• Integriertes Klimaschutzkonzept (IKSK) für die Stadt Hagen


Rafael John Santiago, städtischer Klimaschutzmanager, möchte die E-Mobilität in Hagen voranbringen. (Foto: Clara Berwe/Stadt Hagen)

Hagens neuem Klimaschutzmanager liegt E-Mobilität am Herzen


8. August 2018 – Hagen hat einen neuen Klimaschutzmanager: Seit dem 1. Juni 2018 verstärkt der Raumplaner Rafael John Santiago das Energie- und Klimaschutzteam des Umweltamtes der Stadt Hagen. „Ich koordiniere und steuere die ehrgeizigen Klimaschutzmaßnahmen stadtweit und insbesondere innerhalb der Stadtverwaltung für die kommenden zwei Jahre“, freut sich der 27-Jährige auf die Herausforderungen am neuen Arbeitsplatz. „Außerdem gehört das Initiieren von öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Veranstaltungen zu meinen Aufgaben“.


Als wichtigste Voraussetzung für die Fortführung des Klimaschutzmanagements in Hagen hat die Stadtverwaltung erfolgreich Fördermittel eingeholt, um die Stelle des Klimaschutzmanagers für weitere zwei Jahre zu besetzen. Die im Umweltamt eingerichtete Stelle wird zu 56 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) finanziert.


Integriertes Klimaschutzkonzept für Hagen

Basis für die Förderung der Personalstelle des Klimaschutzmanagers ist das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKSK). Im Jahr 2013 erarbeitete die Stadt Hagen mit dem Ingenieurbüro Gertec GmbH aus Essen und unter Beteiligung lokaler Akteure und Fachleute der Stadtverwaltung das IKSK. Das von den politischen Gremien für die Umsetzung beschlossene Konzept betrachtet sieben relevante Handlungsbereiche des kommunalen Klimaschutzes wie beispielsweise den Verkehr, die privaten Haushalte, die Industrie und die Einbindung von Bürgern und Interessengruppen.


Was leistet das IKSK?

Erfolgreicher Klimaschutz in Hagen hängt immer von der Zusammenarbeit der Mitwirkenden ab. Deshalb entwickelt das Umweltamt in Zusammenarbeit mit städtischen Partnern, relevanten Akteuren der Stadtgesellschaft sowie mit interessierten Bürgern und Unternehmen zahlreiche im IKSK genannte Maßnahme für die Umsetzung. Das Thema Elektromobilität steht dabei zunächst in Zusammenarbeit mit Partnern im Vordergrund. „Das Thema E-Mobilität liegt mir auch persönlich sehr am Herzen. Ich freue mich darauf, den Ausbau von Ladestationen voranzutreiben und somit Hagens Entwicklung zur klimafreundlichen Stadt fortzuführen“, gibt Santiago einen Einblick in seinen Arbeitsalltag. Weiterhin wird die Teilnahme an der Landesinitiative und Serviceplattform „AltBAUneu“ angestrebt, um Gebäudeeigentümern eine bessere Orientierung bezüglich energetischer Sanierungsmaßnahmen zu bieten, die auch in ausgesuchten Quartieren vorgenommen werden können.


Mit der Entwicklung und Umsetzung von weiteren Projekten aus dem IKSK setzt die Stadt Hagen die Anfang der 1990er Jahre begonnene Klimaschutzarbeit fort und bekennt sich zu ihren klimapolitischen Zielen. Realisierte Klimaschutzmaßnahmen tragen dazu bei, Energie, Kosten und Treibhausgase im privaten und öffentlichen Bereich einzusparen.

Vorhabenbeschreibung


Hagens externer Klimaschutzmanager Andreas Winterkemper. Foto: Clara Berwe Hagens externer Klimaschutzmanager Andreas Winterkemper. Foto: Clara Berwe

Integriertes Klimaschutzkonzept (IKSK) für die Stadt Hagen


Im Jahr 2013 erarbeitete die Stadt Hagen mit dem Ingenieurbüro Gertec GmbH aus Essen und unter Beteiligung lokaler Akteure und Fachleute aus dem Konzern Stadt ein integriertes Klimaschutzkonzept (IKSK). Das von den politischen Gremien der Stadt für die Umsetzung beschlossene Konzept betrachtet sieben relevante Handlungsbereiche des kommunalen Klimaschutzes wie beispielsweise den Verkehr, die privaten Haushalte, die Industrie und die Einbindung von Bürgern und Interessengruppen. Es enthält einen umfassenden Katalog von 34 Maßnahmenvorschlägen zur CO2-Reduktion, von denen 14 prioritär für die Umsetzung vorgeschlagen wurden. Ein extern von der Stadt eingestellter Klimaschutzmanager kümmerte sich in den ersten drei Jahren um die Konzeption und Vorbereitung einzelner anvisierter Maßnahmen aus dem IKSK.


Aufbau eines Klimaschutzmanagements beim Umweltamt

Als wichtigste Voraussetzung für die Umsetzung des IKSK konnte bei der Stadt Hagen ein Klimaschutzmanagement eingerichtet werden. Die Stelle ist im Umweltamt angesiedelt und wurde für drei Jahre zu 85 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Basis für die Förderung dieser Personalstelle ist das IKSK. Als Klimaschutzmanager trat der Stadt- und Raumplaner Andreas Winterkemper zum 15. April 2015 seinen Dienst bei der Stadt an. Er hat die ehrgeizigen Klimaschutzmaßnahmen stadtweit und insbesondere innerhalb der Stadtverwaltung für die Umsetzung vorbereitet, koordiniert, gesteuert und öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen initiiert (siehe Pressemitteilung unten).


Nähere Informationen zum Maßnahmenprogramm des IKSK

Erfolgreicher Klimaschutz in Hagen braucht viele Mitwirkende. In Zusammenarbeit mit städtischen Partnern, mit relevanten Akteuren der Stadtgesellschaft und mit interessierten Bürgern und Unternehmen entwickelt das Umweltamt die im IKSK genannten Maßnahmen für die Umsetzung. Als einer der ersten Meilensteine wurde ein Projektflyer zum Fördervorhaben veröffentlicht sowie ein Workshop zum Thema umweltfreundliche Beschaffung organisiert Zudem prüfte der Klimaschutzmanager unter wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten die Teilnahme der Stadt Hagen an den Projekten „Ökoprofit“ und „ALTBAUNEU®“. Darüber hinaus arbeitete er mit Partnern am Zukunftsthema „Elektromobilität“. Umgesetzte Projekte werden dazu beitragen in der Stadt Hagen Energie, Kosten und Treibhausgasemissionen einzusparen.


Zum Weiterlesen und Herunterladen:

Die Ergebnisse der Projektentwicklung werden dem interessierten Leser als Projektdatenblätter zum Download zur Verfügung gestellt.


Weiterführende Informationen erhalten Sie beim Fördermittelgeber, dem

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

und dem

Projekttträger Forschungszentrum Jülich (PtJ)


Titel des Fördervorhabens: "KSI: Beratende Begleitung bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes mit Hilfe eines Klimaschutzmanagers Stadt Hagen"

Förderkennzeichen: 03KS7847

Bewilligungszeitraum: 15. April 2015 bis 14. April 2018


Energiewende Hagen

Der Rat der Stadt Hagen hat das von der Verwaltung vorgeschlagene Handlungs- und Organisationskonzept zum Thema „Energiewende in Hagen“ gebilligt und die Verwaltung beauftragt, Umsetzungsvorschläge gemeinsamen mit den Tochterunternehmen zu den jeweiligen Einzelmaßnahmen zu entwickeln. Mit der vom Rat beschlossenen Weiterführung des European Energy Award soll zudem der instrumentelle Rahmen sowie die Bewertung von Energieeffizienzmaßnahmen und Klimaschutzaktivitäten geschaffen werden.


Die Verwaltung arbeitet auf unterschiedlichen Handlungsebenen, um durch praktische Energieeffizienzmaßnahmen sowie Kampagnen den Klimaschutz in Hagen zu fördern, beispielsweise die Entwicklung einer Klimaschutzsiedlung und die Teilflächennutzungsplanänderung für neue Windkraftstandorte. Des Weiteren ist die Stadt Hagen derzeit aktiv in nationalen und transnationalen energie- und klimaschutzorientierten Netzwerken eingebunden, da der Austausch von praktischem Wissen auf dieser Ebene eine enorme Bedeutung erlangt.



20-Punkte Ratsbeschluss zum Klimaschutz 2007

Der 20 Punkte Ratsbeschluß (2007) stellt zusammen mit den in der Vergangenheit vorbereiteten Energie- und Klimaschutzkonzepten eine wichtige Grundlage für ein noch zu erstellendes abgestimmtes Klimaschutzprogramm in den folgenden Jahren dar. Er ist eine Vorstufe zu einem Leitbild und kann zu einem Aktivitätenprogramm entwickelt werden. Im letzten Jahr eingeleitete Vorstöße Klimaschutzprojekte in Teilbereichen z.B. um Nahwärmestandorte und Blockheizkraftwerke in städtischen Einrichtungen zu untersuchen, konnten ohne eine Bundesförderung leider nicht umgesetzt werden.


Der Ratbeschluss konzentrierte sich dabei auf drei Hauptbereiche. Zum einen waren das „Maßnahmen im Konzern Stadt“, auf die die Stadtverwaltung und die zuständigen politischen Gremien direkten Einfluss haben. Hier sind auch der wichtige Kontakt und die Kooperation mit dem örtlichen Energieversorger Mark-E AG zuzuordnen. Zum anderen handelte es sich dabei um „Externe Maßnahmen“, die auf die Einbeziehung von Bürgern, auf Unternehmen und rechtliche Festsetzungen fußen sollen. Schließlich bezog der Bereich der „Verkehrlichen Maßnahmen“ die Vorschläge beim Luftreinhalteplan, bei der ÖPNV-Vorrangpolitik, und bei Altfahrzeuge sowie beim Radverkehr mit ein.


Standort & Erreichbarkeit

Umweltamt

Rathausstraße 11, 58095 Hagen

Ansprechpartner

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Themenbereich.