Sterbefallbeurkundung

Beurkundung von Sterbefällen nach Entgegennahme und Prüfung der Sterbefallanzeigen



Welches Standesamt ist zuständig?

Für die Sterbefallbeurkundung ist das Standesamt zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich die Person verstorben ist.



Wer muss den Sterbefall anzeigen?

Ist die Person in einem Krankenhaus oder in einer Einrichtung (z.B. Pflegeheim) verstorben, so ist diese Einrichtung grundsätzlich für die Anzeige des Sterbefalles zuständig. Grundlage für eine Anzeige ist immer die ärztliche Todesbescheinigung.


Ist der Sterbefall Zuhause eingetreten, ist auch hier die Vorlage der ärztlichen Todesbescheinigung erforderlich. Zur Anzeige des Sterbefalles sind die Personen verpflichtet, die mit dem Verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben; sie müssen nicht mit ihm verwandt gewesen sein. Eine Anzeigepflicht besteht auch dann, wenn der Tod nicht in der gemeinsamen Wohnung eingetreten ist (z.B. Gartenhäuser, Wohnwagen, Zelte u.ä.). Bei Zweifelsfragen setzen Sie sich bitte mit dem Standesamt Hagen in Verbindung.


Im Regelfall wird bei einem Haussterbefall die Sterbefallanzeige durch ein Bestattungsunternehmen erledigt. Bitte händigen Sie dafür dem Bestattungsunternehmen die ärztliche Todesbescheinigung - in der Regel nicht-vertraulicher Teil (grün) und vertraulicher Teil (rot) - aus.


Im Falle einer ungeklärten Todesursache (ob natürlich/nichtnatürlicher Tod) bzw. Freitod oder Unfalltod erfolgt die Sterbefallanzeige von der zuständigen Polizeibehörde. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlung wird der Leichnam von der Staatsanwaltschaft freigegeben.



Welche Unterlagen sind vorzulegen?

Grundsätzlich sind vorzulegen:

  • die ärztliche Todesbescheinigung,
  • die Sterbefallanzeige, ggfs. mit Freigabe durch die Staatsanwaltschaft,
  • gültiger Personalausweis der verstorbenen Person oder Meldebescheinigung
  • bei ausländischer Staatsangehörigkeit immer der Pass der verstorbenen Person (als Staatsangehörigkeitsnachweis).


Die Vorlage der weiteren Unterlagen ist abhängig vom Familienstand der verstorbenen Person:


Ledige Person (die Person war noch nie verheiratet):

  • Geburtsurkunde oder eine beglaubigte Abschrift vom Geburtenregister. Bei ausländischen Geburtsurkunden wird zusätzliche eine Übersetzung von einem amtlich anerkannten Übersetzer benötigt, es sei denn, die Geburtsurkunde ist mehrsprachig ausgestellt.

Über die Internetseite www.dolmetscher-uebersetzer.nrw.de erhalten Sie eine Übersicht der in Deutschland anerkannten Dolmetscher und Übersetzer.


Die Person war verheiratet:

  • Wurde die Ehe in Deutschland geschlossen, ist die Vorlage einer der folgenden Ehe- oder Heiratsurkunden ausreichend. Maßgebend ist hierbei die zuletzt geschlossene Ehe:
  • Eheschließung bis zum 31.12.2008: Heiratsurkunde bzw. Abschrift vom Familienbuch
  • Wurde die Ehe nach dem 31.12.2008 geschlossen (ab 2009) so müssen zusätzlich zur Eheurkunde die Geburtsurkunden der Ehegatten vorgelegt werden. Alternativ ist ein beglaubigter Eheregisterauszug ausreichend.
  • Wurde die Ehe im Ausland geschlossen ist die Heiratsurkunde im Original mit einer von einem amtlich anerkannten Übersetzer gefertigten Übersetzung vorzulegen. Falls die Heiratsurkunde mehrsprachig ausgestellt ist, kann auf eine Übersetzung verzichtet werden. Bitte auch hier ggfs. die entsprechenden Geburtsurkunden (mit Übersetzung) beifügen.

Über die Internetseite www.dolmetscher-uebersetzer.nrw.de erhalten Sie eine Übersicht der in Deutschland anerkannten Dolmetscher und Übersetzer.


Die Verstorbene bzw. der Verstorbene war verwitwet:

  • Ehe- oder Heiratsurkunde und Sterbeurkunde im Original
  • Alternativ einen beglaubigten Auszug vom Eheregister (Heirats-/Familienbuch) mit dem Eheauflösungsvermerk.
  • Bei ausländischen Urkunden ist ergänzend die Übersetzung eines amtlich anerkannten Übersetzers vorzulegen.

Über die Internetseite www.dolmetscher-uebersetzer.nrw.de erhalten Sie eine Übersicht der in Deutschland anerkannten Dolmetscher und Übersetzer.


Die Verstorbene bzw. der Verstorbene war geschieden:

  • Heiratsurkunde und das Scheidungsurteil bzw. -beschluss mit dem Vermerk über die Rechtskraft der Ehescheidung. Alternativ reicht ein Auszug aus dem Eheregister mit dem Eheauflösungsvermerk aus.
  • Wurde die Ehe im Ausland geschieden bedarf es ggfs. einer besonderen Anerkennung der im Ausland geschiedenen Ehe. Aufgrund der Besonderheiten in einigen Ländern kann dies hier nicht abschließend aufgeführt werden. In Zweifelsfragen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.

Über die Internetseite www.dolmetscher-uebersetzer.nrw.de erhalten Sie eine Übersicht der in Deutschland anerkannten Dolmetscher und Übersetzer.


Die Verstorbene bzw. der Verstorbene hatte eine Lebenspartnerschaft begründet:

  • Lebenspartnerschaftsurkunde und ggfs. eine Bescheinigung über eine namensrechtliche Erklärung nach § 3 Abs. 1 bis 3 des Lebenspartnerschaftsgesetzes.

Die Lebenspartnerschaft der verstorbenen Person wurde aufgelöst:

  • Lebenspartnerschaftsurkunde
  • Sterbeurkunde des Lebenspartners/der Lebenspartnerin oder
  • Auflösungsurteil mit Rechtskraftvermerk ggfs. eine Bescheinigung über eine namensrechtliche Erklärung nach § 3 Abs. 1 bis 3 des Lebenspartnerschaftsgesetzes.

Ein Ehegatte wurde für tot erklärt

  • Wurde ein Ehegatte bereits für tot erklärt, so muss die Heiratsurkunde und der Gerichtsbeschluss über die erfolgte Todeserklärung vorgelegt werden.

Beim Standesamt I in Berlin (auch als Hauptstandesamt bezeichnet), gibt es eine Sammlung der amtsgerichtlichen Todeserklärungs- und Todesfeststellungsbeschlüsse. Sofern Unklarheit über eine bereits erfolgte Todeserklärung vorliegt, kann beim Standesamt I in Berlin der entsprechende Nachweis von Ihnen angefordert werden.


  • Anschrift: Standesamt I in Berlin
    Schönstedtstr. 5, 13357 Berlin (Mitte)
    Tel: (030) 90 269-0
    Fax: (030) 90 269-5245


Gebühren

Grundsätzlich ist die Sterbefallbeurkundung gebührenfrei.


Sie erhalten, bzw. das von Ihnen beauftragte Bestattungsinstitut erhält eine gebührenfreie Sterbefallbescheinigung für die Beisetzung. Ergänzend werden gebührenfreie Sterbeurkunden für die gesetzliche Sozialversicherung ausgestellt (Rentenversicherung).


Die erste gebührenpflichtige Sterbeurkunde wird mit 10,00 € berechnet. Das zweite und jedes weitere Exemplar, das in diesem Arbeitsgang erstellt wird, wird mit 5,00 € berechnet.



Besonderheiten / Befreiungen

Die vorstehenden Informationen dienen nur zur allgemeinen Information.


Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl von Besonderheiten, die bei einer Sterbefallbeurkundung zu berücksichtigen sind (z.B. Sterbefallbeurkundungen von Spätaussiedlern und Vertriebenen, Auslandsbeteiligung usw.). Daher wenden Sie sich im Einzelfall bitte an die og. Stelle.


Standort & Erreichbarkeit

Fachbereich Öffentliche Sicherheit, Verkehr, Bürgerdienste und Personanstandswesen

- Standesamt Hagen -

Rathaus I, Rathausstr. 11, 58095 Hagen

Öffnungszeiten

Montag08:30 - 12:00 Uhr
Dienstag08:30 - 12:00 Uhr
Mittwoch08:30 - 12:00 Uhr
Donnerstag15:00 - 17:00 Uhr
Freitag08:30 - 12:00 Uhr
Samstaggeschlossen
Sonntaggeschlossen

Ansprechpartner

  • A - D
    Frau Eisel, Tel 02331 207-2231
    Rathaus I, Zimmer B. 117
  • E - M
    Frau Hasslinger, Tel. 02331 207-2820
    Rathaus I, Zimmer B. 116
  • N - Z
    Herr Mielke, Tel 02331 207-2956
    Rathaus I, Zimmer B. 1105

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