
    Frau Binna, Zimmer: A.116
    Telefon: 02331 207-5700
  • Bezirk Berchum, Boelerheide, Dahl, Geweke/Tücking, Helfe/Fley, Hohenlimburg, Holthausen, Remberg, Priorei/Rummenohl
    Frau Gaczoch-Sakarya, Zimmer: A.115
    Telefon: 02331 207-5742
  • Bezirk Boele, Emst, Eppenhausen, Fleyerviertel, Kabel/Bathey
    Frau Moog, Zimmer: A.105
    Telefon: 02331 207-3476
  • Bezirk Haspe, Wehringhausen, Westerbauer
    Frau Schultheis, Zimmer: A.117
    Telefon: 02331 207-3477
  • Bezirk Zentrum
    Frau Weirauch, Zimmer: A.116
    Telefon: 02331 207-3478

Öffnungszeiten

Montagnach Vereinbarung
Dienstagnach Vereinbarung
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Donnerstagnach Vereinbarung
Freitagnach Vereinbarung
Samstaggeschlossen
Sonntaggeschlossen

Wir beraten Sie nach Terminvereinbarung.
Am günstigsten erreichen Sie uns telefonisch montags bis freitags von 8:30 Uhr bis 9:30 Uhr.
Außerhalb dieser Zeit können Sie eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.
Wir rufen Sie gerne zurück!


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