Luftreinhalteplanung in Hagen

Die Bezirksregierung Arnsberg hat zur Minderung der Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung in Hagen einen weiteren Luftreinhalteplan aufgestellt. Bereits 2004 wurde ein Luftreinhalteplan für den Bereich Hagen Innenstadt aufgestellt, der 2005 fortgeschrieben und durch einen Aktionsplan Innenstadtring ergänzt wurde. Ursächlich für die Aufstellung des neuen Luftreinhaltplanes ist die gemessene Überschreitung des Jahresmittelwertes für Stickstoffdioxid in der Wehringhauser Straße in 2006. Die Untersuchungen zeigen, dass eine lokale Betrachtung und Bekämpfung von Hot-Spots nicht sinnvoll ist, sondern vielmehr ein großflächiges Konzept nötig ist, um die Luftqualtiät wirkungsvoll zu verbessern. Daher beschränkt sich das Maßnahmenkonzept nicht allein auf die Wehringhauser Straße, sondern betrachtet das gesamte Stadtgebiet. Der Luftreinhalteplan Hagen 2008 ist hier einzusehen.


Feinstaub

Seit dem Inkrafttreten des EU-Grenzwertes am 01.01.2005 ist das Thema "Feinstaub" sprichwörtlich in aller Munde. Im Innenstadtbereich von Hagen werden insbesondere in Straßenschluchten mit hohem Verkehrsaufkommen (s.Abbildung) die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid überschritten, so dass gesundheitliche Beeinträchtigungen für die Anwohner nicht auszuschließen sind. Zu den aktuellen Überschreitungstagen gelangen Sie hier .


Die verkehrsnahe Messstation am Graf-von-Galen-Ring ermöglicht Aussagen zu den verkehrsrelevanten Luftschadstoffen in Hagen.




Minderungsmaßnahmen in Hagen

Das Maßnahmenpaket des Luftreinhalteplan Hagen 2008 sieht u.a. folgende Maßnahmen vor:

  • die Entwicklung einer immisionsabhängigen dynamischen Verkehrssteuerung für den Märksichen Ring;
  • ein gesamtstädtisches LKW-Routenkonzept;
  • die weitere Um-/Nachrüstung der Busflotte der Hagener Straßenbahn AG auf emissionsarme Antriebe (PM10 und NO2);
  • als Straßenbaumaßnahme die Bahnhofshinterfahrung;
  • Einrichtung einer Umweltzone.

Immissionsabhängige Dynamische Verkehrssteuerung

In einer vom Bundesumweltminsterium und Umweltbundesamt geförderten Untersuchung wurden die Effekte der dynamisch immissionsabhängigen Verkehrssteuerung in Hagen geprüft. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde gezeigt, dass eine auf die Erkennung und Bekämpfung hoher Stickoxid-Immissionen ausgerichtete Steuerstrategie automatisch auch einen wichtigen Beitrag zur Minderung der Feinstaub-Tagesmittelwerte leisten kann. Der Forschungsbericht kann hier eingesehen werden. Seit April 2010 ist die immissionsabhängige dynamischen Verkehrssteuerung aktiv geschaltet.


Pilotprojekt Umrüstung Stadtbusse

Etwa 85% der Busse der Hagener Straßenbahn AG wurden bereits mit Partikelfiltern ausgestattet. Zwischenzeitlich wurde ein Pilotversuch zur Umrüstung von Linienbussen auf sogenannte SCRT-Filter erfolgreich abgeschlossen. Der Filter entfernt gleichzeitig Partikel und Stickoxide aus dem Abgas. Die Altfahrzeuge werden zur Zeit sukzessive mit SCRT-Filtern nachgerüstet. Neufahrzeuge werden zukünftig ausschließlich mit dem neuen Abgasreinigungssystem bzw. als Hybridfahrzeuge beschafft.


Einrichtung einer Umweltzone
Aufgrund der anhaltend hohen Stickstoffdioxidbelastung im Stadtgebiet hat der Rat der Stadt am 14.07.2011 die Einrichtung einer Umweltzone in Hagen zum 01.01.2012 beschlossen. Dabei soll die Plaketten-Regelung des Luftreinhalteplans Ruhrgebiet, Teilplan Ost übernommen werden.
Bereits ab 2012 gilt ein Fahrverbot für Fahrzeuge ohne Umweltplakette, für Kfz mit roter Plakette gilt das Verbot ab Januar 2013 und ab dem dem 01.07.2014 dürfen nur noch Fahrzeuge mit grüner Umweltplakette in die Umweltzone einfahren.
Die Umweltzone wird die Innenstadt sowie Eckesey und Altenhagen bis zur Fuhrparkbrücke umfassen. Darüber hinaus liegen der gesamte Bereich Ischeland, der Loxbaum und das Hochschulviertel bis zur Feithstraße in der Umweltzone. Des Weiteren umfasst die Umweltzone weite Teile von Eppenhausen, Remberg, Oberhagen sowie Eilpe bis zur Selbecker Straße und Wehringhausen bis zur Rehstraße innerhalb der Umweltzone. Hier finden Sie die Karte Umweltzone Hagen .
Die Ausnahmeregelungen von Verkehrsverboten wurden in Nordrhein-Westfalen durch einen Erlass einheitlich geregelt. Ausnahmen gibt es beispielsweise für Wohnmobile oder in wirtschaftlichen Härtefällen. Für Unternehmen, die mehr als ein Fahrzeug einsetzen, enthält der Erlass die sogenannte Fuhrparkregelung. Nähere Einzelheiten hierzu entnehmen Sie bitte dem beigefügten Erlass: Ausnahmen von Verkehrsverboten in der Umweltzone Hagen.
Die erforderlichen Plaketten sind beim Straßenverkehrsamt sowie den zuständigen Stellen für Abgassonderuntersuchungen (ASU) und Hauptuntersuchungen (HU) für 5,- € käuflich zu erwerben.


Standort & Erreichbarkeit

Umweltamt

Rathausstraße 11, 58095 Hagen

Ansprechpartner
  • Fred Weber, Tel.: 02331 207-3501

Öffnungszeiten

Montag08:30 - 12:00 und 14:00 - 15:45 Uhr
Dienstag08:30 - 12:00 und 14:00 - 15:45 Uhr
Mittwoch08:30 - 12:00 und 14:00 - 15:45 Uhr
Donnerstag08:30 - 12:00 und 14:00 - 15:45 Uhr
Freitag08:30 - 12:30 Uhr
Samstaggeschlossen
Sonntaggeschlossen

Öffnungszeiten auch nach Vereinbarung.


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