Umweltinformationssystem

Im Umweltamt der Stadt Hagen wird eine Vielzahl von umweltrelevanten Daten aus den Bereichen Natur und Landschaft, Tierschutz, Boden, Altlasten, Klima, Luft, Lärm, Energie, Abfall, Gewässer, Veterinär- und Verbraucherschutz, etc. erfasst. Diese Informationen werden digital auf der Basis eines umfassenden Konzeptes bearbeitet und verwaltet. Insbesondere werden umweltrelevante Daten mit Raumbezug erhoben und in Form von Karten aufbereitet, die Sie hier einsehen können.

  1. Landschaftsplan der Stadt Hagen
  2. Biotopverbundplan Hagen
  3. Bodenschutzvorranggebiete im Hagener Stadtgebiet
  4. Versiegelungsgradkartierung
  5. Klimafunktionskarte
  6. Klimaplanungskarte
  7. Immissionsstandorte
  8. Lärmaktionsplan Hagen
  9. Waldkarte


Weitere Informationen und Datenbanken zu den Themen Umwelt, Naturschutz und Verbraucherschutz/Agrarwirtschaft finden Sie beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW.


Daten und/oder Karten, die z. B. aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht generell eingesehen werden dürfen, wie Auskünfte zu Altlastenverdachtsflächen, können nach den Richtlinien des Umweltinformationsgesetzes an Interessierte gegen Gebühr beim Umweltamt eingesehen werden.


Ansprechpartner für die digitale Umweltplanung:
  • Tel. 02331 207 2392

Der digitale Landschaftsplan der Stadt Hagen


Ansprechpartner
  • Uwe Wiemann, Tel. 02331 207-2783 (Landschaftsplanung)

Im Jahr 1999 hat das Umweltamt der Stadt Hagen - hier die Untere Landschaftsbehörde - den Auftrag erteilt, den in Form eines Kartenwerkes bestehenden Landschaftsplan in eine digitale Form zu überführen.


Ziel des Projektes war es, ein Planwerk zu erstellen, das

  • als Auskunftsinstrument rasch einen Überblick über die Gegebenheiten eines Raumes bietet (inkl. textl. Festsetzungen)
  • schnell änder- und aktualisierbar ist,
  • in naher Zukunft den Bürgerinnen und Bürgern über digitale Techniken problemlos zugänglich gemacht werden kann (Internet / städtische Auskunftsterminals)
  • u.U. in der Zukunft als rechtskräftiger Plan bei planungsrelevanten Entscheidungen herangezogen werden kann.

Zu diesem Zweck wurden sowohl die Festsetzungs- als auch die Entwicklungskarte des LP Hagen digitalisiert; die im Landschaftsgesetz NRW vorgeschriebenen Symbolik wurde 1:1 übernommen. Um eine umfassende Informationsrecherche zu gewährleisten, enthält das digitale Planwerk auch die textlichen Festsetzungen, die für jedes Schutzobjekt über einen Mausklick abgerufen werden können.


Die interaktive Karten, Festsetzungs- u. Enwicklungskarten, und finden Sie auch unter der Rubrik Stadtpläne, Umwelt in Hagen.


Hier zwei Auszüge aus dem digitalen Landschaftsplan der Stadt Hagen:






Der Biotopverbundplan der Stadt Hagen


Ansprechpartner
  • Uwe Wiemann, Tel. 02331 207-2783 (Landschaftsplanung)

Im Jahr 1997 wurde in der unteren Landschaftsbehörde des Umweltamtes ein Biotopverbundplan für die Stadt Hagen erarbeitet. Allgemeine Ziele des Projektes war es,

  • flächendeckend Möglichkeiten zum Schutz und zur Entwicklung der Landschaft aufzuzeigen,
  • verbindende Elemente (Verbundachsen) zwischen Einzelbiotopen zu erhalten und / oder zu entwickeln,
  • Maßnahmen zu o.g. Punkten zu beschreiben.

Zu diesem Zweck wurde der Biotopverbundplan sowie die ergänzende Biotopentwicklungskarte digitalisiert. Um eine umfassende Informationsrecherche zu gewährleisten, enthält das digitale Planwerk auch die Maßnahmen zur Erhaltung und / oder Entwicklung von Teilräumen und Einzelflächen in textlicher Form. Sie können über einen Mausklick abgerufen werden.


Abschluss des Projektes: Oktober 1998


Zum Projekt "Biotopverbundplan Hagen" ist eine ausführliche Dokumentation des Umweltamtes erschienen.


Bodenschutzvorranggebiete


Ansprechpartner
  • Christa Stiller-Ludwig, Tel. 02331 207-2944

Veränderungen der natürlichen Funktionen des Bodens können Auswirkungen auf den Naturhaushalt als Ganzes haben. Daher sind die Belange des Umwelt- und Naturschutzes auch ein wichtiger Bestandteil des bauleitplanerischen Abwägungsprozesses. Um jedoch ökologische Belange einer sachgerechten Abwägung zugänglich zu machen, müssen ökologische Qualitäten erfasst, bewertet und dargestellt werden.


Mit der Ermittlung der Leistungsfähigkeit von Böden der Stadt Hagen sollen bestehende Defizite des Bodenschutzes in der Stadtplanung verringert und die Qualität von Böden im Sinne eines vorsorgenden Bodenschutzes in stadtplanerische Entscheidungsprozesse integriert werden.


Ziel ist die Ausweisung von Bodenschutzvorranggebieten für die Verwendung im zukünftigen Flächennutzungsplan.


Die Bodenschutzvorranggebiete ergeben sich aus einem Bewertungsverfahren, das spezielle Bodenfunktionen wie die Ertragsfähigkeit, das Biotopbildungspotential , die Filter- und Pufferfunktion sowie die Ausgleichsfunktion Wasserhaushalt berücksichtigt.


Das Projekt ist zur Zeit noch in Bearbeitung. Hier ein Vorab-Übersichtsplan der Bodenschutzvorranggebiete (rot) in Hagen:


Versiegelungsgradkartierung


Ansprechpartnerin
  • Christa Stiller-Ludwig, Tel. 02331 207-2944

Bodenversiegelung ist die Überdeckung des natürlich gewachsenen Bodens mit Gebäudekörpern bzw. mit luft- und wasserundurchlässigen Substanzen wie Teer, Asphalt oder Beton. Dabei ist dies ein Prozess, der an vielen Stellen gleichzeitig im Zuge kleinerer Baumaßnahmen stattfindet und dessen negative Auswirkungen erst in ihrer Summe spürbar werden. Im Stadtgebiet Hagens existieren zahlreiche Beispiele für unnötig versiegelte Flächen auf Schulhöfen, Kinderspielplätzen, im Straßenraum, auf Baumscheiben, in Wohn- sowie in Industrie- und Gewerbegebieten.


Zunehmende Bebauung und die damit verbundene Versiegelung führen neben dem quantitativen Flächenverbrauch auch zu einer qualitativen Veränderung des Bodens und seiner Funktionen bis weit in den Untergrund hinein. Beteiligt an dieser Entwicklung sind Gebäudefundamente, Keller, Tiefgaragen, Versorgungsleitungen etc.


Allgemeine Ursachen des zunehmenden Flächenverbrauchs trotz zeitweilig rückläufiger Bevölkerungszahl sind u.a.:

  • Zunehmender Autoverkehr infolge eines gestiegenen Mobilitätsanspruchs und das verkehrspolitische Bestreben, in den 60er und 70er Jahren die autogerechte Stadt zu schaffen, verursachte den Bau breiter, häufig überbreiter Straßen. Der zunehmende EG-weite Transport von Waren über das Straßennetz lässt eine Umkehr dieser Entwicklung nicht erwarten.
  • Der Wohnflächenbedarf ist seit 1950 von 15 qm/Person auf 35 qm/Person im Jahre 1980 angestiegen. Zudem existiert ein anhaltender Trend zum Single-Haushalt einerseits bzw. zum Einfamilienhaus andererseits.Große Einkaufscenter mit der dazugehörigen Verkehrsinfrastruktur und flächenintensive Freizeiteinrichtungen (Tennisplätze, Tennishallen, Reithallen, Squashhallen) entstehen seit den 70er Jahren "auf der grünen Wiese".
  • Eine langsame, nahezu unmerkliche Nachverdichtung wird im Siedlungsbereich durch die nachträgliche Einrichtung von Anbauten, Zufahrten, Parkplätzen, Garagen, Terrassen und "pflegeleichten", versiegelten Vorgärten verursacht.

Auch in Hagen ist ein ungebrochener Trend zur weiteren Versiegelung zugunsten neuer Siedlungs-, Betriebs- und Verkehrsflächen zu erwarten. So prognostiziert das "Wohnungsbauprogramm Hagen 2000" vom 04.02.1992 eine jährliche notwendige Steigerung der Wohnfläche um 0,5 qm pro Einwohner. Hier stellt sich allerdings am Rande die Frage, inwieweit im Rahmen dieses Programms der hohe Bedarf an preisgünstigem Wohnraum erfüllt werden kann.


Mittlerweile ist die zunehmende Inanspruchnahme von Freiflächen und ihre Versiegelung neben den stofflichen Einträgen als ein wesentlicher Faktor der Bodenbelastung erkannt worden. Den Neuausweisungen für weitere Bauflächen sind aufgrund der speziellen Topographie Hagens natürliche Grenzen gesetzt. Umso wichtiger ist es, mit den verbleibenden Freiflächen in den ohnehin schon stärker verdichteten Stadtgebieten unter ökologischen Gesichtspunkten hauszuhalten.


Im Jahr 1996 erfolgte eine Bestandsaufnahme der Versiegelung im Hagener Stadtgebiet.


Klimafunktionskarte


Ansprechpartner
  • Fred Weber, Tel. 02331 207-3501

Klimaanalyse
Im Zuge der Überarbeitung der Klimafunktionskarte Hagen konnte eine wesentliche Veränderung der Ausdehnung der Klimatope durch die Siedlungsentwicklung nicht festgestellt werden. Dagegen hat sich die Bedeutung der häufig zu beobachtenden Talinversionen klar gezeigt. Für die Siedlungen im Talgrund sind Bodeninversionen und die Kaltluft, die von den angrenzenden Hängen abfließt, nicht vorteilhaft, weil dadurch der Luftaustausch stark reduziert wird. Vorrangig ist deshalb eine Reduktion der Emissionen im Talgrund. Das Volmetal ist in dieser Hinsicht das gefährdetste Tal in Hagen, da es sehr eng und tief eingeschnitten ist. Weitere Informationen erhalten Sie in der interaktiven Klimafunktionskarte.


Klimaplanungskarte


Ansprechpartner
  • Fred Weber, Tel. 02331 207-3501

Planungsempfehlungen
Auf der Grundlage der gewonnen Klimadaten wurden für das Stadtgebiet Pla-nungshinweise entwickelt. Darin wird das Stadtgebiet in Ausgleichs- und Lasträume unterteilt. Während Ausgleichsräume als Frischluft- und Regenrationsgebiete (z.B. Frei- und Waldflächen sowie Parks, etc.) ihre Bedeutung erlangen, werden Lasträume als bebaute Gebiete definiert, in denen klimatische und lufthygienische Belastungen auftreten können, beispielsweise in der hoch verdichteten Innenstadt. Die Ziele sind dabei klar. Es soll eine klima- und lufthygienische Situation geschaffen werden, die nicht zu extremen Belastungen führt oder diese abbaut. Für bestimmte Teilflächen konnten Empfehlungen gegeben werden. Auch konkrete Hinweise sind in der interaktiven Karte Planungshinweise enthalten. Die Klimaplanungskarte finden Sie hier.


Foto: copyright Umweltamt Stadt Hagen

Waldkarte

Hagen ist die waldreichste Großstadt Nordrhein-Westfalens. Rund 42 Prozent der Stadtfläche sind Wald, etwa ein Viertel befindet sich im städtischen Eigentum.
Der städtische (von Wirtschaftsbetrieb Hagen - WBH (AöR) bewirtschaftete) Waldbesitz beträgt ca. 1.700 ha. Darüber hinaus besitzen der Regionalverband Ruhr (RVR) sowie viele Privateigentümer Waldflächen.



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