Breitbandige Internetzugänge sind die infrastrukturelle Basis für die Digitalisierung

Schnelles Internet / Breitbandausbau


25. Februar 2020: Stadt Hagen und Telekommunikationsunternehmen inexio unterzeichnen Kooperationsvertrag


Seit Dezember vergangenen Jahres stehen die Ampeln für den geförderten Glasfaserausbau in der Stadt Hagen auf grün. Da ergingen nach einem komplexen Antrags- und Vergabeverfahren die Zuwendungsbescheide von Bund und Land. Heute unterzeichneten Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Enrico Hesse vom Telekommunikationsunternehmen inexio den Kooperationsvertrag zum Ausbau.

Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Enrico Hesse, Abteilungsleiter kommunaler Projektvertrieb der Firma "INEXIO Informationstechnologie und Telekommunikation GmbH", die "INEXIO"-Projektleiter und Vertreter der Stadt Hagen, TÜV Rheinland Consulting sowie von Muth & Partner bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus an der Volme. (Foto: Maximilian Gerhard/ Stadt Hagen)

„Damit sind wir wieder einen wichtigen Meilenstein weiter“, sagt Oberbürgermeister Erik O. Schulz und ergänzt: „In den nächsten knapp zwei Jahren werden von inexio nun rund 2.000 Adressen mit mehr als 3.600 Wohneinheiten und Unternehmen an das neue Glasfasernetz angebunden. Für all diese Standorte ist dies der Start in die Gigabitgesellschaft.“ Rund 25,2 Millionen Euro an Landes- und Bundeszuschuss fließen, um die anfallende Wirtschaftlichkeitslücke beim Ausbau zu schließen. Die Summe teilen sich Bund und Land, die Stadt Hagen muss keinen Eigenanteil leisten.


„In den nächsten Wochen erfolgt nun die Detailplanung bei uns im Haus“, erläutert Enrico Hesse, Abteilungsleiter Kommunaler Projektvertrieb bei inexio. Michael Sieve, Projektleiter bei inexio für die Stadt Hagen, ergänzt: „Danach werden wir schnellstmöglich Kontakt mit allen Hausbesitzern aufnehmen und diese sowohl ausführlich über die Baumaßnahmen als auch über die danach zur Verfügung stehenden Tarifoptionen informieren.“


Bis Ende 2021 sind rund 250 Kilometer Tiefbau erforderlich, um die Glasfaserkabel bis zu den Hausanschlüssen zu verlegen. Neben den privaten Haushalten im Projektgebiet profitieren auch 55 Schulen und zahlreiche Unternehmen. Welche Adressen im Rahmen des Glasfaserprojektes ausgebaut werden sollen, kann hier nachgelesen werden. Informationen zu den Glasfasertarifen von inexio finden Interessierte unter www.inexio.net.


Im Rahmen der Vertragsunterzeichnung dankte Oberbürgermeister Erik O. Schulz noch einmal ausdrücklich dem TÜV Rheinland für die technische und der Kanzlei Muth & Partner für die juristische Expertise und die erfolgreiche Zusammenarbeit in dem sehr anspruchsvollen Förderantrags- und Vergabeverfahren.

Über inexio:

Seit der Gründung im Jahr 2007 hat inexio bundesweit eine eigene Telekommunikations-Infrastruktur mit über 14.000 Kilometern modernstem Glasfaserkabel errichtet. Neben leistungsfähigen Telekommunikations- und Internetanbindungen stehen den Kunden sechs unternehmenseigene Rechenzentren in Saarlouis, Saarbrücken und Kaiserslautern zur Verfügung.

inexio betreut auf dem NGA-Netz rund 7.000 gewerbliche Kunden – vom Konzern bis zum mittelständischen Unternehmen – und über 120.000 Privatkunden. Schwerpunkt der Aktivitäten sind bisher unterversorgte Regionen, in denen inexio bisher mehr als 1.900 Ortsnetze ans Glasfasernetz angebunden hat.

Neben dem organischen Wachstum ist inexio aktiv in der Konsolidierung des Marktes. Mit Übernahmen in Süd- und Norddeutschland konnte die bundesweite Expansion beschleunigt werden.

David Zimmer, Gründer von inexio, wurde 2012 von Ernst & Young als Entrepreneur des Jahres in der Kategorie Start-up ausgezeichnet. Im gleichen Jahr belegte inexio den 1. Platz als am schnellsten wachsenden Unternehmen im Deloitte Fast 50. Die saarländische Landesregierung verlieh David Zimmer in Anerkennung seiner Leistungen den Titel Technologierat. Das Unternehmen beschäftigt aktuell rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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20. Januar 2020: Hagen erhält 25,2 Millionen Euro von Bund und Land für schnelles Internet


„Ich freue mich sehr, dass nunmehr auch förderseitig der Startschuss für den Breitband-Ausbau gefallen ist und ein weiterer, wichtiger Schritt getan wurde, um die große Zukunftsaufgabe ‚Digitalisierung‘ in Hagen, insbesondere in den unterversorgten, ländlichen Ortslagen voranzutreiben“, mit diesen Worten nahm Oberbürgermeister Erik O. Schulz am 20.01.2020 im Rathaus an der Volme einen entsprechenden Förderbescheid des Landes von Regierungspräsident Hans-Josef Vogel entgegen. Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen fördern zu je 50 Prozent den Breitbandausbau in Hagen mit 25,2 Millionen Euro. Ein Eigenanteil der Stadt Hagen fällt nicht an. Nach einem sehr anspruchsvollen Antrags- und Vergabeverfahren ergingen Ende Dezember letzten Jahres dazu die entsprechenden Zuwendungsbescheide.

Regierungspräsident Hans-Josef Vogel übergibt den Förderbescheid für den Breitbandausbau in Hagen an Oberbürgermeister Erik O. Schulz und Bert Schmidtke, Breitbandkoordinator der Stadt Hagen. (Foto: M. Gerhard/Stadt Hagen)

Mehr als 2.650 förderfähige „weiße Flecken“, also unterversorgte Haushalte, Unternehmen und Institutionen (darunter 55 Schulen) sollen nach und nach mit einem schnellen Glasfaseranschluss mit bis zu 1GBit/s symmetrisch ausgestattet werden. Als unterversorgt im Fördersinne gelten dabei Standorte mit einer maximal technisch möglichen Ist-Bandbreite von 30 Mbit/s im Download, soweit diese nicht auf eigene Kosten der Netzbetreiber innerhalb von 3 Jahren aufgerüstet werden. Dies wurde je Adresspunkt über eine Mitte 2017 seitens der Stadt Hagen durchgeführte und förderseitig vorgeschriebene Markterkundung bei den hier tätigen Telekommunikationsanbietern ermittelt, basiert also auf den entsprechenden Rückmeldungen und Eigenausbauabsichten der Netzbetreiber.


Bis Ende 2021 soll nach derzeitigem Planungsstand der Bau des Glasfasernetzes abgeschlossen sein. Die von der Stadt Hagen in einem europaweiten, mehrstufigen Vergabeverfahren als wirtschaftlichster Anbieter ermittelte und noch Ende Dezember mit der Umsetzung beauftragte inexio Informationstechnologie und Telekommunikation GmbH aus Saarlouis befindet sich bereits in der Feinplanung der einzelnen Teil-Ausbaugebiete (sog. Baucluster). Diese können dann nach jeweiliger Fertigstellung unabhängig voneinander in Betrieb genommen werden. Dabei richtet sich die Reihenfolge des Ausbaus insbesondere nach technischen, topographischen und logistischen Erwägungen des ausbauenden Netzbetreibers, inexio GmbH. Die einzelnen Hausanschlüsse erfolgen auf Basis von FTTB (engl.: fibre to the building), das heißt, die Glasfaser wird - für Hauseigentümer kostenlos - bis in die Gebäude gelegt. Bei dem geförderten Breitbandprojekt wird Glasfaser nach dem sog. Wirtschaftlichkeitslückenmodell über eine Strecke von insgesamt rund 523 km in 356 km Leerrohren mit einem Bauvolumen von über 32 Millionen Euro verlegt.


Übersichtskarte zum geförderten Breitbandausbau: