Recklinghausen/Essen, im August 2019

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen informiert über die aktuellen Ozonwerte:

In Nordrhein-Westfalen werden an den heißen Tagen zurzeit Ozonwerte oberhalb der Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Welcher Ort bzw. welche Region davon betroffen ist, zeigen die Tabellen der aktuellen Messwerte im Internet unter www.lanuv.nrw.de und im WDR-Video-Text.

Die durch Ozon ausgelösten Symptome reichen von Schleimhautreizungen, Atemwegsbeschwerden sowie Kopfschmerzen bis zur Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit treten besonders bei empfindlichen Personengruppen auf. Bei Ozonwerten oberhalb der Informationsschwelle wird Personen, die erfahrungsgemäß besonders empfindlich auf Ozon reagieren, vorsorglich empfohlen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Sportliche Ausdauerleistungen sollten auf die frühen Vormittagsstunden oder auf die Abendstunden verlegt werden. Wer sich im Freien aufhält, sollte auch daran denken, sich gegen Sonnenbrand zu schützen. Die Verbrennung der Haut ist nicht nur schmerzhaft, sie erhöht das Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Besonders gefährlich ist ein Sonnenbrand für die empfindliche Haut von Kindern.

Kartendarstellungen mit NRW-weiten Ozonprognosen für den aktuellen und den folgenden Tag finden Sie im Internet hier.


Durch folgende Maßnahmen kann jede(r) Einzelne zu einer Verbesserung der Luftqualität beitragen:


  • Auf unnötige Autofahrten sollte möglichst verzichtet werden
  • Bilden Sie Fahrgemeinschaften!
  • Wenn auf das Auto nicht verzichtet werden kann, reduzieren Sie die Geschwindigkeit! Fahrzeuge mit modernster Abgasregelung helfen, die Schadstoffbelastung zu reduzieren.
  • Verwenden Sie nur lösemittelarme Lacke und Reinigungsmittel.

Fachportal Innenraumluft geht online

Informationen für ein gesundes Raumklima und den Umgang mit Schadstoffen in Innenräumen

Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik Schadstoffe in Innenräumen oder direkt auf den Internetseiten des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz:

www.innenraumluft.nrw.de.

Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse des Landesumweltamtes für das Jahr 2014


Entwicklung der Feinstaubbelastung

Die Luft in Nordrhein-Westfalen wird besser, auch in Hagen. Das zeigen die Ergebnisse der Messungen zur Luftqualität 2014. Erstmals seit Beginn der Feinstaubmessungen im Jahr 2000 wurden die Grenzwerte für Feinstaub im Jahr 2014 landesweit eingehalten.

Erfreulicher Weise wurden im letzten Jahr die Grenzwerte für Feinstaub (Jahresmittelwert und auch die Anzahl der zulässigen Überschreitungstage) am Graf-von-Galen Ring eingehalten. Der Feinstaub-Tagesgrenzwert von 50 µg/m³ (bei erlaubten 35 Überschreitungstagen) wurde nur an 23 Tagen überschritten.


Die tagesaktuellen Feinstaubüberschreitungstage können Sie hier einsehen;

die Internetseite (LANUV) über die aktuelle Luftqualität für Feinstaub PM10 können Sie hier aufrufen.


Die wichtigsten im Luftreinhalteplan Hagen enthaltenen Minderungsmaßnahmen waren die vorzeitige Umrüstung der Hagener Busflotte mit Dieselfiltern, die Einrichtung der Umweltzone und die damit verbundene raschere Erneuerung der Fahrzeugflotte sowie die zeitlich befristeten Verkehrsverbote für schwere Nutzfahrzeuge am Märkischen Ring und die Umsetzung des gesamtstädtischen LKW-Routenkonzept.


Um die Feinstaubbelastung zu senken, rät das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, insbesondere in der Übergangszeit und bei Inversionswetterlagen auf das Heizen mit offenen Kaminen oder Kaminöfen zu verzichten. Durch die Holzverbrennung entstehen immer wieder besonders starke Zusatzbelastungen der Luft.


Entwicklung der Stickstoffdioxidbelastung

Auch bei der Komponente Stickstoffdioxid (NO2) gibt es Erfolge zu vermelden, so konnte der Grenzwert an der Messstation Enneper Straße erneut und an der die Messstation Wehringhauser Straße erstmalig seit Aufnahme der Messungen im Jahr 2008 der Grenzwert eingehalten werden konnte. Es verbleiben somit die beiden Standorte „Graf-von-Galen-Ring“ und der „Märkischer-Ring“, an denen noch der EU-Jahresmittel-Grenzwert für Stickstoffdioxid (40 µg/m3) überschritten wurde. Das LANUV NRW geht davon aus, dass im Bereich der Enneper Straße durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h und die Durchführung von Kontrollen eine Verflüssigung des Verkehrs eine Minderung der Emissionen erreicht werden konnte. Im Bereich Wehringhauser Straße wurde durch die Realisierung des 1. Bauabschnits der Bahnhofshinterfahrung, eine Minderung der Immissionen erreicht.


Allerdings wurde der Stickstoffdioxid-Grenzwert an den anderen beiden städtischen Messstationen Graf-von-Galen-Ring und Märkischer Ring teilweise immer noch sehr deutlich überschritten. Hieraus resultiert weiterer Handlungsbedarf, zumal die EU der Stadt keine Fristverlängerung zur Einhaltung des Stickstoffdioxid-Grenzwertes gewährt hat. Im Zuge der laufenden Fortschreibung des Luftreinhalteplans Hagen 2008 sind deshalb weitergehende Maßnahmen zu entwickeln und gemeinsam mit der Bezirksregierung festzulegen.


Hier können Sie den ausführlichen Bericht des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

(LANUV) "Beurteilung der Luftqualität in Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2014" einsehen.


Die Daten der EU-Jahreskenngrößen 2014 finden Sie hier.