
Im Rahmen der WohneNRW-Tage fand der symbolische Spatenstich aller Beteiligten im Quartier „Brantheke“ statt. (Foto: Charlien Schmitt/Stadt Hagen)
WohneNRW-Tage 2025 starten in Hagen: Staatssekretär Daniel Sieveke besucht innovative Neubauprojekte
27. August 2025 – „Diese Neubauprojekte bedeuten klimagerechtes, sozial ausgewogenes und zukunftssicheres Wohnen. Hier entsteht nicht nur dringend benötigter Wohnraum, sondern auch Lebensqualität für viele Menschen unserer Stadt“, mit diesen Worten beschreibt Oberbürgermeister Erik O. Schulz zwei Hagener Neubauprojekte, die im Rahmen der diesjährigen WohneNRW-Tage vorgestellt werden. Bei den landesweiten Aktionstagen für die öffentliche Wohnraumförderung stehen Projekte im Fokus, die modernes, nachhaltiges und bezahlbares Wohnen ermöglichen.
Zum Auftakt besuchte Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW, am heutigen Mittwoch, 27. August, zwei bedeutende Neubauprojekte in Hagen. Begleitet wurde er unter anderem von Oberbürgermeister Erik O. Schulz. Schwerpunkt des Besuchs war das innovative Wohnquartier „Brantheke“ an der Elmenhorststraße.
„Rekordmittel, offene Türen, neue Perspektiven – die öffentliche Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen ist auf einem historischen Hoch und Stabilitätsanker für die Wohnungswirtschaft: Mit rund 13,65 Millionen Euro trägt die öffentliche Wohnraumförderung dazu bei, neuen, bezahlbaren und modernen Wohnraum in Hagen entstehen zu lassen. Und die öffentliche Wohnraumförderung macht weiter: Bis 2027 werden 10,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Damit bleibt Nordrhein-Westfalen ‚place to bau' für bezahlbares Wohnen“, so Staatssekretär Sieveke.
Quartier „Brantheke“ als Impulsgeber
Das Projekt „Brantheke“ umfasst insgesamt 84 Wohneinheiten auf einer Grundstücksfläche von rund 19.000 Quadratmetern und wird von der Hagener Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (Ha.ge.we) in zwei Bauabschnitten realisiert. Das ausführende Bauunternehmen ist Goldbeck. Die geplante Gesamtwohnfläche beträgt knapp 7.070 Quadratmeter. Bereits im ersten Bauabschnitt entstehen 40 Wohnungen auf 3.366 Quadratmetern. Über 70 Prozent der Fläche ist öffentlich gefördert. Für diesen Abschnitt stellt das Land NRW öffentliche Mittel in Höhe von rund 7,9 Millionen Euro bereit. Der zweite Bauabschnitt umfasst 44 Wohneinheiten auf rund 3.704 Quadratmetern. Im Rahmen der WohneNRW-Tage überreichte Staatssekretär Sieveke einen Förderbescheid über rund 6,9 Millionen Euro für 30 öffentlich geförderte Wohneinheiten im zweiten Bauabschnitt. Die Mieten betragen zwischen 6,50 und 9,50 Euro pro Quadratmeter. Zentraler Bestandteil der Quartiersentwicklung ist ein integriertes Garten- und Freiflächenkonzept, das neben urbaner Biodiversität auch gemeinschaftsstärkende Elemente wie Gemeinschaftsgärten, Treffpunkte, Spielplätze und Workshops zum Thema Nachhaltigkeit umfasst. Durch das Quartier führen verkehrsberuhigte Straßen, Hauptverkehrsstraßen befinden sich am Rand. Zudem legt das Konzept einen Fokus auf Barrierefreiheit und umfasst ein nachhaltiges Energiekonzept mit Solaranlagen, Wärmepumpentechnik und Regenwassernutzung.
Projekt „Im Spieck“
Im Anschluss an die Besichtigung der Elmenhorststraße besuchte Staatssekretär Sieveke das Neubauprojekt „Im Spieck“ in Hohenlimburg. Der Hohenlimburger Bauverein errichtet dort auf einer Wohnfläche von rund 3.100 Quadratmetern drei neue Häuser mit 40 Wohnungen. Neben einem ausgewogenen Wohnungsmix (darunter barrierefreie Ein- bis Vierzimmerwohnungen) zeichnet sich das Konzept durch ein hohes energetisches Niveau, Photovoltaik, Wärmepumpentechnik sowie Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge aus. Das Vorhaben wird über den Förderweg der mittelbaren Belegung gefördert. Das bedeutet, dass für den Neubau zwar öffentliche Mittel in Anspruch genommen werden, das Objekt allerdings später keiner Mietpreis- und Belegungsbindung unterliegt und frei von Eigentümerin oder Eigentümer vermietet werden kann. Bei der Förderung bindungsfreier Mietwohnungen wird ein reduziertes Grunddarlehen in Höhe von 60 Prozent gewährt. Im Gegenzug werden Ersatzwohnungen aus dem Bestand des Bauvereins mit einer Belegungsbindung versehen. Die Ersatzwohnungen müssen insgesamt eine vergleichbare Wohnfläche wie die öffentlich-geförderte Wohnfläche aufweisen. Durch die Fördermittel des Landes werden die Ersatzwohnungen zu einem günstigen Mietpreis von aktuell maximal 5,85 Euro pro Quadratmeter angeboten.