Die Vincke-Grabanlage mit der hohen Backsteinmauer im Fleyer Wald wird in Teilabschnitten restauriert. (Foto: Franziska Michels/Stadt Hagen)

Start der Sanierungsarbeiten an der historischen Vincke-Grabanlage

6. August 2025 – Das historische Grabmal als bedeutendes Zeugnis westfälischer Familien- und Regionalgeschichte erhalten: Mit diesem Ziel möchte die Stadt Hagen die Vincke-Grabanlage im Fleyer Wald restaurieren. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) beginnt in Kürze mit den Arbeiten.


Das 1827 eingeweihte und denkmalgeschützte Erbbegräbnis der Familie von Vincke-Syberg befindet sich unweit des um 1700 errichteten Haus Busch, in dem die Herren zum Busche, ein Zweig der Familie von Syberg, ansässig waren. Die kreisrunde Anlage mit einem Durchmesser von 27 Metern wird durch eine hohe Backsteinmauer eingefasst und bietet Raum für insgesamt 15 Beisetzungen. Die an den Wänden befestigten Grabplatten befanden sich ursprünglich in der alten katholischen Kirche in Boele und auf dem alten Friedhof über den Gruften einiger Ahnen aus dem Geschlecht der Syberg zum Busche. Der letzte namentliche Vertreter der Familie war Friedrich Henrich Carl Freiherr von Syberg, der auch in dem Erbbegräbnis seine letzte Ruhestätte fand. Seine Tochter Eleonore vermählte sich 1810 mit Ludwig von Vincke, dem ersten Oberpräsidenten von Westfalen, womit der Name von Syberg ausstarb.


Die Sanierung der Grabanlage findet in Teilabschnitten statt. Dabei erfolgt eine partielle Restaurierung der am stärksten betroffenen Bereiche an der Umfassungsmauer. Um die Standsicherheit künftig wiederherstellen zu können, soll an einigen Stellen der Außenseite der Ringmauer das Erdreich aufgeschüttet werden. Der WBH reinigt und repariert die Ziegel und Fugen, die an der Mauer befestigten Grabplatten werden bei Bedarf fachgerecht abmontiert und zwischengelagert. Da zudem die Mauerabdeckung zum Teil große Schäden aufweist, wird zur Behebung die vorhandene Mauerkrone abgenommen und mit dem vorhandenen Material erneut aufgemauert. Weitere Arbeiten betreffen die Grabstele. Hierbei wird die Grabstele mit Urnenaufsatz im Inneren der Umfassungsmauer zunächst mit einer provisorischen Vorrichtung gegen Frost und Witterung geschützt. Im Anschluss ist jedoch eine dauerhafte Lösung geplant.


Die ökologische Begleitung erfolgt durch die Biologische Station Umweltzentrum Hagen e.V. Da bereits nachgewiesen werden konnte, dass sich an einigen Stellen innerhalb der Mauer Fledermäuse niedergelassen haben, sollen einige Fledermauskästen zwischen die Ziegel gesetzt werden, die kaum optisch zu erkennen sind.


Die denkmalgerechte Sanierung der Grabanlage ist bereits seit einiger Zeit in Planung und sollte ursprünglich im Frühjahr beginnen. Aufgrund von eingeschränkten finanziellen Mitteln sowie einer vorangegangenen intensiven Beschäftigung mit der historischen Bausubstanz musste die ursprüngliche Ausführungsplanung noch einmal angepasst werden. Der Abschluss der Restaurierungsarbeiten ist noch in diesem Jahr vorgesehen.